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6.7.2009 von Bunduki.
Neulich auf dem Schießstand Bullerbue… Nach einer Weile, als der Tee kalt war und die Salamibrötchen alle, schnappte er sich eine riesige Schieblehre, die er wohl von Rufus Hagrid (s.Z.:Hausmeister in Hogwarth ,siehe H.Potter 1-7) gemopst hat und schlendert zu den Schützen. OK…OK… Schaft vermessen ist keine Geheimwissenschaft. Deswegen sollte man „Gunfitting” von Leuten mit Erfahrung durchführen lassen…nicht von Leuten, die nur so aussehen wollen! Gunfitting ist, genau genommen , etwas anderes als Schaftvermessen. Danach werden die vom Kunden gewünschten, oder die allgemeinen Taubenpräsentationen geschossen und der Schaft im „Feintuning“ an den Kunden und seine Bedürfnisse angepasst. Wer das ganze im do it Yourself machen möchte, der braucht sich keine Sorgen um teure Geräte zu machen. Um die Waffe sicher beim Messen,Reinigen und Pflegen auszurichten, sollte sich in jeden Flintenhaushalt eine Gewehrwiege Eine einfache Schaftlehre ist mit wenigen Stücken Holz aus dem Baumarkt und einem Metallineal schnell gefertigt. Verzichtet man auf das Winkelmessen, kommt man mit einem Rollmaß und dem Messen der drei Maße (X-c) , (X-d) und (X-e) ebenfalls zum Ziel des Pitchmaßes. Positioniert man die Schaftlehre a präzise mittig ,kann man am Schaftende mit dem Winkelmesser auch die Schränkung ablesen. Ganz einfach , aber für den Kofferraum ideal, ist das simple Teil C. Will man auf dem Stand die Senkung verringern, genügen Moosgummistreifen e, die mit Klebeband auf den Schaftrücken angebracht werden und somit den Abstand (y) und (f) verringern. Wenig geheimnisvoll ,aber recht effektiv ist das schwarze Gummiband h, dass es im Kurzwarenhandel gibt. Das gleiche erreicht man eleganter mit selbst-isolierendem Klebeband .Ist eine schnelle Hilfe um mehr Konstante in den Anschlag zu bringen. Was wie und wozu vermessen wird ,dazu geht ” Bundukis Flintenlehre” in mehreren Artikeln ins Detail Nun auf denn, seien die Schäfte vermessen , auf dass die Master of Disaster mehr Zeit haben Mettbrötchen zu essen und weniger Unsinn erzählen müssen. PS
Da stand er in voller Pracht!
Wahrlich ein Stansbury… von dem Scheitel bis zur Oxfordsohle!
Frischesgebügeltes Tattersal-shirt, echt tweedige Tweedkappe, Clubkrawatte und natürlich das Emblem eines insularen Schießclubs als Pin dezent an der makelosen und ebenfalls tweedigen country-livestile-shooting-waistcoat.
Ein Schießleher wie er im Buche (Rosam.Pilcher, Band 44 „ I lost my love down the line “ ) steht.
Frisch geadelt mit dem Onion-Diplom für Adleraugen und englische Grammatik,steht er ca. 15 Meter von einigen Schützen entfernt ,welche sich mit der Trapmaschine oder besser, deren Tauben abmühen.
Registered Master of Disaster (4th degree ) wirft ab und zu einen kurzen Blick zu den Verzweifelten, lässt sich aber nicht aus dem Konzept seines Vortrages ( „me, my genius and the british shooting system“) bringen, den er einigen zukünftigen Schülern und Fans des geschmeidig hohlen Wortes hält.
Als einer gerade seine Taube gefehlt hat , nimmt Master of Disaster seine Riesenschieblehre ,und hält sie dem Schützen auf’s Flinterl…während dieser noch im Anschlag ist.
Dann ein kurzes,beiläufiges :“ na da müssen wir was mit der Senkung machen“ …und schon ist die schießtechnische Mission beendet…und natürlich neue Salamitbrötchen fertig.
Nein! … solche Sachen gibst nicht…Bullerbue nicht und Master of certified Disaster nennt sich auch keiner und Salamibrötchen gab’s an dem Tag auch keine… war Mettwurst drauf.
Allerdings setzt Gunfitting eine besondere Kenntnis der verschiedenen Schießtechniken, Anschlagarten und auch des menschlichen Körpers, sowie profunde Waffenkenntnis voraus.
Gunfitting im Vorübergehen, ist ebenso albern ,wie Fehlschüsse von Schützen aus 15m Entfernung zu beurteilen.
Das hat mit seriöser Beratung oder gar Schulung nichts zu tun, das ist besten Falls Angeberei…im übleren Fall ist’s wohl B…. ach ,lassen wir das.
Werden bei letzterem nur die Schaftmaße des bestehenden Schaftes ermittelt , werden beim Gunfitting die zukünftigen Maße eines individuellen Schaftes für den Schäfter evaluiert.
Beim Profi sieht das Vermessen kurz gesagt so aus:
Nach einer Voreinstellung des Verstellschaftes mittels Augenmaß, kommt heute meist der Laser zum Einsatz .
Dann wird auf der Anschußscheibe gegenkontrolliert.
Erst zum Schluß kommt besagte Riesenschieblehre oder ein anderes Schaftmessinstrument (siehe Abbildung) zum Einsatz.
Jetzt werden die Maße für den Schäfter abgenommen.
Um die Grundmaße eines Schaftes zu erhalten, genügen einige improvisierte Gerätschaften.
g befinden. Möglichtst eine zweiteilige um den unterschiedlichen Vorderschaftlängen genüge zu tun.
Im Bild wird unter a eine selbst gemachte Lehre gezeigt, mit der man mittels des an einem Ende angebrachten Gelenkes und eines gewöhnlichen Geodreiecks c,auch den Pitchwinkel (g =Winkel z zu y), direkt in Grad, abmessen kann.
Einfach ein sauberes langes Holzteil , ein Gummiband das ein Lineal fixiert und schon kann man die Messpunkte (a) ,(b) und (f) zur Grundlinie (Y) erhalten.
Etwas professioneller geht dies mit sogn. Combraisern (im Waffenfachhandel,sogar im deutschen, erhältlich), einer Schaftrücken-Auflage, die in drei Höhen geliefert wird.
Es dient schlicht als provisorisches Hilfskorn ,wenn die Waffe kein solches besitzt ,und der Schütze einen Anhaltspunkt braucht ,wie viel Schiene er sehen muss.
Einfach ein Stückchen um die Schiene verknotet, mit Leuchtmarker mittig markiert und fertig.
Wer gerne wissen möchte, was einen Master of Disaster von einem richtigen Schießlehrer unterscheidet ,dem empfehle ich den herrlichen Artikel von Michael McIntosch „Apples and Onions“ in seinem großarigen Buch Shotguns & Shooting Vol3.
Geschrieben in Bundukis Flintenlehre, guns and gear | 2 Kommentare »
1.7.2009 von Bunduki.
Die „bespoke(n) gun“ ist die kompromislose Umsetzung der individuellen Traumwaffe in Stahl und Holz.
Hier gilt, was mit der Manufaktur „ besprochen“ wurde.
Kein Platz für fertigungstechnische Umwege, keine Einknicken an die „allgemeine Meinung“ der Einmischer und Besserwisser.
Hier entscheidet der, der zahlt,…meist sehr viel !
Hier entscheidet wer weiß, was er will und braucht… hier zählt hemmungslose Egozentrik!
Hier entscheidet der individuelle Geschmack,…und nicht das Zugeständnis an das beschränkte Können von zweitklassigen Handwerkern oder inflexiblen Fabriken.
Hier ist auch Platz für Unvernunft und Spielfreude, Kitsch und vor allem Spass an der ureigenen Schöpfung einer einmaligen Flinte.
Wer sich auf das Abenteuer „bespoke(n) gun“ einlässt, der tut das nicht um zu protzen oder sich eine Waffe für die Vitrine zu schaffen.
In der Regel werden diese Art von Waffen benutzt…lange und ausgiebig, zielgerichtet und immer mit viel Freude.
Es wundert nicht, wenn Jagdeinladungen danach ausgesucht werden, ob sie zum Kaliber der Waffe passen oder die Jagdart immer mehr auf die Flinte abgestimmt wird.
Stimmt, eine „bespoke(n) gun“ ist etwas für leicht Verrückte, aber es sind sympathische Verrückte, die ihr Geld lieber in etwas für sie höchst persönliches stecken, als mit protzig teuren „best guns“ aus zweiter Hand Aufsehen generieren zu wollen.
Gerade rechtzeitig zur neuen Jagdsaison wurde die neue Flinte meines Freundes Henry fertig.
Herny, Urgestein des nordamerikanischen Parcours und der „lone canadian“ der FITASC
hat die Teilnahme an einem europäischen Wettkampf genutzt ,eine Waffe nach seinen Vorstellungen in Auftrag zu geben.
Zweck ist Jagd UND Parcours und dies im Kaliber 28 !
Das ist weniger spektakulär als es zunächst scheint, denn dort wo Freund Henry jagt ist das Kaliber gut weil waidgerecht …und dort wo er Parcours schießt gibt’s auch eine extra Wertung dafür UND wenn’s die nicht gäbe… wär’s ihm Wurscht, denn „wer zahlt, schaft an“!
Den Auftrag erledigte die Firma Chapuis,bei uns hauptsächlich durch Ihre BDB und DB bekannt.
Die Waffe hat eine Lauflänge von 76 cm, was den Herstellern wohl ungewöhnlich erschien.
Der Schaft wurde eher schwer gehalten ( knapp unter 3kg) mit einem ausgeprägten Sportlichen Profil und einem deutlichen R.Etchen-griff .
Kommentar des Besitzers: „wenn’s im Parcours gut ist, dann kann’s auf Wachteln nicht schlecht sein.“
Die Gravuren sind leicht und m.E sehr geschmackvoll, ohne die heute oft krampfhaft überladene Optik von italienischer Bulino oder der barock-geronten Geschmacksverirrung von tiefgestochener, teutscher Gravur-klöppelei.
Die Holzqualität spricht für sich,wobei sich in mir immer ,bei so schönen Schäften, eine
Angst vor Kratzern ,Dellen und Schrammen entwickelt.
Doch die erste Schramme ist wohl die schlimmste, und bei einer solchen Waffe sollte man nicht empfindlich sein.
Sie ist ein schönes Beispiel für eine individuelle Waffen-lösung und auch dafür wie Träume fliegen können.
PS
als Nachsatz :
“bespoke(n) guns”,also individuell zusammengestellte Waffen werden auch von den meisten der “ganz normalen” Markenherstellern gebaut.
Dabei brauchts weniger ein Mehr an Geld, als viel mehr Geduld.
Bei vielen Herstellern ist die Bereitschaft solche Waffen zu bauen da…es bedarf nur des persönlichen Kontaktes.
Dann aber ist alles möglich:
Die Länge des Übergangskonusses,der Chokeart,der Laufquerschnitts,die Schienenart,die Zwischenschiene,die Lauflänge,die Abzugsart,die Verriegelungsart,der Auswerfer,die Schaftform,dasHolz ,die Gravur,das Finish,die Fischhaut und,und,und…und sogar das Kaliber ![]()
nur wissen was man will und warum ,das sollte man…
PS
Der Ausdruck “bespoken” mag anglophile Flintenfreunde grausen denn es heißt in falschem oder antiquiertem Büchsenmacher-Englisch eigentlich “bespoke”.
Allein mich grausts heute noch wenn ich an das Lied ” Marmor Stein und Eisen bricht…” denke.
Die Klamotten ” BRECHEN ” ! und eine Maßwaffe ist eine besprochene Waffe und keine besprech Waffe.
Man mag mit gnädigst meine prachliche Arroganz verzeihen.
PPS:
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3.7.09
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13.6.2009 von Bunduki.
Lang gesucht und doch so einfach:
Es ist das Kaliber ,welches ein Maximum an Effektivität betreffend Wirkung, ein Optimum an Bequemlichkeit betreffend Waffenbau und größtmögliches Spaßpotential für den Schützen und seine persönlichen Jagd und Sportmöglichkeiten bietet.
Tja, und komplizierter wird’s auch nicht wenn Oberförster Pudlich, Waidmeister Waldi und Sportgenie Hansi Hitsall darüber schwadronieren.
Und zu anderen Schlussfolgerungen führen auch die wütesten Diskussionen nicht, ob im Internet oder dem Stammtisch.
Kaliberdiskussionen sind beliebt UND hilfreich….
Sie werden überall auf der Welt mit Begeisterung durchgeführt…
…nur in Deutschland, dem Land der Beckmesser, Nörgler und Neidhammel, wird regelmäßig Streit daraus.
Dabei sind die Motivationen für Kaliber-Ratschläge in unseren Foren und der Fachwerbepresse so durchsichtig.
Da sind schlichte kommerzielle Interessen ebenso dabei, bestimmte Lager-Waffen zu verramschen, wie die generelle Intoleranz allem Fremden gegenüber, quasi eine „flintuelle Xenophobie“ ,… als auch die unwiderstehliche Freude am Austausch von realer Erfahrung die ,zumindest im Internet, fluggs auf der Strecke der Basher und Streitwütigen bleibt.
