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19.2.2010 von Bunduki.
I did it my way…! Sang schon Sinatra und recht hatte er.
Je mehr man über Waffen lernt , desto mehr man bewusst schießt , jagt und natürlich Fehler macht, sucht man Fehlerquellen.
Die größte , sich selbst, kann man mit systematischem Lernen, Training und Selbstdisziplin verbessern…bleiben tut aber noch das vermaledeite Material.
In einem der letzten Blogs sahen wir den Zusammenhang und die Parallelen bei Büchsen und Flintenschäften und mussten erkennen ,dass wenn beide Schießarten gut ausgeführt werden sollen ,auch Schaftmaße angeglichen werden müssen.
Da nun die Zeiten sind, wie sie nicht sein sollten, Geld nur selten im Überfluss vorhanden ist ,Schäfter und neue maßgearbeitete Schäfte aber viel Geld kosten, hier nun ein paar kleine Tipps, wie der halbwegs handwerklich begabte, sich seinen Schaft individualisieren kann und /oder sich die Grundmaße für den passenden Büchsen oder Flintenschaft erarbeiten kann.
Zunächst das wichtigste:
Um den Schaft anzupassen, damit sich die ganze Arbeit lohnt, sollte auf jeden Fall ein brauchbarer Anschlag und eine Trefferquote von mindestens 70% im Parcours erreicht sein.
Solange schwere Fehler im Bewegungsablauf vorhanden sind, lohnt sich weder Bastelarbeit noch der Gang zum Schäfter.
Das einzige was erreicht würde , wäre ein halbherziger Versuch Fehler des Schützen mittels eines somit falsch dimensionierten Schaftes für alle Zeit zu manifestieren.
Wie und womit gemessen werden kann, dazu gab es schon diverse Artikel im Blog.
Hier einer der zu den nachfolgenden Arbeiten passt.
Das „Schaftbasteln“ geht mit vielen Schießstandbesuchen einher. Immer wieder, werden neue Formen oder Längen ausprobiert und analysiert.
Somit ist auch wichtig, nach jeder Veränderung des Schaftes, die gleichen Taubenpräsentationen oder bei der Büchse die gleichen Schießweisen anzuwenden.
Manchmal ziehen sich solche Experimente über Monate hin, manchmal gerät man in eine Sackgasse, wo nur noch der professionelle Rat eines Schießlehreres hilft…
Fängt man jedoch gleich vor der Bastelei an, sich professionellen Rat zu holen, kann man sich so einige Umwege, auch in der Bastelei, sparen.
Gute Hilfe, wenn der Schießstand nicht gleich um die Ecke liegt, bieten Laserpatronen und Laufeinsätze wie hier beschrieben.
und hier noch die „Weiterentwicklungen“
Man sollte nicht auf die Zeit achten und penible Milchmädchenrechnungen erstellen, ob und wie viel man nun gegenüber dem Büchsenmacher spart.
Es geht um das praktische Erfahren der Umsetzung von Bewegung in technische Daten und dieses sich „in die Waffe einfühlen“ , macht Heidenspass und am Ende ist man unglaublich stolz auf „seinen Schaft“.
Es geht um “learning by doing”
Denn die Erkenntnisse die man gewann, erreichte man durch persönliche Erfahrung, die wiederum unbezahlbar ist.

Da sich die Anschaffung eines wirklich universellbaren Schaftes nur für wenige Profischützen und Fitter lohnt,ist der Weg zum Do it Yourself ,gerade bei bescheidenem Budget, nicht abwegig.
Nun also los mit der Arbeit!
Zunächst sollten man festlegen, womit gearbeitet werden soll.
Ein wertvoller Schaft an der Waffe, sollte nicht mit Feilen und Sägen maltretiert werden, wenn das Ziel nicht genau feststeht und/oder die Fachkenntnisse des Hobbybastlers noch nicht so ausgereift sind.
Ideal ist ein preiswerter Ersatzschaft. An ihm kann gefeilt und geraspelt werden, ohne dass Schaden entsteht.
Erhältlich sind Gebrauchtschäfte für fast alle Waffen bei den Auktionshäusern, bei Schäftern, Bümas und Schießschulen.
Oft sind dies hemmungslos gekürzte Schäfte, manchmal auch nagelneue Fabrikschäfte mit Standartmaßen, deren Besitzer sich schon einen Maßschaft hat machen lassen.
Natürlich können Ersatzschäfte aller namhaften Hersteller, über den in- und ausländischen Fachhandel bezogen werden.

Im Bild zwei Schäfte :
links neu Parallelschaft für Browning (neu 120 Euro gebr.ca 40 euro)
rechts gebrauchter Trapschaft f. Browning,Miroku (neu 360 Euro gebr.ca 50Euro)
Bevor es ans Grobe geht, hier einige praktische Hilfsmittel, die kleine aber wichtige Veränderungen hervorrufen, ohne dass dabei große Büma-arbeit notwendig wird und die
oft schnelle und einfache Hilfe bringen.
Für Ausbilder sollten diese Dinge Standart sein.

Combraiser erhältlich bei Flintenservice
Gummiausführung braun pro Stck 18.50 Euro erhältlich in 5mm,10mm,und 15mm Höhe
Lederverkleidet pro stck 25.-Euro
Ein sogn.Combraiser aus Gummi erhöht Ihren Schaftrücken in verschiedenen Stufen ab 5mm.
Wer „nur „ dieses Problem hat, der kaufe sich einen mit Leder überzogenen und spare sich weiter Arbeit.
Die Combraiser befestigt man mit Montageband aus dem Baumarkt.
Um die Schaftlänge zu variieren, braucht’s eine passende Schaftkappe.
Doch bis man das richtige Maß ermittelt hat, genügen einfache 2mm starke Holz-,Plastik- oder Leder-Schablonen, die man untermaßig dem Schaftprofil anpasst und nach und nach ans Schaftende schraubt.Voraussetzung sind entsprechend lange Schauben.
Durch Beilagscheiben oder halbierte Schablonen ist auch ein passender Pitch zu simulieren.
Auch ein Schaftschuh,also eine Manchette die man übers Schaftende stülpt, hilft,denn im Inneren kann man unterschiedliche Längen und Pitches durch Einlagen simulieren.
Aber nicht vergessen.Diese Hilfsmittel verbreitern auch das Schaftende!
Damit man auch mit einem solchen Provisorium aus Unterlagscheiben Schießen kann, ohne Hängen zu bleiben, verkleide man das ganze mit ordinärem Duct tape.
Und schießen müssen Sie mit Ihren Basteleien solange, bis sie einen Vorteil oder Nachteil in Ihrer Schußleistung erkennen.
JEDE Veränderung die am Schaft vorgenommen wird, verbessert die Trefferquote oder verschlechtert sie.
Auch singuläre kleine Veränderungen haben ihre Wirkung ,wenn sie zeitnah zum Umbau getestet werden und dem Körper keine Zeit gegeben wird sich auf fehlerhaftes Schaftmaterial einzustellen.!
Etwas ruppiger sehen die Arbeiten aus, wenn Senkung vom vorhandenen Schaft weggenommen werden soll. Jetzt kommen raspeln und Feilen zum Einsatz.
Bitte Vorsicht walten lassen und in kleinen Schritte arbeiten!
Nach dem gefeilt und geraspelt wurde, verkleiden sie die raue Arbeitsebene des Schaftes am besten mit glattem Klebeband wie z.B.Aluband. Das führt dazu, beim Anschlag kein zu exotisches Gefühl an der Wange zu haben.
Robustes Aluband hat sich auch dort bewährt, wo Schäfte im Finish reastauriert werden und man die Fischhaut „schleiffest „ abdecken will.
Einem Schaft mehr Substanz in der Breite zu geben oder auch den Schaftrücken aufzubauen und ihn gleichzeitig mit Schränkung zu versehen , ist ein leichtes mit Spachtelmasse.
Holen Sie sich aus dem Auto- oder Bastelzubehörgeschäft schnell bindende Spachtelmasse.
Damit den „Schaft zu formen“ ist kinderleicht.
Tragen sie Schichenweise auf, wo sie es für nötig halten und nach dem Aushärten bearbeiten/glätten Sie das ganze auf die gewünschten Maße und Formen.
Vergessen Sie auch nicht: mit dieser Methode ist es sehr einfach, sich einen fast orthopädischen Pistolengriff nach Gusto zu gestalten.
