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25.5.2009 von Bunduki.
Nach der Ankündigung des ZZ-Schnupperschießens vor einigen Monaten, lagen die ersten Termine schon nach wenigen Tagen fest.
Die Gruppenmitglieder wollten die Brückentage 2009 clever ausnützen und das Schießen gleich mit Besuchen in Gardone val Trompia verbinden.
So reisten einige Teilnehmer schon früher an und konnten ein neues ureigenes Konjunkturprogramm für Schäfter und Flintenbauer ins Leben rufen.
Es ist eben so schön einfach, einen Termin bei einem Waffenbauer zu bekommen und auch ein Schäfter nimmt sich Zeit für die Besprechung eines Schaftes, der Holzauswahl …und dort ist man sich auch nicht zu fein, sich mit seinen Kunden mal eben in der Bar gegenüber einen Aperitivo und ein wenig Pasta zu gönnen.
So, schon vom italienischen Flair korrumpiert, genoss man derweil ein paar Runden Parcours, während die letzten Teilnehmer gerade anreisten.
Die Wahl des Übernachtungsortes fiel auf Vallegio sul mincio, der mit seinen kleinen Hotels,Appartments und den umgebenden Agritutristici geradezu ein Idealbild Norditaliens darstellt.
Allerfeinste aber bodenständige Gastronomie, freundliche und zuvorkommende Gastgeber und alles mit einer romatischen Ruhe gesegnet, die die lauten Urlaubsorte am Gardasee nur noch aus Erzählungen kennen.
Schwer fiel es allen, sich bei der Verkostung der örtlichen Weine zurückzuhalten, doch ein Flintenschütze ist ein wackerer Gesell oder eine trinkfeste Frau und kann sich kontrollieren…
Am Schießtag fanden wir uns auf einem fast jungfräulichen Stand ein, den wir für uns exklusiv hatten.
Die Easy Maschinen von Emilliana Piatelli wurden von einem Bekannten zunächst in traditioneller Weise aufgestellt.
Diese leichten und sich selbst nachladenenden Maschinen sind ideal für „Reisende Schießstände“, die überall schnell und problemlos auch zu Regel-abweichenden Schießen
aufgebaut werden konnten.
Der Besitzer der Anlagen kontrollierte das ganze über eine selbstgeschriebene Software und steuerte so jede Maschine einzeln und in Gruppen an.
Der Stand war gezielt nach seiner Windbeschaffenheit ausgesucht und die Maschinen konnten entsprechend flexibel aufgestellt werden.
Nach den ersten Begegnung mit den ZZ Tauben umfing noch ein gnädiges Lächeln den einen oder anderen Teilnehmer. Schließlich war man schon Cordobatraining gestählt und man lies sich nicht so schnell beeindrucken…
…und dann kam der Wind auf und lies die Propeller tanzen und schnell wurde das ganze trickreich und gar nicht mehr so einfach.
Nach einem viel zu üppigen lunch bei einem nahegelegenen rustikalen Agritourismi-restaurante ,stiegen dann die Schwierigkeitsgrade an.
Doppietta und sogar Tripletta standen auf den Program und lehrten uns alle das wichtigste beim Flintenschießen: Die Bescheidenheit und die Einsicht des eigenen Unvermögens.
Zum krönenden Abschluß wurde die Anlage wieselflink umgebaut und eine Art Compac-Parcours entstand.
Dies war jagdliches Schießen vom trickreichsten, denn auch die größte Routine eines Parcourssportlers nutzte hier nichts.
Jagdferne Kunstpräsentationen wie Teal oder Chandell fehlten, aber die launischen Propellerchen hielten dennoch jeden auf Trab.
Als die Anlage dann zum Ende auf Flush geschaltet wurde, und so ein „simulated game shot“ entstand, war jeder von der Vielseitigkeit der ZZ Tauben überzeugt.
Müde, lachend und nicht ohne blaue Flecken gings dann zurück, zu einer ländlichen Grillata mit herzhaftem Wein ,Schwein, Lamm und Käse …und der Gewissheit ,an diesem Tag mal so herzlich anders geschossen zu haben, als es der schießsportliche Alltag in DE hergibt.
Danke an alle Teilnehmer, Helfer und Gastgeber.
Ciau,e mille grazie
und JA, das Foto ist nicht echt…
… NEIN,in Deutschland ist das so nicht möglich…
Nachtrag am 28.mai 2009 zur W&H Diskussion
Da ZZ schießen anscheinend doch mehr Interesse geriert und sich sogar in den Foren wiederfindet, hier einige Anmerkungen zum Thema.
Warum nicht im besagten Forum ?
Weil es dort wohl nicht ohne persönliche Spitzen aus der Sasse oder dem anonymen Hinterhalt gibt …
Um denen ,die das Thema real interessiert aber einige Infos zu geben, hier einige Hintergrundinfo.
Eine mobile ZZ Einheit ,wie wir sie in IT zur Verfügung hatten kostet ca 2600 euro .
Dazu kommen Stromversorgung, strassentaugliches Transportvehikel, elektronische Steuerung und da eine Maschine nett aber nicht ausreichend ist, brauchts mindestens drei ,idealerweise aber 5 Stück.
Anfangsinvestition für so einen „mobilen Stand“ ca 20.000 Euro.
Die Propeller sind mehrfach so teuer wie Tontauben. Allerdings setzen sich zum Training oder zu Events die einfachen Propeller ohne teilbare Seele durch.
Diese kosten wenig mehr als eine herkömmliche BIO Taube, besonders wenn sie in entsprechenden Mengen im Osten gefertigt werden.
Da sie nicht in so viele Teile zerbersten wie eine herkömmliche Taube, ist das Entsorgen einfach.
Bei den mobilen Einheiten ist es auch nicht schwer, eine temporäre Genehmigung für den Stand zu erhalten.
Wo der Hase im Pfeffer ,oder die ZZ in der Garage bleibt, ist einfach.
Weder der böse DJV,der wahrscheinlich gar nicht weiß (und nicht wissen muß) was ZZ ist, noch der schröckliche deutsche Gesetzgeber stehen im Weg.
Es ist einfach nur die ganz normale Trägheit des deutschen Michels, in seinen vielfältigen vereinsinternen Spielarten.
Als vor einigen Jahren diverse große Stände gefragt wurden, ob sie als Gastgeber für solche Events zur Verfügung stünden, ihre Mitlieder informieren und einfach mal Spass bieten wollten….gab’s NUR Absagen.
Zu teuer, zu laut, nicht genehmigt , nicht jagdlich, nicht was weiß ich….
Dabei wäre der finanzielle Aufwand für die Stände gleich NULL gewesen.
Maschinen, Personal…alles gratis.
Dann wurden ZZ-Events an Hersteller und Fachzeitungen als Events zur Werbe Beteiligung angetragen. Keine Reaktion…
Als dann im Internet Interesse an dieser Art des Schießens von Seite der „normalen“ Jäger und Schützen gezeigt wurde, erwachten einige Redaktionen und erklärten zur Teilnahme an diesen nunmehr exklusiven Events, Mitglieder entsenden zu wollen…natürlich ohne jegliche Kosten- oder Werbebeteiligung.
Da aber „Zusammenarbeit“ immer von zwei Seiten erfolgen sollte und nicht alle, die an solchen Events teilnehmen, auch gleich als Gratismodell für einen Artikel agieren, sondern ihre Privatsphäre behalten und ihren Spass für sich haben möchten, wurd’ nix draus mit der “redaktionellen Begleitung”.
Leider wird sich das ZZ bei uns m.E. nicht etablieren, da in den dazu fähigen Vereinen Flexibilität und Weitsicht fehlt, neue Wege zu gehen UND die derzeitige Wirtschaftlage, die Zukunft aller kostenintensiven Freizeitbeschäftigungen als Breitensportarten in Frage stellt.
Und deswegen bleib ich dabei:
Nein…das ist in DE so nicht möglich.
Leider…
Fröhliche Grüße
Geschrieben in aktuelle Kursinformation, Reisen und Blicke übern Tellerrand, Flintenschießen | 2 Kommentare »
14.5.2009 von Bunduki.
Während auf anderen Ständen die Frage nach neuen Taubenpräsentationen oder dem Verstellen der Wurfmaschinen einem Sakrileg gleichkommt,…was machen die Dornsberg - Schützen da?
…Sie hängen den Rest der Stände in DE schlicht ab und erweitern Ihr Angebot!
Dort öffnet man nun die ,bisher für Wettkämpfe reservierten, „Wiesenstände“ für den allgemeinen Schießbetrieb.
14 neue Promatic Maschinen erwarten den Schützen auf derzeit noch drei Ständen.
Ein vierter Stand mit 4 Maschinen wird gerade ausgerüstet.
Neben diesen 18 neuen Maschinen erfreut auch eine neue elektronische Steuerungsanlage.
Das neue Chip-Karten System soll auf alle anderen Stände ausgeweitet werden und das alte Chip system ablösen.
Darüber hinaus ist ein zusätzlicher Stand im Tal mit mind. 4 Maschinen geplant. Man darf gespannt sein.
Neu ist die Vielseitigkeit des Systems, dass wunderbare Möglichkeiten für Events,Wettkämpfe und Einzelschützen bietet.
Mit der „Wiese „ bietet der Dornsberg nun auch denjenigen Schützen eine Vielzahl von jagdlichen Präsentationen, die vielleicht schwerer zu Fuß sind als andere, sich mit einem Semmelknödelödem abschleppen müssen, oder die das helle Licht und die lichte Bepflanzung des oberen Dornsbergs, dem teilweisen düsteren Tal vorziehen.
Die Präsentationen der Wiese schließen Teal, Hase, Chandell und Standardtauben ein.
