Bunduki’s Jungjägerpaket

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Zwei Jahre gibt’s den Flintenblog nun.
Zwei Jahre Ärger mit Nörglern, Freude mit Freunden, Herzlichkeit von Fremden und immer wieder Fragen, Fragen, Fragen.

Nun wissen alle, die mich persönlich kennen und auch die, die den Blog aufmerksam lesen, dass ich Firmenbezogene Ratschläge ( Kaufen Sie die neue „Fips2 excalibur mit Trefferklingel“) grundsätzlich nicht gebe.

Dennoch ist eine der meist gestellten Fragen die, nach der Grundausstattung und des Einstieges.
Auch wenn damit meist die Waffe gemeint ist, wäre mit der Nennung einer Waffe das Thema nur sehr unvollständig abgehandelt.

So kam mir die Idee, das ganze mal als „Jungjägerpaket“ zu schnüren…
Sie kennen diese Angebote ja …
Man nehme eine Flinte, die sich schlecht verkauft oder bei der man keine Rabatte geben möchte und legt ein paar Glasperlen für die Eingeborenen bei.
Billiges Putzzeug, ein schrabbeliger Koffer und ein Gehörschutz dritter Wahl und fertig ist das Sonderangebot , welches sich kaum von den Geschäftspraktiken früher Forscher unterscheidet, welche sich mit ein paar ranzigen Floh-Decken und ein bisserl Glitzerkram die Wegbeschreibung zum Orinocco vom Indio erfeilschten.

Da ich hier nun nix verkaufe , auch nicht Rabatt gebe ,dachte ich, vielleicht auch so ein Paket ,aber auf meine Art , zu schnüren und mal sehen wie’s angenommen wird. 😉

Da ich nicht zum Orinocco will, der Leser auch kaum Indio sein wird,lass ich also die Glasperlen und das theatralische Geschmus weg und sag, was ich für notwendig halte, um in dieser Jagd- und Sportart gut anzukommen.

Nehmen wir mal den typischen Jungjäger als Zielgruppe.
Gerade fertig mit der Prüfung, oder kurz davor, überlegt er sich wie’s nun, mit der Jagerei weitergehen soll.
Wenn er nicht von dilletierenden Ausbildern vollkommen für’s Flintenleben verdorben ist, möchte er gerne weitermachen…aber wie?
Flinte kaufen und los?
So einfach ist das nicht. Jagdmöglichkeiten und persönliche Vorlieben, Zeit und Geld, Wohnort ,Mobilität und Flexibilität…alles Punkte die berücksichtigt werden müssen.

Um sich klar zu werden, wie es weitergeht, kann er ja nun in Bunduki’s Jungjägerpaket linsen:
Darin enthalten:
Planung – Lernen – Ausrüstung

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PLANUNG

Ohne Plan geht nix im Leben… oder alles…aber eben daneben.

Zunächts sollte mal ein Budget fürs neue Jägerleben mir der Flinte erstellt werden.
Kosten für Waffe, jährliche Übungsmunition,Jagdmunition,Bekleidung und Zubehör.
Aber auch Fahrtskosten zu Ständen und Jagden, Übernachtungen,Versicherungen,evtl Arbeitsvertretungen, Flug und Transportkosten,Waffenschrank und waffenrechtliche Genehmigungen…

All das summiert sich zu einer abenteuerlichen Summe.
Doch keine Sorge.
Dieser Betrag wird so nie fällig ,denn er wird immer überschritten werden. 😉

Und nun das ernste Wort:

Kein käufliches Gerät ersetzt das Empfinden und das Erleben.Es ermöglichts es lediglich.
Jagd ist Erleben, Freude, gespannt sein, Verwunderung und immer wieder Überraschung…
…mit dem dicksten Geländewagen und der teuersten Flintensammlung kann das alles nicht erreicht werden.

Wenn das Budget einem Angstschweiß auf die Stirn treibt,wenn Ehe oder Familie darunter leiden sollen, dass Papi jagern geht,…dann lieber Jungjäger:
Schieb’ die ganze Sache auf, bis genügend Kohle bereit liegt,denn Familie und Leben sind immer wichtiger, als ein Hobby.

Aber sehen wir weiter mit der Planung und gehen wir vom gefüllten Säckel aus:
Nun kommt die Information drann:
WAS kann ich schießen?
Trap, Skeet, Parcours, Sporting, jagdlich, olympisch, ZZ, DTL oder Annie Oakley??
um erst mal zu wissen worum es sich dabei handelt,such man Kontakt zu der Verbänden und studiere deren Regelwerk:
Vielleicht hilfreich die Links vom Flintenblog: hier und hier und der Flintenblog generell,da hier nicht nur von einer Art des Flintenschießens berichtet wird.