Dabei können Kaliberdiskussionen sehr fruchtbar sein und in den besten Fällen zu ausgiebigen Tests führen, … die vielleicht sogar den Weg zu zur Kaliber-optimierten Flinte zeigen.
Das dies, das Jagd und Schießerlebnis verbessern kann , wird jeder einsehen, der den Eingangssatz verstanden hat.
Subjektive Erfahrung vieler, verarbeitet mit den eigenen Erlebnissen und Kenntnis der EIGENEN jagd/sportlichen Verhältnisse, sind der Weg zur wahren Kalibererkenntnis.
Kaliber 12 ist und bleibt das universelle Kaliber, wenn es universell benutzt werden kann.
Was aber nutzt einem „upland game man“ eine dicke Berta in Kaliber 12/76 , wenn er nichts anderes als Wald –Flugwild schießt?
Unsere Jagd hat sich in den letzten 40 Jahren geändert.
Flintenjagd wird immer spezialisierter.
Was soll die Mähr von der führigen 20er, bei einem Jäger der jeden Herbst und Winter auf dem Acker Hasen und Füchse und Wasserwild mit Stahlschrot bejagen muss.
Wie kann man getrost einem Jungjäger eine 16er Flinte empfehlen ,der noch nicht die geringste Ahnung davon hat, wie seine Jagdgelegenheiten und Interessen sich in 3 Jahren entwickeln werden.
Sind Exotenkaliber wie 28 wirklich exotisch… oder sind deren Vorlagen und Korngrößen für mehr zu gebrauchen, als Wachteln und Schnepfen ?
Das ein Kaliber in “allen “Vorlagen angeboten wird ,heißt nicht zwingend ,dass alle Vorlagen in der entprechend kalibrierten Waffe,
auch praktisch zu schießen sind.
Antwort darauf geben die Erfahrungen anderer UND eine souveräne Eigeneinschätzung.
Aber auch die Kenntnis der ballistischen Leistungen und die Grundlagen der Physik des Flintenschusses, helfen bei der Entscheidungsfindung.
Große Bohrung, große Deckung…
enger Lauf und langer Schrotstrang…
leichte Flinte und Damenwahl…
…all solche Weisheiten sollten vermieden werden, denn sie sind allesamt verkehrt.
Zur Auswahl gehört aber auch die Reflexion des Trainings.
Falsch ist : mit 12 trainiert und mit 20 gefehlt!
Und falsch ist auch : traditionsbewusst die 16er geführt und nie geübt, weil Opa Hubert das auch schon so machte…
Jagd erfordert Training, denn der Schuss auf Wild ist nicht die Übung, sondern der Ernst der Jagd.
Und diejenigen die gar nicht jagen ?
Auch die haben Spaß an unterschiedlichen Kalibern.
Das dies so ist, sieht man im Ausland, wo es fast alle Flintenwettkämpfe auch in unterschiedlichen Kaliberkategorien gibt.
20er Wettkämpfe waren auch in DE populär, bis sie den Tod der Überheblichkeit gestorben sind.
Skeet , Trap und Sporting in 4 Kategorien 12/20/28/410 sind eine wunderbare Bereicherung
der Sportlandschaft.
Wie ernst so was genommen wird, sieht man an der Tatsache ,dass sogar deutsche Hersteller spezielle Sportflinten mit diese Laufbündeln versehen.
Es geht wohlgemerkt nicht um Jagdwaffen, bei denen ein leichteres Kaliber auch eine schlanke Linienführung ergeben soll, sondern um schwere Sportwaffen, welche auf gleicher Basküle die Waffenkonfiguration (tw. sogar mit Laufgewicht) einhalten.
Deswegen sollte man Waffen mit 12er Basküle und 20er und 28er Läufen auch nicht in einer Kategorie mit leichten führigen Jagdwaffen sehen. Es sind Sportwaffen für den Export in eine andere Flintenwelt.
Die kleinbasküligen Jagdwaffen kommen bestimmt …
…wenn der Auslandsmarkt danach ruft, denn dort werden die Entscheidungen mittels Verkaufszahlen getroffen.
Ein paar Beispiele, wie viel man wo anders über das kleine Kaliber in der Sportwaffe nachdenkt und zu welchen Lösungen man gekommen ist, hier:
Einsteckläufe von Briley
Reduziersysteme von Gaugemate und Chambermate
Customlösungen des Stars am US Flintenhimmel KOLAR
Für den Jäger macht man sich im Ausland wohl auch mehr Gedanken.
Die spartanischen Angebote deutscher Grossisten und Versandhäuser strafen unseren Markt einfach als provinziell ab.
Doppelflinten und BDFs in allen Qualitäten und Preislagen
Vom Lieferanten der „upland fraktion“ HOLLINGER
Oder dem „dean of classic guns“ CONNECTICUT SHOTGUNS ,die auch klassische US Flintenprodukte fertigen lassen und vertreiben.
Von einer bei uns lange vertretenen Firma, der man nie die Aufmerksamkeit schenkte ,die sie verdiente.
BATTISTA RIZZINI mit einer feinen Smallbore linie in DF und BDF incl round body
Preiswerten und robusten Kleinkaliberflinten von FALCO
Oder einer Flintenreihe die man hierzulande mit flintentechnischer Ignoranz im Verkauf sterben ließ, bevor sie eine Chance hatte…
GUERRINI
Als Beispiel eine Flinte mit Wechsellauf, die sicher auch bei uns Freunde gefunden hätte, nur leider nicht importiert oder verkauft wird…
Doch kann der mündige Käufer heute auch die Vorzüge der Globalisierung für sich nützen,wenn der einheimische Handel und Vertrieb nicht mehr auf Wünsche nach Auswahl reagiert.

Suum quique…ob Design oder Kaliber :alles individuell…
Doch wer einen besonderen Geschmack hat, muss auch über Grenzen gehen…gedankliche und vertriebsbedingte
Dass etwas, was bei uns nicht den gnädigen Blick des Produktmanagers erregt ,oder dessen Marketingabteilungen zu phantasievollen und verbraucherfreundlichen Kampagnen anregt, erfolgreich sein kann, das beweist der flexible Markt in den USA:
Man stelle sich bei uns einen Club der 16er Freunde vor.
Die wären fleißig damit beschäftigt jemand zu finden der Ihnen Munition importiert.
Anders im Land des Services : der 16 GA CLUB
Dort kann man mit ausgefallenen Kalibern und Waffen außerhalb der Norm
ebenso Geld verdienen ,zufrieden Kunden haben und das alles, ohne einen virtuellen Schnäppchenmarkt mit Dumpingposten zu bedienen.
Der Beweis seit Jahrzehnten: BILL HANUS
Dass man von uns nach Italien fährt, um sich Custom Waffen in allen Kalibern fertigen zu lassen ,ist ja bekannt.
Aber nicht jeder hat das Kleingeld, sich bei FAMARS das passende fertigen lassen zu können.
Dass aber eine Firma wie ZOLI nicht bei uns einen ebensolchen Stellenwert geniest, wie in den USA….? …liegt’s an dem abgespeckten Programm, das hier äußerst lieblos angeboten und verramscht wird. ?
Bei der Jagdwaffe führt der Kaliberwechsel gewollt zu individueller Gewichtung der Waffe.
Die schlanke 16er, die leichte 20er…die führige 28er…
Da spielen die Gewichtsvorschläge aus Altvater Greeners Zeiten keine Rolle mehr !
Da machte es sich der Insulare Flintenbauer leicht und hatte seine viktorianische Grundregel nach der das Vorlagengewicht zum Multiplikator für das Gesamtgewicht wurde (Greeners rule: 96 x Vorlage).
Damals adäquat, da jede Flinte auf EIN Schrotgewicht EINER Patronen zugeschnitten war und NUR DFs gebaut wurden.
Heute im Zeitalter einer immensen Patronenauswahl, Alternativschrotarten und dem Wunsch nach (realistisch) universeller Anwendung,sowie neuer,besserer Materialien und Waffenkonzepten längst kein Argument mehr.
Zumal der Durchschnitts-Europäer/Amerikaner heut ein gutes Stück größer und stärker ist, als der windschnittige gentleman der Prince Albert Periode.
Das ideale Waffengewicht ist ebenso subjektiv zu verstehen, wie eine Gravur oder Verzierung einer Waffe, wenn gleich auch erheblich wichtiger.
Es beeinflusst Haptik und Handling, ermüdet früher oder später und ist somit DIREKT für die Schussleistung mitverantwortlich.
Auch dies sollte bei der Wahl des Kalibers berücksichtigt werde. Muskeltonus , Substanz und der allgemeine Fitnessgrad des Schützen, können aus einem Meisterschützen mit der 12er, einen Stümper mit der 20er machen und vice versa.
Waffengewicht spielt auch beim Rückstoß eine große Rolle. Allein die Reduzierung des Kalibers lässt jedes Jahr unzählige Männer glauben ,ihren Frauen Spass am Flintenschießen vermitteln zu können.Vergessen wird dabei, dass eine leichte 20er mit 24g mehr schlägt als eine moderat gewichtete 12er.
Gerade beim Umstieg von groß zu klein, sollte auch auf den passenden Schaft geachtet werde.
Er kann unangenehme Rückstoßerlebnisse vermeiden und zu hastiges Schwingen mit der „leichten“ besser kontrollieren helfen.
Vergleichen Sie bei der Kaliberwahl also nicht Äpfel mit Birnen.
Setzen Sie zumindest einen passenden Schaft als Grundlage aller Tests an.
Und vergleichen sie viele Waffen!!!!
Testen Sie ausgiebig und ohne Stress eines Verkäufers im Hintergrund.
Lassen sie sich beim Schießen professionell beobachten, ob neue Fehler auftauchen oder alte verringert werden.
Keine Angst vor Selbstladern in kleinen Kalibern…so mancher fand so die Liebe seines Flintenlebens.
Also machen Sie ihre eigenen Erfahrungen und vergleichen Sie mit dem gelesenen aus Internet und vom Papier.
Meine eigene Meinung zu den Kalibern nun aber doch , unter der Beachtung, dass dies nur MEINE Sicht aus meiner ganz persönlichen Erfahrung darstellt.
Kaliber 10
Unsinnige Ami Spielerei.
Gigantomanisches für den Macho aus der Heimat von großen, schlecht gebauten Autos und riesiger geschackloser Pizza.
Bei meinen Outfitter-Freunden an der Hudson Bay bei der Gänsejagd als „city slicker macho gun“ verlacht.
Ansonsten das richtige für verspielte Buben bei der Pirsch auf den Quetzalcoatus
Kaliber 12
Das Universalkaliber per se.
Vielseitig in Anwendung von Sport bis schwerster Jagdvorlage.
Ausgewogen und anwendbar in allen Waffenarten.
Weltweit verfügbar.
simply perfect!
Kaliber 16
Nostalgisches Querflinten/Kombinierten-kaliber ,dessen Potential von der Industrie zugunsten der 12er aufgegeben wurde (Leider).
Die Angebote werden drastisch weniger in Waffen und Munition.
Es wird kein Geld wird mehr in Entwicklung gesteckt.
Das hiesige Angebot an Alternativschroten zeigt ,dass dieses Kaliber im Austrag dahin vegetiert.
Glücklich werden damit Sammler …
…und betrügerische Händler die Altwaffenschrott als alltagstauglich und zukunftsfähig, jungen unerfahrenen Käufern andrehen.
Schande über dieses levantinische Räubergesindel!
Kaliber 20
Stopp! Schuldig der Befangenheit.
Ich liebe dieses Kaliber und bin nicht neutral!
Für mich ist es das beste, seit geschnitten Brot und der Erfindung von Whisky.
Vielseitig, universell und angenehm zu schießen.
Einschränkung:… nur bis 30,max 32 g Vorlage
Also keine Verwendung bei Wasserjagden auf schweres Flintenwild
Überall erhältlich, leider nicht genug in WE Sport…dennoch Spass pur und ob in DF,BDF oder gerade im SLF…besser geht nicht!
Kaliber 24
Ein Zombie der noch rund ums Mittelmeer und den arabischen Ländern geistert.
Nichts was man je brauchte, nichts was man heute vermisst…sieht man von eleganten spanischen Querflinten ab.
Kaliber 28
Das Wachtelkaliber in den USA…Kein Hersteller, der es dort auslassen dürfte.
Auch in Südamerika beliebt und in Europa wieder im Aufwind (der allerdings eher ein künstl. ausgelöster Llevant ist ,als ein natürlicher Hauch von Nachfrage…) .
Sehr eingeschränkter Einsatzbereich.
Als Schulungskaliber für Heranwachsende sehr gut geeignet…
Munition eingeschränkt erhältlich !
ein hochkarätiges Spasskaliber !!!…mir persönlich sind die Waffen aber schlicht einen Hauch zu leicht.
Kaliber 32
Den Zustand “Zombie” liess dieses Kaliber schon vor 30 Jahren hinter sich und liegt nun im Grab der Geschichte…zu Recht.
Kaliber .410
Meiner befangenen Meinung nach gehört auch dieses Kaliber in die Kategorie … „was die Welt nicht brauchte, braucht oder je brauchen wird“.