Die neue Elektronik ermöglicht verzögerten Wurf wie aber den Wurf von Simultandouletten und sogar Tripletten frei nach Gusto und Können.
Selbstverständlich integrieren wir die „neue Wiese“ und ihre Möglichkeiten …
auch in unsere individuellen Ganztages- Kurse ,die wir gerne nach Ihren Terminvorschlägen abhalten.
230.-Euro p.P bei 2 Personen 1/1 Tag
200.-Euro p.P bei 3 Personen 1/1 Tag
170.- Euro p.P bei 4 Personen 1/1 Tag
(ohne Tauben und Mun )
gültig bis 1.Sept.2009
Gültig ab 1.September 2009
300 Euro p.P. ab 2 Personen bis max 5 Personen 1/1Tag incl.19% Mwst
Munition und Tauben nicht incl.
Viel Freude mit diesem Sommerschmankerl für alle Flintenfreunde!
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9.1.2009 von Bunduki.
Der schlimmste Feinde des Schützen ist die Säge und die bei uns ungebrochene Lust, gute Flinten durch Schaftkürzen zu ruinieren.
Woher das kommt?
Man darf spekulieren.
Einerseits repetieren einige Ausbilder immer noch Weisheiten der Wehrmachtsshleifer und deren Rechtsnachfolger dem „Club der Bierdimpfl“, wie man Schäfte mittels Armbeuge vermisst.
Andererseits gehen viele Bümas das Risiko ein , einem Kunden im Geschäft lieber den Schaft kurz zu rasieren, damit dieser, die dann leicht anzuschlagende Waffe, kauft.
Dazu kommt der Unwille, die neue Waffe auf einem Stand mit diversen Präsentationen unter Anleitung auszuprobieren.
Erst bei der praktischen Erprobung zeigt sich aber, ob der Schaft passt, oder wie er überarbeitet werden muß.
UND :
…oftmals erkennt der Waffenbesitzer gar nicht das Potential seiner Waffe (und damit auch nicht sein eigenes), weil er auf einem subjektiven Eindruck vertraut: „Die Waffe bleibt nirgends hängen!“
Bleibt zu sagen:
Eine Waffe mit zu kurzem Schaft bleibt niemals hängen…sei der Anschlag noch so schlecht!
Fatal dass viele schlecht oder gar nicht ausgebildete Schützen diesen kurzen Schaft für passend halten und seine Länge nicht überdenken. Das Scheitern des Lernens ist vorprogramiert!
Eine Waffe mit korrektem Schaft bleibt niemals hängen…wenn der Anschlag stimmt!
Was am Anfang als Erschwernis wargenommen wird,bekommt aufgrund der fehlenden blauen Flecke,der gleichmäßigen Bewegung und des anfänglichen “Bremsens” des Temperatments eine didaktische Eigendynamik: Die Länge erzieht zum sorgfältigen Anschlag!
Nur mit einem in der Länge wenigstens moderat angepassten Schaft ist eine Lernleistung beim Schießen zu erreichen !
UND NOCHMALS!
Ein zu kurzer Schaft bewirkt falsche Bewegungen, setzt Muskeln verkehrt ein, verändert die Balance der Flinte negativ .
Es gibt blaue Flecke, frustriert und führt langfristig zu dauerhaft schlechter Schießleistung!
Gibt es Formeln zur Feststellung der Schaftlänge ?
Ja, genau wie es Berechnungen gibt, wie die ideale Frau aussehen muß!
Eine Formel ,so gut sie auch sei, kann nicht die Anwendungsarten und die individuelle Anwendung einer Waffe vorhersagen.
Längenmaße allein sagen nichts über Muskelmasse, Muskeltonus und Bewegungseigenheiten des Schützen aus.
Die beliebteste und dämlichste Vermessung ist die Armbeugenmeßmethode, die nun schon jeder in Geschäften und leider immer noch in Ausbildungen, anempfohlen bekommt.
Sie basiert grob auf der Courallymethode der Körpervermessung, lässt aber sämtliche Feinheiten weg und ist deswegen so grob, wie falsch und unbrauchbar.
Wollte man damit ursprünglich nur einen groben Anhalt über die Handhaltung erhalten und ein grobes UNTERMASS des Schaftes vermeiden, mendelte sich aus dieser Methode eine teutonische Einheitswahrheit, die unzählige Flintenschützen noch heute beeinträchtigt.
Das diese Methode unsinnig geworden ist, zeigte sich erst, als der Durchschnittsmensch immer größer und somit auch sein Unterarm immer länger wurde.
Was folgte, war der kollektive Aufschrei: „Schaft ab! Was früher richtig war, kann heut’ nicht verkehrt sein!?!“
Dabei wurde vergessen, dass die Armbeugemethode immer verkehrt war (und ist), solange sie ausserhalb eines sehr ausgeklügelten (wenn auch nicht mehr zeitgemäßen) Systems, angewandt wird.
Und Schaftlängen-ausmessen ist dabei so einfach.
Man nehme eine Flinte, idealerweise mit einer stufenlos verstellbaren Schaftkappe und begebe sich auf den Schießstand.
Der Schaft wird so lang wie für den Schützen gerade noch akzeptabel eingestellt.
Die Kopfposition sollte bequem sein und zunächst sollten dabei zwischen Nase und Daumenwurzel zwei grobe „Wurschtfinger“ passen.
Dann wird geschossen.
Quertauben, Trap und vor allem einfliegende Fasanentauben!
Hier, bei der Überkopftaube wird am ehesten zurückgeschraubt werden, denn hier kommen Armlängen, Muskelspannungen und Statur voll zur Geltung.
Diese Schüsse sollten so durchgeführt werden, dass der Vermessende den Anschlag des Schützen immer wieder maßvoll korrigiert.
Passt die Flinte bei diesen Schüssen, bleiben noch Feinheiten.
Diese Feinheiten bestehen aus der unterschiedlichen Kleidung des Schützen, Sommers wie Winters, beim Sportschießen oder auf der Jagd.
Um diese Dinge auszugleichen bietet die Industrie heute schnell austauschbare Schaftkappen an, die mit einem Handgriff die Flinte für den Winterparka kürzer machen können.
Wem die austauschbaren Gummikapppen nicht konvinieren, der kann sich die Kappen seiner Wahl vom guten Büma mit ein paar Gewindeschrauben zur schnellen De- und Montage ausrüsten lassen.
Nur die Schaftlänge für jede Jahreszeit gibt’s halt nicht.
Schaftlängen-anpassung ist einfach.
Alles kein großes Geld , keine lange Arbeit, kein großer Aufwand.
Spricht man von Schaftmaßen, fällt zwangsläufig der Begriff Pitch.
Lustig wird’s, wenn man nun nach dem Sinn dieses Maßes fragt, oder gar wie er gemessen wird.
Kurz gesagt ist dieses Maß der Winkel der Schaftkappe zur Schienenachse.
Gemessen wird dieser Winkel professionell mit einer Winkellehre oder errechnet mit den im Bild angegebenen Maßen A1 und A2.
Es gibt einen positiven und einen negativen Pitch, der sich am 90grad Winkel orientiert.
Die Pitch-meßmethode, bei der man die Flinte mit ganzer Kappe auf den Boden stellt (die Baskülenoberseite berührt dabei die Wand) und dann die Entfernung Mündung Wand
vermisst , sollte jedem Freund der Geometrie zweifeln lassen.
Bei dieser Methode vergisst man nämlich schnell die unterschiedlichen Lauflängen !
Wozu brauch ich den Pitch ?
Eine nicht selten gehörte Frage, die auch seit fast 100 Jahren gehörig diskutiert wird.
Greener will keinen ,Churchill aber schon, die einen wollen ihn bei den Trapflinten ausgeprägt ,die anderen bei den Jagdflinten,
Bei den Bockingen etwas mehr, die queren bekommen weniger… oder wieder ganz anders rum ?!.
Will der eine Hochschuß damit bewirken möchte ein anderer ihn zur besseren Rückstoßverarbeitung, un der dritte schnitzt mit Begeisterung an jeden Schaft herrum ,Hauptsache die Kasse klingelt und der Kunde wird mit Pitch-Esotherik aus Lummerland zugedröhnt.
Fest steht allerdings, dass wir Menschen recht verschieden sind.
Muskelmasse am Hals und im Brustbereich, Brustform, Übergewicht und Bekleidung prägen dieses Bild .
Derzeit ist man aufgrund der neuen dynamischen Schießtechniken dabei, den Pitch prinzipiell zu überdenken.
Dabei wird dankenswerter Weise das Kind nicht mit dem Bade ausgeschüttet, sondern versucht, die früheren Auswüchse der fanatischen „Pitchbastler“ einzudämmen.
Die großen Hersteller stellen ihre Waffen meist mit einem sehr gemäßigtem, oder neutralem Pitch her , der vor allem eine möglichst große Auflagefläche der Schaftkappe fördern soll.
Dies ist ein richtiger Gedankengang, denn so werden auch die Rückstoßkräfte optimiert in den Körper der Schützen weitergeleitet.Wahrscheinlich die wichtigste Aufgabe des Pitches.
Ebenso richtig erscheint mir persönlich, dass der Pitch bei Waffen ,die im Voranschlag geschossen werden (Trap,ZZ,Pigeon etc), vernachlässigbar ist, da der Schütze seine Waffe vor jeden Schuß im Anschlag optimal auzurichten versucht.
Dazu richtet er i.d.R. seine Oberkörperhaltung anders aus ,als dies ein Jäger oder dynamischer Parcourscschütze tut.
Beim schnellen Jagd- oder Parcoursschuß , zeigt ein optimierter Pitch aber seine Stärke.
Doch Vorsicht.
Beim wilden,wahllosen Absäbeln sind schon viele gute Flinten ruiniert worden.