Sobald das Interesse am WAS geklärt ist, kommt die Frage:
WO kann ich schießen und üben?
Welche Stände befinden sich in meiner Nähe und was wird dort geschossen?

und weiter gehts:

Wo finde ich Büchsenmacher, die auch was von Flinten verstehen?
Wo richtige Flintenspezialisten und Schäfter?
Wer führt auch Flintenzubehör und wer auch andere Hersteller, als die „notorious“ drei?
Adressen der jagdlichen Stände gibt’s im Internet und bei den Jagdverbänden.
Ansonsten gibt’s eine subjektive Standliste mit der Lage größerer Anlagen im Internet unter
Deutschland

Vergesse man nicht unsere Nachbarn, wenn man in Grenznähe lebt, arbeitet , dort öfters zu tun hat oder seine Ferien dort verbringt:
Österreich

Schweiz

Frankreich

Niederlande

Man suche sich einen Heimatstand aus ,der möglichst viele Arten von Taubenpräsentationen bietet…
…mit netten Leuten jeden Alters, ohne gesellschaftlichen Dünkel, die sich freuen, mit gleichgesinnten, fröhlich einem Freizeitvergnügen nachzugehen.

Religiös-venatorische Verklärtheit beim Abkippen der Flinte und das bewusst genossene humorlose Leiden ,weil „Passion“ des großgoldenen Lönschen und Frevertschen Waidmannsnostalgie-ordens, ist heut nicht mehr für jeden so lustig ,wie es mal lächerlich war.

Auch über OTTO Waalkes kann man heute eigentlich nicht mehr wirklich lachen… 😉

Aktienkurse,der letzte Börsen-Crash und die allgemein schlechte Lage im Immobiliengewerbe oder der Goldbranche, müssen nicht auf einem Schießstand diskutiert werden.
Auch die tweedigen,british angehauchten,mit DF und Monokel von Opa von Zitzewitz,steigern den Lustgewinn auf Ständen nicht…
Genauso wenig die Trampelrabauken von der Treckerfraktion in der Strich/Keinstrich Uniform,die vergnügt erzählen,wie sie am letzten Wochenende ihrem Dackel oder einem anderen armen dunklen Hund,die Seele nach Gutsherrenart rausprügelten…

Man suche sich was passendes…für Leib ,Seele,Geldbeutel und Nervenkostüm. !

Dort sollte man auch mal ohne Gruppe schießen können,sogar immer wieder die gleiche Taube,bis sie klappt.
Das Personal sollte hilfsbereit und unaufdringlich sein. Ein wenig Restauration mit lächelnder Bedienung könnt‘ nicht schaden.
Infektiöses Ambiente in Nasszellen und im Speisebereich sollte sich auch in männlich rustikaler Umgebung nicht mehr durchsetzen können.

Ja lieber Freund,solch ein Shangrila will sorgfälig gesucht werden…manche findens nie…und um die Ecke liegts garantiert nicht.

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Dies alles mal genau durchforscht, vielleicht gleich ins Navi eingegeben und man kann an den ersten Wochenenden mal die Stände abfahren, die in Frage kommen und sehen, was sie zu bieten haben.

Sich an einen Verein oder Verband zu binden, ist (leider) erstmal nicht zu empfehlen.
Erst nach einigen Monaten zeigt das Vereinsleben (und manche Mitglieder) ihr wahres Gesicht und dann sollte man sich auch ohne Problem, wieder verabschieden können.
Dazu kommt das z.B, VERBÄNDE wie der SCCA in Österreich mit seinem mustergültigen Jugend und Eventprogramm, kein Pendant in DE hat und somit die Frage nach einem unterstützendem Verband m.E. bei uns akademisch ist .

Dies gilt nicht für einzelne VEREINE und Hegeringe in DE , die oftmals großartige Arbeit für neue Mitglieder leisten. Doch auch hier gilt :“Prüfe, wer sich binden mag“

Da nun Stände und Vereine abgespeichert sind, geht die Planung weiter mit der Suche nach fachlicher Hilfe.
Flintenschießen ist kein Sport der Autodidakten. Wäre er dies, müssten die meisten Ausländer eine natürliche Begabung dafür haben ,welche uns Deutschen abgeht.

