Schaft-basteleien… noch ein Weg zum persönlichen Schaft

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I did it my way…! Sang schon Sinatra und recht hatte er.

Je mehr man über Waffen lernt , desto mehr man bewusst schießt , jagt und natürlich Fehler macht, sucht man Fehlerquellen.

Die größte , sich selbst, kann man mit systematischem Lernen, Training und Selbstdisziplin verbessern…bleiben tut aber noch das vermaledeite Material.

In einem der letzten Blogs sahen wir den Zusammenhang und die Parallelen bei Büchsen und Flintenschäften und mussten erkennen ,dass wenn beide Schießarten gut ausgeführt werden sollen ,auch Schaftmaße angeglichen werden müssen.

Da nun die Zeiten sind, wie sie nicht sein sollten, Geld nur selten im Überfluss vorhanden ist ,Schäfter und neue maßgearbeitete Schäfte aber viel Geld kosten, hier nun ein paar kleine Tipps, wie der halbwegs handwerklich begabte, sich seinen Schaft individualisieren kann und /oder sich die Grundmaße für den passenden Büchsen oder Flintenschaft erarbeiten kann.

Zunächst das wichtigste:
Um den Schaft anzupassen, damit sich die ganze Arbeit lohnt, sollte auf jeden Fall ein brauchbarer Anschlag und eine Trefferquote von mindestens 70% im Parcours erreicht sein.
Solange schwere Fehler im Bewegungsablauf vorhanden sind, lohnt sich weder Bastelarbeit noch der Gang zum Schäfter.
Das einzige was erreicht würde , wäre ein halbherziger Versuch Fehler des Schützen mittels eines somit falsch dimensionierten Schaftes für alle Zeit zu manifestieren.

Wie und womit gemessen werden kann, dazu gab es schon diverse Artikel im Blog.
Hier einer der zu den nachfolgenden Arbeiten passt.

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Das „Schaftbasteln“ geht mit vielen Schießstandbesuchen einher. Immer wieder, werden neue Formen oder Längen ausprobiert und analysiert.
Somit ist auch wichtig, nach jeder Veränderung des Schaftes, die gleichen Taubenpräsentationen oder bei der Büchse die gleichen Schießweisen anzuwenden.
Manchmal ziehen sich solche Experimente über Monate hin, manchmal gerät man in eine Sackgasse, wo nur noch der professionelle Rat eines Schießlehreres hilft…

Fängt man jedoch gleich vor der Bastelei an, sich professionellen Rat zu holen, kann man sich so einige Umwege, auch in der Bastelei, sparen.

Gute Hilfe, wenn der Schießstand nicht gleich um die Ecke liegt, bieten Laserpatronen und Laufeinsätze wie hier beschrieben.

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und hier noch die „Weiterentwicklungen“

Man sollte nicht auf die Zeit achten und penible Milchmädchenrechnungen erstellen, ob und wie viel man nun gegenüber dem Büchsenmacher spart.
Es geht um das praktische Erfahren der Umsetzung von Bewegung in technische Daten und dieses sich „in die Waffe einfühlen“ , macht Heidenspass und am Ende ist man unglaublich stolz auf „seinen Schaft“.
Es geht um “learning by doing”
Denn die Erkenntnisse die man gewann, erreichte man durch persönliche Erfahrung, die wiederum unbezahlbar ist.

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Da sich die Anschaffung eines wirklich universellbaren Schaftes nur für wenige Profischützen und Fitter lohnt,ist der Weg zum Do it Yourself ,gerade bei bescheidenem Budget, nicht abwegig.

Nun also los mit der Arbeit!
Zunächst sollten man festlegen, womit gearbeitet werden soll.

Ein wertvoller Schaft an der Waffe, sollte nicht mit Feilen und Sägen maltretiert werden, wenn das Ziel nicht genau feststeht und/oder die Fachkenntnisse des Hobbybastlers noch nicht so ausgereift sind.

Ideal ist ein preiswerter Ersatzschaft. An ihm kann gefeilt und geraspelt werden, ohne dass Schaden entsteht.
Erhältlich sind Gebrauchtschäfte für fast alle Waffen bei den Auktionshäusern, bei Schäftern, Bümas und Schießschulen.
Oft sind dies hemmungslos gekürzte Schäfte, manchmal auch nagelneue Fabrikschäfte mit Standartmaßen, deren Besitzer sich schon einen Maßschaft hat machen lassen.

Natürlich können Ersatzschäfte aller namhaften Hersteller, über den in- und ausländischen Fachhandel bezogen werden.

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Im Bild zwei Schäfte :
links neu Parallelschaft für Browning (neu 120 Euro gebr.ca 40 euro)
rechts gebrauchter Trapschaft f. Browning,Miroku (neu 360 Euro gebr.ca 50Euro)

Bevor es ans Grobe geht, hier einige praktische Hilfsmittel, die kleine aber wichtige Veränderungen hervorrufen, ohne dass dabei große Büma-arbeit notwendig wird und die
oft schnelle und einfache Hilfe bringen.

Für professionelle Ausbilder sind diese Dinge Standart .

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Diese Combraiser sind in 5,10 und 15 mm erhältlich.

Ein sogn.Combraiser aus Gummi erhöht Ihren Schaftrücken in verschiedenen Stufen ab 5mm.
Wer „nur „ dieses Problem hat, der kaufe sich einen mit Leder überzogenen und spare sich weiter Arbeit.
Die Combraiser befestigt man mit Montageband aus dem Baumarkt.

Um die Schaftlänge zu variieren, braucht’s eine passende Schaftkappe.
Doch bis man das richtige Maß ermittelt hat, genügen einfache 2mm starke Holz-,Plastik- oder Leder-Schablonen, die man untermaßig dem Schaftprofil anpasst und nach und nach ans Schaftende schraubt.Voraussetzung sind entsprechend lange Schauben.

Durch Beilagscheiben oder halbierte Schablonen ist auch ein passender Pitch zu simulieren.
Auch ein Schaftschuh,also eine Manchette die man übers Schaftende stülpt, hilft,denn im Inneren kann man unterschiedliche Längen und Pitches durch Einlagen simulieren.
Aber nicht vergessen.Diese Hilfsmittel verbreitern auch das Schaftende!

Damit man auch mit einem solchen Provisorium aus Unterlagscheiben Schießen kann, ohne Hängen zu bleiben, verkleide man das ganze mit ordinärem Duct tape.

Und schießen müssen Sie mit Ihren Basteleien solange, bis sie einen Vorteil oder Nachteil in Ihrer Schußleistung erkennen.
JEDE Veränderung die am Schaft vorgenommen wird, verbessert die Trefferquote oder verschlechtert sie.
Auch singuläre kleine Veränderungen haben ihre Wirkung ,wenn sie zeitnah zum Umbau getestet werden und dem Körper keine Zeit gegeben wird sich auf fehlerhaftes Schaftmaterial einzustellen.!

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Etwas ruppiger sehen die Arbeiten aus, wenn Senkung vom vorhandenen Schaft weggenommen werden soll. Jetzt kommen raspeln und Feilen zum Einsatz.
Bitte Vorsicht walten lassen und in kleinen Schritte arbeiten!

Nach dem gefeilt und geraspelt wurde, verkleiden sie die raue Arbeitsebene des Schaftes am besten mit glattem Klebeband wie z.B.Aluband. Das führt dazu, beim Anschlag kein zu exotisches Gefühl an der Wange zu haben.
Robustes Aluband hat sich auch dort bewährt, wo Schäfte im Finish reastauriert werden und man die Fischhaut „schleiffest „ abdecken will.

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Einem Schaft mehr Substanz in der Breite zu geben oder auch den Schaftrücken aufzubauen und ihn gleichzeitig mit Schränkung zu versehen , ist ein leichtes mit Spachtelmasse.
Holen Sie sich aus dem Auto- oder Bastelzubehörgeschäft schnell bindende Spachtelmasse.
Damit den „Schaft zu formen“ ist kinderleicht.
Tragen sie Schichenweise auf, wo sie es für nötig halten und nach dem Aushärten bearbeiten/glätten Sie das ganze auf die gewünschten Maße und Formen.
Vergessen Sie auch nicht: mit dieser Methode ist es sehr einfach, sich einen fast orthopädischen Pistolengriff nach Gusto zu gestalten.
Fingerrillen, Handschweller …nix ist unmöglich.

Spachtelmasse ist leicht zu bearbeiten , Feinarbeiten sind, ebenso wie das Grobe, kein Problem.

Halten sie genügend Schleifpapier vorrätig und einen kräftigen Staubsauger für die unvermeidliche Sauerei.
Verkleiden Sie den Schaft nun mit Tape, um eine angenehme „schiessbare „Oberfläche zu erhalten ..

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Gerade Schützen die ihre SLF mit Kunsstoffschaft auch an opassen wollen ,stießen bisher mit den mitgelieferten Shims (den Zwischenstücken zum Systemkasten) an die Grenzen.
Spachtelmasse,Epoxidharze und Epoxigfüllmassen helfen hier gewaltig,weil der Veränderung des Schaftes keine Grenze mehr gesetzt ist.
Diese Bastler unter den Schützen, verkleiden Ihren mit Spachtelmassen auf Maß gebrachten Holz oder Plastik-Schäfte mittels Epoxiharzen und Glasfaser-, Kohlefaser- oder Aramidgeweben.
Nach einer recht stinkigen Schleiforgie,in denen die aufgetragenen Gewebe geglättet werden , geht dann meist ein Künstler mit der Airbrushpistole ans Werk.
Nicht jedermanns Geschmack , aber eine kostengünstige Variante sich einen SEHR individuellen Schaft zu formen und gestalten.
Formen, Farben, Oberflächen …ohne Grenzen

Der Umgang mit Epoxiharz will jedoch vorher ausgiebig geübt sein. Dosierungen und Gebrauchsanweisungen sind genau zu beachten.Eine exakte Feinwaage unumgänglich!!

Wer dem ganzen einen gewissen militärischen Chick geben möchte oder zu den men in black gehört ,der hat neuerdings die Möglichkeit mittels eines einfachen (wenn auch nicht billigen) Sprays eine sehr robuste Gummischicht nahtlos auf den Schaft aufzutragen. Das Wundermittel heißt Plasti Dip Spray oder in der Dose schlicht Plasti Dip und ist bei einem großen deutschen Ausrüster für Elektronik und Bastelbedarf zu haben.Lt Firmenangaben eine doppelt so hope Durchschlagsfestigkeit wie Schrumpfschlauch,was den Schaft extrem robust macht.

Der letzte Bereich ,vor und während des Schießens, ist die mysteriöse Balance einer Flinte.
Gemeint ist hier nicht der faktische Schwerpunkt, der leicht festzustellen ist ,sonder das ganz persönliche Gewichtsempfinden einer Waffe durch ihren Schützen.