Hilfreich ist auch hier, ein ausgiebige Runde mit einem verstellbarem Schaft, oder für den Heimwerker, mit einer kleinen Auswahl an Zwischen-keilen, die man zwischen Schaftkappe und Schaft legt.
Bedauerlicherweise wird vielen Frauen immer noch zu einem starken Pitch geraten, wenn’s blaue Flecken von der Schaftspitze im oberen Brustbereich gibt.
Hier hilft keine Pitchveränderung, sondern eine abgerundete Schaftspitze und /oder ein schmaleres Schaftprofil!…manchmal auch einfach bessere Anatomiekenntisse.
Sie sehen, keine Hexerei, keine Geheimwissenschaft…. aber vielfach von Gerüchten und Halbwissen, Vermutungen und leider auch der Leidenschaft am schnellen Geld verfälscht.
Wer eine passende Flinte will, der begebe sich in die Hand von Profis, also von Leuten die sich berufsmäßig mit Flinten beschäftigen und damit auch ihren Lebensunterhalt verdienen.
Sie werden sehen, dass es bei diesen Leuten weder Dogmen oder Volksweisheiten, noch Abkürzungen zum Superschützen gibt.
Denn Training, Ernsthaftigkeit und Bescheidenheit, sind beim Flintenschießen ebenso wichtig wie ein passender Schaft.
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4.1.2009 von Bunduki.
In Fortsetzung unsrer kleinen Winkellehre vom Dezember, und damit sich einige Wissbegierige die Mails sparen , hier ein kleiner Ausflug in die Schaftmaße.
Da der Schießende Mensch ein Gesicht hat, in dem die Augen meist recht apart und schmückend platziert sind und er von seinem Konstrukteur nicht zielgebunden zum Schießen mit der Flinte gebaut wurde…muß man die Flinte an den Menschen anpassen.
Am Schaft ist dies nicht mal besonders schwierig.
Betrachten wir unser Gesicht im Spiegel und legen die Fingerspitze an den Punkt, an dem auch (idealerweise) der Schaftrücken unsere Wange küsst, so haben wir den ersten Referezpunkt !
Wohlgemerkt nicht dogmatisch und nicht in Steingemeißelt,sagen die Flintengötter,denn im Gegensatz zu manchem tweedgewandeten Flintenerweckungsprediger, gestattet uns St. Greener und die seinen, einen durchaus individuellen Anschlag.
Im vorherigen Artikel, ist dies der grüne Bereich der „aktiven Senkung“; im Gesicht ein Punkt unterhalb unsres Jochbeines.
Von dort aus geradlinig nach oben, bis zur Pupille ist die Distanz zwischen „aktiver Senkung/Anschlagspunkt „ und dem hintersten Punkt der Visierlinie.
Voila: die aktive Senkung !
Nun zur Schränkung.
Bedenkt man, dass der Schaft nicht direkt unters Auge/Visierlinie platziert werden kann, muß also der Schaft aus der Mitte der Visier- und Schienenachse geschafft werden, um dem Gesicht Platz zu machen.
Hier spielt nun die horizontale Entfernung von Augenmittelpunkt zum Anschlagspunkt/Jochbein eine Rolle.
Nun wird auch schnell klar, warum ein Mensch mit besonders breiten Wangenknochen und eng stehen Augen, eine andere Schränkung braucht, als ein Standardmensch „germanischer“ Gesichtsprägung.
Das sich die Schränkung nach unten zur Schaftspitze erweitert, ist notwendig um Verkanntung beim Anschlag zu vermeiden.

Wie kommt man nun zur Schränkung ?
Standardschäfte in Europa haben auch schon die Standardschränkung. Besonders gewitzte Hersteller bieten natürlich auch Wahlschäfte in Senkungs- und Schränkungsvariationen an.
Die „Cleverles“ (schwäbisch-englisch für Genial) unter den Schützen, bevorzugen den verstellbaren Schaftrücken, mit dem viel Verstellung für wenig Geld gemacht werden kann.
Die „uppercleverles“ (schwäbisch-engl. für ganz Gscheite) wissen, welche Büchsenmacher und Schäfter solche Sachen auch in bestehende Flinten einbauen können.
Die Profis wenden sich hierhin:
Paretti
Tja, und dann gibt’s die Maßschäfte, die natürlich ganz toll sind, wenn sie nicht nur vermessen, sondern die Maße auch auf dem Schießstand mit dem Gelenkgewehr erprobt wurden…
Leider sind diese Schäfte bei uns sehr teuer und nicht jeder hat Verbindungen ins Land der Zitronen , in dem es von guten ,schnellen und preiswerten Schäftern wimmelt.
Manche sind gut, schnell und manche sogar richtige Meister, die Holz nicht nur einfach in die Computerfräse einspannen: Meister Tucci
Ein Maßschaft ist etwas großartiges…
… für einen Schützen der deutlich gehobenen Mittelklasse !
Denn der hat den manifesten Anschlag, den ein Maßschaft voraussetzt.
Sich einen Maßschaft basteln zu lassen, um Anschlagfehler auszugleichen,scheint mir verlorenes Geld.
Es ist, als wolle ein Schwerhöriger seine Schwerhörigkeit dadurch beseitigen, dass er den Lautsprecher noch höher aufdreht…
Also : erst mit einem flexiblen Schaftsystem die Grundlagen erlernen und dann, wenn’s konviniert, den Bausparvertrag für den Maßschaft auflösen.
Da in der Überschrift das Wort Holzweg steht, fällt mir die putzige Kunst des Schaftbiegens wieder ein.
Macht es sich der ,die Alpensüdseite bevölkernde Genussmensch wieder mal einfach und baut seine Schäfte mit viel Holz, von dem er bei Bedarf einfach was wegschrubbeln kann, begeistert sich der kühle Nordmann an heißem,bubberndem Öl und wabernden,wogenden Wassernebeln wagnerianischen Ausmasses,die gewiss eines für sich haben:
…Die Lust an heißer Luft! Pffffffffffffffft…..
Damit eingeweicht biegt sich das Schaftholz, trocknet aus und schwupps…federt nach, reißt… und/oder irgendwann ist es wieder in der alten Form. ![]()
Dass der Besitzer , wenn er Glück hat, nichts vom Zurückfedern merkt , liegt oft daran, dass er über die Jahre, die das Holz zum Zurückweichen braucht, seinen Schießstil an den Schaft anpasst.
Wenn er weniger Glück hat, das Holz gleich reist oder schon beim Austrocknen zurückfedert, oder er zu den geizgeilen Pfuschwerkern gehört ,die meinen ,so was selber, ohne das passende Werkzeug (und Ausbildung) machen zu können … tja, dann wird eben Lehrgeld bezahlt …
Schaftbiegen ist eine Kunst, die vom Fachmann mit passendem Holz ausgeführt, auch langfristig zum Erfolg führt. Doch Vorsicht ! Nicht jeder ist Fachmann , der mit heißer Luft arbeitet… und nicht jedes Holz passt.
Demnächst werden wir uns in die wunderbare Welt der Schaftlängen begeben…ein Paradies von Märchen, Gruselgeschichten, alt teutonischen Messmethoden und jeder Menge esotherischer Weisheiten allwissenden Stammtisch-Magier…
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1.12.2008 von Bunduki.
Das Auge isst mit!
Wenn wieder mal einer der omnipräsenten Fernsehköche eine südwestkatalonische
Variation von Spiegelei, dem nach kulinarischen Epiphanien gierenden Volkshochschulabsolventen präsentiert, dann müssen zumindest zwei himalayische Kiwistreifen für die notwendige Appetitanregung sorgen…ansonsten wär’s auch das Spiegelei von Oma Trude.
Das Auge kauft auch mit!
Beim Flintenkauf ist der spielende Mensch, „homo ludens“, genauso inkonsequent gepolt.
„Form follows function“ ist weit weg, wenn optische Reize von cleveren Marketingsprüchen ergänzt werden ,der Stammtisch all das bestätigt, was die Werbung, Verkäufer und die „Fachwerbepresse“ behaupten.
Schnell wird da die neueste Erfindung zum unentbehrlichen “Must have”,das aufgewärmte Gimmick eines abgelaufenen Patents zur “richtungsweisenden” Innovation und eine clevere Idee eines Herstellers um Lagerkosten zu minimieren zur kundenorientierten
Serviceleistung…
…Erfindungsrecycling dem weder der Greenerschaft noch das Überbohren von Läufen gewachsen war…
…trotzdem schießen alle nach Oma Trudes Spiegeleirezept.
Schön ist was gefällt …und hilft, immer neue kleine eurogefüllte Schweinchen durch’s Dörfli zu scheuchen.
Dabei gibt’s so manches Teil einer Waffe, bei dem Marketingargumente abprallen, da es eine bestimmte Funktion hat und die auf eine ganz bestimmte Weise erfüllen sollen.
Der Griff der Flinte ist so ein Teil.
Optisch für die Linienführung zwar präsent, gleichwohl beim Handling aber wichtig.
Ersteres deshalb, weil einerseits die klare Linie einer englischen shotgun, mit geradem Schaft als makelloses Grunddesign gilt, andererseits, weil Kurven in der Linienführung einer Sportingflinte besonders auffällig (von grottenhäßlich bis göttlich elegant) ihre Erscheinung (und Verkaufbarkeit) prägen.
Was das zweite, das das Handling betrifft, bedarf es einiger Grundkenntnisse, um den Sinn und Zweck der unterschiedlichen Formen zu erkennen.
Natürlich werden wir immer subjektiv mit den Augen und nach unserem persönlichen Schönheitsideal kaufen.
Dennoch ist es nicht verkehrt, auch mal den Kern der Sache zu betrachten…vielleicht hilfts ja beim nächsten Kauf , eine für sich noch bessere Flinte zu finden.