Zugegeben, Spass macht das Spielzeug ab und an…aber das war’s dann auch.
Also wie man sieht, eine klare Sache ![]()
Wer kalibermäßig umsteigt, prüfe sich und seine ganz eigenen Vorlieben,Jagd und Sportverhältnisse.
Er prüfe sorgfältig das GANZE Angebot an Flinten dieser Welt, bevor er Marktschreiern und Beutelschneidern den Porsche finanziert.
Und beim vielen Prüfen und Abwägen kommt manch einer zum Schluß,dass genau die Flinte ,die im Schrank steht, eigentlich doch das ideale Kaliber hat.
„Wo ich nicht bin,da ist das Glück “ regte einst der Dichter und meine Oma zum Denken an…
…„Womit ich nicht schieße ,das trifft immer besser “ ist zwar holprig kopiert, aber vielleicht genauso hilfreich.
Bunduki
PS
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3.7.09
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5.6.2009 von Bunduki.
„the future is now“
Was man alles aus Obi Wan’s Laserschwert machen kann, weiß jeder, der die Laserpeitsche von Jens Maul gesehen hat…
Was man alles mit Lasertechnik heute macht, dazu reicht die Phantasie meist nicht aus.
Für uns Flintenschützen hat sie einen wirklichen Vorteil.
Es ist einfach und OHNE scharfen Schuß möglich ,die Laufgarnierung und die Trefferpunktlage zu überprüfen.
Daneben gibt diese Technik den Weg frei, schnell und problemlos Schäfte an den Schützen anzupassen.
Wohl gemerkt ist auch die Schaftvermessung mit Laser nicht allein seelig machend und um den scharfen Schuß auf das bewegte Ziel kommt man nicht umhin.
Die Lasersighter sind aber ein professionelles Hilfsmittel, dass viele Umwege spart.
Und für den Schützen sind Lasersighter sehr gut geeignet , das in Anschlaggehen zu üben, den Sitz von Wange zu Schaft zu überprüfen und beim Trockentraining den ruhigen Bewegungsfluß der Waffe zu erkennen.
Was aber bitte nicht heißen soll, dass ich das Üben in einem Laserschießkino als auch nur rudimentär geeignet halte ,den Schrotschuss zu erlernen.
Man mag soviel Marketing-Nebel um diese Laserkinos machen, wie man möchte, in JEDEM Kino fliegt JEDE Taube nur in einer Dimension und damit unrealistisch.
Die sogn. Auswertungsprogramme, die die Treffergarbe und Vorhaltemaße genauestens „analysieren“ sind einfach Humbug.
Es gibt kein realistisches Ziel der Welt, dass sich auf einer ebenen Fläche linear bewegt.
Das ganze ist eine gelungene optische Täuschung und der „Lernerfolg“ wird überall dort sichtbar ,wo Laserschützen plötzlich mit dem scharfen Schuß und Tauben, die sich in der Tiefe des Raumes bewegen ,konfrontiert werden.
Doch zurück zum LaserBoresight.
Schon vor einiger Zeit beschrieb ich die Vorteile des Arrow Laser Shots.
Eine Lasereinheit die mittels Kaliberzylinder in die Mündung gesteckt wird und mittels einer Fernbedienung vom Schützen oder dem gunfitter bedient wird.
Wir benutzen dieses Gerät regelmäßig und sind von den Vorteilen absolut überzeugt.
Doch das Bessere, ist bekanntlich der Feind des Guten.
Und so wurde ich neugierig als ein Freund von einem kleinen Patrönchen mit eingebautem Laser schwärmte , mit dem er seine neue Liebe aus Herstal perfekt auf sich eingestellt hatte.
Also her mit dem Teil, am besten gleich mehrere, von unterschiedlichen Quellen, um eventuelle Qualitätsmängel auszusortieren.
Zunächst die offensichtlichen Vorteile:
Gerade so groß wie eine Patrone, ohne Kabel, keine empfindliche Verschraubungen der Fernbedienung…
kurz: recht robust erscheinend!
Im Patronenlager klapperte nichts ,die Laser passten sauber .
Ein helles und auch bei grellem Sommerlicht ausreichender Leuchtpunkt.
In VRF und SLF sollte man allerdings vermeiden, den Verschluss zu schließen, da die Auszieher üble Macken an dem Gerät hinterlassen.
In allen Waffen sollte man NICHT den Abzug betätigen, da auch dies, die Laser - Patrone verunstalten würde.
Die Nachteile:
Die Nachteile des Laser Boresights sind die Vorteile des Arrow Laser Shots.
Nur mit Ihm (Arrow) und seiner Platzierung in der Mündung sind eventuell schief gebohrte Chokes , ungleichmäßige Mündungspartien und schlecht garnierte Läufe erkennbar.
Konstruktionsbedingt ist der Laserboresight nicht dazu in der Lage Veränderungen in der Laufachse jenseits des Lagers darzustellen.
Auch gibt es den Arrow Laser in verschiedenen Schrot-Kalibern,der Laser-Boresight ist in DE derzeit nur in Kal 12 zu haben.
Der eigentliche Test überraschte mit offensichtlich anständigen Verarbeitungen beider Produkte.
Die Patronenlaser stimmten mit dem Arrow lasershot „punktgenau“ überein. Dies auf allen relevanten Entfernungen, in denen der Laser bei Tageslicht noch sichtbar ist.

oberer Lauf: Laser Boresight 2 Batterien #393 neu
unterer Lauf: Arrow Laser Shot 3 Batterien #LR 44 neu (Standard gerät) es gibt auch eine Variante mit verstärkter Leuchteinheit!
Dabei nicht mit der Kabelfernbedienung hantieren zu müssen, ist für einen Schützen der den Arrow Laser gewohnt ist , eine Erleichterung.
Ans Eingemachte ging’s dann mit einigen Flinten aus der Giftküche.
Im Gegensatz zu vielen hartnäckigen Gerüchten gibt’s nämlich Flinten, die sind tatsächlich schief garniert, haben den Choke schepps drinn und Schienen, die mit der Trefferlage nicht mehr korrespondieren.
Solche Qualitätsprodukte levantinischer, osteuropäischer und auch italienischer Billighersteller gibt’s neu und gebraucht immer noch zu Hauf im Land der Flintendiaspora.
Ihre Käufer berufen sich meist auf Qualitätsberichte oft merkantil beeinflußter ,manchmal schlicht naiver Poster aus Waffenforen und leider nicht auf die simplen Grundrechenarten, die beweisen könnten, dass eine Flinte die im VK 450 Euro kostet, in der Herstellung sowenig kosten musste ,dass es an ein Wunder grenzen würde, dabei auch noch Qualität erwarten zu dürfen.
Eben solche Flinten mit bekannten Macken probierten wir nun aus.
Die schiefen Garnierungen ,krummen Chokes und Mündungen waren für das empfindliche Gerät Arrow Laser Shot kein Problem. Deutlich identifizierte es den Waffenschrott.
Der Laser-Boresight war da von seiner Platzierung im Patronenlager benachteiligt.
Bei einer Türkenflinte mit waidgerecht teutschen Namen war aber sogar der Lauf ab Patronenlager schief und das zeigte der Laser-Boresight auch brav an.
Das Fazit:
Der Arrow Laser ist nach wie vor das Mittel der Wahl, wenn Waffen fachgerecht , schnell und umfassend überprüft werden sollen.
Für den Endverbraucher der seinen Anschlag selbst korrigieren will, seinen Verstellschaft selbst einstellen möchte und der im Waffengeschäft das Wort des Flinten-Bekleidung-Messer-Damenschuhfachverkäufers vom „…passt Ihnen eh genau…“ überprüfen möchte, ist der LaserBoresight ideal.
Lustig stell ich mir die Situation vor, wenn eine ach so günstige BD-Flinte vom Billigheimer die Doppelpackung LaserBoresight bekommt …wie bitte redet sich dann der Verkäufer aus der Schnäppchenfalle, wenn plötzlich an der Wand 2 Leuchtpunkte nebeneinander erscheinen…?
Kommt der Preis dazu: Ob beim Handel gekauft oder selbst importiert, liegt der Laser Boresight bei knapp 50 Euro und damit nur ein Viertel so teuer, wie der englische Arrow LaserShot sofern in DE gekauft.
Ärgerlich ist bei beiden Teilen, dass keine Angaben über die korrekten Batteriebezeichnungen beiliegen und der größte Importeur des LaserBoresights keine deutsche Bedienanleitung beilegte.
Anders beim Importeur des Arrows: dort gibts eine deutsche Beschreibung UND eine Anleitung wozu und wie man das Gerät einsetzt.Ist aber wohl die Ausnahme, die die Regel des Desinteresses in unserer Industrie an Flintenprodukten beweist.
Das es diese Art der Laser für Flintenschützen gibt, ist mehr Zufall als gezieltes Engeneering.
Laser bore sighter sind der neue Clou am US Waffenhimmel und werden als praktische Einschießhilfe für Büchsen genutzt.
Wer nun für alle Büchsen und KW-Kaliber so ein Teil herstellt, der lässt auch gleich welche für die Flintenkaliber anfertigen.
Ein Blick auf die Seiten einiger Hersteller zeigt ,dass dort auch exotische Kaliber wie Cal 8 ! zu haben sind.
Leider trauen sich deutsche Importeure scheinbar gar nicht mehr, neue innovative Produkte zu lagern.
Bedauerlich ,denn solche Patrönchen in .410, 20, 28 und 16 fänden sicher Käufer.
Hier noch einige andere Hersteller:
Red I Laser ist sicher der teuerste.Liefert aber auch in ausgefallenen Kalibern UND hat zwei Varianten:
A ein Model mit Dauerlicht zum Einstellen des Schaftes,Trefferpunktermittlung etc.
B ein Model mit Kurzlicht zum Üben über Schlabo-auslösung. (derzeit in DE wohl nicht erhältlich)
Konventionelle Laserboresights von Firmen wie Aimshot
Wer nun glaubt, so was nicht zu brauchen, der muß nur mal einem Jungjäger, der an seiner Traptaube verzweifelt und nun so gar nicht weiß ,was der 5 m hinter ihm blökende Pseudoausbilder mit „drauf und hopp“ meinte, eine Laser Boresight-Patrone geben.
Nun auf eine weiße Wand gehalten und schwupps, leuchtets in den Augen des Jagdaspiranten und man hat einen Freund fürs Leben gewonnen.
Dass der pullende Brülldidaktiker sauer ist, muß einkalkuliert werden…für „drauf und hopp“ gibt’s nun kein Trinkgeld mehr…
Doch bei aller Lob der kleinen Leuchten sei bedacht:
auch ein Laser sighter ersetzt keinen sauberen Schwung, er zeigt kein Trefferbild und er ersetzt kein kontrolliertes Training.
Keep on swinging, folks
Geschrieben in guns and gear | Keine Kommentare »
18.3.2009 von Bunduki.
Kaum ein Sinnesorgan ist so wichtig für unsere Lebensqualität, wie unser Augenlicht.
Merkwürdig, wie leichtfertig so mancher damit umgeht.
Ob DSB oder TIRO , beide Verbände haben sich nun dem international üblichen Prozedere angeschlossen, bei Ihren Schießen Schutzbrillen obligat zu machen.
Was in den USA, Australien und England längst selbstverständlich ist, setzt sich bei uns hoffentlich auch durch.
Kein „oben ohne“ mehr!
Bedauerlicherweise gibt es immer noch Schützen die meinen, Schießbrillen würden mit ihrem sportlichen Aussehen, das jagdliche Image des Trägers belasten.
So kümmert sich die DJV Schießvorschrift zwar darum, eine blödsinnige Grundhaltung mit der Flinte einzunehmen und ereifert sich über die Gestaltung der Schießweste, aber kein Wort über den notwendigen Augenschutz.
Als wenn bei Jägers keine Schrote abprallen, keine Ejektoren brechen und fliegen gehen…
Leichtsinnig auch , Flintenschießen zu lernen, ohne den Schutz der Augen und die optischen Vorteile einer getönten Brille, von Anfang an, zu nutzten.
Unverständlich auch, warum der Fachhandel nur wenig und nur selten, hochwertige Schießbrillen in seinen Regalen bereit hält.
Zwei Vorteile hat die moderne Schießbrille : Schutz und verbesserte Sicht aufs Ziel!
Zunächst zum Schutz:
Moderne Brillen sollen verhindern, dass Taubensplitter, Schrotkörner oder eben auch Teile der Waffe (wie gerissene Ejektoren,Zündhütchenpartikel, etc.) das Auge erreichen.
Internationale Tests ergaben, dass Glaslinsen diese Vorgaben schlecht erfüllen können.
Kunststoffgläser aus Polycarbonat erfüllen aber diese Forderungen und haben auch noch den Vorteil, besonders leicht zu sein.
Immer mehr Outdoor-Sportarten forderten den „coolen look“ einer Sportbrille, welchem die Hersteller mit einer Unzahl Modellen gerecht wurde.
Doch was dem Mountainbiker einen Traum von coolness und Schutz vor Steinschlag bietet, nutzt dem Beachboy auf dem Surfbrett wenig und ist dem Flintenschützen erst recht nicht hilfreich.
Der Markt ist ohne Beratung nicht überschaubar.