Flintenschießen zu lernen, braucht wie Autofahren, Golf oder Tennis einen professionellen Lehrer, der Lernabschnitte, Anleitung und Wege der Selbstkontrolle weist.
Nun gerieren sich Puller, Frevert und Löns-zitierende WKII Überlebende, Maulhelden und Schwarzarbeitende Lebenskünstler gerne als Schießlehrer.
Zwar wird ohne jegliche Ausrüstung wie Musterwaffen,Gelenkgewehre,Laser,Anschauungsmaterialien und schriftlichem Lehrmaterial gearbeitet…
…aber immer mit einen tollen geheimen Tip, wo man gaaanz günstig an das einzig wahre Schießgerät kommt…
…meist nicht weit weg.
…ein wengerl Bakshisch ,ein wenig hankypanky, a bisserl Schmäh…willkommen in Puller-Fredies Flintenbasar!

Leider fehlen auch fachliche Voraussetzungen wie Didaktik, Einfühlungsvermögen und vor allem Ausbildung.
Auch das Diplom einer ausländischen Vereinigung sagt wenig über die Erfahrung und Kompetenz des Lehrer aus, da es gerade bei diesen Diplomen gewaltige Unterschied gibt, wie sie erreicht werden. Zwischen mehrwöchigen Seminaren, langfristigem Hospitieren bei internationalen Schießschulen großer Firmen und Tageskursen auf WBK-Sachkundeniveau liegen Welten !

Und ob ein lehrender, früher die 28.Spartakiade in Sevastopol gewonnen hat oder mehrfacher Kreismeister im Flintenwinken in Püsteritz-Schwürbel war, ob er mehr Flinten als sonst einer im Verein hat, oder jeden Katalog auswendig nachschnattern kann…all das sagt nichts aus, ob er einem anderen Menschen Wissen und Fähigkeiten vermitteln kann.

Also eruiere man , was der Lehrer so von sich gibt.
Was hat er veröffentlicht, nur Werbung oder neutrales Fachwissen ?
… wie hört er sich am Telefon an ?
Humor…toternst…sachlich…verständlich…?
Stimmt die persönliche Chemie?!!!

Sagen Sie klar, was ihr Lernziel ist und besprechen Sie auch einen realistischen Zeitplan.
Schnell hat noch niemand das Flintenschießen erlernt!
Man spricht nicht von Ungefähr von „Lern-Schritten“ !

Selbstbewußte Schießlehrer kennen ihre Grenzen und schicken oftmals Schüler zu befreundeten Kollegen, die Spezialkenntnisse haben, wenn diese für den Schüler von Nutzen sein können.
Professionelle Lehrer machen keine Dumpingpreise,stellen ordentliche Rechnungen aus, lassen sich nicht vor den getarnten Verkaufskarren spannen und auch nicht mit sich feilschen. 😉

Was will unser Jungjäger weiter erreichen?
Er will praktisches Können, mit theoretischem Wissen ergänzen und vice versa.
Dazu ist es notwendig, den zweiten Teil des Paketes aufzumachen.

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LERNEN
Je früher man sich mit den theoretischen Kenntnissen rund um Waffe und Jagd beschäftigt ,um so eher wird einem klar, was es noch zu erfahren und zu erleben gibt.

Also Bücher, Internet und Antiquariate, Waffengeschäfte und Museen durchforstet !
Zu aller erst stehen die gesetzlichen Vorschriften.
Was darf ich und was nicht ?
Ob Waffenrecht , Stahlschrotverordnung oder Unfallverhütungsvorschriften…
Ob wir es mögen oder nicht :all diese Vorschriften sind zwingend,sie nur marginal zu kennen ,kann im Disaster enden.

Nicht nur, aber auch, um teilweise vertrackte Gesetze zu verstehen ,bedarf es Grundwissen um Waffentechnik, Ballistik und Jagdmethoden.
Leider gibt es zuwenig deutschsprachige Literatur übers Flintenschießen und auch die sogn. Fachzeitschriften kümmern sich um diesen Jagd- und Sportart schändlich wenig.

Deswegen : ein gutes Wörtebuch gekauft und abgetaucht ins Meer der englisch sprachigen Fachliteratur. Gute Bücher findet man auf Bundukis Bücherseiten im Flintenblog.