Ungeachtet natürlich der Tatsache, dass bei wirklichen Maßschäften (also keinen reinen Kopien der Standardschäfte mit teurerem Holz) Griffwinkel und Griffumfang auch berücksichtigt wird.
Das der Pistolengriff selbst bei Doppelflinten beliebt ist, treibt einem Puristen die Tränen in die Augen, ist aber nicht weiter schlimm, denn dies Beliebtheit ist ebenso wenig sinnlos, wie die Griffart eine rein deutsche Erfindung (wie gerne behauptet wird) ist.
Fast jede Griffvariante hat ihre Vorteile!
Entscheidend ist aber immer der Verwendungszweck UND die individuelle Schießweise des Schützen.
Die Aufgabe des Griffes ist die Positionierung der rechten Hand.
Sie soll als rechtseitiger Support der linken Führungshand dienen , das Heben des hinteren Waffenteils durchführen und die Fixierung des Schaftes an der für den korrekten Anschlag notwendigen Gesichtposition ermöglichen.
Das Abziehen ist natürlich wichtig, hat aber mit der Form des Griffes nichts zu tun.
Da unsere Hand beim Anschlag mit Unterarm, Oberarm, Schulter und Rückenmuskeln interagiert, ist es wichtig, sich die ablaufenden Kräfte vorzustellen.
Kurz gesagt ,werden immer dort Kräfte benötigt,genutzt oder verschwendet ,wo Gelenke abgewinkelt werden.
Nimmt man eine Linie an, die quer an den Fingerwurzeln durch die Hand läuft und eine gerade Linie die aus dem Unterarm kommt, bildet dieser Winkel den Standard im Ruhezustand .Ein so gegriffener Stock würde ergo fast vertikal gehalten.(bei waagrecht ausgestrektem Arm)siehe Bild
Greift die Hand einen Gegenstand und bringt ihn z.b. in Position zum Auge, verändert sich dieser Winkel naturgemäß .
Beispiel : der gegriffene Stock wird von der natürlichen vertikalen Position, in eine horizontale gebracht.
Dabei treten z.b. durch das Schließen der Finger und der Veränderung des Griffwinkels Kräfte auf, die den Gegenstand/Schaft nach oben drücken. (grüner Pfeil im Bild D)
Dieser Druck fixiert, im Falle einer Flinte mit englischem Schaft, den Schaftrücken an der Wange
Besonders wichtig ist dies z.b. bei Überkopftauben, oder bei getriebenen Fasanen.
Der häufigste Fehler ist hierbei das „Heben des Kopfes“, sprich die Unterbrechung des Kontaktes Schaft Wange/Jochbein.
Fangen wir mit einem extrem durchgestylten Schaft an :
(A)
ein typischer italienischer Sport/Wettkampfschaft mit extrem steilen Pistolengriff (sogn.Rudy Etchengriff)
Er fixiert de Hand absolut entspannt. Keine Verwinkelung des Handgelenks!
Ein kräfteschobender Halt der Waffe ,ein entspanntes Abziehen und ein anatomisch ausgeglichener Support des Schwunges sowohl vertikal, als horizontal ist möglich.
Allerdings übt die rechte Hand keinen Druck nach oben ,Richtung Gesicht aus und fixiert den Schaft somit nicht.
Darüber ist der Schaft sehr schwer, massig und voluminös.
Er ist sehr auf die Verteilung der Rückstoßkräfte und somit ein sehr entspanntes Schießen von hohen Serien ausgelegt.
Es ist die Wahl der Leistungs-Sportler deren Anschlag gefestigt ist oder die durch Voranschlag ständig nachjustieren können.
Versuche von einigen Flintenherstellern, diese Art des Schaftes auch in SLFs und Jagdflinten anzubringen,scheiterten,da dieser Schaft keine Fehler im schnellen Anschlag verzeiht.
(B)
Weil nun nicht jeder so ein Leistungschütze ist, das Parcoursschießen sich weltweit als Kassenschlager erwiesen hat, modifiizerte man diesen Griff für die Sporting (Parcours) Gemeinde.
Da der Griffwinkel nun schon eine gewisse, leichte Drehung im Handgelenk erfordert,treten nun auch Kräfte auf , die den Schaftrücken leicht nach oben drücken. (grüner Pfeil)
Das Schießen ist immer noch entspannt und für lange Serien gut, doch als quasi eingebaute Fehlerkorrektur, unterstützt der Griff nun auch den Kontakt Schaft/Wange.( Beispiel B)
Eine perfekte Melange aus Kraftverteilung und Vermeidung von Anspannungen der Muskeln und Sehnen.
Nicht unnötig spezialisiert, dennoch bequem zu schießen…
Allein… schön schaut er für viele der Puristen unter den Jagdschützen nicht aus.
Dort gibt es ein Schönheitideal!
(D)
der klassische (englische) gerade Flintenschaft.
Schlank, elegant und unnachahmlich …spezialisiert!
Richtig gelesen !
Der Schaft ist spezialisiert auf eine schnellen, jagdlichen Anschlag, den ein Schütze auf evtl. unebenen Terrain, mit wechselnder Kleidung, bei jeder Witterung durchführen muß.
Dabei ist der getrieben Jagdvogel,Fasan,Rothuhn, etc. hoch zu beschießen.
Also schnell und oft in steilen Winkeln nach oben.
Dieser gerade Schaft positioniert die rechte Hand in einen starken Winkel und zwingt sie, in dieser Position höchsten Kräfte zur Wange des Schützen abzugeben.
Die Wange bleibt eisern am Schaft, auch wenn der Fasan noch so überaschend über Kopf einfliegt und der Schütze versucht ist, ihm mit dem Augen schneller als mit der Flinte zu folgen.
Halt! rufen jetzt einige: Was ist mit den Doppelflinten mit Pistolengriff ?
Die berühmte Winchester 21 war mit einem solchen ausgerüstet und unzählige deutsche und europäische Flinten ebenfalls.
Warum?
Weil ebenso wie bei der klassischen englischen Flinte, die Jagdverhältnisse das Waffendesign bestimmen.
Ein Pistolengriff ist hilfreicher als der gerade Schaft, wenn es weniger Überkopfziele gibt.
In einem Land wie DE, dass sich immer viel auf seine Hasen- und Kaninchenstrecken konzentrierte, oder in einem Land wie den USA, in denen formale ,getrieben Jagden Seltenheit hatten und die Flinte Allrounder war, ist dies verständlich.
( C )Die Jagdflinte
Dort herrschte und herrscht die eigentliche Krönung des Flintenschaftes:
der moderate Pistolengriff mit flachem Radius der in idealer Weise vom „Prince of Wales“- Schaft mit seinem runden Abschluss repräsentiert wird.
Wer diesen Griffradius erfunden hat, ob Greener oder andere ,mag uns egal sein.
Fest steht: es geht nicht universeller für die Jagd.
Heute ist er als „der Jagdschaft“ Standart .
Der Winkel des Handgelenkes unterstützt die Kräfte zum Gesicht, dennoch liegt die Hand entspannt an der Waffe und unterstützt den Schwung souverän,selbst unter widrigen jagdlichen Bedingungen.
Ob jagdliche Übungen, Feld oder Wasserjagd, diese Art von Schaft ist wahrlich universell.
![]()
Ein nettes Betätigungsfeld wurde in der letzte Zeit das Ausschmücken des Griffes mit allerlei anatomischen Kurven…
Der sogn Handschweller (eine Erhebung die zur Innenseite der Hand korrespondieren soll) ist in seiner genialen Einfachheit,den Schnitzkünstlern zuwenig.
Daumen,Finger und Handballenauflagen schaffen ein “unnachahmliches Customfeeling”
Wenn sie dies haben wollen,seinen sie sicher, bei Ihrem Spiegelei auch immer zwei Kiwistreifen mit zu bestellen!
…sonst kommt noch jemand auf die Idee, Sie würden NICHT Jeden Quatsch mitmachen.
Wie weit nun diese Erkenntnisse Ihre Schießleistungen verbessern?
Na wahrscheinlich erst mal gar nicht…
Aber es könnte als famose Ausrede für die nächsten Fehlschüsse herhalten…oder man sucht die nächste Flinte ein klein wenig gezielter aus…
Geschrieben in Bundukis Flintenlehre, Flintenschießen | 2 Kommentare »
24.11.2008 von Bunduki.
“We few, we happy few, we band of brothers” …so nach Shakespeare, könnte man die
Grundstimmung derer umschreiben , die sich dem ZZ Schießen ergeben haben.
Ja, richtig gelesen, „ergeben haben“.
Das beschreibt am besten den Werdegang zum ZZ Schützen.
Man probiert alles aus, Trap, Skeet, Parcours und ihre Varianten und obwohl die Treffer häufiger werden, nimmt bei einigen der Frust zu.
Schießstände deren Öffnungszeiten eher Schließungszeiten heißen sollten, grobbuckliges
Personal am Drücker, Lethargie in den Vereinen und der Schlaf des Lemmings in den Verbänden…dabei aber immer hoch zu Roß und ach so „führnehm“ ,”waidmannslustig” oder “sportlich ambitioniert”.
Da separiert sich so mancher Sportfreund vom schießenden „entre nous Zirkel“ der überreifen Best-ager und sucht neue Herausforderungen außerhalb der Bussi-truppe.
Zieht’s einige dieser Gefrusteten ins Grenzland zu unseren Niederländischen Nachbarn, treibt’s andere in den Süden…Die Alpen sind schnell überquert und schwuppps ist man in Ghedi oder San Remo und hört das Surren der Maschinen.
Was macht’s nun die Faszination des ZZ Schießens aus?