…UND ACHTUNG: nicht jede bunte Plastikbrille, die auf den Stand angeboten wird, oder die im Grabbeltisch eines Händlers liegt, ist eine geeignete Schießbrille!
Bei der Wahl der Schießbrille sollten also spezifische Kriterien beachtet werden:
Zunächst eine Norm, die auch die Stabilität und Schutzfunktion garantiert:
In Deutschland gibt’s die DIN EN 168
Beschußprüfung nach STANAG Nr. 2920
Sicherheitsnorm in England:
British safety standart EN166-F
Us Standarts sind: OHSA Safety Standard 1910.133(a)(2)
ANSI standards Z87.1 and Z87.3.
U.S. Military MIL-V-43511C
Diese Normen gelten für Polycarbonatgläser (PC) und sind in einigen Ländern sogar verbindlich vorgeschrieben, um Versicherungsschutz zu erhalten.
Die Vorteile und Fähigkeiten von PC Gläsern sind auf dieser Seite beschrieben und mit einer eindrucksvollen Bildserie untermauert.
Die ersten Schießbrillen waren stark von den damals üblichen Pilotenbrillen der US Airforce beeinflusst.
Da dort Flintenschießen als Freizeittraining der Piloten gefördert wurde, fand die Tropfenform ihren Weg auf den Schießstand.
Bausch und Lomb (Ray Ban) waren die ersten, die eine spezielle Brille mit vergrößertem Gesichtsfeld für Schützen anboten.
Die Form dieser Brille ist bis heute für den Flugwildschützen und Wurftaubensportler ideal.
Die Form bietet eine optimale periphäre Sicht und durch ihre nach oben gezogene Form ein erweitertes Gesichtsfeld, wenn sich der Kopf am Schaft befindet.
Auch heute noch wird dieser Klassiker unter dem Kürzel Shooter RB3138 gefertigt .
Leider aber nicht mit PC gläsern und in einer viel zu dunklen Tönung.
Viele Hersteller folgen dem Marktgeschrei nach „modischen“ Brillen und so sieht man immer mehr Brillen im sogn. „predator look“, mit stark gebogenen, umlaufenden Linsen.
Meist ohne erhöhtes Gesichtsfeld, sehr oft in schlechter Qualität und IMMER ohne die Möglichkeit auf optische angepasste Linsen zurückzugreifen.
Gerade dies ist aber für viele Schützen der Hauptgrund, mit einer ungeeigneten “Zivilbrille” zu schießen.
Ohne angenehme Tönung, ohne erweitertes Gesichtsfeld, mit rutschenden Brillenbügeln und ohne den Schutz von PC-Linsen.
Gute Brillen sind teuer, angepasste Brillen noch teurer und angepasste Schießbrillen sind…ach lassen wir das lieber.
Sie müssen selber wissen, was Ihnen Ihr Augenlicht wert ist.
Neben den heute gängigen Schutzbrillen im „Predator style“, bieten einige wenige Hersteller klassische Formen an, die speziell für den Flintensport entwickelt wurden.
Zum, gerade bei jungen Schützen beliebten “predator style” sei eine Anmerkung gestattet:
Abgesehen vom unbestreitbar ultracoolen Look eines xXx Leinwandhelden, bieten die Brillen mit ihrer “Rundumsicht” keine Formvorteile…ausser der Schütze besitzt die drehbaren Augen eines Chameleons…
Der Spott ist vermeidbar: ” hey Burschi..gemma schiasn oder mög mer Radl fahrn ?”
Die Firma High scoreres wurde bekannt für Ihre auswechselbaren Gläser in unterschiedlichen Tönungen und einem anpassbaren Rahmen.
Fortgeführt wurde dieses Prinzip von einem deutschen Optiker, der sich auf Schießbrillen spezialisiert hat.
Bei seiner Schießbrille sind Gläser nicht nur leicht auswechselbar, sie sind auch mit einem zusätzlicher Fassung versehen, um Beschädigung zu verhindern.
Der eigentliche Brillen-Rahmen ist individuell einstellbar, relativ leicht, aber stabil.
Die Brille ist schlicht genial und gehört zum besten, was man an Flintenzubehör kaufen kann.
Erfreulich dass diese Firma gerade bei uns, in der Flintendiaspora angesiedelt ist:
Optik - Müller in Manching bei München
Wer das Vergnügen hatte, die Fotografie mittels FILM zu erlernen, dem sind die Qualitäten und die Notwendigkeiten von Farbfiltern immer noch geläufig.
Allen anderen, deren Erfahrung mit gefärbtem Glas auf einer Durchsicht durch eine
„modische Sonnenbrille“ basiert, seien diese netten Artikel auf Wikipedia empfohlen
Farbtemperaturen und
Farben werden von uns höchst individuell empfunden.
Aus diesem Grunde sollte man auch die einschlägigen Filterbeschreibungen der Hersteller oder Anbieter höchst kritisch selbst überprüfen.
Es zählt immer der persönliche Eindruck
Beim Flintenschießen sollte unser Blick aufs Ziel besonders klar sein und das Ziel, wenn möglich ,sich optisch von seiner Umgebung abheben.
Wie schwierig dies ist, wissen gerade die Parcoursschützen die orange Tauben vor buntem Herbstlaub ,oder schwarze Tauben vor einem dunklen Tannenwald beschießen wollen.
Aber auch der Jäger hat immer wieder das Problem, schnelle Ziele mit natürlicher Tarnung, vor camoflierendem Hintergrund erkennen und erlegen zu wollen.
Dazu kommen Sonneneinstrahlung,Blendwirkung von Schnee oder Wasser,Nebel oder schwindendes Licht.
Wie schön wäre es, wenn eine Brille da mit der Farbfilterkraft helfen könnte.
In vielen Fällen ist dies möglich…aber eben nur in bescheidenem Rahmen…denn:
Jeder Farbfilter der etwas hervorhebt, setzt etwas anderes herab.
Kommt da noch unsere individuelle und je nach Alter sich wandelnde Farbsichtigkeit dazu, vermengt sich auch noch mit den jahreszeitlichen und lokal unterschiedlichen Gegebenheiten…OIHHHHH dat wird kompliziert !
Ja ,fürwahr, so kompliziert, dass eine Brille dafür meist nicht ausreicht.
Einige Flintenschützen führen deswegen ein ganzes Arsenal von unterschiedlichen Linsen oder Brillen mit sich, um für jede Gelegenheit die richtigen Filter zu haben.
Einige andere Schützen haben irgendwann mal eine ganz individuelle Lösung für sich und ihr Schieß-und Sehverhalten gefunden, und schwören auf ihre Farbe.
Doch wat dem ehn sin Uhl ,ist eben dem andern sin Nachtigall…
So bevorzuge ich persönlich ein starkes Grün, meine Frau schwört auf Amber und ein guter Freund liebt und schätzt knalliges Gelb.
Wer hat recht? Keiner – Alle…und taucht nun einer mit blau auf und empfindet das optimal - so hat auch er Recht.
Endlich mal hat jeder Recht!
Nein , jeder nicht. Nur Sie ! Denn nur Sie können ihr eigenes Farbsehen und Kontrastfähigkeit beurteilen.
Derjenige, der Ihnen unbedingt eine bestimmte Farbe aufschwatzen will ( ” weil ..dös ham jetzt olle,der digwed und der Schorsch…”), Ihnen alle möglichen pseudowissenschaftlichen Halbsätze um die Ohren haut…der nicht!
Der will nicht beraten, der will verkaufen.
Denn auch bei den Filterfarben gelten Moden.
Zur Zeit ist Knall-Rot und Blau „in“. Genau wie lange Flintenläufe !?
…Richtig. Die Flintenläufe werden aber wieder kürzer…und die Farben wieder eher… Rose?!
Und nicht zu vergessen sei ein optischer Grundsatz:
Wo Licht gefiltert wird geht auch Licht verloren.
So gesehen, haben Schießbrillen ohne jede Tönung einen sehr berechtigten Platz.
Ganz schlaue werden nun vielleicht auf die Idee kommen,sich in die Schießbrille photothrope Gläser einbauen zu lassen.
Seufz !…so schlau war ich auch mal… jetzt wird das Teil zum Autofahren hergenommen…zum Schießen ist die Reaktionszeit der photothropen Gläser viel zu lang…
Lassen Sie sich vom Fachmann beraten.
Und dieser Fachmann heiß Optiker ! Nicht Schützenkollege, Trainer, oder Vereinslaberkopp mit angeschlossenem Nebenerwerbsbauchladen !!
Hier ist Fachwissen gefragt!
Lassen Sie zunächst ihre Augen gründlich untersuchen.
Dann suchen sie ein Brillengestell, dass ihnen gefällt und Sie beim Anschlag nicht stört.
(Fragen Sie ihren Optiker, ob Sie ihre Flinte zu diesem Zweck mitbringen dürfen, oder einige Gestelle zu Hause ausprobieren dürfen).
Es gibt sogar einen Optiker, der hat eine Probeflinte im Laden…
Probieren Sie das Brillengestell auch mit Ihrem Gehörschutz aus ,um evtl.die Bügel auszutauschen oder zu modifizieren, wenn diese unter dem Druck des Kapselgehörschutzes drücken sollten.
Sportbügel sind den normalen Brillenbügeln vorzuziehen,da ihre elastischen Enden die Brille besser fixieren.
Zur Findung der idealen Filterfarbe, gibt es getönte Scheibchen mit allen Finessen der Optik,die wunderbar zur Auswahl geeignet sind.
Jeder gute Optiker wird sich freuen, sie gut und professionell beraten zu können, denn er weiß Sie als seinen Multiplikator und Werber auf dem Schießstand zu schätzen.
Sonderwünsche scheinen kein Problem.
So können z.B. auch Okklussionsflächen bei Kreuzdominaz in eine Brille eingeschliffen werden.
Alles ist möglich …nur keine Schnäppchenpreise.
Wer (noch) keine Probleme mit Fehlsichtigekeit hat, und somit auf vorgefertigte Brillen zurückgreifen kann, dem seien hier wertfrei einige internationale Hersteller von Schießbrillen genannt.
Oakley DIE Modebrille für outdoorfreaks
HIDEFSPEX ,das derzeitige Statussymbol der internationalen Parcourszene
Wiley modisch und soo in
Auswahl und Übersicht ,versand auch nach DE
opticsplanet
Chris Potter in GB mit netter Auswahl von gängigen Marken
Zu den Kosten :
Reine Schutzbrillen gibts ab ca. 20.-Euro
Schutzbrillen speziell zum Schießen mit Zertifikat und entsprechenden Polycarbonatgläsern sind ab 35.- Euro (Import) zu haben.
Geschliffene Polycarbonatlinsen kosten ab ca.80.- Euro; je nach Hersteller,Qualität und Entspiegelung bis zu ca. 160;
Natürlich pro Glas.Dazu kommt der Brillenrahmen.
Stabile Schießbrillenrahmen für plane optisch angepasste Gläser ab 120 Euro bis zu 300 Euro.
Wer unterschiedliche Färbungen haben möchte,dem seinen Brillen mit austauschbaren Gläsern zu empfehlen,da diese die Kosten auf einen Rahmen beschränken.
Hier ist besonders auf die Stabilität der Wechselmechanik zu achten!!
Ebenso sei beim Kauf auf die Garantie zu achten.Bei solch teuren geräten sollte man nicht auch noch zur kasse gebeten werden wenn der Nasensattel mal die Auflage verliert (beliebte Schwachstelle bei allen Brillen).
UND keinesfalls ist ein kleines Werkzeig zu vergessen: der kleine Brillenschraubenzieher vom Schweizer Offiziersmesser.
Den braucht’s garantiert mal ganz dringend, wenn sich ein Schräubchen gelockert hat.
Nun prüfe, wer gern scharf sieht und sicher schießen will, was für ihn das beste ist.
Allzeit gute Sicht auf schnelle Tauben!
PS:
Natürlich gibts auch Brillen von den Flintenherstellern, die jene als Handelsware vertreiben…eben.
PPS:
Für alle die glauben sich die Ausgabe sparen zu können, an dem Augenschutz auch noch levantinische Lebensart beweisen zu müssen,hier ein Tip wie man das gesparte Geld ausgeben kann.
Geschrieben in Bundukis Flintenlehre, guns and gear | Keine Kommentare »
28.1.2009 von Bunduki.
Hat der Berg der Erkenntnis eine Seilbahn?
Selbstverständlich haben wir alle ein gottgegebenes Anrecht auf das allerbeste!
Das steht ausser Frage , denn die Werbung aller Branchen hat dafür gesorgt, dass dies auch jeder glaubt.
Wir selbst sind ja ebenfalls die besten !
Die nettesten Auswanderer, die beliebtesten Touristen, die größten Obamafans und selbstverständich die besten Jäger, mit dem allerbesten Jagdsystem seit Skadi die Hatz aufgegeben hat.
Nun ist das allerdings so eine Sache, wenn’s Superlative hagelt.
Zumindest bei Flinten.
Oben auf dem Berg der flintentechnischen Erkenntnis ,wird’s eng und die Luft dünn, weil dort, ganz nahe bei den Flintengötter, gelten andere Maßstäbe als unten im Tal bei den Sterblichen.