Fingerrillen, Handschweller …nix ist unmöglich.
Spachtelmasse ist leicht zu bearbeiten , Feinarbeiten sind, ebenso wie das Grobe, kein Problem.
Halten sie genügend Schleifpapier vorrätig und einen kräftigen Staubsauger für die unvermeidliche Sauerei.
Verkleiden Sie den Schaft nun mit Tape, um eine angenehme „schiessbare „Oberfläche zu erhalten ..
Gerade Schützen die ihre SLF mit Kunsstoffschaft auch an opassen wollen ,stießen bisher mit den mitgelieferten Shims (den Zwischenstücken zum Systemkasten) an die Grenzen.
Spachtelmasse,Epoxidharze und Epoxigfüllmassen helfen hier gewaltig,weil der Veränderung des Schaftes keine Grenze mehr gesetzt ist.
Diese Bastler unter den Schützen, verkleiden Ihren mit Spachtelmassen auf Maß gebrachten Holz oder Plastik-Schäfte mittels Epoxiharzen und Glasfaser-, Kohlefaser- oder Aramidgeweben.
Nach einer recht stinkigen Schleiforgie,in denen die aufgetragenen Gewebe geglättet werden , geht dann meist ein Künstler mit der Airbrushpistole ans Werk.
Nicht jedermanns Geschmack , aber eine kostengünstige Variante sich einen SEHR individuellen Schaft zu formen und gestalten.
Formen, Farben, Oberflächen …ohne Grenzen
Der Umgang mit Epoxiharz will jedoch vorher ausgiebig geübt sein. Dosierungen und Gebrauchsanweisungen sind genau zu beachten.Eine exakte Feinwaage unumgänglich!!
Wer dem ganzen einen gewissen militärischen Chick geben möchte oder zu den men in black gehört ,der hat neuerdings die Möglichkeit mittels eines einfachen (wenn auch nicht billigen) Sprays eine sehr robuste Gummischicht nahtlos auf den Schaft aufzutragen. Das Wundermittel heißt Plasti Dip Spray oder in der Dose schlicht Plasti Dip und ist bei einem großen deutschen Ausrüster für Elektronik und Bastelbedarf zu haben.Lt Firmenangaben eine doppelt so hope Durchschlagsfestigkeit wie Schrumpfschlauch,was den Schaft extrem robust macht.
Der letzte Bereich ,vor und während des Schießens, ist die mysteriöse Balance einer Flinte.
Gemeint ist hier nicht der faktische Schwerpunkt, der leicht festzustellen ist ,sonder das ganz persönliche Gewichtsempfinden einer Waffe durch ihren Schützen.
Ist der Schaft zu schwer, die Waffe also hinterlastig, nimmt man einfachst Holz aus dem
Schraubenkanal weg.
Dazu bietet der Heimwerkerhandel diverse Raspeln und auch praktisches Gerät für die
haushaltliche Bohrmaschhine an.
Etwas Gewicht dazu zugeben ist auch nicht schwer. Ein Leinensäckchen mit Bleischrot gefüllt und innerhalb des Schraubenkanals mit abgelängtem Baustyropor fixiert, erfüllt den Zweck.
Im hohlen Plastikschaft sollte solches Zusatzgewicht natürlich mit Bauschaum gesichert werden.
Wer mehr Flexibilität haben will , der baue sich ein simples Balance-system selbst.
Man nehme eine Papprohr, das in dem Schraubenkanal passt, verfestige es außen mit Epoxiharz und Glasfasermatte um einen satten Sitz zu erreichen.
Um besonders viel Gewichts-Spielraum zu erreichen , kann man den Kanal noch aufweiten.
Die Röhre nimmt nun die besagten Leinensäckchen mit Bleischrot auf ,die in der Hülse wiederum mit Bauschaum ,Silikon oder Baustyropor fixiert werden.
So kann das Homemade -Balance-system jederzeit entfernt werden oder mittels neuer Säckchen schwerer oder vice versa leichter gemacht werden.Selbst die Lage des oder der Gewichte/Säckchen ist mittels Silkonspritze leicht und variabel festzulegen.
Beim Probeschießen begnügt man sich nicht mit einigen Schüssen auf die Standard- Traptaube.
Nachdem Sie zuhause alles mit der Laserpatrone schon überprüft haben, folgen nun die Kontrollschüsse.
Besuchen Sie zunächst die Anschussscheibe, um den Sitz der Schrotgarbe zu ermitteln und somit festzustellen ob Ihre Senkung und Pitch nach der Vorarbeit mit dem Laser stimmen.
Schießen Sie auf unterschiedliche praktische Entfernungen ab 10 m auf die Scheibe und kontrollieren sie den Sitz der Garbe.
ZIELE Sie nicht sondern gehen sie aus der Grundhaltung in den Anschlag und schießen Sie ohne „Kopfpositionierungsgewackel“ in einer zügigen Bewegung.
Schießen sie mehrmals und um sich selbst auszutricksen, lassen sie sich von einer Hilfsperson ein Schusskomando geben.
Vergessen Sie nicht das gerade erfarene Schützen dazu neigehn ,sich schon nach wenigen Schüssen auf eine neue Flinte einzustellen.Die Adaptionsfähigkeit von guten Schützen ist nicht zu unterschätzen!
Führt dies zum gewünschten Ergebnis, geht die Reise weiter.
Bei jagdlich und im Parcours genutzten Waffen, sollte man nun erst Überkopftauben schiessen ,um die Schaftlänge zu kontrollieren.
Ist der Schaft zu kurz rutscht der Kopf nach vorne , die Schulter heben sich grotesk und es sieht so aus, wie es eben auf deutschen Schießständen oft aussieht: traurig
Ist der Schaft zu lang sieht’s genauso traurig aus, aber die arme linke Hand verliert den Kontakt und die Führung zum Vorderschaft, der Kopf seine Position am Schaft, der ganze Körper verbiegt sich wie eine Banane und das Ziel ist auf und davon.
Die richtige Schaftlänge liegt dort, wo weder Rücken noch Schulter sich verbiegen, der Kopf elegant am Schaft bleibt und die linke Hand ihre Führung bis zum Ende nicht verliert.
Ist man auch hier zufrieden, geht’s zu den Quertauben.
Schießen Sie ruhig und konzentriert mit festem Auge auf den Zielraum.
Schießen Sie ohne Zögern und Nachbesserung der Kopfhaltung.
Bei diesem ersten Kennenlernen und Eruieren des Schaftes ist es nicht verkehrt, jemand kundigen zur Seite zu haben, der einem beim Schießen über die Schulter schaut und auf Anschlagfehler aufmerksam macht.
Haben Sie niemand, dann hilft vielleicht Technik: Lassen sie sich von hinten mittels Handy filmen.
Auch bei Quertauben sollte Schulter und Rücken eine Symmetrische Figur abgeben.
Abstraktes Verbiegen und Schultersenken nach einer Seite führt zum Führungsverlust des
Zielauges (Kontakt des Wangenknochens mit dem Schaft).
Stimmt auch hier alles , stellen Sie das Gewehr eine Woche in den Schrank und nutzen es dann zu einem ganz normalen Schießstandbesuch.
Schießen sie nun ihre Durchgänge wie gewohnt. Haben Sie alles richtig gemacht, sollte sich nun eine Stabilisierung Ihrer Trefferquote einstellen.
Die nun gewonnenen Schaftmaße können sie dann getrost Ihrem Schäfter übergeben.
Dies ist sicher nicht der kürzeste Weg zum Maßschaft , aber einer der dem selbstkritischen Schützen sehr viel über sich selbst, seine Fehler und Eigenheiten verrät, der den Hobbybastler befriedigt,den Geldbeutel schont und vor allem einem in langen Wintermonaten eine intensive Beschäftigung mit den Themen Flinte , Treffen und „Warum?“ beschert
Yours truly
Man muß nicht tief in die Tasche greifen um einfachste Geräte zur Schaftvermessung zu bekommen.
Manchmal tun es ein Lineal,ein paar gummibänder und ein wenig Phantasie.

A u. C Senkungslehren
B Winkelmesser für Pitch mit Senkungslehre A
D Metermaß
E Moosgummiunterlagen zur Erhöhung
F Combraiser
G Gewehrwiege
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1.12.2009 von Bunduki.
Eine der häufigsten Fehler beim Flintenschießen ,ist das Anheben des Kopfes beim Schwung.