Ist der Schaft zu schwer, die Waffe also hinterlastig, nimmt man einfachst Holz aus dem
Schraubenkanal weg.
Dazu bietet der Heimwerkerhandel diverse Raspeln und auch praktisches Gerät für die
haushaltliche Bohrmaschhine an.

Etwas Gewicht dazu zugeben ist auch nicht schwer. Ein Leinensäckchen mit Bleischrot gefüllt und innerhalb des Schraubenkanals mit abgelängtem Baustyropor fixiert, erfüllt den Zweck.
Im hohlen Plastikschaft sollte solches Zusatzgewicht natürlich mit Bauschaum gesichert werden.

Wer mehr Flexibilität haben will , der baue sich ein simples Balance-system selbst.
Man nehme eine Papprohr, das in dem Schraubenkanal passt, verfestige es außen mit Epoxiharz und Glasfasermatte um einen satten Sitz zu erreichen.
Um besonders viel Gewichts-Spielraum zu erreichen , kann man den Kanal noch aufweiten.

Die Röhre nimmt nun die besagten Leinensäckchen mit Bleischrot auf ,die in der Hülse wiederum mit Bauschaum ,Silikon oder Baustyropor fixiert werden.
So kann das Homemade -Balance-system jederzeit entfernt werden oder mittels neuer Säckchen schwerer oder vice versa leichter gemacht werden.Selbst die Lage des oder der Gewichte/Säckchen ist mittels Silkonspritze leicht und variabel festzulegen.

Beim Probeschießen begnügt man sich nicht mit einigen Schüssen auf die Standard- Traptaube.
Nachdem Sie zuhause alles mit der Laserpatrone schon überprüft haben, folgen nun die Kontrollschüsse.
Besuchen Sie zunächst die Anschussscheibe, um den Sitz der Schrotgarbe zu ermitteln und somit festzustellen ob Ihre Senkung und Pitch nach der Vorarbeit mit dem Laser stimmen.

Schießen Sie auf unterschiedliche praktische Entfernungen ab 10 m auf die Scheibe und kontrollieren sie den Sitz der Garbe.
ZIELE Sie nicht sondern gehen sie aus der Grundhaltung in den Anschlag und schießen Sie ohne „Kopfpositionierungsgewackel“ in einer zügigen Bewegung.
Schießen sie mehrmals und um sich selbst auszutricksen, lassen sie sich von einer Hilfsperson ein Schusskomando geben.
Vergessen Sie nicht das gerade erfarene Schützen dazu neigehn ,sich schon nach wenigen Schüssen auf eine neue Flinte einzustellen.Die Adaptionsfähigkeit von guten Schützen ist nicht zu unterschätzen!

Führt dies zum gewünschten Ergebnis, geht die Reise weiter.
Bei jagdlich und im Parcours genutzten Waffen, sollte man nun erst Überkopftauben schiessen ,um die Schaftlänge zu kontrollieren.
Ist der Schaft zu kurz rutscht der Kopf nach vorne , die Schulter heben sich grotesk und es sieht so aus, wie es eben auf deutschen Schießständen oft aussieht: traurig

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Ist der Schaft zu lang sieht’s genauso traurig aus, aber die arme linke Hand verliert den Kontakt und die Führung zum Vorderschaft, der Kopf seine Position am Schaft, der ganze Körper verbiegt sich wie eine Banane und das Ziel ist auf und davon.
Die richtige Schaftlänge liegt dort, wo weder Rücken noch Schulter sich verbiegen, der Kopf elegant am Schaft bleibt und die linke Hand ihre Führung bis zum Ende nicht verliert.

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Ist man auch hier zufrieden, geht’s zu den Quertauben.
Schießen Sie ruhig und konzentriert mit festem Auge auf den Zielraum.
Schießen Sie ohne Zögern und Nachbesserung der Kopfhaltung.
Bei diesem ersten Kennenlernen und Eruieren des Schaftes ist es nicht verkehrt, jemand kundigen zur Seite zu haben, der einem beim Schießen über die Schulter schaut und auf Anschlagfehler aufmerksam macht.
Haben Sie niemand, dann hilft vielleicht Technik: Lassen sie sich von hinten mittels Handy filmen.
Auch bei Quertauben sollte Schulter und Rücken eine Symmetrische Figur abgeben.
Abstraktes Verbiegen und Schultersenken nach einer Seite führt zum Führungsverlust des
Zielauges (Kontakt des Wangenknochens mit dem Schaft).

Stimmt auch hier alles , stellen Sie das Gewehr eine Woche in den Schrank und nutzen es dann zu einem ganz normalen Schießstandbesuch.
Schießen sie nun ihre Durchgänge wie gewohnt. Haben Sie alles richtig gemacht, sollte sich nun eine Stabilisierung Ihrer Trefferquote einstellen.
Die nun gewonnenen Schaftmaße können sie dann getrost Ihrem Schäfter übergeben.

Dies ist sicher nicht der kürzeste Weg zum Maßschaft , aber einer der dem selbstkritischen Schützen sehr viel über sich selbst, seine Fehler und Eigenheiten verrät, der den Hobbybastler befriedigt,den Geldbeutel schont und vor allem einem in langen Wintermonaten eine intensive Beschäftigung mit den Themen Flinte , Treffen und „Warum?“ beschert

Yours truly

Bunduki

Man muß nicht tief in die Tasche greifen um einfachste Geräte zur Schaftvermessung zu bekommen.
Manchmal tun es ein Lineal,ein paar gummibänder und ein wenig Phantasie.

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A u. C Senkungslehren
B Winkelmesser für Pitch mit Senkungslehre A
D Metermaß
E Moosgummiunterlagen zur Erhöhung
F Combraiser
G Gewehrwiege

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Verbote…die Lust am obskuren Humor oder devine Aussetzer ?

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Keine Frage ;
Humor ist göttlich…
Das bewies der Big Boss Jehova viele Male.
Man nehme das Schnabeltier , die heilige Glaubenskongregation oder die Benützer von poolnudeln.

Eine ganz hinterfotzige Form des Humors ist das Verbot.
Nicht das Verbot eine heiße Herdplatten anzufassen, oder bestimmte Shows mit Herrn Silbereisen anzusehen…
Ersteres führt zu Verbrennungen, zweites zu sofortiger Verblödung…beide Verbote sind aber von der Logik klar , somit nicht erklärungsbedürftig und auch nicht lustig.

Das Verbote durchaus viel mit Humor zu tun haben, vielleicht sogar eine besondere Form von Humor sind, ergibt sich aus unserem menschlichen Einfaltsreichtum, einer guten Portion
Masochismus und dem Quäntchen göttlicher Inspiration, die uns zu wirklich großen globalen Irrtümern inspirierte…
… wie dem Wiener Opernball, der Verehrung von Michael Jackson und dem Glauben an eine fähige Bundesregierung oder eine ehrliche Opposition.

Humor ist ,wenn man trotzdem lacht…so unsere Altvorderen, in deren Zeit soviel zum lachen war, dass man es nicht wagen durfte, die Zähne zu zeigen.

Heut lachen wir nicht nur trotzdem, aber vor allem erst recht.
Wir sehen Humor endlich auch dort, wo ihn kichernde Bürokraten und vermeintliche Kleingeister versteckten, um sich ein wenig göttliche Unsterblichkeit zu sichern.
Denn :
das Apfelverbot war sinnlos, sexistisch, ungesund und gegen jede Logik … aber gerade deshalb so göttlich und unsterblich komisch.
Vertrauuuuuue miiiir…… Hah ;-)

So großartig (und folgenreich) sind zwar die Adepten göttlichen Humores, die Beamten, Politiker, Vereinsvorsitzenden und Hausmeister nicht, doch geben sie sich redlich Mühe in die Fußstapfen Ihres großen Vorbildes hineinzuwachsen.
(wobei noch die Frage zu klären bleibt, welche Schuhgröße bei einem Geistwesen angemessen wäre)

Welche Thematik läge für diese Leute näher ihren Humor auszutoben, als die Lust anderer
dem Viehzeug welches in Wald und Flur rumlungert, nachzustellen.

Auch der Wunsch von einigen Menschen von Ihresgleichen eine auf den Kopf geknüttelt zu bekommen, wird von unseren Humorikern gern lustig interpretiert.
Und wenn dann noch einer mit dem Schießgewehr Spass beim Zerdeppern von Tonscheiben oder Perforieren von Pappe hat… dann ist schnell Schluss mit Ernst ,dann wird’s gnadenlos lustig.

Als roter Faden durchs Kabarett der Gesetze dienen zwei politische Grundwahrheiten:
1. der Mensch als Bürger ist schlecht und hat nur Mord und Schlechtigkeit im Sinn
2. der Mensch als Jäger ist schlecht und hat nur Wilderei und Schlechtigkeit im Sinn
3. Die Mischung aus Mensch und Jäger heisst Jennerwein und ist Mörder und Wilderer und diesem Schurken ist nicht zu trauen

Nun zum real existierenden Humor unserer Zeit.

Als Gott die Welt schuf, ließ er LICHT werden.
Genial weils die Schuhe und die Möbel schont.
Sowas kann sich unser beamteter Humoriker nicht entgehen lassen.
Jahrhunderte kein Problem, weil Licht mit Umständen verbunden war, wird’s jetzt erstmal verboten, weils endlich so schön leicht ist.
Kleine LED Lampen an einer Waffe erleichtern die Nachsuche, verhindern Unfälle und sind deswegen verboten, weil sie auch von den bösen Wilderern benutzt werden können..
Klar!
Unser Nachbar Österreich hat viele Gemeinsamkeiten mit uns, sieht man von Sprache ,Küche und Kultur ab.
Oh, felix Austria ;-)
Aber selbst dort hat sich der Licht-auf –Waffe- Witz durchgesetzt.
Allerdings in der alpinen Version, dass man von Gewehrscheinwerfern, die es längst nicht mehr gibt, spricht und beim Fangschuss auf den Einbrecher bei der der Notwehrende, der Glock ein Lichterl aufsetzen darf, bis die Exekutive naht und den Vorfall dokumentiert.

…Beim Waidwerken allerdings bleibt das Lamperl im Schnerf ,da Jagd eben Jagd ist und keine Notwehr…obwohl es draussen genauso dunkel ist, wie drinnen

Ulkig zeigen sich unsere Nachbarn auch bei der Verwendung des Telefones.
Dies ist zur Absprache bei der Jagd verboten, was die wenigen Telefonzellen im Wienerwald erklärt.
Das Handy wird somit zum Wilderergerät, wenn keine Absprachen zum Opernball getroffen werden ,sondern Interna des Revieres oder des enthaltenen Wildes besprochen werden.

Das Abspielen von Wildgeräuschen zum Anlocken desselben ist vielerorts verboten.
Man setzt hier auf die natürliche Stimmgewalt des Waidmannes, was im Endeffekt der genasweisten Kreatur egal sein wird.