Erst mal ein Blick zurück:
Als die Patronenwaffe den Schützen von der Umständlichkeit des Ladevorgangs der Perkussionszündung befreite, war der Weg zum Sport frei.
Flintenschießen wurde zum gesellschaftlich geachteten Zeitvertreib, mit der edlen Intention dass sich der Gentleman, Herr oder Caballero in der männlichen Kunst des Schießen vervollkommnen sollte, um auf den aufkommenden formalen Jagden , eine gute Figur zu machen.
Der waidgerechte Schuß aufs Lebewesen kam erst viel, viel später in die Diskussion…ebenso wie die Achtung vor dem Leben der zu jagenden Kreatur. (Jaaaa,ok….die gibts heute auch noch…aber sie könnens heut so schön mit niederer und hoher jagd verbrämen…)
Im Gegenteil; zunächst wurde auf alles geballert was fliegen konnte.
Tauben, Amseln und alle Arten von Singvögeln wurden als Ziele genutzt.
Und selbst höchste gekrönte Häupter Europas, entblödeten sich nicht, sogar in den Ausgrabungen und Katakomben der agyptischen Gräberfelder und Pyramiden auf Fledermäuse zu knallen.
„melde gehorsamst, Majestät: Jeder Schuß ein Kunstwerk ! „
In den Residenzstädten entstanden großartige Schießklubs ,die zum Teil bis heute überlebten.
So ist Nottinghill in London heute eher Wohnort für Börsengewinnler, aber mitten in Paris kann im man im Cercle du Bois de Bologne immer noch einem Lebensstil zelebrieren ,der schon überholt war, als unsere Großeltern noch jung wahren.
Das Schießen auf lebende Vögel blieb erhalten, selbst als die pfiffigen Amerikaner die Bogardus-kugel (eine Art fliegende Christbaumkugel) als Zielmedium benutzten.
Man experimentierte mit allerlei…wie mit Federn gefüllten Tonkugeln, Flaschen, Holzscheiben und endlich mit dem Vorgänger unserer heutigen Tontaube.
Wurfmaschinen wurden entwickelt und der Name Trap , ursprünglich ein Kasten, aus dem die zu beschießenden Vögel entlassen wurden, als Synonym für den Sport gewählt.
Doch die Scheiben flogen immer mehr oder wenig gleich, was für die Freunde des schwierigen Schießens unerträglich war. So blieb es auch weiterhin weltweit beim Beschießen von lebenden Vögeln.
Daran änderte erst das Aufkommen von Skeet ein wenig.
Plötzlich wurde alles viel schneller und abwechslungsreicher.
Als die ersten Schießgärten in England und Frankreich eröffneten, folgten in Zentral-Europa immer mehr Schützen dem Ruf der tönernen Scheibe.
Allein die hispanische Welt , ohnehin bekannt für ihre etwas robuste Tierliebe, blieb bis heute hartnäckig beim Lebendtaubenschießen.
Dies entwickelte sich zu einem Riesengeschäft mit enormen Preisen…und einer absurden Wettlandschaft.
Dort, wo Geld zu unseriösen Bedingungen verdient wurde, bleibt der Amerikaner nie außen vor und somit blieb bis unlängst auch in Teilen der USA der archaische „Sport“ des Lebendtaubenschießens ,wie in Südamerika und Spanien erhalten.
Das Frankreich und Italien sich doch noch ausklinkten, haben wir einer US-Schauspielerin zu verdanken.
Der Dame, verheiratet mit dem Fürsten einer Mittelmeerkleinststeueroase für Waffenschieber und nimmersatte aber dauerregte Beduinenerben, flatterte eine blutige Taube beim alljährlichen Großen Preis von Monaco auf den durchlauchtesten Schoß und ruinierte das Designerkostüm.
Ergo : „Ihre Blasiertheit war ganz und gar nicht amüsiert …“ und das Lebendtaubenschießen fortan gesellschaftlich geächtet.
Pech für Ihre Schauspielerkollegen und Jetsetter des europäischen Degenartionsadels, die sich daraufhin nach Marbella verlustierten und dort die Tauben meuchelten.
Warum nun der Ausflug in die blutige Geschichte?
Nun,Lebendtauben haben ,schießtechnisch, einen gewaltigen Vorteil vor Tontauben.
Ihr Flug ist nicht vorhersehbar.
Während eine geworfene Scheibe IMMER in einem Bogen fliegen muß,tut dies die Taube ,dank ihres eigenen „Antriebes“, nicht.
Und das machte das Treffen schwer.
Um das gewaltige Marktpotential der Lebendtaubenschützen auch weiterhin nützen zu können, erfand man eine wilde Konstruktion.

Man nahm zwei oder vierflügeligen Propeller und beschleunigte sie mittels Elektromotor.
Losgelassen surrt das Ding ab und zwar komplett unvorhersehbar, da Wind, Luftströmung und die Eigenbeschleunigung der Flügel für’s „Eigenleben“ sorgten .
Später kam dann noch die Seele dazu, ein Kern der herauszuschießen ist und dann zur Erfolgsmeldung in einem bestimmten Halbkreis zu landen hat. Tut er das nicht ,gilt der Schuß als Fehler. Damit sind die Grundvoraussetzungen des Lebendtaubenschießens erfüllt und man konnte den Sport als gelungenen Ersatz sehen.
Ja, sie haben richtig gelesen. Es genügt nicht, den Propeller zu treffen, er muss in einer vorgeben Weite auch seinen Kern verlieren.
Eben: nichts für Anfänger!
Versuche dem ganzen einen Namen zu geben, waren recht unglücklich.
„Helice“ oder „elica“ werden heute benutzt und vor allem das Kürzel ZZ ist sehr gebräuchlich.
Es bedeutet nichts anderes als Zink Zurrito. Das erste, das ursprüngliche material des Propellers,das zweite, der Name der beliebtesten Taubeart , die man früher zum Schießen benutzte.
Der Sport ist heute international anerkannt und wird von der FITASC vertreten.
Das offizielle Reglement gibt’s natürlich nicht auf deutsch, da sich bis auf einen Stand in DE, niemand diesem Sport ,verschrieben hat. Ein einziges Schießen im Jahr und fertig ist der deutsche Meister,… das muß genügen.
Das Reglement
In anderen Ländern hat ZZ viele Anhänger.z.B. hier in Italien
Es ist eine ganz besondere Stimmung die auf diesen Ständen herrscht.
Man schießt 2 bis 3 Runden am Tag, hat viel Zeit zum Schauen ,Beobachten und gepflegtem Gesprächen, die sich immer um Jagd, Waffen und eben ZZ drehen.
Die Runden sind meist nur 25 Tauben, die aus 5 oder mehr Maschinen zufällig freigegeben werden.
Ein ruhiger und gleichzeitig explosiv schneller Sport für geübte Schützen.
Hier ein Videobeispiel
Hier eine Seite des US Verbandes mit anschaulichem Video
Kein Material-sport, dennoch von den Edelmarken beherrscht und von Waffen die speziell nach den Wünschen der Schützen gebaut wurden.
Selbst sehr individuelle Chokekreationen kann man dort verstärkt sehen und in Aktion bewundern.
Längst hat sich auch hier, das Wetten bei Wettkämpfen etabliert, was wiederum eine Profiszene hervorbrachte.
Genau dies führte in den USA dazu, den Sport von heißen Wetten und starrem Reglement wegzuführen.
Man erkannte das Potential der Technik zur Simulation realer jagdlicher Gegebenheiten.
Was man draus machen kann, zeigt dieses Video
Abseits des starren FITASC Feldaufbaues, machen die Amerikaner alles möglich mit den ZZ Maschinchen und erleben glückliche Schützen und eine flotten Umsatzanstieg.
Beispiel die Florida ZZ
Das inspirierte sogar Maschinenbauer wie Emmiliana Piattelli die nun Automaten bauten die auch einzeln und mit wenig Personal werfen
Siehe Video auf der Firmen -Seite. Rechts unten anklicken.
Das große Handycap der teuren Tauben löste man mit „seelenlosen“ Tauben, die wesentlich billiger sind und dem Spaß keinen Abbruch tun wenn man ohnehin nicht nach FITASC regeln schießt.
Und genau dies ist der wirkliche Vorteil des ZZ Schießens.
Unvorhersehbares Schießen wie auf der Jagd auf einzelne und multiple Ziele
flexibel zu installieren,
mobil zu transportieren (ergo mietbar für events)
anpassbar in den Kosten
weit weniger Platzaufwand als Jagdparcours
Bedauerlich, dass bei uns sowenig Interesse und Initiative diesem Sport entgegengebracht wird.
Scheinbar…denn ein paar Maschinen gibt es bei uns…zwei Stände in Bayern sind aber nicht genug.
(Meilenberg und Grünberg findet man über meine googlemap der Stände in DE)
Nicht, dass darüber hinaus nicht ganz entres nous, der eine oder andere Automat auf einem noblen Stand vor sich hinlagert. Genutzt wird so was dann aber nur auf besonderen Wunsch von „ganz besondere Kunden“… Vielleicht liegt’s ja doch an uns Schützen und wir sind zu bequem und pflegeleicht …
Die wenigen ,die glücklichen, die Handvoll Brüder der ZZ werden sich weiterhin in Italien und Frankreich treffen und einem herrlichen Sport nachgehen…
PS.
Wer ernsthaftes Interesse am ZZ schießen hat, kann sich unverbindlich zu einem Einführungskurs in 2009 wahlweise in Italien oder DE anmelden.
Im März werden wir die aktuellen Orte, Termine und Kosten bekannt geben.
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10.11.2008 von Bunduki.