Geht der Kontakt zwischen Wangenknochen und Schaftrücken verloren,ist Treffen ausgeschlossen.
Warum der Mensch so gern den Kopf hebt, wenns interessant wird?
Weil das Strecken des Halses ein Erbe unsere Vorfahren ist, die sich größer machen wollten, um mehr von Beute oder Feind zu sehen.
Das ist so sehr in uns verankert , dass wir selbst am PC einen langen Hals machen, wenn’s besonders wichtig zu sein scheint.
Gerade dies ist aber beim Flintenschießen so unpraktisch, wie falsch.
Zur Erinnerung zwei Bilder, die zeigen wie das richtige Zusammenspiel zwischen Zielachse und Augenposition gedacht ist.
Wer mich kennt( oder glaubt zu ahnen wie ich bin), weiß ,wie sehr ich mich über dummdreiste Allgemeinplätze ala „ wenn man drauf ist, ist man drauf“ belustieren kann.
Deshalb heute auch der Titel „Schaft bleibt Schaft“, den man in letzter Zeit immer wieder
von besonders erfolgreichen Schnäppchenjägern auf dem Schießstand hört.
Da wird eine olle volksgefertigte Querflinte angeschleppt, Brünierung halbwegs in der Schorfheide geblieben, Holz eher schmierig als attraktiv und der Schaft ein Stummelwerk von 32cm Länge, dass nun einem Schützen von 1,90 als edle „Waffe der Väter“ dienen soll.
Auf die Frage, wie sich denn mit so was schieße, kommt dann oft der Hinweis ,dass der gute alte Erbschafts-Drilling oder Schulungs- Repetierer ja auch nur so einen kurzen Schaft habe und damit gäbe es nie Probleme auf der Scheibe.
Und alle anderen aus Kurs ,Stammtisch und Internet hätten einen ja auch ob des tollen Kaufes schon gelobt.
Im Übrigen: “auf der Jagd treff ich immer und …echte Jäger müssen nicht üben!”
Das mit den kurzen Schäften (der andere Blödsinn leider auch) ist so verbreitet , dass wir uns heute mal die Wechselwirkungen Flinten- und Büchsenschaft und Treffen näher ansehen wollen.
Leider stimmt es, dass sehr viele Kugel- und kombinierte Waffen viel zu kurze Schäfte haben, trotzdem aber keine Probleme beim Einschießen, Kontrollschießen oder auf der Kanzel entstehen.
Leicht verständlich:
Sitzend aufgelegt und mit Sandsäcken fixiert, ist Kopf und Schulterposition schnurz.
Übernimmt man diese Position auch in der Kanzel…gibt’s auch keine Probleme.
Schwierig, bis unmöglich wird’s, wenn’s an den schnellen ,beweglichen Schuß geht.
Hier knallen ZF-Okulare plötzlich an Augenbrauen, Kieferpartien bekommen eine lustige Rötung und die Schultern der Schützen nehmen ein herbstliches Blaubraun an.
Ein Besuch in einem modernen Schießkino zeigt oft einen verheerenden Wissenstand und Umgangsformen mit der Büchse beim schnellen Schuß.(Vom Niveau einiger Jungjägerkurse wollen wir dabei lieber schweigen)
Da werden hemmungslos alte Repetierer mit hochstehenden Zielfernrohrmontagen und sogar Stecherabzügen hervorgekramt und als „die Drückjagdlösung“ gepriesen.
Noch schlimmer diejenigen, die mit des teutschen Lieblingsprüfungswaffe, dem Drilling erscheinen und nun allen Ernstes behaupten, dass eine halbherzig flintenverschäftete, aber mit SEM- hochmontiertem 8×56ZF versehene Waffe, mit EINER Hochwildpatrone,EINEM notorischen Querschläger FLG und EINEM Schonzeitkügelchen ein adäquates Drückjagdgewehr sei…
…nur weil Opa Hubertus den Prügel schon in Rominten auf Trappen schoß…
Um das ganze zu veranschaulichen, hier mal ein Bild einer typischen deutschen Jagdwaffe.
Die Senkung dieser Waffe ist auf den Schuß mit der offenen Visierung abgestimmt.Ein schneller Schuß ,das Mitfahren ,der Schwung der Waffe mit dem Ziel ist möglich, ohne den Kopf aus der Idealposition zu heben.
Ergo keine blaue Schulter,aber auch eine schnelle Zielverfolgung und eine natürliche unverspannte Schußabgabe.
Probieren Sie’ s mal aus im Schießkino…
Doch das Zielfernrohr verändert den Anschlag.
Die Bauhöhe (Montage) ist abhängig vom Objektivdurchmasser.Dies berücksichtigt, adieren sich viele unnütze Millimeter zur Senkung.
Dazu kommt die böse Paralaxe.
Diese ist nichts anderes, als die Ausrichtung aller Linsenzentren ,optischen Schnittpunkten, Absehen , des Zieles und desAuges in einer exakten ,geraden Linie .
Sieht das Auge nicht gerade innerhalb sehr engen Toleranz dieser Linie entlang, verschieben sich die Treffer.
Ergo ist das Auge gezwungen, GERADE durchs ZF zu sehen.
Da dies aber weit über der natürlichen Position des Kopfes AM Schaft ist (bei den meisten Büchsen) schwebt der Kopf beim Zielvorgang und Schuß seitlich über und neben dem Schaft.
An diese Position sind tausende von Schützen gewohnt und nehmen sie kaum oder gar nicht als Fehler war.
Warum?
Weils FUNZT!
…und weils nicht auffällt,es sei denn, man versucht so auch noch Flinte zu schießen.
Aber es ist weder ideal, noch wünschenswert .
Aus verschiedenen Gründen:
Zunächst ist die Kopfposition nur aus der Gewohnheit und der optischen Fixierung zur Visierachse (ZF einblick) positioniert ,wird aber nicht durch eine Schaftanlage gestützt.
Ferner ist diese Position instabil und überanstrengt die Nackenmuskulatur, die eigentlich beim Schießen idealerweise gar nicht belastet werden sollte.
Bringt die typische “Safari-Nackenzerrung”, welche durch diese Haltung UND eine dicke Portion Stress hervorgerufen wird.
Für die Drückjagd kommt noch ein weiterer Nachteil hinzu.
Diese Position ist langsam und inakkurat.
Liegt der Kopf am Schaft fest an, schwingt dieWaffe ohne Verzögerung.
Liegt er nicht an, schwingt einmal die Waffe und zum zweiten versucht der vom Schaft „abgekoppelte“ Kopf , mittels des engen paralaxe-gebundenen ZF – Einblickes die Bewegung parallel mitzumachen.
Besonders dramatisch tritt dies bei besonders billigen Massenprodukten östlicher Fertigung zu Tage,denen man einen Pseudo Safari-Schaft verpasst, ein billiges Battueschienenimmitat draufpappt und das ganze als Drückjagdwaffe an den unbedarften Käufer bringt.
10 cm Senkung zur offenen Visierlinie !…was soll da noch montiert werden? …und wie soll da noch getroffen werden?
Darüber mal in Ruhe und mit der gewohnten Büchse in der Hand nachgedacht und plötzlich werden die heimlichen Fehlschüsse oder schlechten Treffer auf der DJ verständlich.
UND es schließt sich der Kreis zum Flintenschusses.
Wer viel Büchse schießt , gewöhnt sich natürlich eine „Waffen/Kopf-haltung „ an, die seinem “Zielbild Büchse” entspricht.
Steigt er auf Flinte um, versucht er ungewollt, immer wieder in den alten Büchsenmodus zu wechseln.
Unterstützt wir er dabei vom o.g.Erbe der Höhlenväter, die das Heben des Kopfes erfunden haben.
Im Umkehrschluss (der leider nicht sehr häufig vorkommt) bemerkt man bei reinen Flintenschützen eine körperliches Unbehagen beim Büchsen-schuß ,wenn der gewohnte Kontakt Schaft<> Kopf fehlt.
Das kann dazu führen ,dass der Flintenschütze verächtlich das ZF vom Gewehr reißt und nun mit sichtlichem Wohlgefühl per Kimme und Korn andere Schützen im Schießkino in die hinteren Plätze verweißt.
Der gute Flintenschütze wird immer leicht auch ein guter Büchsenschütze auf bewegliche Ziele werden.