Weit weg von uns gibt’s auch Humor.
So dürfen in Neuseeland Hirsche kommerziell vom Hubschrauber bejagd werden.
Ein ziviler Einzeljäger muß aber über die Hügel krabbeln, um einen Hirsch aus dem selben Rudel zu schießen , dass danach vom Heli aus gekullt wird. Im Nachbarland Australien sind Selbstladewaffen verboten, was man heute sehr bedauert, denn sie wären zur Eindämmung von Känguruh und Kamelplagen sehr geeignet.

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Quelle
Der olle Winnetou wusste schon wie er Frau Old shatterhand ein saftiges Staeck besorgte

Bei Dunkelheit zu jagen ist mangels Licht nicht probat und somit ein leichtes das Aufhellen der Dunkelheit mittels Elektronik zu verbieten.
Nachsichttechnik nennt sich dieses und ist aus den netten Videosequenzen der Iraq-Brunnenbau-befriedungs-mission hinlänglich einer zivilen Öffentlichkeit bekannt.

Gerätschaften dieser Art sind auch dem Jägersmann zugänglich, aber natürlich verboten, weil sofort ein Wilderer aus ihm würde, sobald er damit zu zielen anfängt.
Eines der lustigsten Völker Zentraleuropas ist der kleine Stamm der Saarländer.
Sprachlich bös benachteiligt und von dauernder Schwenkerdiät ausgemergelt, entwickelten sie einen besonderen Humor.
Ein Beispiel: man hebe das Nachtjageverbot auf, erlaube Nachtsichtgeräte, verbiete aber deren Montage auf der Waffe.
Resultat: eine Nachtsichtbrille auf dem Kopf, Blick durchs Zielfernrohr ( dessen Rotpunkt natürlich ausgeschaltet werden muss) und nun mit und durch zigfacher Paralaxe gewaidwerkt.
Horrido!
Besser geht’s nicht!
Es kann nur einen geben !

Auch recht drollig und so schön „global“ ist die Verwendung oder besser verbotene Verwendung von Schalldämpfern.
Ein Schießgewehr ist laut; lauter als gesund und so empfehlen kluge Leute Gehörschützer und /oder dort, wo diese nicht konvinieren, Schalldämpfer auf der Waffe.
Des Wikinger’s wackerer Nachfahre hat da kein Problem damit und empfiehlt so was sogar per Gesetz. (Wikinger haben keinen HUMOR)

Selbst der Ting der europäischen Völker und den restlichen randgelegenen Ethnien in Brüssel erkennt die Logik der Nordmänner qua Gesetz an.
Doch unsere sich stängig verschlankende und gestoiberte Bürokratie sieht das nicht und ziert sich wie eine Schmalreh mit Migräne.

Weil? Weil wir sonst ja Wilderer werden würden, wenn sich das oder der Bums um 15 Dezibel senken würde.

Dass Humor international ist , zeigt sich, wenn man von den bröckligen Flötzen des Saarlandes nach Westen wandert, und einen Besuch beim weinsüffelnden Franzmann macht.
Dort setzt man sich als gesundheitsbewußter Jäger einen modernen elektronischen Gehörschutz auf und …zahlt 300 Euro Strafe und das Ding wird beschlagnahmt.
Warum?… weil es Geräusche des Wildes verstärkt und so der Jäger zum Wilderer wird!
Vom Bürgerjäger zum Wilderer, nur weil man besser hören will…was hätte Danton gesagt?
Vielleicht: ” Nimm den Schalli Bürger, der ist erlaubt!”

Aber nicht immer wird einem der Wildschütz unterstellt.
Kommt man in so manches Europäische Gau so verbietet einem der mediterrane Gastgeber
flugs die 9mmPara, die 308 oder auch die 8×57…weil durch deren Gebrauch man zwar nicht zum Wilderer, aber zum Kombatanten, Landfriedensbrecher oder Revisionisten wird.
Das ist dort wesentlich schwerwiegender als z.B. Singvögel millionenfach zu killen, bei den
EU Finanzkriterien zu bescheißen oder abertausende von Touristen in zu weichen Betten schlafen zu lassen.

Technik ist unser ständiger Begleiter .
In der neuen Welt 2.0 sind Internet und Skype überall.
Im Revier sind Bewegungsmelder, elektronische Wildzähler, Futterautomaten und Kameraüberwachung ebenso üblich, wie beim Discounter um die Ecke.

Nirgends spricht man von Ende der Waidgerechtigkeit , weil selbst die privatesten Momente des Rehwildes noch videoprotokolliert werden .
So verwundert nicht, wenn in Foren diskutiert wird, ob denn der Bock von der Ricke geschossen werden darf.
Ja, sie hören richtig…dies bei den anerkannt schlechten Schießleistungen unserer Jäger und einer Sexualfeindlichkeit, die gerade mal der Hexenhammer kennt.

Die gleichen, die solches fordern, sehen es durch das „Brauchtum“ als unerlässlich an, den Waidmannshut zu lüpfen, wenn der brave Waidhund seine Waidwurst macht. (kein Scherz !… aber Scheiße!)
Hier sind wir bei etwas derartig Abartigem, das von weit herkommt und irgendwann von bösen Männern in brauner Gesinnung aufgeschrieben wurde, um allen Menschen zu zeigen, das Nazis keinen Humor haben, sondern blos intolerante, hasserfüllte Dummköpfe sind,die ihre Mitmenschen wenn schon nicht ins KZ, dann wenigstens in ein Gedankenkorsette und sinlose Gehorsamkeitsübung zwingen.

Wirklichen Humor haben da schon unsere heutigen Gesetzgeber, die schmunzelnd
Menschen die offiziell großjährig sind,
… Unternehmen gründen dürfen,
…Kampfflugzeuge fliegen und Panzer fahren,
… die die Interessen deutscher Industrie im Ausland mit ebensolchen Waffen ,unter Einsatzes ihres Lebens durchzusetzen,
…das diese Menschen keine .38 Smith and Wesson haben dürfen, um im dörflichen Schiesstand Löcher in eine Pappe zu schießen.
…dem Iraker dürfen sie allerdings mit Nachtsicht und Schalldämpfer zu Leibe rücken,solange sie nicht nächtens
ein Huhn vom Taliban zwecks Umerziehnung zum “Hendl” wildern.

Neue Wege des Humores wären der Nacktscanner an den Waldeingängen (gegen Wilderer), Rauchverbot auf Hochsitzen und Nummernschildpflicht bei Jagdhunden…von Plänen zum gechipten Jägern und Waffenbesitzer hört man bereit schmunzelnd munkeln.

Eine schwache Art von Humor zeigt sich auch daran, dass heute Jungjäger auf Wild und Wald losgelassen werden , die zwar wissen, dass man mit links zu trinken hat, die Enok und westfälischen Wusel an der Zahnformel unterscheiden können, aber in ihrer ganzen Schießausbildung lediglich eine Kiste Munition verballert haben und dabei alberne 3 Tontauben treffen mussten.

Ob dieser Humor göttlich ist, fragen sich die Enten dieser Welt und mein Freund Darkwing zurecht.

Hellau und Allaf

Yours truly

Bunduki

Ein kleiner seriöser Nachsatz vom 25.2.
Falls Sie jetzt nicht nur wie erhofft herzlich gelacht haben sollten,sondern Ihnen auch eiskalt in die Gieder fuhr: “Ach Gott ich hab ja noch so ein vermaledeites Lampenset…!”
Keine Sorge ,den lieben Gott interessierts nicht und die liebe Obrigkeit auch nicht mehr!

Lampensets also Lampe Kabelschalter und Halterung WAREN kurzfristig durch die übertriebenen Aktionismus des LKA Bayerns als sogn. verbotenen Gegenstände eingestuft.
Dies ist allerdings wieder revidiuert worden . Somit sind die Einzelteile wie die Sets heute wieder verkauflich,rechtmäßig zu besitzen und wo erlaubt (im Ausland ) auch wieder zu benutzten.
Rechtsauskunft bei solchen Fragen im Inrternet bieten:
Die Jagdlupe

Jagdzeitungen der Verbände wie hier der Saarjäger

Jurablogs wie Dieser hier

wer wissen möchte was in diesem Lande alles merkwürdiges und schröckliches verboten ist,der kann sich das ganze direkt beim BKA ansehen
Verbotsliste : Feststellungsbescheide
wenn Sie diese Liste jetzt wieder zum Lachen bringt ,kann ich aber nix dafür….

Veröffentlicht unter mixed bag | 1 Kommentar

Jagdausbildung… ala canadien

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Ein sehr gutes Beispiel für die Nutzung der neuen Medien schickte uns Ansgar L. aus Niedersachsen,der unermüdliche Strolchers durchs Internet.

Wie viele wissen, gibt ist es in Canada die sogn. Volksjagd.
Jeder darf, so er kann auf seinem oder dem Land der Krone jagen gehen.
Das einzige was er beweisen muß, ist seine Kompetenz mit Schußwaffen und ein bisserl mehr….
Zugegeben,gegen unsere Ausbildung recht rudimentär,dennoch aber sehr effektiv, auch wenn die Zahnformel des Enok und die Ranzzeit des niederläufigen Wusels nicht berücksichtigt wurde…

Da hilft das Internet natürlich gewaltig,besonders wenn Animationen so anschaulich sind und das ganze per Quiz noch interaktiv ist.

Kanadisches Hunter exam

Stellen wir uns mal vor ,bei uns würde man eine Waffensachkundeprüfung von Verbandsseite so gestalten.
So einfach ,so verständlich und natürlich mit einigen deutschen Besonderheiten ergänzt.

Mal kurz nachgedacht…wie oft erlebt man elementare Wissenslücken bei Sportschützen und Jägern die aus schnell gelernten und hastig im Kurzzeitgedächtnis abgelegtem resultieren.

Wäre eine solche Seite in DE möglich,gesponsert von der deutschen Waffenindustrie,die auch in der Krise noch gut am Teutonen -Michel verdient,und den Verbänden die dann auch mal was tun .

Oder sollte sowas auf einer privaten Seite entstehen,wieder umsonst und gratis,dafür vollgestopft mit Werbung …oder ohne Werbung unabhängig und dafür nicht ganz umsonst ?

Yours truly

Bunduki

Oberforstrat Hubert Pudlich meint meint dazu:
“alberne Videospielchen ohne Zahnformel vom verbleffenden Zausel, sind kein Ersatz für zünftiges linkshändiges tottrinken”
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…und der Applebär 2.0 lacht sich eins, wenn sich Bärentöter tottrinken…tätääää

Veröffentlicht unter Gesetze hier und dort, mixed bag | 2 Kommentare

Duck mania…..or duck hunting the bearded way

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Aus den unendlichen Weiten meiner Heimat Anatrien, einige nette Filmchen über die Entenjagd ala ZZ Top.