Doch man kann sich auch über Internet-Foren zu Gruppen treffen, die Erfahrungen austauschen.
Wohlgemerkt „IRL“ (in real live), denn die Flinten- Foren taugen zu Diskussionen und Kommunikation m.E. leider nicht mehr.
Zu viele Streithähne und Trolle jeden Alters, haben die, an sich blühende Forumskultur vernichtet.
Dennoch eignen sich diese Foren wenigstens noch dazu, um sich zu regionalen Treffen per PM (privater Nachricht) abzusprechen oder den einen, oder anderen Gleichgesinnten kennen zu lernen.
Als verlässliche Quelle versagen die Internetforen zusehends.
Zu leichtfertig wird Halbwissen gepostet,zu oft schlicht Unsinn geredet…Hauptsache :…man hat auch was dazu gesagt.
Die vagabundierenden Internettrolle brauchens für den Ego-kick…den usern hilfts in nichts weiter…Schade!

Also Foren-Information und besonders ihre Poster(!) hinterfragen und sich die nachprüfbare Quellen nennen lassen !…besonders wenn Fragen in sicherheitsrelevante Bereiche gehen oder gesetzliche Einschränkungen tangieren.

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Information über Waffen war generationenlang Sache des örtlichen Büchsenmachers.
Leider verstanden viele dies als Aufforderung, „ihr Herrschaftswissen“ zur Geheimwissenschaft zu verklären.
Heute denken manche Handwerker um und sehen in gut informierten Kunden auch treue Partner, die auch etwas mehr beim Fachmann bezahlen, um seine Kompetenz zu erhalten.

Suchen Sie , lieber Jungjäger, nach guten Flintenmachern!
Scheuen sie keine Wege…der Discounter mit seinem kleiderundmunitiondealenden Jungazubiverkaufsassistenten ist kein Partner des Jägers…er bleibt ,was er ist…Verkaufspersonal mit Lizenz zum rabattieren.

Immer mehr Bümas öffnen Ihre Werkstätte, geben Kurse in Waffenpflege und Renovierung.
Bümas unterhalten sich gerne mit Kunden und geben viel Infos weiter!
ABER man sollte dann auch KUNDE sein und nicht INFO-Schnorrer!

Auch Schießlehrer geben vielfältige theoretische Kurse,ob Stahlschrotproblematik,Waffentechnik,Wettkampforganisation,Selbstschutz oder Kurse für bestimmte Interessengruppen wie Ausbilder oder Reisende in exotische Flintenländer.

All dies sollte man nutzen, um die Wissens-spreu vom Wissens-weizen zu trennen.
Denn das allgemein übliche Geschnatter auf Ständen und Stammtischen ist keine gute Infoquelle. Hier werden seit Generationen abgestandene Halbwahrheiten immer wieder aufgewärmt, um Neulinge zu beeindrucken.

Ob die immer wiederkehrende Schaftanpassung über die Armbeuge, die Flintesprengenden Stahlschrotpatronen, die 20er Damenflinte und die Methode mit der antiken 16er und Randschroten jedes Flugwild auf alle Entfernungen zu treffen….Dummheit und Unwissenheit sind grenzenlos…Leider auch die Hartnäckigkeit, mit der damit auf Neulinge eingeprügelt wird.

Dagegen hilft nur selbst erarbeitetes Wissen!
Denn : wer nichts weiß – muß alles glauben !

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AUSRÜSTUNG

Und nun der letzte Teil des Paketes.
Nachdem Planung sicher gestellt hat, wie es flintentechnisch weitergehen kann und das Wissen soweit vervollkommnet ist , dass man sich nicht jeden alten Schießprügel andrehen lassen muss…geht’s zum genüsslichen Waffenkauf:

Nein ,auch hier nenn’ ich keine Marken, sehr wohl aber gebe ich eine Beschreibung einer Flinte, wie sie meiner Erfahrung nach dem oben beschriebenen Standard-Jungjäger beste Dienste und maximalen Wert bietet.

Das ganze in einem kurzen Satz ohne Händler-Schmus:
BDF + 12/76 + Wechselchokes + überbohrter Lauf + verstärkter Beschuß (+ evtl.WE-Lilie) + umschaltbarer Einabzug + Ejektor + Sportingschaft (verstellbar wenn möglich)

Welche Lauflänge, Schaftlänge, ob Zwischenschiene oder Hilfskorn …all dies wurde schon im Flintenblog ausführlich beschrieben und ist :
ganz nach Gusto und Notwendigkeit.
SLF,VDR,Df und alle Kaliber groß und klein… sind schön und fein… doch keine Kombination reicht, der oberen das Wasser in Preiswürdigkeit,Wiederverkaufswert,Universalität,gesellschaftl-jagdl.Akzeptanz,Haptik, Schwungverhalten sportlich und jagdlicher Eignung….ätsch! 😉