Der Büchsenschütze mit dem oben beschriebenen, nicht an den Schaft gekoppelten Anschlag, wird sehr viel Mühe und Probleme haben auch ein nur halbwegs akzeptabler Schlumpschütze mit der Flinte zu werden.
Das die Schäftungen keine europäische Macke sind, zeigen auch die Bilder der US Waffe
(Rem 7600) die zwar als „Bruschgun“ ausgelegt wurde, aber immer noch ein wenig Hilfe in der Schaft Höhe mit ZF verträgt.
Die Hilfe zur Verbesserung soll keine Hohelied auf den Maßschaft werden!
Dies wäre zwar nicht verkehrt, aber ein extrem teurer Spass.
Hilfe gibt es in vielfältiger Form.
So ist die Auswahl des Zielgerätes wichtig!
Ghostring und/oder offene Visierung idealerweise mit Battueschiene oder Pyramidenkimme sind beim Schuß auf moderate DJ-Entfernung keine schlechte Wahl ,wenn Augen (Augenkorrektur/Brille) und Übung dies gestatten.
Zielfernrohre mit großen Objektivdurchmessern sind nur sehr hoch zu montieren,bringen aber bei DJ keinen Vorteil.
Im Gegenteil: mit Ihren hohen Vergrößerungen schränken sie das Zielbild unverantwortlich ein.
Variable Zielfernrohre im Vergrößerungs-Bereich 1-2,5x scheinen besser geeignet und können,da der Opbjektivdurchmesser dem Mittelrohrdurchmesser entspricht, auch niedrig montiert werden.
Hohe Montagen sind ebenfalls hinderlich.
So bequem einige dieser feinmechanischen Meisterstücke auch sind, niedriger als Weaver oder Picantinny-schienen geht’s kaum.
Wer nun schon auf den unteren Vergrößerungsstufen ist, sollte auch mal ein Dot visier ausprobieren.
Davon gibt es in der Zwischezeit jede Menge Variationen.
Allesamt sind leicht und extrem niedrig zu montieren.
Gemeinsam haben sie alle ihre Paralaxenfreiheit !
Ein wichtiges Element,da es eine der häufigsten Fehlerquellen eliminiert !
Standard - Dots haben keine vergrößernden Linsenelemente: grobgesagt nur ein Spiegel ,Schutzlinsen und Leuchtelement;
Hier heißt es ausprobieren und zu testen welches Gerät den Sehgewohnheiten des Schützen am nächsten kommt.
Vielfältig sind die Systeme und verwirrend die Preise.
Hilfreich ist der Besuch von IPSC sportlern ,die hier eine Vielfalt an Geräten demonstrieren können.
Ausserdem sind meistens nette Leut’, die auch mal ausprobieren lassen.
Nicht jedes technische Gimmick ist sinnvoll, aber jedes hat seinen Preis!
Gute Dots müssen nicht teuer sein, aber schlechte sind immer billig.
Abseits der Wahl der Zieloptik, sollte man auch eine Modifikation des Schaftes überlegen.
Optimal ist natürlich ein höhenverstellbarer Schaftrücken, welchen verschiedene Schäfter bei uns und im benachbarten Ausland zu vertretbaren Preisen anbieten.
Diese Art -Schaftrücken sind als Zubehör selbst für Kunstsoffschäfte günstig erhältlich.
Hier macht sich positiv der Einfluß des Sportschießens und des US Marktes auf unsere jüngeren Jägergruppen (die auch Käufergruppen und sogar Sportlergruppen sind!) bemerkbar.
Ganz einfach und simpel , preiswert und schnell bekommt man eine Schafterhöhung vom kundigen Büma verkauft.
Diese ist aus Gummi, wird in Spanien von der Fa.JABA in verschiedenen Höhen hergestellt und ist bei uns in der Standard ausführung in Gummi in 5,10 und 15mmHoheschritten erwerbbar.
Die mit hellem oder dunklem Leder verkleidete gibt es ebenfalls nur bei uns.
Auch aus Amerika kommt der Trend der Schaftmanchette, die zusätzliche Munition bereithält ,aber auch eine Schafterhöhung bieten kann.
Sattler in DE sind heute froh, auch mal so einen Auftrag zu erhalten und liefern nach meinen und den Erfahrungen meiner Kunden gute Arbeit.
Geschmack ist immer was persönliches…Fehlschüsse auf Wild weil der Schaft nicht passt und man zu schrullig ist Fehler zu beheben haben nichts mit Geschmack, sondern mit Verantwortungsbewußtsein zu tun.
“Beware of the man with only one gun“
Ein alter Wildwestspruch der große Wahrheit besitzt, denn jemand der nicht dauernd seine Waffe wechselt, gleichwohl mit ihr fleißig übt, wird es zu großer Kompetenz mit eben dieser Waffe bringen.
Unsere Jagd ist zu reich, um sie nur auf Büchse oder Flinte zu beschränken.
Doch beides erfordert Übung und den Einsatz optimierter Waffensysteme.
Überdenken Sie ihre Drückjagdwaffe und optimieren Sie somit auch ihr Flintenschießen.
Denn nichts ist erfolgreicher, als „EIN perfekter Anschlag“
…und der kostet kein Geld …nur Nachdenken, ein wenig Phantasie und Üben,Üben,Üben….
Yours truly
Als Anhang und Inspiration hier einige Links:
comb raiser:
preiswert und einfach
in DE über Fritzmann erhältlich
kompletter Umbau von Büchsen und Flinten in Rekordzeit
auch viele Bümas und Schäfter in Deutschland und Austria nehmen sich gekonnt des Problems an.
Wer sich umhört ,bei den jungen wilden Waffenbauern ala BixnAndy und Pete Lincoln von Roedale wird viel Verrständnis finden.
Und selbst die großen (ehem.)Waffenfirmen in DE bieten (oftmals ganz verschämt) sogar den verstellbaren Schaft als Zubehör an.
Noch’n Spruch :wer mißt ,hat mehr vom Schießen…nämlich Treffen
Mit wenig Aufwandt und ein bisserl Phantasie bei der Auswahl der Zieleinrichtung, erreicht man für sehr kleines Geld eine auf den freihändigen Schuß optimierte Büchse mit der gewohnten Senkung der Flinte.
So bleibt der Kopf sowohl bei der Büchse wie der Flinte in der richtigen Position am Schaft und Umstellungsprobleme entfallen.
Genau wie vermeidbare Fehlschüsse.
Yours truly
Geschrieben in Büchsen und Kurzwaffen, Bundukis Flintenlehre | 5 Kommentare »
8.8.2009 von Bunduki.
Zwei Jahre gibt’s den Flintenblog nun.
Zwei Jahre Ärger mit Nörglern, Freude mit Freunden, Herzlichkeit von Fremden und immer wieder Fragen, Fragen, Fragen.
Nun wissen alle, die mich persönlich kennen und auch die, die den Blog aufmerksam lesen, dass ich Firmenbezogene Ratschläge ( Kaufen Sie die neue „Fips2 excalibur mit Trefferklingel“) grundsätzlich nicht gebe.
Dennoch ist eine der meist gestellten Fragen die, nach der Grundausstattung und des Einstieges.
Auch wenn damit meist die Waffe gemeint ist, wäre mit der Nennung einer Waffe das Thema nur sehr unvollständig abgehandelt.
So kam mir die Idee, das ganze mal als “Jungjägerpaket” zu schnüren…
Sie kennen diese Angebote ja …
Man nehme eine Flinte, die sich schlecht verkauft oder bei der man keine Rabatte geben möchte und legt ein paar Glasperlen für die Eingeborenen bei.
Billiges Putzzeug, ein schrabbeliger Koffer und ein Gehörschutz dritter Wahl und fertig ist das Sonderangebot , welches sich kaum von den Geschäftspraktiken früher Forscher unterscheidet, welche sich mit ein paar ranzigen Floh-Decken und ein bisserl Glitzerkram die Wegbeschreibung zum Orinocco vom Indio erfeilschten.
Da ich hier nun nix verkaufe , auch nicht Rabatt gebe ,dachte ich, vielleicht auch so ein Paket ,aber auf meine Art , zu schnüren und mal sehen wie’s angenommen wird.
Da ich nicht zum Orinocco will, der Leser auch kaum Indio sein wird,lass ich also die Glasperlen und das theatralische Geschmus weg und sag, was ich für notwendig halte, um in dieser Jagd- und Sportart gut anzukommen.
Nehmen wir mal den typischen Jungjäger als Zielgruppe.