Wenig Traditionelles, wenig Formales, dafür Spass an der Jagd, wie Ihn vielleicht nur unsere Freude in den USA sich auszuleben trauen.

No further comment:

Duck Commander


BOOM BOOM BOOM

“for a few ducks more”

Duck men

Die neue Hymne von Entenhausen!

fear the beard

Duck comander on outdoor ch.

You like country music?

und wer auch noch Spass an Waffen hat, wird bald dieses Lied mitsingen:

I love guns

and HE loved guns too

und wie…

boys and gals…dont do this…

Und das auch nicht

sonst ended Ihr so

oder so in the realworld

am meisten erfreut aber der Erfolg anderer : gell

und deren elegante Erscheinung gepaart mit Intelligenz und Weitsicht

Mit Herzlichen Grüßen an alle, die über sich selbst lachen können,zumindest im Fasching ;-)
Darkwing D

Bitte beachten Sie die neuen Kurse meines lieben Freundes Bunduki!

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Update…

Neue Wettkamp-Termine siehe bitte unten!

Neue Seiten als Hilfe und Unterhaltung :
siehe Seitenauswahl oben: Umrechnungshilfe und Bildersturm

Yours truly
Bunduki

Veröffentlicht unter aktuelle Kursinformation, mixed bag | Hinterlasse einen Kommentar

neue Kurse 2010..von Drückjagd bis Meisterklassen

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Wie jedes Jahr wollen wir auf neue Ideen unserer Kunden eingehen und neue Kurse Ihrem
Bedarf und Ihren Wünschen anpassen.

So entstanden auch die nachstehenden kleinen Events, die unser normales Kurs- und Seminarprogramm 2010 ergänzen sollen.

HOMESHOPPING MIT BUNDUKI
Immer wieder kommen per mail oder Tel Anfragen nach Kaufberatung im näheren oder weiteren Sinne.
Da sind junge Jäger unsicher beim Kauf der ersten Flinte wie diese geschäftet sein soll, oder mann /frau fürchtet sich vor der schröcklichen Erbflinte von Onkel Hubsi, die einem aufs Auge gedrückt werden soll.
Der Markt ist unübersichtlich und die sogenannte Fachinformation alles andere als neutral.
Und das Geld das heute “übersichtlicher” als früher reinkommt,sollte so effektiv wie möglich ausgegeben werden.

Eine neue Büchse? JAAA – natürlich die „ K2R evolution in 438 Pumpunell magnum „ die ist ganz deutsch und von Drückjagd bis Safari überall geeignet….
…eine Waffe die die menschliche Anatomie ebenso herrausfordert wie Ihren Geldbeutel…
Sie zweifeln?

Eine neue BDF? Jaaa! Hier was ganz exklusives mit schönem deutschen Namen ! und so Billig…da langt es sogar noch für nen Döner aus gleichem Hause…?!
Sie zweifeln?
Wir sagen Ihnen, woher welche Waffe kommt und was sich hinter „Made in…“ verbergen kann.
Fertiggestellt in Hubertusdorf , heißt nicht wirklich “made in Hubertusdorf” …aber man darfs auf den Lauf meißeln…
Sie zweifeln?

Eine Selbstladeflinte? Aber Klar! Niemals Ladehemmung, Niemals reinigen und überall gern gesehen…
Sie zweifeln?

Was gebrauchtes?
Garantiert bisher nur 100 Schuß abgegeben ! Reine Schrankwaffe!…DAMALS das beste vom Besten! Und heute noch soooo aktuell!
Sie zweifeln?

HOMESHOPPING MIT BUNDUKI
Wir kommen zu Ihnen ,an Ihren Stand oder zu Ihnen nach Hause und beraten Sie bei allen Einkaufswünschen NEUTRAL.
WIR verkaufen Ihnen nichts!
Wir arbeiten NICHT mit Händlern oder Herstellern auf Provisionsbasis etc.zusammen!
Wir nennen unabhängig,zuverlässige Bezugsquellen und Servicebetriebe in Deutschland und Alternativen in Europa !
Wir klären Sie über Ihre Wunschprodukte auf, zeigen Ihnen evtl. Muster, erklären Ihnen wie Optik, Waffen und Zubehör jeweils optimal begutachtet werden.

Wir kennen aus Jahren professioneller Arbeit in der Branche Preise, Werte und “Wertvorstellungen”.
Wir helfen Ihnen sinnvoll zu Sparen ohne zu knausern.
Wir übersetzen das Marketinggewäsch der Prospekte in die deutsche Sprache!
Wir sagen Ihnen auch ehrlich was Sie u.E. vielleicht nicht oder noch nicht, brauchen.
Wir sehen uns die Ihnen angebotenen Gebrauchtwaffen an und nennen „unseren“ Preis und sagen Ihnen, was der Verkäufer vielleicht „vergessen“ hat zu erwähnen.
Laserschaftvermessung ist natürlich mit dabei.
Gerne werden wir ,sofern die techn.Voraussetzungen vorhanden sind, Waffen mit Ihnen auch auf dem Stand probe- und anschießen.
Minimum 4 Personen a 150.- Euro Süddeutschland (ausserhalb Km Pauschale)/Standkosten extra
Einzelberatung 250 Euro plus Km Pauschale

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DRÜCKJAGDSCHIESSEN MIT DER LEVERGUN

Zu den normalen Drückjagdseminaren haben sich in 2008 und 09 die Nachfrage nach spezialisierten Kursen ergeben, in denen Jäger Kontakt zu dieser alten aber immer neunben Waffen form suchen.
Auch kommen Jäger deren alter Unterhebler schon einige Jahre im Schrank vereinsamt ,und der nun endlich eine neue Bestimmung finden soll.
Lernen Sie die schnellste Repetierwaffe der Welt mit neuen Augen sehen.
Keine Waffe ist schneller ,keine sicherer und keine preiswerter!

Für Drückjagden eine fast perfekte Lösung, ohne großen finanziellen Aufwand eine Waffe zu erhalten die eine hohe Magazinkapazität besitzt, wirkungsvolle Munition verschießt und einfach und extrem SICHER zu handhaben ist.

Wir stellen Ihnen auch getunte Modelle dieser Waffen vor und beraten welche Arbeiten nützlich und welche kontraproduktiv sind.

Minimum 6 Personen a.180.-E
Süddeutschland (ausserhalb Km Pauschale)/Kosten für 2 std Schießkino incl,Dauer ca 3 1/2Std.

DOPPELFLINTEN FUN
Noch eine alte DF gefunden, ein Schäppchen gemacht bei einer Auktion …
Und nun schießt das gute Ding nicht so, wie sie möchten.

DFs benötigen einen etwas leicht abweichenden Bewegungsablauf als BDFs und einige kleine Modifikationen im Anschlag.
Ferner sind viele alte Schätzchen mit verborgenen Schwierigkeiten eingeschäftet…
Kleine Tricks und Problemchen, die viel ausmachen.
Holen Sie sich das Know How in unserem DF Nachmittag
Anschießen der Flinten, Vermessen und neutrale Begutachtung incl.

Minimum 4 Personen a 100.-E, Dauer ca.3 std
Süddeutschland (ausserhalb Km Pauschale)/Standkosten/Mun extra

DIANAS Night !
Nur für Jägerinnen die nun frisch den Jagdschein erworben haben und vor diversen Anschaffungen stehen.
Bevor Sie sich den Anschlag mit dem Püster von Vati verderben, bevor sie sich ein schweres Fernglas der Uboot-Klasse kaufen und sich einen 44 Magnum Revolver mit 3 Zoll Lauf aufschwatzen lassen…
…kommen Sie zur Dianas night.
Ein gemütliches Treffen bei dem ALLE Fragen gestellt werden dürfen und alle beantwortet werden.
Egal ob Stahlschrot, Rehwildkaliber, optische Werte von Ferngläsern oder schlicht WO kann man Schießen üben, ohne dumme Chauvies als Zuschauer.
Stellen Sie die Fragen die Ihnen der Jagdkurs nicht beantwortete hat.
Auch können Waffen zur Einschätzung /Schaftermittlung mitgebracht werden
Minimum 6 Teilnehmer a 70 Euro Abendveranstaltung
Süddeutschland (ausserhalb Km Pauschale)
Die Teilnahme von männlichen Jungjägern im gentleman-stadium ist natürlich auch gern gesehen ;-)

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MEISTERKLASSE
Auch dieses Jahr finden wieder in Spanien zwei Meisterklassen statt.
Das Programm für das Herbst-event ist noch offen.
Beinhalten wird es den Besuch einiger (nach Wahl der Teilnehmer) Waffenmanufakturen, Schäfter oder Top Büchsenmacher in Nordspanien.
Probeschießen ausgewählter Querflinten.
Flintenunterricht in landschaftlich einmalige gelegenen Schießständen.
Stilvolle Unterbringung und lokale Küche ist uns selbstverständlich.

Da Ansprüche und Wünsche der Meisterklassen so individuell wie eine Meisterflinte
Deswegen werden das Programm und das Beiprogramm,streng nach den Vorstellungen unsere Kunden zusammengestellt.
Kosten sind ergo erst dann zu benennen, wenn alle Rahmenbedingungen bekannt sind.
Die Teilnehmeranzahl ist auf 6 Personen plus Begleitung ausgelegt.

Wir sind bei allen Kursen bemüht, die Begleitkosten wie Stand, Mun und Tauben so niedrig wie möglich zu halten.
Leider sind uns aber die Hände gebunden, wenn einige Stände/Kinos versuchen , mit extremen Munitionspreisen oder hahnebüchenen Standgebühren bei „Gruppenveranstaltungen“ den sonstigen Rückgang an Kunden kompensieren zu wollen.
Aus diesem Grunde bitte ich Sie so früh wie möglich Ihren Kurs zu reservieren, da wir bei einigen Ständen/Schießkinos Alternativen vorschlagen werden müssen.
Selbstverständlich beinhalten alle Prese die gestzliche MwSt. Davon abweichende “Preisvorschläge” bitten wir zu unterlassen.

Auch dieses Jahr bitten wir um Gruppenanmeldung für die entsprechend ausgewiesenen Kurse.
Unseren individuellen Einzelunterricht bzw. die Schnupperkurse etc. finden sie hier im Blog unter Flintenkurs und unsere Seminare für Firmen, Verlage und Industrie unter

Wir freuen uns auch 2010 darauf Sie kennen zu lernen und in der weiten Welt des Schießens begleiten zu dürfen.

Bunduki
Alexander von Wenzl

Anmeldung über die Webad. im Impressum .
Wir beantworten nur mails mit kompletter Anschrift.Danke

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PRO LEGAL…Chance, Alternative und Hoffnung

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Neues Jahr, neue Vorsätze…neue Chancen

Das Spiel kennen wir ja. Abnehmen, Zigaretten weg, weniger Schimpfen und sich nicht mehr über die Nachrichten ärgern.