Nach der Jagd beim Schüsseltreiben, oder am Tisch in der gemütlichen Gastwirtschaft, da fließen Bier und Wein, und beflügeln oft sogar die maulfaulsten, ein paar Schnurren aus ihrem Erfahrungsschatz preiszugeben.
Gerade das macht den Reiz solcher Abende aus. Da erzählt einer von Dingen, die andere noch nicht erlebt haben. Manches ist wahr, manches fast, und manches genial, erfunden.
Und da nichts von allem wirklich wichtig ist, bleiben solche Abende nicht immer leise ,aber friedlich und heiter.
Aber, wir kennen es alle, leider gibt’s immer wieder ein paar ganz G’scheite, die alles wissen, zu allem was zu sagen haben und selbst da noch trompeten, wo sie eigentlich bestenfalls (aufs eigene Geplapper) pfeifen sollten.
Gemeint sind meine Lieblinge , die Stammtischausbilder, Wirtshausbüchsenmacher und
Bewahrer des einzig wahren , echten und einzigen Waidwerkes aller Zeiten , diesseits von
Lummerland .
Mit Verve, Inbrunst und von Selbstzweifel, ebenso wie von Grundlagenwissen oder der Gnade des Nachdenkens befreit, poltern sie im Oberton des Ignoranten alles nieder, was am Tisch eigentlich noch an Argumenten eingeworfen werden könnte.
Und leider bleibt von dieser verbalen Inkontinenz niemand verschont und viel von diesem Mist haften.
Als kleine regenerative Reinigungsaktion von derartiger Kakophonie, nun mal die Beschäftigung mit einigem, was als immer wiederkehrende Legenden seit Jahrzehnten die Runde macht…
Lets bust the myths!
Vorhaltemaß
Man schießt, trifft nicht… und von irgendwoher kommt garantiert der Ruf „da musst’ 34 cm mehr vorhalten …“oder 14 cm vor die Latschen halten und gar is..!“
Tja, sind schon beneidenswert solche Menschen, die so genau ein Vorhaltemaß berechnen können…
UND JA ! natürlich kann man Vorhaltemaße berechnen.
Man braucht dazu nur exakte Daten ,wie:
Entfernung zum Ziel (der olle Pythagoras !!)
Flugwinkel
Geschwindigkeit des Zieles
Geschwindigkeit der Schrotgarbe und deren Geschwindigkeitsverlust von Mündung bis Ziel
Wenn das alles getan ist, entsteht noch die klitzekleine Frage, wie weit sind den die errechneten Maße optisch zum Korn der Waffe umzusetzen.
Schließlich ist das Ziel in der Luft und da wird das Entfernungssätzen UND das Längenschätzen schon mal schwierg.
Vielleicht hilfts, wenn man als Rechengrundlage den Laufdurchmesser nimmt?
JA geht.
Der verdeckt 30 cm auf 20 Meter. Gell… jetzt is es ganz einfach ?!
So und während Sie jetzt auf der Jagd rechnen, sitzen die Anderen schon beim Entenbraten.
Vergessen wird bei der ganzen Rechnerei eine medizinisch, neurologische Eigenheit :
Wir sehen das Ziel ,oder ein Objekt, niemals dort wo es ist! NIE!
Wir sehen nicht mal die Tür, durch die wir gehen, in Realzeit.
Das was unsere Netzhaut aufnimmt, differiert quasi durch die „Verarbeitung und Transport“
der optischen Daten um 1/10 Sekunde.
Was wir zu sehen glauben , ist das, was unser innerer Computer uns als „Zukunftsbild“ ausrechnet.
So entstehen zum Beispiel auch die bekannten optischen Täuschungen, zu denen es hier feine Beispiele gibt:
optische Täuschungen
besonders anschaulich ist das auf dieser toll animierten Webseite
Verlassen sie sich also auf sich selbst!
Unser innerer Computer rechnet das Vorhaltemaß auf Erfahrungsbasis und der optischen Information aus, setzt das ganze in Bewegung um ,kombiniert dies mit Daten aus dem Muskelgedächtnis, agiert mit erlerntem Anschlag und Schwung und …
…padautz die Ent’ ist tot!
Deswegen ist Flintenschießen eine Tätigkeit, die auf praktischer Erfahrung basiert und nicht am Rechner oder in Büchern gelernt werden kann.
Je mehr geschossen wird, desto mehr Erfahrungswerte werden gespeichert und können mit aktuellen Daten aus der Zieloptik( Auge) in Aktion umgesetzt werden.
Schiesskinos sind wie reale Jagd
Übung macht den Meister !
Leider kann in diesem Land bei weitem nicht soviel geübt werden wie früher.
So wurden ,dankenswerter Weise, immer mehr Schießkinos eröffnet, die eine wunderbare Möglichkeit bieten ,den Schuss auf bewegliche Ziele zu üben.
Bei den heute immer mehr notwendigen Drückjagden ist die auch höchst empfehlenswert.
Doch sollte man sich hüten, dem bewegten Kinobild zuviel Realismus zuzugestehen.
Das Schießen auf unterschiedliche Entfernungen wird hier nur angedeutet !
Alle Ziele laufen auf einer horizontalen Ebene und somit bleibt die Entfernung immer gleich.
Die räumliche Tiefe wird durch das Bild vorgegaukelt.
In Wirklichkeit ist das Ziel nur kleiner.
Selbst der Flintenschuss soll realistisch in einigen Kinos simuliert werden.
Allein auch hier:
Egal was der Film zeigt, das Ziel fliegt IMMER auf einer Ebene.
Kein Tiefenwinkel und damit auch kein wirklicher Lerneffekt für die Jagd.
Das Üben im Schießkino mit der Flinte mag zum Erlernen der Waffenhandhabung taugen, ansonsten sind immer der Freiluftschießstand und reale Ziel zu bevorzugen.
Mit Leuchtkornen lässt sich besser Zielen
Bei den optischen Täuschungen waren wir schon.
Jetzt kommen wir auch noch in das weite Feld der Beutelschneiderei !
Das Korn dient dem Auge nur und ausschließlich, im periphären Sehbereich.
Das Auge nimmt also das Korn war, drängt es aber aus dem Fokus ,der sich auf das Ziel richtet.
Heißt für den Schützen: „Ziel scharf sehen, nicht das Korn“
Zieht das Korn nun z.B. durch einen langen Leuchtstab zuviel Licht, überstrahlt also den Hintergrund, fokussiert das Auge aufs Korn und nicht auf das scharf zu sehenden Ziel. Somit bekommt das Auge falsche Information und der „Zielcomputer Hirn“ rechnet verkehrt.
Das Korn dient dem Auge als zu berechnender Endpunkt eines exakt im Verhältnis zu einem Ziel, zu schwingenden Gegenstandes
Bei schlechten Sichtverhältnissen sollte das Korn erkennbar sein, was eine entsprechende Farbgebung erreicht.
So merke man,dass nicht jedes farbige Korn ein Leuchtkorn ist…!
Zentimeterlange Leuchtstäbe freuen Verkäufer…sind aber ansonsten schädlicher Schrott .
Wer dennoch damit trifft, trifft trotz der Verwendung dieses Unsinnes und nicht deswegen.
Mit Querflinten schwingt es sich besser…weil die Läufe neben einander liegen
Ja, manchmal schon und nein, manchmal nicht.
Das liegt dann immer an der gesamten Gewichtung, der Balance , der Schäftung und dem Gewicht der Flinte.
Niemals an der Tatsache, dass die Läufe nebeneinander liegen und somit geringeren Luftwiderstand haben.
Auch das immer wieder gehörte Argument, dass Sport BDF eine ventilierte Zwischenschiene haben, um sie schneller zu schwingen, ist amüsanter Unsinn.
Die ventilierte Zwischenschiene dient dem „Temperaturmangement“ bei Flinten die hohe Schusszahlen vollbringen müssen.
Um den Luftwiderstand eines 12er Flintenlaufes zu bewältigen benötigen wir 0,00006579 PS
Also …ich trau mir auch das Doppelte zu und werd sicher nix merken…und Sie?
Blei ist Blei….
NÖÖÖÖ is so nich!
Keine Sorge ,nicht schon wieder Weicheisen kontra Blei.
Nur wer denkt, dass alles was in den Hülsen der Patronen steckt, gleich ist, täuscht sich gewaltig.
Der Anteil an Antimon ist ,nach dem Verwendungszweck, unterschiedlich:
Bei Trap sinds 6%,bei Skeet 4 % und bei der Jagdpatronen bei der weniger Brechkraft als Energieabgabe gewünscht ist, sinds nur noch 2 %.
Is das wichtig?
Für manche schon…zum Beispiel wenn festgestellt werden soll, ob Seeadler Splittern vom Büchsengeschoß aufnehmen, oder die Kontamination von schlecht geschossenem und verludertem Wasserwild stammt…
Blei auf Wasservögel ist über Land erlaubt.
Das diesjährige Highlight des „hunting legends“,wird mit Begeisterung weitergetragen und sinnentleert nachgeplappert.
Lassen sie sich nicht kirre machen, Wasserwild heißt Wasserwild weil’s am und auf dem Wasser lebt.
Im Zweifelsfalle dem rechtsstaalichen Ordnungs - Exekutor nachzuweisen, dass der Enterich mal einen Ausflug ins Hochgebirge machen wollte, scheint mir recht abwegig.
Vielleicht ein Spass für Hobbyrechtsanwälte…mir, wäre das zu doof.
Bleiben wir dabei, rechtstreu zu jagen…um so weniger Angriffsflächen haben unsere Gegner.
Kommen wir jetzt zu meinen „all time favorites“ was dämliche Weisheiten betrifft:
Schrotgarben ziehen…
Sicher schon mal beim Ausbilden von Jungjägern gehört…aber sogar schon bei renomierten Tiroschützen, diversen Pullern Land auf – Land ab, und immer wieder von possierlichen Plappermäulchen, die auch noch das dümmste Zeug nachschwatzen , wenn’s denn nur grün verpackt ist.