Gerade fertig mit der Prüfung, oder kurz davor, überlegt er sich wie’s nun, mit der Jagerei weitergehen soll.
Wenn er nicht von dilletierenden Ausbildern vollkommen für’s Flintenleben verdorben ist, möchte er gerne weitermachen…aber wie?
Flinte kaufen und los?
So einfach ist das nicht. Jagdmöglichkeiten und persönliche Vorlieben, Zeit und Geld, Wohnort ,Mobilität und Flexibilität…alles Punkte die berücksichtigt werden müssen.
Um sich klar zu werden, wie es weitergeht, kann er ja nun in Bunduki’s Jungjägerpaket linsen:
Darin enthalten:
Planung - Lernen – Ausrüstung
PLANUNG
Ohne Plan geht nix im Leben… oder alles…aber eben daneben.
Zunächts sollte mal ein Budget fürs neue Jägerleben mir der Flinte erstellt werden.
Kosten für Waffe, jährliche Übungsmunition,Jagdmunition,Bekleidung und Zubehör.
Aber auch Fahrtskosten zu Ständen und Jagden, Übernachtungen,Versicherungen,evtl Arbeitsvertretungen, Flug und Transportkosten,Waffenschrank und waffenrechtliche Genehmigungen…
All das summiert sich zu einer abenteuerlichen Summe.
Doch keine Sorge.
Dieser Betrag wird so nie fällig ,denn er wird immer überschritten werden.
Und nun das ernste Wort:
Kein käufliches Gerät ersetzt das Empfinden und das Erleben.Es ermöglichts es lediglich.
Jagd ist Erleben, Freude, gespannt sein, Verwunderung und immer wieder Überraschung…
…mit dem dicksten Geländewagen und der teuersten Flintensammlung kann das alles nicht erreicht werden.
Wenn das Budget einem Angstschweiß auf die Stirn treibt,wenn Ehe oder Familie darunter leiden sollen, dass Papi jagern geht,…dann lieber Jungjäger:
Schieb’ die ganze Sache auf, bis genügend Kohle bereit liegt,denn Familie und Leben sind immer wichtiger, als ein Hobby.
Aber sehen wir weiter mit der Planung und gehen wir vom gefüllten Säckel aus:
Nun kommt die Information drann:
WAS kann ich schießen?
Trap, Skeet, Parcours, Sporting, jagdlich, olympisch, ZZ, DTL oder Annie Oakley??
um erst mal zu wissen worum es sich dabei handelt,such man Kontakt zu der Verbänden und studiere deren Regelwerk:
Vielleicht hilfreich die Links vom Flintenblog: hier und hier und der Flintenblog generell,da hier nicht nur von einer Art des Flintenschießens berichtet wird.
Sobald das Interesse am WAS geklärt ist, kommt die Frage:
WO kann ich schießen und üben?
Welche Stände befinden sich in meiner Nähe und was wird dort geschossen?
und weiter gehts:
Wo finde ich Büchsenmacher, die auch was von Flinten verstehen?
Wo richtige Flintenspezialisten und Schäfter?
Wer führt auch Flintenzubehör und wer auch andere Hersteller, als die “notorious” drei?
Adressen der jagdlichen Stände gibt’s im Internet und bei den Jagdverbänden.
Ansonsten gibt’s eine subjektive Standliste mit der Lage größerer Anlagen im Internet unter
Deutschland
Vergesse man nicht unsere Nachbarn, wenn man in Grenznähe lebt, arbeitet , dort öfters zu tun hat oder seine Ferien dort verbringt:
Österreich
Man suche sich einen Heimatstand aus ,der möglichst viele Arten von Taubenpräsentationen bietet…
…mit netten Leuten jeden Alters, ohne gesellschaftlichen Dünkel, die sich freuen, mit gleichgesinnten, fröhlich einem Freizeitvergnügen nachzugehen.
Religiös-venatorische Verklärtheit beim Abkippen der Flinte und das bewusst genossene humorlose Leiden ,weil “Passion” des großgoldenen Lönschen und Frevertschen Waidmannsnostalgie-ordens, ist heut nicht mehr für jeden so lustig ,wie es mal lächerlich war.
Auch über OTTO Waalkes kann man heute eigentlich nicht mehr wirklich lachen…
Aktienkurse,der letzte Börsen-Crash und die allgemein schlechte Lage im Immobiliengewerbe oder der Goldbranche, müssen nicht auf einem Schießstand diskutiert werden.
Auch die tweedigen,british angehauchten,mit DF und Monokel von Opa von Zitzewitz,steigern den Lustgewinn auf Ständen nicht…
Genauso wenig die Trampelrabauken von der Treckerfraktion in der Strich/Keinstrich Uniform,die vergnügt erzählen,wie sie am letzten Wochenende ihrem Dackel oder einem anderen armen dunklen Hund,die Seele nach Gutsherrenart rausprügelten…
Man suche sich was passendes…für Leib ,Seele,Geldbeutel und Nervenkostüm. !
Dort sollte man auch mal ohne Gruppe schießen können,sogar immer wieder die gleiche Taube,bis sie klappt.
Das Personal sollte hilfsbereit und unaufdringlich sein. Ein wenig Restauration mit lächelnder Bedienung könnt’ nicht schaden.
Infektiöses Ambiente in Nasszellen und im Speisebereich sollte sich auch in männlich rustikaler Umgebung nicht mehr durchsetzen können.
Ja lieber Freund,solch ein Shangrila will sorgfälig gesucht werden…manche findens nie…und um die Ecke liegts garantiert nicht.
Dies alles mal genau durchforscht, vielleicht gleich ins Navi eingegeben und man kann an den ersten Wochenenden mal die Stände abfahren, die in Frage kommen und sehen, was sie zu bieten haben.
Sich an einen Verein oder Verband zu binden, ist (leider) erstmal nicht zu empfehlen.
Erst nach einigen Monaten zeigt das Vereinsleben (und manche Mitglieder) ihr wahres Gesicht und dann sollte man sich auch ohne Problem, wieder verabschieden können.
Dazu kommt das z.B, VERBÄNDE wie der SCCA in Österreich mit seinem mustergültigen Jugend und Eventprogramm, kein Pendant in DE hat und somit die Frage nach einem unterstützendem Verband m.E. bei uns akademisch ist .
Dies gilt nicht für einzelne VEREINE und Hegeringe in DE , die oftmals großartige Arbeit für neue Mitglieder leisten. Doch auch hier gilt :“Prüfe, wer sich binden mag“
Da nun Stände und Vereine abgespeichert sind, geht die Planung weiter mit der Suche nach fachlicher Hilfe.
Flintenschießen ist kein Sport der Autodidakten. Wäre er dies, müssten die meisten Ausländer eine natürliche Begabung dafür haben ,welche uns Deutschen abgeht.
Flintenschießen zu lernen, braucht wie Autofahren, Golf oder Tennis einen professionellen Lehrer, der Lernabschnitte, Anleitung und Wege der Selbstkontrolle weist.
Nun gerieren sich Puller, Frevert und Löns-zitierende WKII Überlebende, Maulhelden und Schwarzarbeitende Lebenskünstler gerne als Schießlehrer.
Zwar wird ohne jegliche Ausrüstung wie Musterwaffen,Gelenkgewehre,Laser,Anschauungsmaterialien und schriftlichem Lehrmaterial gearbeitet…
…aber immer mit einen tollen geheimen Tip, wo man gaaanz günstig an das einzig wahre Schießgerät kommt…
…meist nicht weit weg.
…ein wengerl Bakshisch ,ein wenig hankypanky, a bisserl Schmäh…willkommen in Puller-Fredies Flintenbasar!
Leider fehlen auch fachliche Voraussetzungen wie Didaktik, Einfühlungsvermögen und vor allem Ausbildung.
Auch das Diplom einer ausländischen Vereinigung sagt wenig über die Erfahrung und Kompetenz des Lehrer aus, da es gerade bei diesen Diplomen gewaltige Unterschied gibt, wie sie erreicht werden. Zwischen mehrwöchigen Seminaren, langfristigem Hospitieren bei internationalen Schießschulen großer Firmen und Tageskursen auf WBK-Sachkundeniveau liegen Welten !