Klingt einfach, besonders letzteres, ist’s aber eben nicht.
Nachrichten betreffen uns manchmal ganz persönlich.
Nachrichten sind nicht fair , sie sind eben oft auch nicht mehr wertfrei und neutral, sondern heutzutage so einseitig gefärbt wie es dem Redakteur , seinen Auftraggebern oder einer potenten Interessengruppe passt.

Verletztend und zu tiefst unfair empfanden viele die Berichterstattung und die Hetzkampagne gegen Waffenbesitz in Deutschland ,die uns 2009 begegnete.

Leider zeigte sich hier eine sehr dunkle Seite unserer Pressefreiheit und vor allem dessen, was einige wenige aber strategisch gut positionierte Journalisten darunter verstanden.
Egal ob öffentlich rechtlich oder privat, Das Fernsehen hatte den deutschen Schützen und Waffenbesitzer als Feind erkannt.
Legal oder nicht legal, man hielt sich ans alte 68er Wort :scheißegal.

Das Resultat war ein neues Waffenrecht,sehr umstritten ,unwirksam und in die falsche Richtung gedacht ,aber mit Macht und „demokratischem Sendungsbewustsein“ durchgepeitscht ,bevor eine neutrale und faire Diskussion begann.

Doch diese Diskussion ist nachzuholen!
Nicht mit hetzender Boulevardpresse und deren manipulierten Dokus, nicht mit hysterischen Gutmenschen oder traumatisierten und nun sendungsbewussten Gewaltopfern.

Es gibt in diesem Lande noch gute ,objektive Journalisten,die recherchieren, anstelle ideologische Auftragsarbeit abzuliefern.

Die Diskussion muß auf professioneller Ebene stattfinden: mit Entscheidungsträgern und unvoreingenommenen Bürgern.
Von Fachleuten, mit Experten, mit der Basis von Sport und Jagd und auch mit der Industrie und gesellschaftlichen Gruppen, die heute noch ihre Argumente aus der manipulierenden Betroffenheit von TV Berichten ziehen.

Und wir ?
Wir sollten aus dem letzten Jahr gelernt haben.
Mehr als nur eine sprachliche Unterscheidung von Legal und Illegal-Waffen hervorzuheben.

Wir sollten lernen, Argumente nur noch mit offenem Visier auszutauschen…
Selbst wenn die Gegenseite ,versteckt als “christlicher TV Beitrag”, hetzt und manipuliert ,wird man als anonymer Radau Poster im Internet oder per Schmähschrift nicht automatisch besonders glaubwürdig.

Wir sollten lernen, dass Massenmails und Brieffluten nur dann wirken, wenn individuelle Standpunkte genannt werden, wenn Beschimpfungen unterbleiben und wenn man mit Forderungen auf dem Boden unserer Verfassung bleibt.

Egal von welcher Seite man es sieht: Wer seinen Verhandlungspartner herabsetzt,beleidigt und ihm unlautere Motive unterstellt,der verlässt den Konsens der demokratischen Diskussionskultur.
oder wie meine Oma sagte:
Wer mit Schutz beworfen wird ,braucht sich nicht schmutzig zu fühlen, denn die Hände sind sauber geblieben…wirft er den Unrat zurück,macht er sich mit den Schmutzfinken gleich.

WIR haben gute Argumente und bessere Zahlen als unsere Gegner,wir haben Moral ,Anstand und klaren Verstand auf unsere Seite.

Unsere Waffenkultur hat sich anders entwickelt ,als die anderer Länder.
Auch wenn wir kein Miliz-system haben, hat sich der Besitz von Waffen als kulturelles Erbe in Sport und Jagd
manifestiert.

Darauf müssen wir aufbauen.
Mit Herz, Verstand , mit Aufrichtigkeit , Professionalität und Begeisterung!

Mit diesen Attributen hatte ich bisher bei allen Waffenrechts-Vertretungen meine Probleme.
Jagd und Sport haben sich mit vorauseilendem Gehorsam und dem Ihnen wohl inzwischen dauerhaft aufs Panier gesticktem St.Floriansprinzip, längst aus den Reihen gelöst.

Kleine und kleinste Grüppchen wissen sich nur durch Gegeifer oder unrealistischer Maximalforderungen zu äussern und produzieren noch mehr Vorurteile .
Andere „Verbände“ ruhen sich schlicht aus und geben satt zufriedene Sylvesterkommentare ab.

Aus berechtigter Enttäuschung und dem Willen doch etwas zu bewegen, bildete sich eine neue Gruppe zur Vertretung der Waffenbesitzer.
Nicht um Pfründe ,virtuelles Ansehen oder einen Sonderausweis bei der IWA soll es gehen.
Nicht GEGEN andere, sondern professionell MIT anderen ist der Weg zu beschreiten.

Mit dem durchaus verwegenen Ansinnen, es der US- NRA gleich zu tun und ebenso professionell zu agieren, machen sich einige in den Kampf für unser Hobby und unsere Rechte auf.

Menschen die in der Brachen und dem Sport bekannt sind, Menschen die auch bisher Ihre Stimme hören ließen ,aber viel zu oft in der Kakophonie der Foren untergingen.

Machen Sie sich ein Bild über diese Gruppe auf deren Webseite:

PRO LEGAL

Informieren Sie sich über deren Ziele, schreiben Sie und fragen Sie nach.
Und wenn Sie sich Ihre Meinung gebildet haben, bilden sie vielleicht mit diesen Menschen zusammen auch Meinung in diesem Lande.
Zum Wohle aller anständigen Waffenbesitzer.

Bunduki

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Schaft bleibt Schaft…und: falsch wird nicht richtig

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Eine der häufigsten Fehler beim Flintenschießen ,ist das Anheben des Kopfes beim Schwung.
Geht der Kontakt zwischen Wangenknochen und Schaftrücken verloren,ist Treffen ausgeschlossen.

Warum der Mensch so gern den Kopf hebt, wenns interessant wird?
Weil das Strecken des Halses ein Erbe unsere Vorfahren ist, die sich größer machen wollten, um mehr von Beute oder Feind zu sehen.
Das ist so sehr in uns verankert , dass wir selbst am PC einen langen Hals machen, wenn’s besonders wichtig zu sein scheint.

Gerade dies ist aber beim Flintenschießen so unpraktisch, wie falsch.
Zur Erinnerung zwei Bilder, die zeigen wie das richtige Zusammenspiel zwischen Zielachse und Augenposition gedacht ist.

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Wer mich kennt( oder glaubt zu ahnen wie ich bin), weiß ,wie sehr ich mich über dummdreiste Allgemeinplätze ala „ wenn man drauf ist, ist man drauf“ belustieren kann.
Deshalb heute auch der Titel „Schaft bleibt Schaft“, den man in letzter Zeit immer wieder
von besonders erfolgreichen Schnäppchenjägern auf dem Schießstand hört.

Da wird eine olle volksgefertigte Querflinte angeschleppt, Brünierung halbwegs in der Schorfheide geblieben, Holz eher schmierig als attraktiv und der Schaft ein Stummelwerk von 32cm Länge, dass nun einem Schützen von 1,90 als edle „Waffe der Väter“ dienen soll.

Auf die Frage, wie sich denn mit so was schieße, kommt dann oft der Hinweis ,dass der gute alte Erbschafts-Drilling oder Schulungs- Repetierer ja auch nur so einen kurzen Schaft habe und damit gäbe es nie Probleme auf der Scheibe.
Und alle anderen aus Kurs ,Stammtisch und Internet hätten einen ja auch ob des tollen Kaufes schon gelobt.
Im Übrigen: “auf der Jagd treff ich immer und …echte Jäger müssen nicht üben!”

Das mit den kurzen Schäften (der andere Blödsinn leider auch) ist so verbreitet , dass wir uns heute mal die Wechselwirkungen Flinten- und Büchsenschaft und Treffen näher ansehen wollen.

Leider stimmt es, dass sehr viele Kugel- und kombinierte Waffen viel zu kurze Schäfte haben, trotzdem aber keine Probleme beim Einschießen, Kontrollschießen oder auf der Kanzel entstehen.
Leicht verständlich:
Sitzend aufgelegt und mit Sandsäcken fixiert, ist Kopf und Schulterposition schnurz.
Übernimmt man diese Position auch in der Kanzel…gibt’s auch keine Probleme.

Schwierig, bis unmöglich wird’s, wenn’s an den schnellen ,beweglichen Schuß geht.
Hier knallen ZF-Okulare plötzlich an Augenbrauen, Kieferpartien bekommen eine lustige Rötung und die Schultern der Schützen nehmen ein herbstliches Blaubraun an.

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Ein Besuch in einem modernen Schießkino zeigt oft einen verheerenden Wissenstand und Umgangsformen mit der Büchse beim schnellen Schuß.(Vom Niveau einiger Jungjägerkurse wollen wir dabei lieber schweigen)

Da werden hemmungslos alte Repetierer mit hochstehenden Zielfernrohrmontagen und sogar Stecherabzügen hervorgekramt und als „die Drückjagdlösung“ gepriesen.
Noch schlimmer diejenigen, die mit des teutschen Lieblingsprüfungswaffe, dem Drilling erscheinen und nun allen Ernstes behaupten, dass eine halbherzig flintenverschäftete, aber mit SEM- hochmontiertem 8x56ZF versehene Waffe, mit EINER Hochwildpatrone,EINEM notorischen Querschläger FLG und EINEM Schonzeitkügelchen ein adäquates Drückjagdgewehr sei…
…nur weil Opa Hubertus den Prügel schon in Rominten auf Trappen scho߅

Um das ganze zu veranschaulichen, hier mal ein Bild einer typischen deutschen Jagdwaffe.

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Die Senkung dieser Waffe ist auf den Schuß mit der offenen Visierung abgestimmt.Ein schneller Schuß ,das Mitfahren ,der Schwung der Waffe mit dem Ziel ist möglich, ohne den Kopf aus der Idealposition zu heben.
Ergo keine blaue Schulter,aber auch eine schnelle Zielverfolgung und eine natürliche unverspannte Schußabgabe.

Probieren Sie’ s mal aus im Schießkino…

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Doch das Zielfernrohr verändert den Anschlag.
Die Bauhöhe (Montage) ist abhängig vom Objektivdurchmasser.Dies berücksichtigt, adieren sich viele unnütze Millimeter zur Senkung.
Dazu kommt die böse Paralaxe.
Diese ist nichts anderes, als die Ausrichtung aller Linsenzentren ,optischen Schnittpunkten, Absehen , des Zieles und desAuges in einer exakten ,geraden Linie .
Sieht das Auge nicht gerade innerhalb sehr engen Toleranz dieser Linie entlang, verschieben sich die Treffer.
Ergo ist das Auge gezwungen, GERADE durchs ZF zu sehen.
Da dies aber weit über der natürlichen Position des Kopfes AM Schaft ist (bei den meisten Büchsen) schwebt der Kopf beim Zielvorgang und Schuß seitlich über und neben dem Schaft.
An diese Position sind tausende von Schützen gewohnt und nehmen sie kaum oder gar nicht als Fehler war.
Warum?
Weils FUNZT!