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Beim Fabrikat sollte immer dem Markenprodukt der Vorzug gegeben werden.
Ersatzteile und Service müssen bei einer Flinte, auch noch nach einer Generation, uneingeschränkt verfügbar sein.
Der Vertrieb von Flinten sollte zum Hersteller seines Produktes stehen und es nicht mit Phantasienamen eindeutschen und „Hubertusnah“ verbrämen.
Billigprodukte aus dem Osten oder der Llevante sind billig , sonst nichts !
Sie nützen Ramschhändlern und manifestieren die Hybris des geizgeilen, aber ansonsten wenig ambitionierten Ballerproletariats, mit plump kopierter Rudimentärtechnik, den Leistungsstand von innovativen Qualitätsprodukten für lau erreichen zu wollen.

Der alte Rat , eine gebrauchte Markenflinte zu erwerben, ist nicht verkehrt, aber heute, aus zwei Gründen, anzuzweifeln.
Erstens ist durch die Stahlschrotvorgabe der Markt an gebrauchten modern beschossenen Flinten klein.
Zweitens ist durch den derzeitigen preislichen Zusammenbruch des Waffenmarktes, der Gebrauchtkauf überflüssig.
Schon für 1100 Euro erhält man derzeit mit Glück und Findigkeit, nagelneue WE beschossene Topflinten, die sonst für mehr als das doppelte gehandelt werden.

Da die Realpreise heute täglich schwanken, eignen sie sich nicht als Anhaltspunkt.
Anders die viel geschmähten UVPs.
Nicht, das diese Schwankungen zu begrüßen wären; eben diese Preise werden sich in Zukunft böse rächen…aber der Markt ist, wie er ist: derzeit ein Schäppchenparadies für neue Flinten.

Somit sind Marken-Flinten im UVP Segment von 1500 bis 2500 als sehr gute Mittelklasse und auch als dauerhafte Lebensflinte zu empfehlen.

Im Bereich von 2500 bis 4000 scheiden sich die Geister.
So werden exzellente Flinten in diesem Bereich gebaut,die alle modernen Anforderungen plus einer Portion Innovation erfüllen;…aber leider auch Waffen die man mit der Bezeichnung „heiße Luft“ umschreiben darf.
Blendwerk wie nobles Holz oder gar eine Art Holzverschalung,aufgemotzte Gravuren ohne Inspiration und technischer SchnickSchnack mit „evolutionären“ Namen, zeichnen diese Produkte aus.
Zwischen 4K und 6000 darf man sicher sein, die Differenz für optisches Blendwerk ausgeben zu haben.

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Dann ab 6000 Euro wird die Luft rein und klar.
Hier zählen keine Gravuren oder Verzierungen.Hier ist modernste Technik im Flintenbau UND traditionelle Handarbeit angesiedelt…keine Fabriken, sondern Manufakturen arbeiten hier an hoch spezialisierten Flinten für ein höchst anspruchvolles Kientel.
Keine aufgeblasenen „bestguns“ mit den dekadenten Hogout altbritischer Geldvernichtung, sondern Leistungsboliden der Formel 1 des Flintenschießens.
Nur wenige dürfen sich diesem Club zurechnen…und meist sind es nicht die lautesten 😉

Zur neuen Flinte, teuer oder preiswert, gehören natürlich immer Einweisung und Anpassung durch den Fachmann.
Denn zu jedem Flintenkauf gehört Service !… nicht zwingend ein Rabatt.
Dort, wo beide locken…ist eins davon nicht echt 😉

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Was nun als Zubehör dazu gehört:

Waffenkoffer UND eine Softtasche…natürlich mit Schlösschen 😉
Hochwertige Putzzeug und Pflegemittel auf synthetischer Basis
Pufferpatronen aus Metall
Der beste elektronische Gehörschutz und die beste Schießbrille!
Moderne Schießweste und eine Schießjacke für Nässe und Kälte.
Eine abschließbare Transportbox fürs Auto um Munition zu transportieren.
Ein Shellbag, um Munition und Kleinigkeiten auf dem Stand zu transportieren.
Eine Laserübungspatrone für das Heimtraining !!