Und ob ein lehrender, früher die 28.Spartakiade in Sevastopol gewonnen hat oder mehrfacher Kreismeister im Flintenwinken in Püsteritz-Schwürbel war, ob er mehr Flinten als sonst einer im Verein hat, oder jeden Katalog auswendig nachschnattern kann…all das sagt nichts aus, ob er einem anderen Menschen Wissen und Fähigkeiten vermitteln kann.
Also eruiere man , was der Lehrer so von sich gibt.
Was hat er veröffentlicht, nur Werbung oder neutrales Fachwissen ?
… wie hört er sich am Telefon an ?
Humor…toternst…sachlich…verständlich…?
Stimmt die persönliche Chemie?!!!
Sagen Sie klar, was ihr Lernziel ist und besprechen Sie auch einen realistischen Zeitplan.
Schnell hat noch niemand das Flintenschießen erlernt!
Man spricht nicht von Ungefähr von “Lern-Schritten” !
Selbstbewußte Schießlehrer kennen ihre Grenzen und schicken oftmals Schüler zu befreundeten Kollegen, die Spezialkenntnisse haben, wenn diese für den Schüler von Nutzen sein können.
Professionelle Lehrer machen keine Dumpingpreise,stellen ordentliche Rechnungen aus, lassen sich nicht vor den getarnten Verkaufskarren spannen und auch nicht mit sich feilschen.
Was will unser Jungjäger weiter erreichen?
Er will praktisches Können, mit theoretischem Wissen ergänzen und vice versa.
Dazu ist es notwendig, den zweiten Teil des Paketes aufzumachen.
LERNEN
Je früher man sich mit den theoretischen Kenntnissen rund um Waffe und Jagd beschäftigt ,um so eher wird einem klar, was es noch zu erfahren und zu erleben gibt.
Also Bücher, Internet und Antiquariate, Waffengeschäfte und Museen durchforstet !
Zu aller erst stehen die gesetzlichen Vorschriften.
Was darf ich und was nicht ?
Ob Waffenrecht , Stahlschrotverordnung oder Unfallverhütungsvorschriften…
Ob wir es mögen oder nicht :all diese Vorschriften sind zwingend,sie nur marginal zu kennen ,kann im Disaster enden.
Nicht nur, aber auch, um teilweise vertrackte Gesetze zu verstehen ,bedarf es Grundwissen um Waffentechnik, Ballistik und Jagdmethoden.
Leider gibt es zuwenig deutschsprachige Literatur übers Flintenschießen und auch die sogn. Fachzeitschriften kümmern sich um diesen Jagd- und Sportart schändlich wenig.
Deswegen : ein gutes Wörtebuch gekauft und abgetaucht ins Meer der englisch sprachigen Fachliteratur. Gute Bücher findet man auf Bundukis Bücherseiten im Flintenblog.
Doch man kann sich auch über Internet-Foren zu Gruppen treffen, die Erfahrungen austauschen.
Wohlgemerkt „IRL“ (in real live), denn die Flinten- Foren taugen zu Diskussionen und Kommunikation m.E. leider nicht mehr.
Zu viele Streithähne und Trolle jeden Alters, haben die, an sich blühende Forumskultur vernichtet.
Dennoch eignen sich diese Foren wenigstens noch dazu, um sich zu regionalen Treffen per PM (privater Nachricht) abzusprechen oder den einen, oder anderen Gleichgesinnten kennen zu lernen.
Als verlässliche Quelle versagen die Internetforen zusehends.
Zu leichtfertig wird Halbwissen gepostet,zu oft schlicht Unsinn geredet…Hauptsache :…man hat auch was dazu gesagt.
Die vagabundierenden Internettrolle brauchens für den Ego-kick…den usern hilfts in nichts weiter…Schade!
Also Foren-Information und besonders ihre Poster(!) hinterfragen und sich die nachprüfbare Quellen nennen lassen !…besonders wenn Fragen in sicherheitsrelevante Bereiche gehen oder gesetzliche Einschränkungen tangieren.
Information über Waffen war generationenlang Sache des örtlichen Büchsenmachers.
Leider verstanden viele dies als Aufforderung, „ihr Herrschaftswissen“ zur Geheimwissenschaft zu verklären.
Heute denken manche Handwerker um und sehen in gut informierten Kunden auch treue Partner, die auch etwas mehr beim Fachmann bezahlen, um seine Kompetenz zu erhalten.
Suchen Sie , lieber Jungjäger, nach guten Flintenmachern!
Scheuen sie keine Wege…der Discounter mit seinem kleiderundmunitiondealenden Jungazubiverkaufsassistenten ist kein Partner des Jägers…er bleibt ,was er ist…Verkaufspersonal mit Lizenz zum rabattieren.
Immer mehr Bümas öffnen Ihre Werkstätte, geben Kurse in Waffenpflege und Renovierung.
Bümas unterhalten sich gerne mit Kunden und geben viel Infos weiter!
ABER man sollte dann auch KUNDE sein und nicht INFO-Schnorrer!
Auch Schießlehrer geben vielfältige theoretische Kurse,ob Stahlschrotproblematik,Waffentechnik,Wettkampforganisation,Selbstschutz oder Kurse für bestimmte Interessengruppen wie Ausbilder oder Reisende in exotische Flintenländer.
All dies sollte man nutzen, um die Wissens-spreu vom Wissens-weizen zu trennen.
Denn das allgemein übliche Geschnatter auf Ständen und Stammtischen ist keine gute Infoquelle. Hier werden seit Generationen abgestandene Halbwahrheiten immer wieder aufgewärmt, um Neulinge zu beeindrucken.
Ob die immer wiederkehrende Schaftanpassung über die Armbeuge, die Flintesprengenden Stahlschrotpatronen, die 20er Damenflinte und die Methode mit der antiken 16er und Randschroten jedes Flugwild auf alle Entfernungen zu treffen….Dummheit und Unwissenheit sind grenzenlos…Leider auch die Hartnäckigkeit, mit der damit auf Neulinge eingeprügelt wird.
Dagegen hilft nur selbst erarbeitetes Wissen!
Denn : wer nichts weiß - muß alles glauben !
AUSRÜSTUNG
Und nun der letzte Teil des Paketes.
Nachdem Planung sicher gestellt hat, wie es flintentechnisch weitergehen kann und das Wissen soweit vervollkommnet ist , dass man sich nicht jeden alten Schießprügel andrehen lassen muss…geht’s zum genüsslichen Waffenkauf:
Nein ,auch hier nenn’ ich keine Marken, sehr wohl aber gebe ich eine Beschreibung einer Flinte, wie sie meiner Erfahrung nach dem oben beschriebenen Standard-Jungjäger beste Dienste und maximalen Wert bietet.
Das ganze in einem kurzen Satz ohne Händler-Schmus:
BDF + 12/76 + Wechselchokes + überbohrter Lauf + verstärkter Beschuß (+ evtl.WE-Lilie) + umschaltbarer Einabzug + Ejektor + Sportingschaft (verstellbar wenn möglich)
Welche Lauflänge, Schaftlänge, ob Zwischenschiene oder Hilfskorn …all dies wurde schon im Flintenblog ausführlich beschrieben und ist :
ganz nach Gusto und Notwendigkeit.
SLF,VDR,Df und alle Kaliber groß und klein… sind schön und fein… doch keine Kombination reicht, der oberen das Wasser in Preiswürdigkeit,Wiederverkaufswert,Universalität,gesellschaftl-jagdl.Akzeptanz,Haptik, Schwungverhalten sportlich und jagdlicher Eignung….ätsch!
Beim Fabrikat sollte immer dem Markenprodukt der Vorzug gegeben werden.
Ersatzteile und Service müssen bei einer Flinte, auch noch nach einer Generation, uneingeschränkt verfügbar sein.
Der Vertrieb von Flinten sollte zum Hersteller seines Produktes stehen und es nicht mit Phantasienamen eindeutschen und „Hubertusnah“ verbrämen.
Billigprodukte aus dem Osten oder der Llevante sind billig , sonst nichts !
Sie nützen Ramschhändlern und manifestieren die Hybris des geizgeilen, aber ansonsten wenig ambitionierten Ballerproletariats, mit plump kopierter Rudimentärtechnik, den Leistungsstand von innovativen Qualitätsprodukten für lau erreichen zu wollen.
Der alte Rat , eine gebrauchte Markenflinte zu erwerben, ist nicht verkehrt, aber heute, aus zwei Gründen, anzuzweifeln.
Erstens ist durch die Stahlschrotvorgabe der Markt an gebrauchten modern beschossenen Flinten klein.