…und weils nicht auffällt,es sei denn, man versucht so auch noch Flinte zu schießen.

Aber es ist weder ideal, noch wünschenswert .

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Aus verschiedenen Gründen:
Zunächst ist die Kopfposition nur aus der Gewohnheit und der optischen Fixierung zur Visierachse (ZF einblick) positioniert ,wird aber nicht durch eine Schaftanlage gestützt.
Ferner ist diese Position instabil und überanstrengt die Nackenmuskulatur, die eigentlich beim Schießen idealerweise gar nicht belastet werden sollte.
Bringt die typische “Safari-Nackenzerrung”, welche durch diese Haltung UND eine dicke Portion Stress hervorgerufen wird.

Für die Drückjagd kommt noch ein weiterer Nachteil hinzu.
Diese Position ist langsam und inakkurat.

Liegt der Kopf am Schaft fest an, schwingt dieWaffe ohne Verzögerung.
Liegt er nicht an, schwingt einmal die Waffe und zum zweiten versucht der vom Schaft „abgekoppelte“ Kopf , mittels des engen paralaxe-gebundenen ZF – Einblickes die Bewegung parallel mitzumachen.

Besonders dramatisch tritt dies bei besonders billigen Massenprodukten östlicher Fertigung zu Tage,denen man einen Pseudo Safari-Schaft verpasst, ein billiges Battueschienenimmitat draufpappt und das ganze als Drückjagdwaffe an den unbedarften Käufer bringt.
10 cm Senkung zur offenen Visierlinie !…was soll da noch montiert werden? …und wie soll da noch getroffen werden?

Darüber mal in Ruhe und mit der gewohnten Büchse in der Hand nachgedacht und plötzlich werden die heimlichen Fehlschüsse oder schlechten Treffer auf der DJ verständlich. ;-)

UND es schließt sich der Kreis zum Flintenschusses.

Wer viel Büchse schießt , gewöhnt sich natürlich eine „Waffen/Kopf-haltung „ an, die seinem “Zielbild Büchse” entspricht.
Steigt er auf Flinte um, versucht er ungewollt, immer wieder in den alten Büchsenmodus zu wechseln.
Unterstützt wir er dabei vom o.g.Erbe der Höhlenväter, die das Heben des Kopfes erfunden haben.

Im Umkehrschluss (der leider nicht sehr häufig vorkommt) bemerkt man bei reinen Flintenschützen eine körperliches Unbehagen beim Büchsen-schuß ,wenn der gewohnte Kontakt Schaft<> Kopf fehlt.
Das kann dazu führen ,dass der Flintenschütze verächtlich das ZF vom Gewehr reißt und nun mit sichtlichem Wohlgefühl per Kimme und Korn andere Schützen im Schießkino in die hinteren Plätze verweißt.

Der gute Flintenschütze wird immer leicht auch ein guter Büchsenschütze auf bewegliche Ziele werden.
Der Büchsenschütze mit dem oben beschriebenen, nicht an den Schaft gekoppelten Anschlag, wird sehr viel Mühe und Probleme haben auch ein nur halbwegs akzeptabler Schlumpschütze mit der Flinte zu werden.

Das die Schäftungen keine europäische Macke sind, zeigen auch die Bilder der US Waffe
(Rem 7600) die zwar als „Bruschgun“ ausgelegt wurde, aber immer noch ein wenig Hilfe in der Schaft Höhe mit ZF verträgt.

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Die Hilfe zur Verbesserung soll keine Hohelied auf den Maßschaft werden!
Dies wäre zwar nicht verkehrt, aber ein extrem teurer Spass.

Hilfe gibt es in vielfältiger Form.

So ist die Auswahl des Zielgerätes wichtig!
Ghostring und/oder offene Visierung idealerweise mit Battueschiene oder Pyramidenkimme sind beim Schuß auf moderate DJ-Entfernung keine schlechte Wahl ,wenn Augen (Augenkorrektur/Brille) und Übung dies gestatten.

Zielfernrohre mit großen Objektivdurchmessern sind nur sehr hoch zu montieren,bringen aber bei DJ keinen Vorteil.
Im Gegenteil: mit Ihren hohen Vergrößerungen schränken sie das Zielbild unverantwortlich ein.
Variable Zielfernrohre im Vergrößerungs-Bereich 1-2,5x scheinen besser geeignet und können,da der Opbjektivdurchmesser dem Mittelrohrdurchmesser entspricht, auch niedrig montiert werden.

Hohe Montagen sind ebenfalls hinderlich.
So bequem einige dieser feinmechanischen Meisterstücke auch sind, niedriger als Weaver oder Picantinny-schienen geht’s kaum.

Wer nun schon auf den unteren Vergrößerungsstufen ist, sollte auch mal ein Dot visier ausprobieren.

Davon gibt es in der Zwischezeit jede Menge Variationen.
Allesamt sind leicht und extrem niedrig zu montieren.
Gemeinsam haben sie alle ihre Paralaxenfreiheit !
Ein wichtiges Element,da es eine der häufigsten Fehlerquellen eliminiert !
Standard – Dots haben keine vergrößernden Linsenelemente: grobgesagt nur ein Spiegel ,Schutzlinsen und Leuchtelement;

Hier heißt es ausprobieren und zu testen welches Gerät den Sehgewohnheiten des Schützen am nächsten kommt.

Vielfältig sind die Systeme und verwirrend die Preise.
Hilfreich ist der Besuch von IPSC sportlern ,die hier eine Vielfalt an Geräten demonstrieren können.
Ausserdem sind meistens nette Leut’, die auch mal ausprobieren lassen.
Nicht jedes technische Gimmick ist sinnvoll, aber jedes hat seinen Preis!
Gute Dots müssen nicht teuer sein, aber schlechte sind immer billig.

Abseits der Wahl der Zieloptik, sollte man auch eine Modifikation des Schaftes überlegen.

Optimal ist natürlich ein höhenverstellbarer Schaftrücken, welchen verschiedene Schäfter bei uns und im benachbarten Ausland zu vertretbaren Preisen anbieten.
Diese Art -Schaftrücken sind als Zubehör selbst für Kunstsoffschäfte günstig erhältlich.
Hier macht sich positiv der Einfluß des Sportschießens und des US Marktes auf unsere jüngeren Jägergruppen (die auch Käufergruppen und sogar Sportlergruppen sind!) bemerkbar.

Ganz einfach und simpel , preiswert und schnell bekommt man eine Schafterhöhung vom kundigen Büma verkauft.
Diese ist aus Gummi, wird in Spanien von der Fa.JABA in verschiedenen Höhen hergestellt und ist bei uns in der Standard ausführung in Gummi in 5,10 und 15mmHoheschritten erwerbbar.
Die mit hellem oder dunklem Leder verkleidete gibt es ebenfalls nur bei uns.

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Auch aus Amerika kommt der Trend der Schaftmanchette, die zusätzliche Munition bereithält ,aber auch eine Schafterhöhung bieten kann.
Sattler in DE sind heute froh, auch mal so einen Auftrag zu erhalten und liefern nach meinen und den Erfahrungen meiner Kunden gute Arbeit.
Geschmack ist immer was persönliches…Fehlschüsse auf Wild weil der Schaft nicht passt und man zu schrullig ist Fehler zu beheben haben nichts mit Geschmack, sondern mit Verantwortungsbewußtsein zu tun.

“Beware of the man with only one gun“
Ein alter Wildwestspruch der große Wahrheit besitzt, denn jemand der nicht dauernd seine Waffe wechselt, gleichwohl mit ihr fleißig übt, wird es zu großer Kompetenz mit eben dieser Waffe bringen.

Unsere Jagd ist zu reich, um sie nur auf Büchse oder Flinte zu beschränken.
Doch beides erfordert Übung und den Einsatz optimierter Waffensysteme.
Überdenken Sie ihre Drückjagdwaffe und optimieren Sie somit auch ihr Flintenschießen.

Denn nichts ist erfolgreicher, als „EIN perfekter Anschlag“

…und der kostet kein Geld …nur Nachdenken, ein wenig Phantasie und Üben,Üben,Üben….

Yours truly

Bunduki


Als Anhang und Inspiration hier einige Links:
comb raiser:

preiswert und einfach
in DE über Fritzmann erhältlich

klassisch aus Leder

modern und ein wenig genial

für die Kunsstoffschäfte

Die Hardware zum Umbau

für die die noch was vorhaben

kompletter Umbau von Büchsen und Flinten in Rekordzeit

auch viele Bümas und Schäfter in Deutschland und Austria nehmen sich gekonnt des Problems an.
Wer sich umhört ,bei den jungen wilden Waffenbauern ala BixnAndy und Pete Lincoln von Roedale wird viel Verrständnis finden.

Und selbst die großen (ehem.)Waffenfirmen in DE bieten (oftmals ganz verschämt) sogar den verstellbaren Schaft als Zubehör an.


Noch’n Spruch :wer mißt ,hat mehr vom Schießen…nämlich Treffen

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Mit wenig Aufwandt und ein bisserl Phantasie bei der Auswahl der Zieleinrichtung, erreicht man für sehr kleines Geld eine auf den freihändigen Schuß optimierte Büchse mit der gewohnten Senkung der Flinte.
So bleibt der Kopf sowohl bei der Büchse wie der Flinte in der richtigen Position am Schaft und Umstellungsprobleme entfallen.
Genau wie vermeidbare Fehlschüsse.

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Yours truly

Veröffentlicht unter Buechsen und Kurzwaffentips, Bundukis Flintenlehre | 5 Kommentare

Eisbären, Brownies… Forschergeist und die Wahl der Waffen

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Manchmal hat man Glück und wird gezwungen eingelaufene Wege zu verlassen, den eigenen Horizont zu erweitern und alte Erfahrungen wieder neu einzubringen…
Wenn das alles noch mit und durch eine Gruppe junger Menschen, mit all ihrem Enthusiasmus und Lebensfreude passiert, hat man doppelt Glück.

So passiert, als „yours truly“ von einem alten Freund und jagendem Wissenschaftler eine Gruppe von jungen Studenten geschickt bekam, die schlicht :„schießen lernen wollten“.

Keiner war waffentechnisch vorgebildet, keiner Sportschütze , Jäger schon gar nicht, allesamt in durchaus die Jagd skeptisch betrachtenden Elternhäusern ,aufgewachsen.

Waffen waren was für andere … für etwas komisch verschrobene, ulkige und auf jeden Fall misstrauisch zu betrachtende Menschen, mit denen man sicher keinen netten Abend verbringen könnte.

Was wollten die nun mit Waffen anfangen?