Kern der intelligenzbeleidigenden These ist:
Man könne durch schnelle Bewegung der Laufmündung BEIM Schuß , die aus dem Lauf austretende Schrotgarbe in ihrer horizontalen Streuung „ziehen“.
Der hirnbefreite Ratgeber verbeispielt das ganze mit dem Gebrauch eines Gartenschlauches, dessen schnelle Hin und Herbewegung ja auch das Wasser horizontal verteilt.
HOSSA ! Da hört man Millionen gegrämter Physiklehrer in ihren Gruften rotieren!
Vielleicht sind’s fehlgeleitete Jugenderinnerungen geronter Gymnasialabbrecher..
…Knaben kennen das Geheimnis des Strahles ja auch aus winterlichen Bubenspielen, in denen Rechtschreibkenntnisse und praepubertärer Harndrang, sowie eine kreative Farbgestaltung des Schnees eine Rolle spielen…
Nun…hier, natürlich beim Schießen und nicht bei den Bubenspielen, gibt’s einen klitzekleinen Denkfehler:
Die Schrotgarbe ist zu klein, zu kurz und viel zu flink, als dass unser Waidmannshansi seine Flintenmündung adäquat so schnell bewegen könnt, wie weiland seinen Pillermann.
Als Eckdaten :
Mündungsgeschwindigkeit 400 Meter pro Sekunde
Länge der Garbe beim Verlassen der Mündung ca. 3cm
Das ist soooo schnellll ! Zu schnell für uns alle!…selbst für die Dampfplauderer und Buabaspitzle…
Großartiges Video davon, auf den famosen Seiten der Firma für Messtechnik KurzzeitMehl
Noch ein feiner Spass aus der Werbeabteilung und den unergründlichen Tiefen menschlicher Selbstüberschätzung:
Die Zündverzugszeit der modernen ultraschnellen Schlosse.
Zugeben, die Zündverzugszeit war ein Problem der Waffenentwicklung als noch Luntenschloß ,Steinschloss, Perkussion und Hammergun das Leben des Flintenschützen bestimmte.
Dann wurd’s aber besser und heute, seien wir ehrlich, heute machts unverzüglich Bum, wenn wir auf den Abzug unserer Flinte drücken.
Kein Warten und kein Zögern, langsam sind wir ja selbst genug…denn da ist ja die
Reaktionszeit des Schützen, …und die ist meist etwas geruhsamer, als die Zeit die zwischen der Freigabe der ersten Spannrast bis zum Zünden der Patrone benötigt wird.
OK, alles messbar …aber eben nicht wirklich nutzbar?
Allein der zweite Schuß , der „follow up“ wäre eine Messung wert, doch auch die ist lässlich,denn der zweite Schuß richtet sich im Zeitablauf immer nach den Ziel und nicht einer “Feuerkadenz”.
Man sagt, dass wahrlich erstklassige Schützen die Vorteile der schnellen Zündverzugszeiten nutzen können.
Dies sei ihnen gegönnt und geglaubt und sie fröhlich zum Beweise ermutigt.
Bietet dies doch wieder herrlich Gelegenheit, auch für kommende Generationen Stammtischlegenden zu bilden, Kunden übern Tresen zu ziehen und der ganzen ollen Physik die lange Nase zu drehen…
…to be continued….
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7.10.2008 von Bunduki.
Beim Schnüffeln durchs Internet findet man immer wieder mal was neues!
Hier ein Blog aus Kalifornien ,mal wieder von einem (der wenigen), der mit Begeisterung , viel Enthusiasmus und OHNE Werbung über den Flintensport schreibt.
Als Start gleich ein Interview mit dem bekannten Schützen Ben Husthwaite.
Jason’s FITASC/Parcours de Chasse and Sporting Clays Blog
für alle die gerne übern Tellerrand gucken !
Geschrieben in Reisen und Blicke übern Tellerrand, Flintenschießen | Keine Kommentare »
9.9.2008 von Bunduki.
XXV ? Nein ,keine Sorge!
Nicht schon wieder die nervende Möbelreklame mit Mama Resi’s bayuwarisch-bräsigem Wampenwerbeclown.
XXV heißt 25Zoll und ist die kurze und prägnante Bezeichnung einer ,zugegebenermaßen, etwas antiquierten Flintenform.
Robert Churchill hat diese Art der DF erfunden und in seinen Büchern und Kursen als „the modern gun“ hochgelobt.
Natürlich nicht ganz uneigennützig,war er doch der damals einzige der diese Art von ultrakurzen Flinten herstellte.
Zwei Dinge kann man als Initioalzündung für die Entwicklung dieser Waffe sehen.
Erstens die Morgendämerung der Würgebohrung die damals in immer mehr Flinten (auch und gerade den bestguns) Verwendung fand ,und die Tatsache dass Herr Churchill „ a man of stocky built“ war; was heißen soll : ein kleiner und rundlicher Handwerker; kein tangotanzender Nobelsportsman.
Mit SEINER neuen kurzen Flinte war es nun ein leichtes, SEINE Schießtechnik zu praktizieren .
Eine Schießtechnik welche die Waffe blitzschnell auf kurzem Weg an die Wange hebt und dabei schon einen Teil des Schwunges zum Ziel einleitet,bzw. zum eigentlichen Schwung wird .
Ist die Flinte an der Wange, bricht auch schon der Schuß…alles sehr flink und kurz, ohne die Eleganz seines damaligen Widersachers Percy Stanbury , der einen eleganten Schwung mit mehr Körpereinsatz forderte , sich langfristig durchsetzte und die modernen Schießarten beeinflusste bzw. heute noch z.B.in WestLondonSS gelehrt wird.
Da alles so flott geht, wird seine Schießtechnik bis zum heutigen als Instinktves Schießen misinterpretiert.
Nichts ist falscher, denn Kontrolle über den Anschlag und ein geradzu pedantisch,disziplinierter Schwung, sind bei der Anwendung der Churchill’schen Schießtechnik besonders wichtig !
Für Churchills Methode war aber die kurze Flinte ideal;ja, vielleicht war es die einzige Flinte, mit der diese Technik kompromislos durchgeführt werden konnte.
Beschränkte man sich bei den formalen Jagden auf die kurzen Entfernungen der Überkopf-fasane, hatte sowohl diese Schießtechnik, wie auch die kurze Flinte den Vorteil des blitzschnellen , fast artistischen Schusses.
Doch langfristig gehörte die Zukunft den „normal langen“ Flinten und Schießtechniken mit einer ausgewogeneren Körperdynamik.
Im Laufe der Jahre schwankten die Lauflängen je nach Mode und geschicktem Marketing zwischen 71 und 81 cm. Ein Schelm wer böses dabei denkt.
Die XXV von Churchill geriet in Vergessenheit.
Die Lauflänge von 63,5 cm wurde selbst von Skeetschützen als grotesk angesehen und die Flinte verschwand vom Markt…
Verschwand ?… nein nicht so ganz!
In einem kleinen gallischen Dorf…pardon… in einem kleinen baskischen Dorf, baute man sie weiter…und weiter …so lange, bis auch in einem kleinen italienischen Dorf die Flintenbauer sich wunderten, dass immer wieder Kunden nach so einer „churchill „ oder „becaccia „ fragten.
So bauten die großen und die kleinen Spanier solche Flinten und bei den Italienern gab’s von Bernadelli bis Gamba alle Qualitätsstufen.
Meist gepflegte Boxlocks im englischen Stil, aber immer mit den typischen zwei Merkmalen:
Dem kleinen Korn und der trapezförmigen Schiene…beide direkt auf Churchill zurückweisend, der damit als erster, quasi nebenbei, die Vorteile der bewussten Schienenkonfiguration zur Lauflänge erkannte.
Kurz: das kleine Korn lässt die Läufe, in der periphär Sicht , länger erscheinen und das Trapez der Schiene „führt“ das Auge dabei zum Ziel .

Meist sind die Läufe leicht überbohrt, was beweist, dass schon vor der Marketingerfindung des „backborings“ diese Technik üblich war.
In der Regel sind die Läufe ¼ und 1/2 gechoked…fast immer im Kaliber 12.
Wenige Spanier bauten die XXV in 20, noch weniger wurden verkauft.
Die Waffe ist dann schlicht zu leicht und schlägt unangenehm.
Beispiele für spanisch italienische Arbeiten links AYA recht R.Gamba
Wer nun so was sein Eigen nennt UND benutzt, ist mit Sicherheit kein Durchschnittsschütze.
Jäger, die auf waldiges Terrain spezialisiert und/oder sehr diszipliniert Entfernung einhalten, welche, die viel Reisen und eine handliche und gleichwohl stilvolle Waffe (für alle Fälle) dabei haben möchten und die Sammler, denen so was „auch noch“ fehlt
Gemein ist jede Schützen bei der erfolgreichen Benutzung dieser Waffe, der sehr kontrollierte, exakt einstudierte Anschlag und ein bewusstes Bewegen der Waffe im langem Schwung.
Ja ! im langem Schwung, denn mit diesen Flinten kann man famos auch lange Tauben schießen. Nach dem altbayrischen Motto :“Wer ko ,der ko !“
Bei den Stammtischsttrategen und Wirtshausausbildern hört man regelmäßig, wenns um kurze Flinten geht: „ das führt nur zum Stochern…damit kann man nicht Schwingen“
Na, was denn nun?