Zweitens ist durch den derzeitigen preislichen Zusammenbruch des Waffenmarktes, der Gebrauchtkauf überflüssig.
Schon für 1100 Euro erhält man derzeit mit Glück und Findigkeit, nagelneue WE beschossene Topflinten, die sonst für mehr als das doppelte gehandelt werden.
Da die Realpreise heute täglich schwanken, eignen sie sich nicht als Anhaltspunkt.
Anders die viel geschmähten UVPs.
Nicht, das diese Schwankungen zu begrüßen wären; eben diese Preise werden sich in Zukunft böse rächen…aber der Markt ist, wie er ist: derzeit ein Schäppchenparadies für neue Flinten.
Somit sind Marken-Flinten im UVP Segment von 1500 bis 2500 als sehr gute Mittelklasse und auch als dauerhafte Lebensflinte zu empfehlen.
Im Bereich von 2500 bis 4000 scheiden sich die Geister.
So werden exzellente Flinten in diesem Bereich gebaut,die alle modernen Anforderungen plus einer Portion Innovation erfüllen;…aber leider auch Waffen die man mit der Bezeichnung “heiße Luft” umschreiben darf.
Blendwerk wie nobles Holz oder gar eine Art Holzverschalung,aufgemotzte Gravuren ohne Inspiration und technischer SchnickSchnack mit “evolutionären” Namen, zeichnen diese Produkte aus.
Zwischen 4K und 6000 darf man sicher sein, die Differenz für optisches Blendwerk ausgeben zu haben.
Dann ab 6000 Euro wird die Luft rein und klar.
Hier zählen keine Gravuren oder Verzierungen.Hier ist modernste Technik im Flintenbau UND traditionelle Handarbeit angesiedelt…keine Fabriken, sondern Manufakturen arbeiten hier an hoch spezialisierten Flinten für ein höchst anspruchvolles Kientel.
Keine aufgeblasenen “bestguns” mit den dekadenten Hogout altbritischer Geldvernichtung, sondern Leistungsboliden der Formel 1 des Flintenschießens.
Nur wenige dürfen sich diesem Club zurechnen…und meist sind es nicht die lautesten
Zur neuen Flinte, teuer oder preiswert, gehören natürlich immer Einweisung und Anpassung durch den Fachmann.
Denn zu jedem Flintenkauf gehört Service !… nicht zwingend ein Rabatt.
Dort, wo beide locken…ist eins davon nicht echt
Was nun als Zubehör dazu gehört:
Waffenkoffer UND eine Softtasche…natürlich mit Schlösschen ![]()
Hochwertige Putzzeug und Pflegemittel auf synthetischer Basis
Pufferpatronen aus Metall
Der beste elektronische Gehörschutz und die beste Schießbrille!
Moderne Schießweste und eine Schießjacke für Nässe und Kälte.
Eine abschließbare Transportbox fürs Auto um Munition zu transportieren.
Ein Shellbag, um Munition und Kleinigkeiten auf dem Stand zu transportieren.
Eine Laserübungspatrone für das Heimtraining !!
…und: immer dabei:
Geduld und Bescheidenheit, um das Schießen zu erlernen.
Respekt vor der Kreatur, um Regeln und Waidgerechtigkeit zu leben
Respekt vor seinen Mitjägern, um Sportsmanship und Fairness zu zeigen.
Freunde mit denen man Freude ,Wissen und Erleben teilen kann.
Spass und Lebenslust an der für viele, schönsten Art zu jagen.
…Und auch ein dickes Fell …um all die, wenigen aber lauten , Ignoranten und Bosnickel der Jagd und des Sports zu überstehen.
Yours truly
ACHTUNG SEHENSWERT:
Nicht vorenthalten möchte ich nachstehende Bilder von Freund Joe vom Lost Target Portal.
Ein wahrer Himmel auf Erden für jeden Wurftaubenschützen.
Orvis Sandona in New York
Auch so kann ein Stand aussehen !
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Nachsatz an die Stammleser:
Den einen , die ob profilaktischer Erbostheit , geronter Überzeugung oder prinzipieller Selbstüberschätzung wieder mal nur halb oder gar nicht gelesen haben , oder jenen, die sich wieder mal “nur so” in putativer Entrüstung ausschütten wollen… sei der alte Spruch einer englischen Königin ins Gedächtnis gerufen und zum listigen Weiterdenken empfohlen:
“there are no women after the glorious 12th of August”
daran hält sich nun auch “yours truly” und verabschiedet sich eine Weile.
Also, heiße Luft sparen….
TIP: der Flintenblog wird von MIR allein finanziert und mit meiner Zeit und Know How erhalten …niemand wird gezwungen zu lesen…niemand muß meine Meinungen teilen…: Konsequenz: wenns nicht konviniert, einfach nicht reinklicken!
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Den anderen ,die seit 2 Jahren dem Flintenblog die Treue halten,aufmunternd schreiben und auch mit Kritik so umgehen ,dass dieser Blog immer noch ,auch ohne Hilfe von Verlagen oder Industrie und trotz nicht unerheblicher Anfeindungeben eben jener, unabhängig existiert, sei herzlich gedankt .
Flintensport und Jagd werden schwieriger werden.
Noch schwieriger als bisher.
Von selbstverliebten Verbänden als lästig abgetan;…nicht mal einer halbwegs vernünftigen Jugendarbeit wert…
… von der Industrie nur noch als Sekundärmarkt akzeptiert,sehen die Zukunftsaussichten des Flintenafficionados und seines Sportes schlecht aus.
Um uns herum in Europa blüht dieser herrliche Sport…und wir schweigen ihn ” ins Grab”?
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Bald sind Wahlen,und wir aufgerufen, denjenigen, die uns als potentielle Totschläger ,Amokläufer und Sicherheitsrisiken in einer bisher einmaligen medialen Hetzkampagne denunzieren, ihre verdiende Quittung oder unser “Vertrauen” (lustig gell?) zu geben.
Es geht ,und das sei wohl bemerkt, nur sekundär ums Waffenrecht.
Primär wurden Bürgerrechte und die Würde und Integrität des rechtschaffenen, unvorbestraften Bürgers verletzt.
Und Bürgerrechte sind immer ein “one issue” vote wert!
Gehen Sie wählen und zeigen Sie, wer die Mitte des Volkes ist.
Wenn schon, denn schon!
Dann doch auch gleich mal den verschlafenen Verbandschefs auf die Füße getreten und bei der Jagdzeitschrft der Wahl gefragt,warum Flintensport und Jagd nicht mal ein paar werbeunabhängige Artikel wert ist…
Was aus unserem Sport wird ,entscheiden wir……………………………..oder ?
Hasta la vista ,…I’m gone, to have a little rest ![]()

Geschrieben in Bundukis Flintenlehre, mixed bag | 4 Kommentare »
5.8.2009 von Bunduki.
Unverzichtbar beim blumigen Anpreisen eine Flinte oder Büchse ist die Fischhaut.
…sorgfältigst Handgeschnitten von fleißigen Elfen des Handwerks…
…einmalig in Ihrer innovativen Form der Schlangenlinie…
…wertsteigernd als noble Schaftverschneidung…
…sichert eine guten Halt der Waffe…
Ok…where’s the beef ?
Eine Fischhaut ist nichts anderes, als eine Fläche am Schaft, die durch Bearbeitung besonders griffig sein soll.
Soweit die Theorie des Zweckes.
Die Realität ist etwas flexibler…

Die Linien die in das Holz geschnitten oder gepresst werden, dienen heute vorwiegend als Verzierung.
Wenn sie wirklich mehr Griffigkeit geben, sind sie scharf pointiert und weniger eng geschnitten, als eine Fischhaut, die nur auf Optik ausgelegt ist.
Bei der Fischhaut misst man international die geschnittenen Linien auf (z.B.) einem Zoll.
D.H. eine 20er Fischhaut weist 20 Schnittlinien pro 25,4mm auf.
Der Unterschied zwischen der fabrikmäßig geschnittenen 20LPI und einer handgeschnittenen
24LPI fällt manchmal gar nicht auf (ausser auf dem Kontoauszug).
Traditionelle Handwerker schneiden Fischhäute mit Fischhauteisen.
Eine langwierige und sehr kunstvolle Arbeit,bei der natürlich die Feinheit der Arbeit,also die Anzahl der geschnittenen Linien und die Unterbrechungen durch breite Schwunglinien auch als Qualitätsmerkmal dient.