Zumal wenn den Göttern und ihrenn Besuchern , die Sicht genommen wird , durch den frevlerischen Nebel des Marketingteufels, der seit weit über hundert Jahren die Sinne aller kräftig durcheinander bringt.
So kommt’s, dass unten im Tal die Leut’ schießen was kracht, sich freuen wenn’s dafür auch noch Wildbret gibt, oder die Tonscheibe zerbröselt.
So kommt’s, dass diese Leut sich einen Teufel um Markennamen scheren, kaufen was billig ist, jedes Märchen glauben und die Flinte für ein unedles Schießgerät halten, das aus zwei Wasserrohren und einem alten Steifelknecht gebastelt wurde.
…und oft sehen Ihre Flinten auch genau so aus.
Oben bei den Göttern, da wird gebuhlt und geeifert ,um möglichst nahe an Gott Purdey und den verkommenen Götterschwestern Holland zu sein.
Da ist’s nicht ungewöhnlich, seine Seele, das Aktienportfolio und Frau samt Gespielin für ein MacKay-roundbody Päarchen zu opfern.
Die bedauernswerten Sklaven der Götter sind auf ewig ,oder bis zur nächsten Insolvenz, verdammt, in nichts als Barbourjacken und Tweedmützen ihren Idealen nachzujagen, ohne jemals zu erkennen, dass viel von der dünnen Atmosphäre dort oben, eh bloß heiße Luft ist.
Weiter unten, im Nebel des Marketing kämpfen sich wackere Gesellen durch den Dschungel von Innovationen, Neuigkeiten, Erfindungen und vermeindlichen Verbesserungen, auf der Suche nach einer Flinte die „ besser“ ist…
Diese mutigen Menschen wissen, ob der Gewalt dummer Wortschöpfungen…
…Sie lassen sich nicht von „come in and find out“ vom Wege leiten und wissen ebenso, dass der vermehrte Gebrauch des englischen „active „ nicht nur sprachlich verwerflich ,sondern auch unsinnig ist.
Dramatische Werbevideos, deren Kernprodukte ebenso austauschbar sind, wie die Dramaturgie und Stilmittel geklaut sind, prasseln an diesen wackeren Suchenden ab.
Was hat sie nun dermaßen gestählt, sich durch den Nebel der Erkenntnis zu kämpfen, was gibt ihnen Kraft und Entschlossenheit?
Es ist ,was der Dichter so schön ,“die Milch der frommen Denkungsart“ bezeichnet…
…der Kern dessen, was homo sapiens und homo ludens am meisten vom bananenlechzenden Baumbewohner unterscheidet…
Der freie Wille, das Wissen und der heilige, eigene Geschmack des flintenschießenden Individuums!
Was macht nun eine gute Flinte aus? Was kann sie besser machen als andere?
Nun, Güte und Ansehen liegen immer in der Sichtweise des Betrachters.
Will man das Ganze eher subjektiv beurteilen, so kommt man nicht an der „weltweiten Akzeptanz“ vorbei, die ein Industrieprodukt erfahren muss, um sich qualitativ einordnen zu lassen
Akzeptanz wir erreicht durch :
Innovation – technische Umsetzung – praktische Bewährung
Das erste :Innovation ist die Lösung von bestehenden Problemen mittels einer neuen Technik, die meist auf einer neuen Denkweise oder neuem Wissen basiert.
Sie ist Dreh und Angelpunkt allen Fortschritts.
ABER sie ist nicht immer zwingend nötig!
Ein Produkt zur Akzeptanz zu führen oder dort zu halten , gelingt, wenn die technische Umsetzung der Aufgabenstellung eines Produktes ,zwar mit bis dato konventionellen Mitteln, aber dafür verarbeitungstechnisch perfekt gelöst wurde.
Das heißt in der Realität der Flinten:
Nicht jede neue Erfindung, nicht jedes innovative Gimmik, setzt sich auf dem Markt durch.
Auch gute Erfindungen und Innovationen sind nicht immer zielführend.
Beispiel: Zündverzugszeit !
Man kann sie immer weiter herabsetzen, ohne noch irgendeinen Vorteil in der Praxis zu erlangen .
Hier setzt das Marketing seinen merkantilen Paukenschlag!
So entstehen rein ökonomisch zu erklärenden „trends“ wie z.B der Lauflänge.
Da wird versucht, ein individuelles, weil auf den Schützen, seine Schießweise und seine persönliches Art der Flintennutzung abgestimmtes Maß, mit neuen Dogmem/Trends zu erschüttern.
Nochmal zurück zur Akzeptanz
Langfristig akzeptiert wird auf dem Flintenmarkt nur, wer sich mit langlebiger Qualität, und tauglichen, weil unproblematischen Lösungen für Handling und Haptik , zeigt.
Daran liegt es, dass wir bei BDFs z.B. nur eine wirklich kleine Anzahl von Verschlußarten haben, die sich durch hunderttausende von gefertigten Waffen bewährt haben.
Diese Verschlüsse werden alle kopiert, manchmal exzellent, manchmal gefährlich naiv.
Die Urmodelle von Browning, Beretta, Boss, Krieghoff sind heute noch lebendig wie am ersten Tag.
Neue Spielarten kommen, alte verschwinden. Die letzteren haben den Test der Zeit nicht bestanden , den ersteren steht er noch bevor.
Deswegen sollte der Wanderer durch den Nebel beherzigen:
Neues muß sich bewähren…
…Vertrauen darin zu setzen ist nicht falsch, sondern ein Teil der Entwicklung jedes Produktes…
Neues ist nicht deswegen gut oder schlecht, weil es neu ist…es ist anders und vielleicht noch nicht fertig …oder doch besser, als alles was vorher war?
Verwirrend ?… Nein, nur reale Entwicklung minus Marketinggetöse!
Die viel gepriesene Bestgun ist ein gutes Beispiel dafür.
Was an ihr fasziniert, ist, seinen wir ehrlich , zu aller Erst ihr exorbitanter Preis.
„Ansonsten scheinst eine schöne Querflinte zu sein , die hübsch verziert ist.“ Zitat Banause
Egal ob London, Birmingham oder scottish “best gun”, natürlich ist mehr dahinter als insularer Snobismus..
Ca. 900 stunden Handarbeit, in der alles „händisch“ nach der Büchsenmacherkunst der Jahrhundertwende hergestellt wird.
Das Resultat ist ein , logischerweise mit Minimaltoleranzen versehenes, schießfähiges Kunstwerk.
Als solches wird „the best gun“ von Sammlern angesehen und so sehen auch die Bücher über dieses Thema aus.
Die ,welche sich den Gebrauch solcher Waffen leisten können, weil sie im geerbten Schloß mit dabei waren, freut’s.
Jene ,die sich so was leisten müssen, um gesellschaftlich auf der Insel akzeptiert zu werden, freut’s ebenfalls, weil der Wertverfall des Teils vernachlässigbar ist.
Und jene, die so was sammeln…nun, Sammler haben für alles ihre eigene Logik.
Dennoch sind diese wunderschönen Flinten anachronistisch hergestellte Waffenkunst, deren evolutionärer Einfluß auf den Rest der schießenden Welt nicht mehr relevant ist.
Und was die ach so legendäre Zuverlässigkeit anbetrifft…
Halten zu Gnaden, werte englische gunsmiths:
Für 80000 Pfund darf ich gefälligst eine Flinte erwarten, die passt, zuverlässig ist und nicht nach 30 Jahren den Geist aufgibt.
Denn all das kann eine moderne japanische oder italienische Flinte zum „Sozialhilfesatz“ von 2500 Euro ebenfalls.
Nun zurück in die reale Welt der Flinten.
Der Wunsch nach einer besseren Flinte wird oft missverstanden.
Einerseits gibt’s Leute, die suchen einfach eine Flinte ,die etwas mehr Prestige hat, ein moderneres Image innehat oder schlicht protziger ist.
Nichts dagegen zu sagen.
Das ist die Ursuppe des Marketing, das Fegefeuer der Eitelkeit…
Hier gibt es Bümas und Hersteller, Marketingabteilungen und Werbefuzzis die „Hosianna“ rufen und ihr Opfer promt umgarnen, wie weiland die rassige Kalypso den orientierungslosen Odysseus.
Doch lassen wir die Profilneurotiker mal außer Acht, so finden wir viele Schützen die gerne mehr wollen, als Leistung steigern…sie suchen in einer Waffe auch individuelle Charakteristika zu finden, mit denen sie sich langfristig indentifizieren können.
Ein Freund nannte so was mal eine „Lebendsflinte“.
Da spielen Ratio und Gefühl mit, Flintentechnik und persönlicher Geschmack.
Der Ratschlag für einen heutigen Jungjäger ist einfach, denn seine Waffe muß universell sein, um alle kommende Aufgaben lösen zu können:
BDF-Sportingmodell,12/76,stahlbeschuß,Wechselchoke ab 1200 Euro (gut verhandelt)neu;basta!
Viel schwieriger , aber auch reizvoller ist es, eine Waffe zu suchen, die eine ganz bestimmte Aufgabenstellung für ihren Besitzer erfüllen soll.
Soll’s die Krähenflinte sein, soll’s ein Päarchen für getriebene Fasane sein, was leichtes in 20… weil kein Wasserwild vorkommt, vielleicht ein Set für das jagende Ehepaar, oder ein Set mit 20 und 12,… oder ein 20er SLF-päarchen für Argentinien,… austauschbare Schaftvarianten…..oder …oder
Sie sehen, das Waffensystem ist dabei völlig egal ist.
Auch Kaliberdiskussionen werden überflüssig.
Ob verstärkt beschossen oder nicht, kann einem Taubenjäger schnurz sein ,und derjenige der das schlanke Laufbündel einer 16er schätzt, wird sich schon mit Munition einzudecken wissen.
SUUM QUIQUE
Dem Suchenden stehen alle Varianten von Flinten zur Verfügung.Neu, gebraucht,modern, klassisch …unabhängig von Überlegungen zu Wiederverkaufswerten oder dem Gedanken an zukünftige Erben und gegenwärtige Erbschleicher.
Sobald er seine eigene kleine „Must have“ Liste nach seinen Wünschen erstellt hat, steht ihm die Flintenwelt offen.
Denn nun ist er unabhängig von den Luftblasen des Marketing, die ihm eine neue Fischhaut und ein Leuchtkorn als Innovation andrehen wollen.
Jetzt merkt er, dass Facelifts bei Flinten ebenso peinlich sind, wie bei unter mediteraner Sonne gegrillten Societydamen, jenseits des Verfallsdatums.
Individualismus ist der Kernbegriff, der bei der Auswahl und der Gestaltung einer „my very best gun“ hochgehalten werden muß.
Wohlverstanden, man ist nicht auf die Hochpreis-Waffen angewiesen, aber man wird langfristig dennoch einiges an Zeit, Information und viel Geld in so eine Waffe stecken müssen.
Man geht von einem Basismodell aus, dass sich in der Praxis bewährt hat, unterscheide dort aber zugunsten seiner persönlichen Vorgaben.
Was sich sportlich bewährt, muß jagdlich nicht ebenso Top sein und vice versa.
Die Waffe muß zumindest das Potential haben, gut ausbalanciert werden zu können; dies wird die Aufgabe eines guten Schäfters sein.
Länge Größe und Gewicht werden NUR durch den Schützen und seinen Schießstil bestimmt.
Das Schloßwerk wird von Fachleuten so getunt, dass Abzugsgewichte wunschgemäß und gleichmäßig lösen, alle Flächen poliert sind, Schwachstellen mit besseren Materialien versehen werden etc.
Wie weit Verzierungen nun eine Rolle spielen, entscheidet der Auftraggeber.
Denn Gelsenkirchner Barockkarniggels sind ebenso wenig jedermanns Geschmack, wie
Moderne Emaile-arbeiten, Bolinogravur oder die schlichte schwarze Basküle.
So kommen sich persönliche Vorstellung und Waffenbau am nächsten.
NUR die individuelle Vorstellung und deren fachliche Umsetzung zählen.
Zeit spielt dabei keine Rolle…oftmals werden solche Flinten über diverse Jahre immer wieder weitergebaut (je nach Finanzlage des Besitzers), Wartezeiten spielen keine Rolle, weil man weiß, worauf man wartet.
Also :
Definieren Sie konsequent, aber auch realistisch Ziel und Zweck ihrer Waffe.
Suchen und probieren Sie alle möglichen Waffen und Systeme durch.
Machen Sie sich kundig, was handwerklich geht und was nicht.
Entscheiden sie nach Langlebigkeit und Zuverlässigkeit ihre Basiswaffe.
Scheuen sie keine Umstände und Entfernungen um an Holz, gute Schäfter und Büchsenmacher zu kommen .
Lassen sie sich und ihrem Geldbeutel Zeit!
Um wirklich an die Spitze des Berges zu kommen, gibt es keine Seilbahn oder Abkürzung.
Die Nebel der Eitelkeiten umwehen heute schon den Gipfel, aber manchmal schenkt einem der Glaube an ehrliche Handwerker und gute Konstrukteure den klaren Blick von dort oben, auf eine wunderbare Welt von individuellen Flinten.