Alle waren als naturwissenschaftliche Studenten für Auslandsprogramme vorgesehen, die sie in Regionen der Erde wie Spitzbergen , Alaska und die NWT bringen sollte.
Dort sollen sie monatelange Feldarbeit durchführen, oft auf sich allein gestellt, immer in der Wildnis.

Und diese Wildnis hat es in sich!
Dort herrschen die größten und gefährlichsten Landraubtiere unseres Planeten.
Braun und Polarbär sind Wunderwerke der Natur. Faszinierend zu beobachten, bewundernswert in ihrer kraftvollen Eleganz und ihrer Anpassung an härteste Umweltbedingungen.
Sie sind keine blutrünstigen Bestien, aber auch nicht berechenbar und alles andere als ungefährlich.
Wie schnell ihre Stimmungen umschlagen, sieht man an einem Video aus Churchill,Manitoba
bei dem Polarbären von speziellen Fahrzeugen ausser und innerhalb der Stadt beobachtet werden können:
Polarbären Churchill

Wie aufdringlich die Bären als Kulturfolger werden , zeigt dieses Video aus dem selben Ort,in dem Polarbären immer mehr zur Plage werden.
Bär in Churchill

So gefährlich dass z.B. die Regierung von Spitzbergen es für jeden obligat macht, eine Waffe zu tragen, der sich draußen in Bärenland aufhält.
Spiegelartikel über Bären und Spitzbergen

Wer keine eigene Waffe hat, leiht sie sich bei der Polizeistation aus.
Wissenschaftler die in Camps weit draussen leben,gehen keinen Schritt ohne Gewehr, denn der Polarbär ist neugierig und will alles auf Fresstauglichkeit untersuchen, was ausser ihm in seinem Land lebt.

Alaska ist größtenteils eine einzige Wildnis , unbewohnt und rauh und sooo weit weg?!
Dennoch hat die Klima-veränderung dort dramatische Spuren hinterlassen,die die großen Karibuherden im Norden betreffen ,aber auch den PH-haushalt von vielen Pflanzen durcheinander bringen.
Gletscher gehen dramatisch zurück,der Permafrost weicht auf,die angestammten Routen der Herden sind nicht mehr begehbar.
Die Rolle der großen Pipeline,die mit immer stärker werdenden Lecks zu kämpfen hat, ist dabei sicher bis heute sehr umstritten.
Auch hier regiert der Bär.
Der große braune in seinen diversen Unterarten wie Inlandgrizzly,costal brownbear (Kodiak)und dem Bären des Regenwaldes ebenso, wie die Polarbären an der Prudhoe bay, auf Nunavut,den Territorien oder in der Hudsons-bay.

Im üppigeren Süden der kleine Bruder,der Schwarzbär,der trotz seiner Größe und putzigen Art,die meisten Angriffe auf Menschen zu verantworten hat.
Wer einige Bücher darüber sucht, findet sie hier:

Auf unsere Schießadepten kam nun ein Leben in der Wildnis zu , das OHNE WAFFE auch bei makellosester Öko-Gesinnung nicht möglich war. Reality sucks…meinte ein Bekehrter ;-)

Um nicht als cheechako (greenhorn) anzukommen, wollten die Jungs und Mädels vorher wissen , was es mit „dem Ballern“ so auf sich hat.
Da ausser reichlich Kinoerfahrung, nichts an Fachwissen da war, fingen wir erst mit waffentechnischer Theorie an.
Für “gelernte Lernende” ein leichtes und so war’s eher für mich schwierig eine Art Lehrplan zu schaffen ,der auch später praktisch umsetzbar ist.
Sie lernten Waffentheorie, aber auch wie Waffen bei Minus 20 grad behandelt werden müssen,warum nicht jedes Öl schmiert und warum der olle Arnie in seine Filmen trickst.
Sie sahen wie Geschoße wirkten anhand von Gelatine blocks und beim Aufbrechen nach einer Drückjagd.

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Zunächst sollte die Waffenart gewählt werden, deren sie später mal ihr Leben anvertrauen sollten.
Dazu mussten die unterschiedlchen Abwehrstrategien gegen Bären bekannt sein.
A: Abschreckung durch Lautsttärke und Präsenz zeigen:
Bestes Mittel : Bärenklingel, lautesSingen, menschlicher Lärm
Sehr beruhigend aber nicht jeder Bär mag meine Singstimme…

B: nicht lethale Abwehr durch Pfefferspray
Ein probates Mittel, doch weder unumstritten noch immer einsetzbar.

C. Waffe und hierbei Kurz oder Langwaffe

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Informationen über das Leben mit Bären, Jagd und Sicherheit geben offizielle Webseiten wie diese:

shot placement

bear behavior

Die Kurzwaffe wurde nach einigen Demonstrationen und Versuchen, wie zu erwarten war, ausgeklammert.
Allein rückstoßgewaltige Patronen wie die .454 und größer taugen zum verlässlichen Stoppen von Bären.

Dabei ist von Jagdrevolvern ala Casull mit Single action system zu unterscheiden und Notwehrwaffen wie dem Ruger .454
Ist ersterer mit seinem langen Lauf und SA Abzug eine Waffe für einen konzentrierten Schuß auf Distanz, so ist der Ruger mit seinem Stummellauf und dem Double Action System die eigentliche Notwehrwaffe.

Aus vielen Berichten wird deutlich, das das SA System schlicht zu langsam ist und die Kurzwaffe auf dermaßen engen Distanzen eingesetzt wird, dass ein 4 Zoll –lauf schon das Maximum darstellt.
Kurzwaffen stellen keine adäquaten Schutz dar, wenn sie nicht in den Händen exzellenter Schützen mit viel Übung sind.

Gerade in Spitzbergen aber fängt die intelligente Bärenabwehr schon deutlich über 50 meter an. Dort reagiert man bei Sichtung.
Das freie Gelände, mit seiner weiten Sicht gibt dem Menschen bei Tageslicht sowohl Zeit sich zu positionieren und den potentiellen Angreifer im Visier zu halten.
Das gleiche gilt für die weiten Inlandsflächen Alaskas

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Die Wahl der Studenten fiel also auf das Gewehr, wobei die bullige Pumpgun mit Abstand am meisten Aufsehen und Vertrauen zu schaffen schien.
Zur Auswahl standen:
Vorderschaft Repetierer Flinte Rem 870 in Standard und getunter Ausführung
Unterhebel Wild West Guide in 45/70 gov und Bunduki’s Bearmaster.444 M. und Lauflängen 18,5 und 20 Zoll
Steyr Scout Repetierer in .308

Als Optiken waren auszuwählen:
Dot
Scout ZF
ZF
Ghostring
Flüchtigvisier

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Die ersten Schießschritte erfolgten mit im Kaliber reduzierten Waffen: 410 Flinte und einem 30.30 Karabiner, sowie Squibloads für die .308.
Bewundernswert und spannend, wie schnell sich bei den Studenten Spass am Schießen und ein spielerischer Wettkampf zwischen Jungs und Mädels entwickelte.
Auch nicht anders, als bei ganz normalen Schützen ;-)

Geschossen wurde meist auf unterschiedliche Entfernungen von 5 meter bis 50 Meter in den Positionen stehend und knieend ,hockend ; natürlich immer freihändig und man mag es kaum glauben: im zweiten Teil der Ausbildung, immer mit Riemen!
Dies war nötig, da die Waffe letztendlich im realen Einsatz über der Schulter hängt und von dort SCHNELL zum Einsatz gelangen soll.

Video aus den USA

Das diese Art des Trainings möglich war und auch unter schlechten Lichtverhältnissen mit künstlichem Mond durchgeführt werden konnte, lag an der Tatsache, das wir die Ausbildung nicht auf heimischen Schießanlagen stattfinden ließen.

Im zweiten Teil wurde dann auch die Bekleidung wichtig.
Es macht einen immensen Unterschied in dicken Arctic-klamotten und Handschuhen eine Waffe zu bedienen.
Allerdings auch eine Pfundsgaudi im Sommer einen dicken Parka und kurze Hosen zu kombinieren und somit einen Haufen Italiener komplett verrückt gemacht zu haben,die glaubten, dass sei der neueste Prada chic.
;-)

So mendelten sich zwei Waffentypen heraus:
Der UHR (mit großem Unterhebel für behandschuhte Hände) und die
Pumpgun.
Die Scout war anfangs aufgrund ihres Gewichtes beliebt, dann aber wegen des Rückstoßes ,der als (gegen die anderen Waffenmodelle) unnatürlich empfundene Repetiervorgang(!) und der ganzen Plastikerscheinung in Rente geschickt worden.

Beide Waffen boten optimales Stoppotential, wobei die Flinte nur mit Slugs ihre Effektivität auswies.
Mit Posten verlor sie ab 15 Meter die notwendige Präzision um einen sicheren Schädeltreffer mit der entsprechenden Durchschlagskraft zu vereinen.
Bedenklich, wenn auch in der Wildnis vernachlässigbar, ist die Neigung von Flintenlaufgeschossen als lediglich pfeilstabilisierte Geschoße üble Abprallern zu produzieren.
Da aber die schweren Geschoße der UHRs doch mehr Präzision,und mehr Reichweite boten tendierten die Teilnehmer später immer mehr zur Büchse.
Trotz ihres natürlichen Bedienungsvorganges verliert die VS-Flinte gegenüber der Büchse ,wenn sie ihre vielseitige Munitionsauswahl nicht ins Spiel bringen kann.

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Es seien noch mal die Unterschiede Jagd und Notwehr hervorgehoben.
Sucht der Jäger seinen Schuss von der Seite anzubringen und muß letztendlich auf die Position des Oberschenkelknochen achten, so wird in Notwehr frontal auf den Bären geschossen.
In seiner Angriffsposition hält das Tier den Schädel als massiven (Knochen)Schutz vor den lethalen Trefferposition des Körpers.
Ergo ist der Schädeltreffer der sicherste Schuss.

Wie bei allen Neulingen der Jagd ,hatten auch unsere Studenten Probleme, die wirklich tödlichen Teile des Bärenkörpers von aussen zu definieren.
So gingen die ersten Schüsse auf eine Bären Silhuette alle zu hoch und zu weit in die Körpermitte.
Erst die nachträglich eingezeichneten vitalen Regionen brachten das bewusste Plazieren der Schüsse und machten klar wie klein die wirklich wirksamen Trefferpunkte sind.

Der Angriff von der auf den Hintertatzen stehenden Kreatur, die sich quasi auf’s Opfer wirft, ist reines Hollywood.

Ebenso wie die Illusion, ein Petz wäre träge und langsam.
Die durchschnittliche Bewegungsgeschwindigkeit liegt bei 10 % über der des Menschen.
Im Angriff wird ein Bär zwischen 15 und 25 % schneller sein, als der schnellste Mensch.

You can’t outrun a bear!