…und: immer dabei:

Geduld und Bescheidenheit, um das Schießen zu erlernen.
Respekt vor der Kreatur, um Regeln und Waidgerechtigkeit zu leben
Respekt vor seinen Mitjägern, um Sportsmanship und Fairness zu zeigen.
Freunde mit denen man Freude ,Wissen und Erleben teilen kann.
Spass und Lebenslust an der für viele, schönsten Art zu jagen.

…Und auch ein dickes Fell …um all die, wenigen aber lauten , Ignoranten und Bosnickel der Jagd und des Sports zu überstehen.

Yours truly

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Bunduki

ACHTUNG SEHENSWERT:

Nicht vorenthalten möchte ich nachstehende Bilder von Freund Joe vom Lost Target Portal.
Ein wahrer Himmel auf Erden für jeden Wurftaubenschützen.
Orvis Sandona in New York
Auch so kann ein Stand aussehen !

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Nachsatz an die Stammleser:

Den einen , die ob profilaktischer Erbostheit , geronter Überzeugung oder prinzipieller Selbstüberschätzung wieder mal nur halb oder gar nicht gelesen haben , oder jenen, die sich wieder mal „nur so“ in putativer Entrüstung ausschütten wollen… sei der alte Spruch einer englischen Königin ins Gedächtnis gerufen und zum listigen Weiterdenken empfohlen:
there are no women after the glorious 12th of August
daran hält sich nun auch „yours truly“ und verabschiedet sich eine Weile.
Also, heiße Luft sparen….

TIP: der Flintenblog wird von MIR allein finanziert und mit meiner Zeit und Know How erhalten …niemand wird gezwungen zu lesen…niemand muß meine Meinungen teilen…: Konsequenz: wenns nicht konviniert, einfach nicht reinklicken!

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Den anderen ,die seit 2 Jahren dem Flintenblog die Treue halten,aufmunternd schreiben und auch mit Kritik so umgehen ,dass dieser Blog immer noch ,auch ohne Hilfe von Verlagen oder Industrie und trotz nicht unerheblicher Anfeindungeben eben jener, unabhängig existiert, sei herzlich gedankt .

Flintensport und Jagd werden schwieriger werden.
Noch schwieriger als bisher.
Von selbstverliebten Verbänden als lästig abgetan;…nicht mal einer halbwegs vernünftigen Jugendarbeit wert…
… von der Industrie nur noch als Sekundärmarkt akzeptiert,sehen die Zukunftsaussichten des Flintenafficionados und seines Sportes schlecht aus.

Um uns herum in Europa blüht dieser herrliche Sport…und wir schweigen ihn “ ins Grab“?

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Bald sind Wahlen,und wir aufgerufen, denjenigen, die uns als potentielle Totschläger ,Amokläufer und Sicherheitsrisiken in einer bisher einmaligen medialen Hetzkampagne denunzieren, ihre verdiende Quittung oder unser „Vertrauen“ (lustig gell?) zu geben.
Es geht ,und das sei wohl bemerkt, nur sekundär ums Waffenrecht.
Primär wurden Bürgerrechte und die Würde und Integrität des rechtschaffenen, unvorbestraften Bürgers verletzt.

Und Bürgerrechte sind immer ein „one issue“ vote wert!

Gehen Sie wählen und zeigen Sie, wer die Mitte des Volkes ist.

Wenn schon, denn schon!
Dann doch auch gleich mal den verschlafenen Verbandschefs auf die Füße getreten und bei der Jagdzeitschrft der Wahl gefragt,warum Flintensport und Jagd nicht mal ein paar werbeunabhängige Artikel wert ist…

Was aus unserem Sport wird ,entscheiden wir……………………………..oder ?

Hasta la vista ,…I’m gone, to have a little rest 😉
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4 Kommentare zu Bunduki’s Jungjägerpaket

  1. Waidner Frank sagt:

    Hallo,

    find ich richtig toll!
    Anregung zur Komplettierung der Schießstände:
    Nussloch (bei Walldorf)
    SG Pforzheim

    Gruß
    Frank

  2. Bunduki sagt:

    trotzdem keine Parcourstände ,ists schon erledigt 😉

  3. Bertram Quadt sagt:

    Schöner Satz über Grouse…
    Allerdings: der verlinkte Artikel zeigt, dass der Schreiber desselben in seinem Leben noch keine Grousejagd erlebt hat.
    Abominable load of rubbish.

  4. Bunduki sagt:

    Na was erwartest…
    der link war für die gedacht, die nicht mal wissen, was der 12th of August bedeutet.
    …und als Erklärung dass auch ich mal meine Ruhe möcht 😉

    Saludos
    Alex

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