Und wer glaubt, dass der Flintengott Purdey oder Boss heißt, wird feststellen, dass dem nicht so ist. Diese scheinen wohl eher Halbgötter zu sein , für jene, die jemand zum Anbeten brauchen.
Wie sein richtiger Name ist, weiß wohl niemand, man munkelt, er würde manchmal auf Pietro oder John hören…manchmal auch auf Moses, Jose oder …Oskar
Geschrieben in guns and gear | Keine Kommentare »
20.12.2008 von Bunduki.
„Eine Große Auswahl an Flinten erwartet Sie!“
Schon mal gelesen? Und …?
Jaaa. Schon,aber eigentlich…?!
Die leicht verunsicherte Antwort ist verständlich.
Zwar quellen Auktionsplattformen über vor Flinten,doch was erwartet den willigen Konsumenten?
Alter Strunks,viel Schrott- und wenig Schrotflinten.Selten Qualität, meist nur Räumungsverkauf der überalterten Bestände von privat und Gewerbe.
Der Neuwaffenmarkt ist aber auch nicht bunter.
Einige große Hersteller liefern lieber primär ins Ausland ,bevor man den deutschen Verbraucher bedient,denn für die Stückzahlen tun’s Ankündigungen und bunte Broschüren.
Einige wärmen die immer gleichen Flinten - Brötchen mit neuer Fischhaut und einem prefix an der Modellnummer auf.
Andere protzen mit Innovationen, die nicht von Genius eines Konstrukteurs kunden,sondern allerhöchstens von der umfangreichen Flintenbibliothek eines externen Beraters.
Ist das alles schlimm?
Nein. Ganz und gar nicht. Denn wir sind bescheiden! Wir brauchen nichts wirklich neues, oder anderes.
Unsere Stände sind einfallslos mit leistungsreduzierten Winkespielchen des DJV oder den Olympischen Ambitionen des DSB versehen,wenn schon nicht ausgelastet.
Parcours findet im kleinen Zirkel statt.
ZZ ist unbekannt und so auch viele andere Spielarten, die das Leben und das Schießen in anderen Ländern so bunt machen.
Dafür neue Flinten? Aber nööö…
Solange eine 71er BDF mit Backe und Riemenbügel,Voll und Halbgechoked als Standardjagdwaffe jedem Jungjjäger ans Herz und die Brieftasche gelegt wird…
Solange Seratonin-ausschüttungen jenseits der „drei RitterSport-Tafel-Level“, den Flintenbetrachter glücklich machen ,weil sein Auge auf dem tiefgestochenen ,röhrenden Esel des ehemals volkseigenen Graveurduos M. Eder und Pumuckel ruht…
Solange große Teile der schießenden Gemeinde immer noch nicht an „Wechselchokes glauben“ wollen,weil: „Streupatronen tuns auch!“…
Solange wird’s auch bei uns keine wirkliche andersartigen, neuartigen Flinten geben.
Hat auch seine Vorteile.
Entwicklungsabteilungen können Personal einsparen ,oder sich ausgiebig der Lektüre ausländischer Flintenbücher ergeben.
Daraus dann kurz die Reanimation einer Erfindungsmumie der Jahrhuntertwende duchzuführen,beansprucht wenig Gehirnschmalz und nur wenig Mühe am Rechner.
Auf den Hochglanzbroschüren der Marketingabteilungen glänzen diese Synapsenzündungen genialer Recherchenkunst, dann als Innovation des dritten Jahrtausends.
Mal ganz ehrlich…
Glauben Sie wirklich, dass alles, was uns heute angeboten wird, neuen Ideen entspringt?
Niedrige Baskülen
Lineare Schlagbolzenanordnung
Schäfte ohne Verschraubungstollen
Überbohrte Läufe
Verstellbare Schienen
Lange Überganskonen
Gewichtsverteilung per Einlagen und Verschraubungen
Rückstoßdämfung im Schaft und am Lauf
Lauf-Porting
Schnelle Zündverzugszeiten
Langlebige Schlagbolzen
Unzerbrechliche Federn
Verstellbare Schäfte
anatomisch verbesserte Schaftformen
nachstellbare Verschlüsse
selbstregulierende Gassysteme
fein regulierbare UND schussfeste Abzüge
rostfreie Materialien
Kunstoffschäfte
Baukastensysteme
Alles ,und noch viel mehr,… schon dagewesen! Schlag nach bei Greener…;)
Das man vieles heute wiederbelebt, ist gut.
Schade, dass unsere Sportszene zu einfallsloß ist, diese ganzen nützlichen Sachen auch wirklich in den Alltag aktiv einfließen zu lassen.
Mein lieber Freund „Zonkmaster“ (heißt natürlich nicht wirklich so),Flintenfreund und Sammler in den Weiten des flachen Landes, beklagt mit viel Verve das Überangebot an „Vielfruchtmarmelade“ im Waffenmarkt.
Soll heißen: Alle Geschmacksarten zusammengemanscht, anstatt ein Aroma hochwertigst zu pflegen und dem Gourmet zu präsentieren.
Sicher hat er da, zumindest teilweise, Recht.
Liest und hört man doch immer wieder von Leuten, die Trap,Skeet,Parcours und Jagd mit einer Flinte erledigen wollen.
Resultat ist nicht die eierlegende Wollmilchsau, sondern ein Flinten-Bastard ,zu allem bereit, zu weit weniger in der Lage.
Hier nun, will ich einige Flintenkonzepte vorstellen, die hochspezialisiert sind.
Sie werden in DE wenig Anwendung finden ,sind aber für jeden Flintenfreak interessant.
Auch von den Kosten her, stehen sie den edelstem an italienischem Flintenbau nicht nach.
Eigen sind ihnen ihre aufwendige Verarbeitung und die Verwendung von Ideen,die vielfach auf Männer wie W.W.Greener zurück gehen.
Ein großes Betätigungsfeld erschließt sich diesem Waffenbauern im American Trap.
Reglement und Aufgabenstellung verlangen nach ausgesprochen spezialisierten Waffen,um in der vorderen Front dieses amerikanischen Massensports mitzumischen.
Charakteristisch für alle Waffen sind extrem lange Läufe.
Versehen mit hochwertigen Wechselchokes oder auf die Patronenvorlage abgestimmten, sehr langen Festchokes, gehören auch besonders berechnete Übergangskonen zum Standart.
Das Überbohren des Laufes ist seit vielen Jahrzehnten selbstverständlich,da sich die verbesserte UND kontrollierte Deckung auf den extrem weiten Schußdistanzen des Am Trap bewiesen hat.
Die Trefferlage ,der „Point of impact“ wird mittels der überhöhten Schien erreicht,die größtenteils auch noch verstellbar sind.
Trefferlagen von 80:20,90:10 oder 100+ sind keine Seltenheit.
Das bei uns grassierende Unverständnis für solche Schienen, resultiert aus dem halbwissenden Nachgeplapper von eingebautem Hochschuß,aufrechter Kopfhaltung und dem Glauben,dass mit einer Raspel am Schaft segensreiches für die Trefferlage erreicht werden kann. (in einem der nächsten Flintenblogs werden wir auf diese Thematik eingehen).
Der alte ,dröge Spruch: „der Lauf schießt ,der Schaft trifft“ ist scheinbar bei den AmTrap Schützen unbekannt.
Die wissen, wohin ihr Lauf trifft und bestellen ihn auch so.
Ansonsten pfeifen sie auf Regenpfeifer (Insiderwitz für J.)
Der Schaft dient ihnen,wie uns, zur Positionierung des Zielauges.
Allerdings hat sich bei diesen Waffen der Verstellschaft durchgesetzt.
Verstellt werden und an den Voranschlag des Schützen angepasst,kann jeder Winkel des Schaftes.
Darüber wird der Schaft, mit seiner Masse, auch als Absorber der Rückstoßes genutzt und bei einigen Waffen ohne Verschraubungsstollen gefertigt. Die Befestigung erfolgt auf dem „kurzen Weg“.
Auch ein sehr rühriger und endlich wieder innovationsfreudiger Flintenhersteller ,hat diese Vorteile erkannt und fertigt seine neue Jagdwaffe mit einer derartig zielführenden Befestigung.
Zwischen Lauf und Schaft sind ungewöhnliche Baskülen zu sehen.
Weg vom klassischen Keilverschluß mit obenliegenden Hebel,setzte sich eine gänzlich (für uns ungewöhnliche ) Optik durch.
Funktional und schlicht,ausgreifend und professionell gestaltet: Form follows function
Diese Baskülen bieten auch ungewöhnlichen Abzugsgruppen Platz.
Kein Hammer setzt Energie um, sondern linear geführte Titan Schlagbolzen treffen gradlinig und irrwitzig schnell auf die Zündhütchen.
Um das ganze noch zu beschleunigen, setzt man auf Wunsch auch sogenannte „Release-trigger“ ein.
Eine sehr unkonventionelle,umstrittene Art des Abzuges, der erst auf Loslassen die Zündung auslöst.
Gut, daß es diese Dinger nicht bei uns gibt…Unfälle wären bei unserem Übungsstandart
an der Tagesordnung.
Hier die Creme de la Creme der american Trap-Flintenbauer
Ljutic
Das auch andere Hersteller für american Trap eher konventionelle Waffen an den Sport anpassen, zeigen, neben den drei bekannten und woanders ausreichend verlinkten drei B’s, auch:
Ruger
leider nur mehr Erinnerung und Sammlerstück
Krieghoff
ein bewährter Klassiker in europäischer Bauweise der in den USA zurecht dafür Kultstatus besitzt.
Doch auch für Jagdwaffen gibt es Innovationen und extreme Querdenker.
Einer von Ihnen ist der deutschstämmige Georg Hoenig aus Boisie,Idaho.
Bekannt für seine Tuningarbeiten an Repetierbüchsen, ist er legendär geworden durch seine BDF , seine Bockbüchsen und seine grazilen Vierlinge.
Die schottischen Meisterbauer waren immer stolz auf ihre „Round Action“ Waffen, wobei sich hier das Wort „round“ auf die Unterseite der Basküle bezog.
G.Hoenig war konsequent und baute rund ,was er rund nannte.
Vierling
Flinten
Leider gibt es nur sehr wenige Bilder seiner Waffen im Netz, sodass die links nur einen viel zu geringen Eindruck seines Genies vermitteln.
Abseits des großen Teiches, gleichwohl für das dort ansässige Klientel, wurde auch in Europa Genie und geradzu klassischer Formenverstand bewiesen.
Cosmi… die “schießende Nähmaschine ” wird sie von einigen despektierlich genannt.
Andere nennen dieses Kunstwerk aus Edelstahl, eine der gelungensten,weil harmonischten Flinten der Welt.
Cosmi
eine führwar traurige Webseite,die der Waffe nicht gerecht wird.
Ihre Tage scheinen gezählt zu sein,bieten doch soviel Hersteller heute großartige und extrem zuverlässige SLFs an ,die viel einfacher geladen und gehandhabt werden können…und darüber hinaus auch bezahlbar sind.
Unerreicht bleibt ihre Führigkeit und das Gefühl, eine wahrlich meisterhafte Waffe auf der Jagd zu benutzen.
Eben einer der “italienischen Momente” im Leben.
Selbstladeflinten bieten Erfindern viel Betätigungsfeld.
Denkt man konsequent quer, stößt man zwangsläufig darauf , die Rückstoßminderung des Nachladeprozesses zu nutzen und daraus eine Sportwaffe zu konstruieren, die höchste Schussserien ermüdungfrei zulässt.
Auch hier war das american Trap mit seinen hohen Vorlagen wegweisend.
So konstruierte Browning seine „recoilless Flinte“ für diese Disziplin.
Nicht schön, heute aber sehr selten, … munitionsabhängig und dennoch genial.
Jahrzehnte später wagte die mutige Firma Beretta den gleichen Schritt, wie einst Browning, zu gehen.
Die Beretta UGB 25 xcel
Wie man munkeln hört, immer noch mit Liefer- und anderen Problemen belastet, scheint sie mir weit mehr zu sein , als ein Exot.
Zwei Tage hatte ich Gelegenheit, diese Waffe intensiv zu schießen.
Schießtechnisch begeisternd,… eine wahre Killermaschine auf dem Trap und american Trapstand.
Für das ZZ wünschte ich mir kürzere Läufe, im Parcours sehe ich keine Zukunft.
Zugegeben, hübsch ist im Flintenbau etwas anderes, vieles gewöhnungsbedürftig…doch wenn man sich damit vertraut gemacht hat….Ohhhh MAMA !!!!
Ungewöhnlich, optisch wie technisch, ist auch die m.E. recht gewagte Swingtrap von Wurfscheiben und Maschinebauer Laporte.
Swingtrap
Vom Design liegen die Franzosen ja oft etwas neben dem Mainstream, wie ihre Autos, Ihre Filme oder die Browning Cynergie bewiesen.
Dennoch sind Ideen wie Geräuschreduzierung und ein extrem weiches Schießverhalten, für die Anwenderzielgruppe der Eventschützen sicher interessant.
Die Anwendung der Hushpower liegt fernab der normalen Flintennutzung ,im Bereich der Schädlingsbekämpfung.
Aufgrund der Dimensionen und ihres Leistungspektrums, sind Schalldämpferwaffen
derzeit eine Randerscheinung .