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Shotplacement

Das wichtigste Kriterium bei jedem Schuss.
Unsere Studenten lernten zunächst auf tellergroße Scheiben zu schießen.
Danach wurden diese Ziele die in freier Fläche verteilt waren, in ihrer Größe halbiert , danach blieben Tontauben übrig, die bei Entfernungen von über 35 m die Flinte an die Grenzen ihrer Präzision brachten.
Um das ganze noch mit ein wenig Bewegung zu würzen, konnte auf einem speziellen Gelände sogar auf (langsame) Rollhasen mit den dicken Kalibern geschossen werden.

Schnelles Zielerfassen, flüssiger Anschlag und konsequente unverzögerte Schußabgabe!
Hier schlug nun die Stunde der richtigen Visierauswahl.

Die ersten Visiere die ausgemustert wurden, waren das niedrig vergrößernde ZF und danach das mit langem Augenabstand auf dem Lauf montierte Scout scope.
Beide optischen Einrichtigen führten zu Einengung des Gesichtfeldes und bei den Teilnehmern zur langsameren Zielaufnahme.
Ferner sind Trübungen, Verunreinigungen, Vereisungen ein Nachteil , der bei Notwehrwaffen nicht toleriert werden kann.

Das bei uns auf Drückjagden bewährte Dot oder Point Visier, scheiterte an der Grundaufgabe der Waffe: IMMER EINSATZBEREIT.
Batterien geben bei Minusgraden schnell auf und ohne Leuchtpunkt verliert jedes Dot seinen Wert, wird für eine Notwehrsituation sogar gefährlich !

Die traditionelle Flinten-Schiene auf der Pumpe zeigte sich als schnell und simple wie erwartet, sogar auf 50 Meter noch akzeptabel…
Aber: hier wurden dann ein Flintentechnisch korrekter Anschlag nötig, wie die Beachtung von rechts oder linksseitiger Augendominanz !
Man kann und darf nicht erwarten, dass ein nicht flintenschießender Mensch unter höchstem Stress, einen korrekten Anschlag in Thermobekleidung zustande bringt und dann auch noch im Angesicht des Todes das „böse“ weil falsch – dominate Auge zumacht.

Also auch hier: raus aus der Wahl

Was übrig blieb, waren ganz einfache klassische Visierungen die seit jahrhunderten Jäger auf gefährliches Wild einsetzten:
Das herrlich einfache Ghostring, dass geradezu magisch Augendominazprobleme löst, immer ins Ziel zeigt und kein Nachdenken erfordert.
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Drückjagdvisierungen wie die Recknagelschiene (Battueschiene) oder die Fluchtvisiere
mit leuchtenden Einlagen

visier11-mittlere-webansicht.jpgQuelle Fa. Recknagel zu beziehen durch den Fachhandel

Leider konnten wir keine Tritium Visiere-Einlagen, wie sie in den USA leicht erhältlich sind verwenden.
Hier zeigt sich wieder der Schwachpunkt von Bürokratie und Waffenhysterie.
Das gleiche gilt für die Verwendung von Lampen, die lt.unsrem Recht verboten sind.
Eine unheilige Allianz aus ewiggestrigen Jagdrepräsentanten und Bürokraten verdammen diese als „Wilderergeräte“
Als hätte unsere Jagd und unsere inner Sicherheit keine anderen Probleme.

Bei der „Bärenproblematik“ spielt die Lampe eine große Rolle.
Ich selbst kann mich an meine Jahre im Norden gut erinnern und weiß noch wie heute ,welche Gänsehaut man bekam ,wenn es Nachts hieß: „ Bär im Camp“
Da aber für UHR nur eine einzige Montage existiert, wir unsere Schüler auch waffenrechtlich nicht irreführen wollten, konzentrierten wir uns auf das sehr leicht zu lernende und praktische Schießen mit Kopflampen.
Die Kopflampe ist in der dunklen Zeit immer am Mann/Frau und muss nicht erst
mit klammen Fingern montiert werden
Viel in skandinavischen Ländern praktiziert, hilft dies bei der klaren Zielerkennung und Schussplazierung.

Voraussetzung ist die Verwendung einer extrem starken, professionellen Kopflampe mit über 200 Lumen und ein taktisches Bewegen mit der Waffe im Anschlag.
In der Dunkelheit bleibt keine Zeit lange zu überlegen was Meister Petz im Camp zu suchen hat.
Entschlossenheit und ein dickes Kaliber retten hier Leben.

Den dritten Teil des Kurses fieberten alle entgegen, denn nun wurden aus statischen
Scheiben und Rollhasen bewegte Bilder.

In einem Schießkino wurden Aufnahmen von tatsächlichen Bärenangriffen abgespielt und mussten von den Teilnehmern “gelöst” werde.
Aber auch hier wurde coolness und sicheres shotplacement unter Beweis gestellt.

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Fazit dieses auch für mich sehr lehrreichen Kurses:

Auch Menschen, die bisher keine Berührung mit Waffen hatten, kann Spass daran vermittelt werden.
Und über diesen Umweg können gegenseitige Vorurteile bestens abgebaut werden.
3 der Teilnehmer werden noch vor Abreise den Jagdschein machen,
2 sind schon vor Ort, bewaffnet und gefährlich !
der Rest übt weiter … alle schon mit eigener Donnerbüchse,zum Kuriosum,Schmunzeln und Kopfschütteln aber immer zur positiven Diskussion im heimischen Umfeld
…und ich werde nie wieder Witze über Eiswürmer und Geologen machen! ;-)

Ferner ist bemerkenswert, dass keine der weiblichen Teilnehmer mit großen Kalibern andere Probleme hatten, als die männlichen Teilnehmer oder auch nur den Hauch einer Sekunde zögerlicher waren.Im Gegenteil!
Die Schießleistungen waren bei allen so gut, wie man es sich von einem erfahrenen deutschen Jäger auf der Drückjagd wünschen könnte.

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Ich wünsche allen Teilnehmern viele Abenteuer und gute Heimkehr, ohne jemals eines der wunderbarsten Tiere der Welt in Notwehr töten zu müssen.

Denn mit Bären verhält es sich wie mit Elefanten…
Man kann eine Lizenz kaufen, um sie zu töten…aber es bleibt eine Sünde.

Yours truly

Bunduki

PS

uups… da hab ich ja was angerichtet.

Wusste gar nicht dass so viele Flintenfreunde planen nach Alaska und Canada auf Wildnistrip zu gehen .
Aber schön ,wenn ich einigen mit dem Artikel oder wie die vergangenen Tage am Tel. helfen kann.

Häufigste Frage: Woher ich das mit den Bären weiß? Ich habe meine “more coloured years” u.a. in Canada mit professioneller Jagd und für diverse Wildbehörden verbracht.Ich habe so mit Bären und sogar eine Zeit “unter” Bären gelebt und habe sie professionell vor der Kamera-Linse wie dem Visier gehabt.
Wichtigste Frage:
Was ist mit Pepperspray?
Ich halte Pepperspray für so gut dass ich ihm mein und das Leben meiner Frau anvertraute als wir in Alaska im Denali und im Katmai unterwegs waren.
Allerdings ist dieses Spray in DE nicht erhältlich und zugelassen. Es muß vor Ort gekauft werden.
Ein gutes (von vielen) Produkten wird hier vorgestellt:
Video

Bären spray ist toll! Bärenspray und eine kurze .444Marlin sind besser!

Der wichtigste Rat:
Lassen sie sich nicht von Filmen irreführen ! Bären sind gefährlich und töten Menschen !
Spinner wie Timothy Threatwell (Tierfilmer und selbsternannter Grizzlyman) bezahlten ihre Naivität mit dem Leben.
Bären zu beobachten und zu fotografieren ist heute unter kontrollierten Bedingungen und unter Schutz möglich!
Die Bilder zeigen aber nicht die Waffe im Hintergrund!
Bärenfotografen (die nicht tricksen) neigen oft zur Fehleinschätzung der Gefahr. Michiois Hoshino ist nur ein tragisches Beispiel.

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Dort wo Menschen mit Bären leben,wissen sich die Menschen an den Bären anzupassen.Sie erwarten keinen “Kuschelbruno” und sind auch nicht verwundert, wenn “Flocke” mal Muttis Pudelchen als Vormittagssnack verputzt.

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PPS
eine Quelle immer neuer skuriler,lustiger,tragischer und dort alltäglicher Bärengeschichten ist die Anchorage Daily News mit ihrer eigene Bären- Rubrik

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O Canada…Flintenstände, Infos und Bilder aus Quebec und Ontario

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Nachdem nun auch Freund Axel die “Festung Bayrischer Wald” temporär verlässt ,steht endgültg fest:
Namhafte deutsche Flintenschützen setzen sich vor weiteren sinnentleerten Merkeleien, Kanzlerimmitatoren, angstbeissenden Sauerländern und Saarländern mit Napoleon Komplex ins ferne Canada ab, bis er ganze traurige Spass der Wählerverdummung vorüber ist.
;-)

Im Ernst…wann sonst ist bessere Reisezeit für das Land zwischen den Meeren?

Indian summer, Elchbrunft, Gänse und Enten in Scharen, Redbhuhn, Wachtel, Schnepfe,Fasan..
Alles garniert mit einer freundlichen Bevölkerung und einer grandiosen Natur…
…was könnte mehr zum Reisen einladen?
…Flintenschießen,Parcours vielleicht…?

Ja, auch dafür ist gesorgt.
Zwar ist in Canada der Parcoursport noch im Aufbau begriffen, doch mit der ihnen eigenen Begeisterung haben die Canadier schon eine feines Netz an Ständen und Infrastruktur aufgebaut.

Die Einreise mit Waffe ist denkbar einfach.:
Man fülle dieses Formular aus und lege es bei Einreise dem Beamten vor und unterschriebe es in seiner Gegenwart.

Kein langwieriges und wochenlanges Prozedere wie in den USA.deshalb sei der reisende gewarnt mit seiner eigenen Waffe die Grenze von Canada nach den USA zu überqueren OHNE vorher die US Genehmigung dazu zu besitzen.!!!

Information über die Einreise und alle weiteren Handlungen mit Waffen erteilt die RCMP . und natürlich die kanadischen Touristbehörden

Ein besonderer Service für Flintenschützen bietet unser Freund Joe Potoski vom Lost Target Portal.

Er hat nun für die zwei Ostprovinzen Quebec und Ontario eigene Portale geschaffen auf denen
Schießstände mit Bilderserien vorgestellt werden.
Reisetips und Adressen macht das ganze zu einer rundum gelungenen Infoplatform.

ONTARIO

QUEBEC

Der Flintenblog erlaubt sich, das ganze wieder durch unsere Google map von Canada, mit einer Auswahl an Schießständen, zu ergänzen:

CDN Shooting Ranges

Nun nur noch allen gute Reise, Waidmannsheil ,viel Freude und viele neue Freunde gewünscht …

Yours truly B.

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