Als Stochern bezeichnet man das Stechen mit der Mündung nach dem Ziel,beliebt bei :
…Spotschützen (schießen auf einen Fleck und hoffen, das die Taube reinfliegt),
… sogenannten Tunnelschützen, die vor der Mündung eine Art Schrottunnel erwarten, um sich den Schwung zu sparen (beliebt bei 15 Schuß Trap Ausbilderpullern)
…gestochert wird auch von Leuten mit zu kurzen Schäften wenn die fehlenden cm mit Schulterschieben wettgemacht werden,
…und schlicht von allen Schützen die mit dem Korn zielen, wie beim Büchsenschuß.
Aber „Stochern“ , also was Grundsätzliches falsch machen, kann man mit jeder Lauflänge !
Eigentlich beweist die Ablehnung der kurzen 25 Zöller nur die gleiche Ignoranz ,wie bei der Ablehnung von SLF,VRF, blauen Schießwesten, die fanatische Propagierung einer absurden Grundhaltung oder das Katzbuckeln vor unlogischen Verbandsregeln.
Wer sich mal an die Churchill gewöhnt hat , wird immer mal wieder zu ihr greifen und sich erfreuen an der „Leichtigkeit des Seins“… wie mit minimalistischem Aufwand ein Heidenspass beim Schießen rauskommt.
Gerade im Parcours , auf trickreiche Simultandoubletten in jagdllich realstischen Entfernungen, ist die Waffe in Ihrer nostalgischen Art traumhaft zu schießen.
Jagdlich wird sie heute noch an Italiens Küstenwäldern gerne eingesetzt und in Spanien sieht man sie im ganzen Land, ob auf hochformellen Jagden als Pärchen, als Bekassienenflinte, oder als altes abgenudeltes Arbeitsgerät von Flurwächtern mit „Medizin“ für Schwein und Vogel in den Läufen.
Meine hab ich durch Zufall gefunden,…verdreckt und vergammelt auf einer Waffenbörse vor 26 Jahren wurde sie von einem Ignoranten als „Homedefencegun“ angepriesen.
Glück gehabt, denn unter allem Dreck war kein Rost, sondern eine kleine spanische Schönheit verborgen.
Sauberst überbohrt und mit langen Chokes und einer herrlichen Deckung gesegnet .
Und diese Waffe ergänzte die alte orginal Churchill, die mein Großvater noch vom Meister selbst gebaut bekam,die aber leider durch die “Rettungsversuche” in der alliierten Nachkriegszeit, so einige böse Wunden hatte.
Wie meinen Großvater, begleitete mich die kurze XXV in alle möglichen Jagdländer und bereitete mir, wie weiland ihm, große jagdliche Freude und das Gefühl eine besondere Waffe zu beherrschen.
Und immer wieder erinnert sie mich an ihn und seine schmunzelnden Worte:“ so a kurzes Flinterl…aber, mehr brauchts halt ned“. Recht hatte er!
Im Laufe der Jahrzehnte gingen hunderte von Flinten durch meine Hände, doch nur wenige XXV waren dabei. Viele davon war stark gebraucht und jede einzelne hatte einen Besitzer, der sich niemals von ihr trennen würde und jede war voll von Geschichten.
Muß wohl einen Grund haben…*
* vielleicht ist es der Gebrauch von ungewöhnlichem ,der ungewöhnliches bewirkt…
Frei nach Cpt.Gus McCrea’s unkorrektem Latein: UVA UVAM VIVENDO VARIA FIT
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18.8.2008 von Bunduki.
Im Zuge der Cordoba trainings haben wir immer wieder mit kleinen Wettkämpfen experimentiert.
Herausgemendelt hat sich jetzt ein Flintenspiel, das wir bescheiden
Bundukis Cordobapool nennen, in Anlehnung an poolshot und das Cordoba training.
Bei unseren Argentinienschützten ist das so gut angenommen worden, dass ich es nun auch ins reguläre Event-programm übernommen habe und bei Nachfrage organisiere und durchführe. **siehe Nachsatz
Wie’s geht? Ganz simpel.
Man nehme einen Compak oder Parcoursstand mit mindestens 5 Wurf-Maschinen (idealerweise 7 Maschinen) dessen Leitung den Stand für dieses Schießen genehmigt.
Welche Maschinen benutzt werden, bleibt der Fantasie der Veranstalter überlassen.
Bodenziele ,aber auch Teal haben sich als wenig integrierbar gezeigt.Mini und Midi Tauben und Chandell sind das Salz in der Suppe!Extrem weite Tauben sollten unterbleiben.Wichtig ist, der unterschiedliche Ansatz/Stil für unerschiedliche Tauben.
Soll heißen : nicht alle Tauben sind mit ein und dem selben Schießstil schießbar!
Ferner benötigt man mit der Selbstladeflinte vertraute Schützen, die allesamt über Waffen OHNE Plug und idealerweise mit Magverlängerung verfügen.
Jede Waffe muß mit Sicherheitsfahne ausgerüstet sein!
Eine, in dieser Art des Schießens erfahrene Person, sollte als Aufsicht und Puller zur Verfügung stehen.
Als Schiedsrichter genügen die Anwesenden, wenn sie sich trauen…wenn nicht, sollten sie nicht schießen.
Das Schießen wird auf der mittleren Platte beim Compakstand, beim Parcours auf der einfachsten Position begonnen.
Geschossen wird nur einzeln.
Sicherheit steht an erster Stelle, deswegen zunächst:
Kein weiterer Schütze befindet sich neben oder hinter dem Schützen.
ALLE anderen Waffen sind abgestellt!
Die Waffe wird entladen mit Sicherheitsfahne auf den Stand gebracht und erst nach Freigabe der Aufsicht geladen.
Nach dem Schießen muß der Schütze den leeren Zustand der Waffe und des Magazines der Aufsicht zeigen, die Sicherheitsfahne einlegen und darf erst nach dem hörbaren OK (Waffe sicher!) der Aufsicht, den Stand verlassen.
Geworfen werden in der ersten Runde zuerst drei Serien mit 5, dann 6 und dann 7 Tauben auf Schuß.D.H. direkt beim Brechen des Schusses wird die nächste Taube ausgelöst.
Die Waffe ist dabei pro Serie mit 7 Schuß geladen.
Die Tauben werden „unbekannt“ geworfen, also ohne eine bekannte Reihenfolge.
Eine Taube doppelt zu werfen ist möglich, manchmal notwendig wo die Menge der Maschinen dies fordert, sollte aber vorher mit allen Teilnehmern abgesprochen werden und muß dann bei allen Teilnehmern entsprechend geworfen werden.
Die Reihenfolge der Tauben ist bei jedem Schützen unterschiedlich, ein System darf nicht erkennbar sein.
Bewährt haben sich Wurfmenues für den Puller, die vorher von den Schützen ausgelost und zugeordnet werden.
Wichtig ist dass keiner benachteiligt oder bevorzugt wird und Keiner sich ausrechnen kann was er für Kombinationen bekommt.
Die zweite Runde besteht nur noch aus 7 Tauben für 7 Patronen und beinhaltet pro Serie eine Simultandoublette .D.H. alle Tauben auf Schuss und 2 davon gleichzeitig.
Die dritte Runde von 7 Tauben beinhaltet 2 Simultandoubletten, die vierte Runde 3 Doubletten und nur noch eine Einzeltaube.
Ladehemmungen unterliegen der jagdlichen Realität: Pech gehabt, wenn’s mit durchladen nicht weitergeht !
Alles ohne Abrufen,Winkespielchen oder ähnliches und selbst die Simultandoubletten folgen dem vorangegangenen Paar auf Schuß.
Man kann das ganze nach KO System werten oder je Runde unterschiedliche Punkt-Wertungen pro Taube geben.
Das ganze ist natürlich sowohl ausbaubar wie zu vereinfachen,…je nach Geschmack und Können.
Auch hat sich der „Cordoba pool shot“ als äußerst amüsant erwiesen ,wird es mit Schwesterflinten und Flintenspanner geschossen.
Allerdings ist es bei uns sehr schwer, genügend kompetente Leute zu finden, die dem Stress des schnellen Waffenwechselns gewachsen sind.
Kontrolliert und diszipliniert durchgeführt ist’s eine „Heidengaudi“ und ein auf hohem Niveau angesetzte Bestätigung der eigenen Flintenkompetenz.
Wichtigste Maxime bei diesem Schießen ist die Kontrolle:
Über das eigene Temperament , die Nerven und natürlich über seine Waffe
Die Selbstbeherrschung, in bestimmten Bereichen des Sichtbereiches zu schießen in anderen nicht und sich dem Rythmus der Tauben nicht anzupassen, sondern ihn zu bestimmen, ist ausschlaggebend.
Gewinnen wird immer der, welcher die Schußzonen und die Nerven beherrscht.
Ist das nun Sport oder jagdliches Training ?
Sicher ist…“dummes Zeug !, Ballerei! und …nicht dem Jagdethos entsprechend !“ …wird bei manchen sofort hervorblubbern.
…und bei den Amateurjuristen natürlich die kompetente Melange von Jagdrecht,Waffengesetz , Standordnung und Horoskop im klaren Satz: “…is verboten! basta.”
Zu bedenken sei, dass dies hier höchste Waffenbeherrschung gefordert ist , die dann in wesentlich abgeschwächter Form, im jagdlichen Alltag nicht ungelegen kommt.
Kann das jeder schießen?
Nein, das ist nichts für Anfänger, nichts für Leute, die schon die Handhabung einer Kipplaufwaffe überfordert…und nichts für schießgeile Whannabees.
Es ist was für Leute, die ihre Grenzen ausleuchten wollen und die auch bescheiden genug sind, über ihre Fehlschüsse zu lachen.
Und zur Jagdlichkeit…man muss nicht in Argentinien jagen um gut schießen zu lernen
Man kann nämlich nicht gut genug schießen…das meinen auch tausende angeflickter Vögel jedes Jahr.
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