Hushpower
Abseits von gewagtem Design, aber mit dem Panache des wahren Genies, brilliert die Darne Flinte und macht jede Verunstaltung von Waffen durch französischer Konstrukteure wett.
Eine wahre Königin an Eleganz und Langlebigkeit
Die Darne
Dass Jagd mit der Flinte auch extreme Anforderungen an das Material stellt, erkannte ein nordischer Flintenbauer und baute konsequent aus stainless steel:
Die Flodman
…und das Jagd mit der Flinte auch gaaaanz anders aussehen kann, beweisen die hochwildtauglichen Repetierwaffen von Tar Hunt:
Tar Hunt
Wie man sieht…nicht alles „Vielfruchtmarmelade“ ,sondern viele kleine und große Erfindungen, ungewöhnliche und interessante Waffen.
Weit mehr als Auktionsplattformen, Versandkataloge und unsere magere deutsche Fach-Literatur und Presse
bieten.
Schade, denn so manches wäre auch in DE umzusetzen, wenn…
…ja, wenn der Blick mal über’n Tellerand fallen würde und Lust auf Abwechslung, nicht gleich als unseriös abgetan würde.
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4.12.2008 von Bunduki.
Kommt ein netter Mensch zum Schießen, will kurze Tauben üben und hat den Vollchoke im Lauf.
„Warum es sich schwer machen?“ frage ich
Darauf die viel gehörte Antwort : „Aber man hört doch immer: wenn man drauf ist, ist man drauf…?! “
OH Gott! Schon wieder klopft der Stammtisch an…
Dem Einfluß von zu vielen, zu lauten und zu wenig kompetenten Standnachbarn , kann man sich eben nur schwer entziehen und fängt an, auch diesen Blödsinn zu glauben.
Und seien wir ehrlich, wer hätte nicht schon mal leicht sediert eine solche Denksportaufgabe zum besten gegeben, wie weiland die kryptisch formulierende Gertrude Stein:
„ein Mann ist ein Mann ist ein Mann“ oder „ Es ist kein Dort ,dort „
Derartig Dadaeske Wortschöpfungen verdrehter Ganglien, korrespondieren prächtig mit der Frage aller Fragen:
Warum heißt der Regenpfeifer, Regenpfeifer ?
Weil er >auf< denselben , oder weil er >im< Regen pfeift?
Nun, drauf gepfiffen, genau wie auf Weisheiten ala „wenn man drauf ist…“
Es sei erwähnt, dass es durchaus Sinn machen kann, mit engen Chokes nahe Tauben zu schießen.
Sinn macht’s bei talentierten und sehr weit fortgeschrittenen Schützen .
Hier sprechen wir nicht von Leuten, die mal 15 Tauben von 15 „geschafft“ haben, sondern von Schützen die volle Sportserien im Training schaffen oder im Parcours deutlich über 87% liegen.
Hier wirkt die enge Garbenausdehnung als gutes Hilfsmittel beim Feintuning des Schwunges.
Ansonsten ist eine solche Chokewahl wenig zielführend.
Besonders wenn’s darum geht , jagdlich fit zu werden.
Warum? Stellen sie sich einen Schützen vor, der mit Blei #8 und Vollchoke auf dem Skeetstand kurze Tauben übt.
Auf der Gänse-Jagd benutzt er aber WE Schrot# 2 und ergo max Halbchoke und schießt auf 35 + Meter.
Hat sich was mit sinnvoll...gell!
Die Mähr geht, das Halb-choke Weicheisen, das Pendant zu Dreiviertel-choke Blei darstellt.
Es sind Allgemeinplätze wie dieser, die Jäger verunsichern , vor allem, weil die reale Jagdsituation oft andere Ergebnisse erbringt, als erwartet.
Nun man mag sich wieder mal wundern, aber "shit happens".
Es gibt Aftermarket chokes,und auch Standard-Fabrikeinsätze die sich anders verhalten.
Es kommen laufend neue WE Patronen auf unseren Markt ,zu denen es außer Werbung keine
Erfahrungen gibt.
Bei der Chokewahl muß man experimentieren, ...vermuten,im Internet wildfremde Leute nach Erfahrungen fragen,bringt nichts,... ausser fremde Meinungen über fremde Flinten und fremde Patronen.
Die Wirkung jeder Patrone ist individuell: mit jedem Choke - mit jedem Lauf
Nichts führt am ausgiebigen persönlichen Test an der Anschußscheibe vorbei.
(wie, wurde bereits mehrfach im Flintenblog beschrieben)
Es ist darauf zu achten, dass die Arbeitsladung (Jagd) eine ähnliche Deckung aufweist wie die Übungsladung.
Das dies durchaus mit Choke-schrauberei verbunden ist,, sollte jedem klar sein.
Viele Jäger üben auf „Blei-ständen“, nützen aber gesetzestreu WE auf der Jagd.
Hat man seine Arbeits- und Übungskombination gefunden, sollte man dabei bleiben und diese ausgiebig auf alle Entfernungen testen .
Diese Entfernung ergeben sich aus den individuellen Jagdgegebenheiten des Flintenschützen.Nicht aus Ratschlägen alter Männer oder Broschüren in High gloss.
Es sich dann auch noch schwieriger zu machen und bewusst noch die zu enge, und damit falsche Chokewahl zu treffen, ist kontraproduktiv.
Die neuen WE Patronen ändern unser Schießverhalten auf der Jagd.
Die Qualitätsunterschiede zwischen den Marken sind beeindruckend bis erschreckend.
Nur wer ausprobiert, auch mal einen Nachmittag der, zugegebener Maßen langweiligen, Testschießerei opfert, wird guten Gewissens auf die Jagd gehen können.
Um das zu tun, braucht's die notwendige Chokeauswahl.
Also fangen Sie zuerst mit den verfügbaren, weil mitgelieferten Chokes an.
Sind sie zufrieden? OK.
Wenn nicht , wenn also die Deckung immer noch Löcher aufweist und keine Patrone wirklich befriedigt…ja…. bleibt nur die Hilfe der “Wunderchokes”..
Dabei gibts die tollen Dinger in allen Variationen.
Ist die Entscheidung bei lang und kurz noch einfach: ” je länger - desto besser!”
…wirds bei den Materialien und den Design schon schwieriger.
Ob Stainless,Brüniert,mit oder ohne Farbmarkierungen ist völlig egal und Geschmacksache.
Titan ist der neuseta Renner und verliert gegen alle.
Es ist zwar unwesentlich leichter ,dafür aber nicht WE-eisen tauglich,nicht mal in den Sportversionen.
Sogn. Compensatorbohrungen in den Chokes bringen herzlich wenig.Rückstoß ableitung oder Energieableitung funktionieren nicht,da keine Prallflächen wie bei den Comps für Kugelwaffen vorhanden sind.
Was sie tun ,ist lauter zu knallen und mit Blei schnell zu verkleistern.
ABER merkwürdigerweise liefern sie in meinen Waffen mit Stahlschrot eine ausgesprochen gleichmäßige Deckung.
Woran das liegt? Selbst der Hersteller fand keine werbeträchtige Erklärung.Ich vermute, dass das sehr kontrollliertes Verlassen des
Laufes und der schnelleren Trennung von Garbe und Zwischenmittel zu dem positiven Effekt führt,da die verwirbelungen an der Mündung vermieden werden.
Dies wird aber nochmal gründlich untersucht werden…
Aftermarketchokes kosten also richtig Geld.
Besonders in Deutschland,da sich kaum ein Händler findet,der ein entsprechendes Lager einrichtet.
Der Eigenimport ist aber von allen Herstellern möglich.
Erfreulicherweise liefern heute renomierte Hersteller schon ihre Waffen mit Chokes der Spezialhersteller, oder mit raffinierten Eigenkonstruktionen.
Ein Schelm,
der dabei sarkastisch weiterdenkt und auf die Idee käme,dass die Hersteller nun endlich die alten billigen Stahlröhrchen ersetzen,weil der sichtbare und monitäre Erfolg der Aftermarket-Chokes sie dazu zwingt…
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Genauso verwegen der Gedanke,dass Händler oder Bümas den Kunden Ihrer Flinten, eine Auswahl an Brileys,Teagues etc,zum Anschuß überlassen (natürlich gegen Gebühr).Der Kunde könnte so gezielt auswählen.
Nun liebe Freunde,vielleicht verführt die Lektüre des “Flintenblog” ,ja mal wieder den einen oder anderen unserer “Flintenspezialisten” dazu, eine großartige, kundenorientierte und bundesweit einmalige Service-Idee zu haben…wäre ja nicht das erste mal…gell
Es bleibt immer Raum zum pfriemeln und verbessern. So bieten manche Chokehersteller auch Zwischengrößen an, die manchmal den kleinen Rest mehr an „performance“ bringen,den man so dringend gesucht hat.
Mir zumindest, gings bei 2 meiner Leib- und Magenflinten so.
Allein die wenigen ,wahren Flintenbesessenen unter den Nobel-Herstellern setzen heute auf feinste Individual-Lösungen.
Zu diesem Zweck verwendet man fabrikmäßig, oder auch nachträglich, eingebaute “thinwall choke”.
Hier allerding, wird auch gleich der Übergangkonus entsprechend erweitert und verlängert, um somit “ab Werkstatt” das Optimum rauszuholen.
Hier nun eine kleine Auswahl an Chokeherstelllern.
Wie immer ohne Werbung,Wertung und Kommentar:
und wenn sie immer noch glauben, dass Chokes vom Hersteller der Waffe stammen…Effebi
Eine recht interessante Seite ist die von 10xshooters mit ihrem Deckungskalkulator ( leider nur in Blei)
Auch die anderen Seiten sind aufschlußreich.
In den guten alten Zeiten wurde seiner Lordschaft die Flinte passend zur Munition gechoked.Die Bestgun blieb ein Leben lang am Mann,die Munition war immer gleich: leichte Vorlage ,kleine Körnung…und die Jagden waren in Schußweite und Wildart recht ähnlich.
Heute ist alles anders.
Die moderne Flinte zeichnet sich dadurch aus,auf die individuellen Jagd und Sportbedürfnisse ihres Besitzers abgestimmt werden zu können.
Eine wachsende Vielzahl von Patronen und Alternativschroten setzt ständig neue Maßstäbe.
Denen mit alten Weisheiten und der “Püsterkonfiguration von Anno Tobak “zu begegnen,hieße inkompetent zu jagen und Beute zu verschenken.
Wir sind bei aller Vielfalt und Unübersichtlichkeit nicht zum Hamletschen Zaudern und den zweifelhaften Ratschlägen aus der Gerüchteküche verdammt.
Wir müssen’s nur anpacken.
Wir entscheiden, wie unsere Flinte trifft!
Möge der Choke mit Euch sein!
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18.11.2008 von Bunduki.
Wenn wieder Regen und Nebel die Stimmung trüben ,man wehmütig sinnierend in ein Glas famosen Graus schaut und dabei von „Mariza der göttlichen“ in die echte und wahre Saudade gesungen wird…dann wird’s Zeit was sinnvolles zu tun und wenigsten dafür zu sorgen, dass dem in weihnachtlicher Gier bebendem, leptosomen Sprecher des Einzelhandels ein Lächeln
auf die schmalen Lippen gezaubert wird.
Gott schuf das Weihnachtsgeld, damit die Basaris und Levantiner auch was zu lachen haben, und den Menschen auf Erden die Heizkostennachzahlung nicht das Portfolio zerbröseln lässt.
„Das kauf ich Ihnen ab“ schwelgt die Werbung und suggeriert, dass dies derart bekloppte Leute tun, wie sie nur im Alptraum eines Servicekonsultanten vorkommen.
Doch die Tradition des Weihnachtsgeschenks ,hat auch gute Seiten…
Endlich sieht man seinen Partner mal wieder von Herzen glücklich, trotzdem der Schwiegermutterzonk beiläufig, sowohl Bosheiten, wie Aachener Printen mümmelt , es die Brut zum Abchillen an die nächste brennende Mülltonne zieht und auf dem Anrufbeantworter sich die Festwünsche der erbschleichenden Verwandten, an die liebe Oma stapeln.
Glücklich wurde der Partner ! …und nichts ist und war und wird wichtiger sein!
…und das gelang durch ein Geschenk, welches Nachdenken und Einfühlsamkeit verlangte…
Damit Sie liebe Ehefrauen,Freundinnen,Lebensabschnittsgefährten/innen,Bettgenossen und
Gefährten ein wenig Einblick in die männliche Wunschwelt bekommen, stelle ich hier nun einige subjektiv ausgewählte Spielsachen, Träume und jede Menge Krimskrams ein.
Vielleicht hilft’s ja und „man“ findet was ihm, ihr oder beiden ein wenig Freude bereitet.
Dabei ist Freude bekanntlicherweise nicht vom Preis abhängig.
Die Freude scheint mir am größten, wenn Geschenke mit Bedacht gewählt wurden.
Für den schießenden und jagenden Empfänger ist das gar nicht so schwer…denn übers Jahr fielen immer wieder kleine Bemerkungen , welche zeigten was „mann“ sich wünscht.
Jawohl liebe Frauen ,wir können das auch…und brauchen nicht mal ein Schuhgeschäft oder die Hilfe eine Parfümerieverkäuferin ! HA !!
So ließ der Satz: „Also im fernsehen kommt ja gar nix vernünftiges mehr“ auf den Wunsch schließen, mal eine nette Männer-Jäger-Schieß-DVD zu sehen.
Ein toller Film über die Jagd in Afrika, spannend bis zur letzten Sekunde und alles nach einer wahren Begebenheit:
Geist und die Dunkelheit mit Val Kilmer und M.Douglas
Ein Film für nostalgische Flintenfreunde mit guten Englischkenntnissen
The shooting party mit James Mason und Sir John Gilgood
Ein Film mit wunderschönen Aufnahmen,basierend auf den seltsamen Leben des Archie Belany der soviele Menschen als GreyOwl
narrte und doch mehr für den Naturschutz in Nordamerika leistete als viele andere.
Ein Film mit Pierce Brosnan “Grey Owl”
Filme wie auch Bücher über die Technik des Flintenschießens findet man hier bei:
Shooting books
Eine feine Auswahl,hilf- und lehrreich.
Auch hier bei Safaripress findet DVD s und vor allem ein großartiges Angebot an Afrikabüchern..
Wer gerne in antiquarischem schmökert, den Bezug von Flinten zu Fliegenangeln begreift und darüber auchn noch Geld sparen möchte der stöbere bei Coch Y Bunddu book ,dem walisischen Schatzkästlein für alte Flinten und Angelbücher

Eine meiner persönlichen Stöberseiten ist der Upland Almanac der auf seinen Seiten nicht nur über die Jagd berichtet sondern auch auf der Webseite eine großartige Auswahl an Büchern und links aller Art präsentiert.
Besonders allen Flintenschützen sei „Blacks Wings and Clays 2008 „ ans Herz gelegt.
Ein herrlicher Blick übern Tellerrand in die wahre Größe des Flintenmarktes.
Danach ist ein Einkauf bei Büma um die Ecke allerdings nur noch eine Lachnummer….
Was jeder Jäger braucht,jeder Bub haben muß und jeden Mann (und Angelina Jolie) fasziniert,sind Messer.
Nein,natürlich keine 08/15 Schneidwerkzeuge…sondern möglichst handgefertigte Einzelstücke oder Klingen in kleinen exklusiven Auflagen.
DER Traditionshersteller PUMA ,war Wegweisend bei Qualität der klassischen deutschen Jagdmesser und geht wie viele ander heute auch neue Designwege .
Ene Riesenauswahl funktionaler Messer und innovativer ,vor allem aber bezahlbarer, Klingen bietet das BÖKER-Baumwerk.
Sehr guter Kundenservice,auch noch nach vielen Jahren,überzeugte mich persönlich von diesen Produkten.
Eine LIGA für sich sind die Custom Messerbauer.Exklusiv,teuer und edel…nichts für den Alltag und doch alltagstauglich!
Jürgen Schanz sticht aus der Masse der Knivebuilder in Deutschland hervor!
Nicht weniger genial, exklusiv und kreativ: Wolfgang Dell
Eine Kunstform die ursprünglich die Messer der Inuit verzierte, ist “Scrimshaw” .
Wenige widmen sich bei uns dieser Kunst,nur wenige beherrschen sie so pefekt: Eva Halat
Kunsthandwerk und Schnickschnack für große Jungs, die in der Wohnung mitbestimmen dürfen, was an Wand und in die Ecken kommt, scheint beliebter als ich vermutete.
Der Flintenblogartikel über Kunst schien einige Leser angeregt zu haben nach solchem
„Tand“ zu suchen.
Gerade die US Firmen Remington und Winchester haben unglaublich viele Dekoartikel, aber auch das eine oder andere praktische Teil, für ihre Fans herstellen lassen.
Kitschig, orginell, drollig praktisch oder komplett hirnrissig…schön ist was gefällt und gefallen tur alles was glücklich macht:
Die Winfieldgalleries mit Bildern Lithos etc
Wer gleich seine ganzen Freunde und bekannten mit orginellen un typischen US Jagdszenen in der klassischen Blechtafelform erfreuen will, wende sich an :American Sportsman Sign
Die Firma Winchester Gifts vertreibt die absoluten Klassiker der „Kleinen Jungen Spielekisten“, dazu noch allerlei anderes, was das Logo Winchester trägt und für jeden großen Jungen ein Kindheitstraum darstellt.
Natürlich ist auch Remingtongifts nur einen Klick weiter…genau wie diversa ander US Marken mit Ihrem SchnickSchnack undter Outdoorgifts
Diejenigen ,die den kurzen Hosen äußerlich entwachsen sind, aber ihren kindlichen Sammeldrang immer noch nicht beherrschen können, gibt’s hier bei NEACA die orginalen
Alten Sammlerstücke von Katalogen, Patronen,Strunks und Zubehör…nicht billig …eben für Sammler…
Modernes Browningzubehör und Schnickschnack, sowie hervorragend verarbeitet Jagdbekleidung findet man bei NICA
Männer waren alle Abenteurer,zumindest mal mit 7 Jahren.
Ferne Länder,Wilde Jagden, Eroberung der Wildnis und das Gefühl der Freiheit
…ach ja war das schön…
heute gibts dafür Filme, und Pauschalreisen
Einer, dem dies zuwenig war und jämmerlich an sich selbst und einem kruden Freiheitsideal zugrundeging,widmete Jon Krakauer das Buch
In die Wildnis
Das ganze wurde nun von Sean Penn verfilmt.
„into the Wild“
schöne Bilder,nette Musik,tragische Geschichte
Mehr Bilder aus dem Land in dem Männer noch Männer sind und Frauen das härteste Hundeschlittenrennen der Welt gewinnen,findet man auf den großartigen und sehr preiswerten Kalendern von Greatland Grafics
Wer Bücher ,Souvenirs und skurrile Geschichten aus Alaska sucht der findet bei den State troopers eine passende Auswahl…und hilft mit seinem Kauf auch noch den Veteranen dieser Polizeitruppe.
Ob Alaska,Cordoba,oder die unendlichen Weiten des Emslandes,der Jäger und Abenteurer hat in allen Gegenden ein drängendes Problem, für das nur wenige Outdoor-survival-Autoren ihre Leser sensibilisieren.
Um so mehr Dank an kathlen Meyer und Joe Lindsay in ihren bahnbrechenden Werken “how to shit in the woods” (jetzt auch auf deutsch!) und “up shit creek”
Das Thema fotografisch umgesetzt hat Harr M.Walker in seinem bahnbrechenden Werk “outhouses of Alaska“,welches noch andere Künstler bewegte sich dem Sujet zu nähern… diverse künstler
Doch nun zu den wahrlich handfesten Geschenken.
Wer hätte nicht gerne seine Pistole individualisiert oder ein schikes Jagdmesser mit einem Griff versehen, den eben nicht jeder hat.
Es gibt nichts ,was der Markt nicht liefert:
Pistolen und Revolvergriffe aus den unterschiedlichsten Materialien bei AJAX Custom grips
Eine besonders schöne Griffauswahl,auch in Sambar Hirschhorn,hat Eagle Grips zu bieten.
Bei Horngriffen achte man auf die Dichtigkeit des Materials und die Herkunft um Fehlkäufe zu vermeiden.
Auch die Fa. NILL in Deutschland fertigt individuell Pistolengriffe, Revolvergriffe UND ungewöhnlich Schäfte für Flinten
Wenn’s exklusiv werden soll und das Material entsprechend exklusiv sei die Mammutwerkstatt empfohlen:
Eine Elfenbein-schnitzerei-meisterin fertigt hier ebenfalls hochwertiges nach Kundenwunsch
Man beachte aber bei allem Elfenbein und Horn die Cites_vorschriften.
Die Nachfrage ist groß ,Material aber immer schwerer und teurer zu beschaffen.
Das allerdings ist auch ein Vorteil, da er solche Griffe zur Wertanlage macht.
Als Beispiel kosten Sambar Hornschalen heute zwischen 300 und 500 Euro ,und haben sich so im Wert in den letzten Jahren verdoppelt.
Für den reinen Flintenjäger gibt’s auf der Treibjagd ein Gerät,welches fast so wichtig ist wie die Flinte.
Der „Shooting stick“ oder auch Sitzstock..
Feine stabile und stilvolle englische Sticks bei „The gamebird Co.“
Wer stilvoll nach englischem Vorbild jagd ,wird auf die berühmt berüchtigten Flintenriemen an der Waffe verzichten.
Getragen wird die Waffe im Futteral und das ist ,sofern es was wirklich exklusives sein soll,schwer zu bekommen.
Hervorragende Handarbeit, beste Materialien, klassisches Design und bei Direktbestellung sehr attraktive Preise bieten die Meistersattler der „El Molino“ und die Künstler von „Rey Pavon“.
Und wer sich und andere der grünen Zunft nicht ganz ernst nimmt,wer auch über sich selbst lachen kann und mal wieder in respektlosem ,hintersinnigem, skurrilen und geistreichem Humor schwelgen möchte,dem sei zum Schluß hier der „der kleine Tierfreund„ empfohlen.
Weil,… egal was man schenkt….wichtig ist nicht Preis, Prestige und Marke, sondern das Lachen auf den Gesichtern…
Viel Spass beim Stöbern
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26.9.2008 von Bunduki.
Wieviel muß ich von der Schiene sehen ?
Kaum eine Frage, die öfter gestellt wird.
Sei es am Anfang der Ausbildung oder bei selbstkritischen Schützen ,die sich immer wieder fragen, woher der eine oder andere Fehlschuß kam.
Ach ja…und es gibt soviel schöne Hilfsmittel und in jedem Forum ,auf jedem Stand und in jedem Geschäft, erfährt man neue geniale und seit Generationen bewährte Tipps:
Klorolle auf den Lauf kleben , 10 Centstück auf dem Lauf ballancieren, Briefmarke vors Korn pappen und vielen anderen kuriosen Schabernack aus dem Reiche Dilletantiens.
Dann kommen die levantinischen Basarbümas mit der offenen Hand und empfehlen Leuchtkörner in diversen Farben…alle lang und extra lang und leuchtend,und strahlend und absolute Entenkiller und allesamt kontraproduktiv und schädlich.
Der Zielvorgang des Flintenschießens ist KEIN Zielen, wie mit der Büchse,liebe Gemeinde!
Das Korn wird vom Auge während des Schwunges nur periphär (verschwommen und unterbewusst) wahrgenommen.!!!
Sieht man das Korn scharf ,freut sich die Ente!
Und LEUCHTEN,liebe Freunde muß das Korn auch nicht…es ist ja nicht Obi Wans Laserschwert!
Farbige Körner dienen dazu, dem Auge in schlechten Lichtverhältnissen, das Ende des Laufes zu zeigen und damit eine Kalkulation des inneren Computers zu ermöglichen, die den Schwung zur Geschwindigkeit des Zieles beinhaltet.
Was um alles in der Welt soll nun das Hilfskorn?
Auch hier hilft uns der allwissende Stammtisch:
- Hilfskorn braucht’s auf der Jagd ,aber nicht beim Sport…
- Hilfskorn braucht’s nur bei Dämmerung…
- Hilfskorn dient beim Doppeltrap zum Beschießen der zweiten Taube…
- Hilfskorn is was amerikanisches und deswegen nicht waidgerecht…
OK der letzte war übertrieben, aber der Rest ist realexistierendes Biertischgeschwätz.
Das Hilfskorn ist eine Hilfe beim Anschlag.
Mit ihm ist eine genaue Positionierung UND Kontrolle vom Führ-Auge zum Korn möglich .
Gerade im sportlichen Bereich ist dieses Korn eine Bereicherung, wenn die Möglichkeit zum Voranschlag besteht. Daher wurde es in den USA so populär und wird auch heute von vielen Leistungsschützen geschätzt.
Beim Trockentraining zuhause, gibt einem das Teilchen die Sicherheit, etwas richtig zu machen.
Selbst im Parcours hilft ein solches kleines Plastiksplitterchen auf der Schiene öfters mal ,den sich wieder eingeschlichenen Anschlagfehler, nach einem Fehlschuß, zu ermitteln.
Montiert wird das kleine Korn vom Fachmann und damit meine ich nicht den monitär orientierten Bohrmaschinenbüchsenmacher mit dem Meistertitel vom Kyberpass, sondern eine Spezialisten, der auch die richtige Entfernung zwischen Korn und Hilfskorn , passend zum Anschlag des Schützen ermitteln kann.
Wer selber probieren will..nur zu.
Ein improvisiertes Hilfskorn ist leicht gemacht
Ein wenig vulkanisierendes Klebeband um die Schiene und einen Punkt Leuchtfarbe .
siehe hier:

Was soll man nun sehen?
Grob gesagt eine ACHT.
Das kleine Perlkorn sitzt unterhalb des Hauptkornes.
Dann stimmt der Winkel Auge, Korn und Ziel.
Es genügt ein blitzschnelles Fokussieren beim Anschlag auf die beiden Punkte und man weiß, der Anschlag passt.
Nun die Human-Optik wieder auf unendlich gestellt und die Taube abgerufen…
Treffen kann so einfach sein…
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