Die Fischhauteisen werden heute abgelöst von elektrischen Schneidern und in der Massenproduktion wird auch gerne in das Holz einfach ein Muster gepresst.
Die neuen Arbeitsmethoden bilden die Basis für allerlei Formen und kunstvolle Linienführungen und seit die Lasertechnologie auch komplexe Figuren zum Bruchteil der Handarbeit möglich macht,ist der Kreativität eigentlich keine Grenze gesetzt.
Merkwürdig, dass den Designern nicht wirklich mal was neues einfällt.
Nichts wirklich neues,denn schon in den 70 und 80ern versahen Remington ,Winchester und andere ihre Schäfte mit gepressten Flechtmustern,scheußlichen ,aber damals modernen Blumenranken und viel Schnickschnack mehr.
Bessere Griffigkeit brachte das damals auch nicht, aber man war sowieso “Flower Power” ,”Afri Cola” und ein bischen Bluna.
Bei uns blühte damals die schottische Fischhaut auf Schäften mit extra großen Romben und gab ,sofern wirklich geschnitten, ein Mehr an Griffigkeit aber nicht gerade den Stil ,den man mit der Jagd auf dem Hochland assoziiert.
Schön ist, was gefällt und wofür man bereit ist ,zu bezahlen.
Doch die Funktion?
Adhäsion(Haftung) ist da von Nöten, wo feuchte Hände die Waffe nicht mehr sicher halten können.
Die maximale Griffigkeit eines Waffenschaftes erreicht man bei Holz wohl am ehesten, durch das Punzieren.
Eine wenig edle,eher brutale, Aufrauung des Holzes, die aber der Hand ein Maximum an Adhäsion bringt, sofern sie grob genug gearbeitet wurde.
Ansonsten dient sie als Hintergrund und Lückenfüller für Verschneidungen .
Wer wirklich eine Griffunterstützung braucht, ist damit sehr gut aufgehoben.
IPSC Schützen und Freunde des Kunststoffschaftes haben sich andere Möglichkeiten ausgedacht,die Grifffläche rutschfest zu machen.
Sie benutzten Skate board tape (rau wie Schmirgelpapier) an Pistolengriffen und an Gewehrschäften werden raue Texturen geklebt oder schlicht Schrumpflacke aufgetragen.
Manche Erfinder glauben sich beim Flintenschaft-Design an den diabolopubsenden politisch korrigierten Schieß-Gehhilfen der LG-schützen orientieren zu müssen, um auch endlich aus der Flinte ein medien-entschuldbares DSB-Sportgerät mendeln zu können.
Da passt natürlich die punzierte Fläche zum evolutionären Gesamtbild.
So manchem fällt dabei eher ein Satz von Schustern und ihren Leisten ein ,als eine Verbindung zu edlen Flinten zu finden.
Extrem-Schützen die Jahr für Jahr nach Cordoba fliegen ,um dort Tausende von Schuß auf Tauben abzugeben, bevorzugen glatte Schäfte und den Einsatz von Handschuhen.
Schon manch einer dieser Jäger flog mit einer nagelneuen Flinte mit handgeschnittener Fischhaut nach Argentinien und liess nach ein paar Tagen einfach die schönen Romben alle abschmirgeln.Die hatten ihm bei den heißen Schießereien nämlich eine Menge Pflaster an den wunden Händen eingebracht.
Aber Jaaaa.
Natürlich sieht das “bewußte Nichts” an einer schönen Flinte erst mal ungewöhnlich aus.
Aber mal zugegeben: die fabrikmäßig eingepresste 08 15 Fischhaut reißt einen auch nicht vom Hocker…oder das „schottische“ Muster der 70er Jahre,oder die gepresste Schuppen aus Anatolien….. brrrrrrr
Kommt dazu, dass viele Fischhäute regelrecht kaputtgepflegt werden, in dem man sie und ihre Spitzen mit Schaftol , Lack und natürlich dem Zahn der Zeit rundbügelt.
Braucht man sie also wirklich?
Ich glaube: eher nein!
Die maximale Griffigkeit an einem Gewehrschaft erreicht man mittels eines dünnen Schieß- oder Golfhandschuhes, der auf glattem Holz absolut verrutschsicheren Halt gibt.
…Ob die Hände eines Jägers heute noch mit, Blut, Schweiß und Öl soweit verschmiert sind ,dass er die Waffe nicht sicher beim Angriff der Kampfwusel halten kann, und dazu nicht mal einen Lappen zum Fingerbawischen dabei hat.
…Ob feinste Fischhaut dem Sportler bei Stressschweiß doch mehr Halt gibt,oder eine punzierte Oberfläche,ein Handtuch oder eine Schießhandschuh nicht bessere Dienste erfüllen…
Sicherheitsdienste die auf Schiffen Dienst tun,schwören auf rauhe Texturen mit denen die Schäfte beschichtet werden.
Zurecht,denn dort ist Feuchtigkeit,Öl und Schmutz all überall…doch wer von uns fährt schon mit der Flinte zur See auf Pirsch nach Piraten?
Wir als “normalos”, wollen einen “hübschen” Schaft an unseren Jagd und Sportflinten.
Dort kommt eine edle Holzmaserung OHNE Fischhaut oft viel besser zum Ausdruck, als mit ein paar lieblos und phantasielos geritzten Fabriklinien, spinösen Laserkrakeleien oder mottenkistigem Eichenlaub.
Wenn Sie also gerade dabei sind, sich einen Maßschaft fertigen zu lassen, oder einen alten Schaft aufarbeiten, überlegen Sie mal, ob das Ganze nicht besser OHNE aussehen würde oder holen Sie sich ein paar Inspirationen bei Künstlern,die Fischhaut und Schaftverschneidung auf ihre eigene Weise interpretieren.
Hier zwei Beispiele :
…vor allem lassen die beiden die barocken röhrenden Hirsche,suhlenden Schweine und flatternden Hühner dort wo sie hingehören…in der Natur
und hier noch einer aus seiner eigene Liga
HOFER
Wie immer …nichts ist individueller, als die Flinte in ihrer Einfachheit: Jedem Hirsch sein Geweih,jedem Kind seinen Luftballon !
Geschmack ist was gefällt.
Und für denjenigen dem es minimalistisch mit Optimierung des Holzcharakters gefällt:
Ein gutes Finish ,professionell aufgetragen und feinst poliert, machte schon oft aus einem alten zugesaberten Ölschaft ein kleines Schmuckstück.
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1.8.2009 von Bunduki.
So viele Gedanken sich potentielle Flintenkäufer über Ihre neue Waffe machen, um so individueller auch die seit Jahren wachsende Konfigurationsmöglichkeit von Flinten geworden sind, ein Teile der Flinte wird immer weniger beachtet.
Wird beim Hinterschaft intensiv überlegt und probiert wie lange er sein muß, welche Senkung ideal ist und welche Schaftkappe hübsch und gleichwohl praktisch ist, so wenig wird heute über den Vorderschaft nachgedacht.
Das war nicht immer so.
Alte Hasen des Flintengeschäftes kennen die Fragen nach Biberschwanz, Halbbiberschwanz und nach Jagdschaft mit Nase, die in den 70er Jahren aufkamen und bis ca. vor 15 Jahren noch selbstverständlich jedes Verkaufsgespräch begleiteten.
Heute hat sich die Frage nach dem Vorderschaft fast erübrigt, da inzwischen das Programm der Hersteller egalisiert wurde.
Schlanke Vorderschäfte mit Schnabel/Nase oder die puristische american Form dominieren heute den Flintenbau der BDFs.
Sie sind für alle Handstellungen gleich gut geeignet, haben eine schmale elegante Silhouette und sind optisch unauffällig.
Allein bei einigen Sportvarianten werden noch die früher zu jeder Sportwaffe gehörigen Biberschwanzschäfte angeboten.
Sie werden aber schon fast als exotischer angesehen, wie die Splintervorderschäfte der DFs
Selbst bei der SLF mit ihrem Innenleben von Magazin und Gasgestänge wird Wert auf die gleiche „Flächenutzung“ zur Handauflage, wie bei einer Durchschnitts BDF gelegt.
Einige Büchsenmacher haben indess eine Marktlücke entdeckt und bieten Vorderschäfte an, die in Umfang und/oder Form der Führungshand angepasst sind.
Auch Vorderschäfte mit Fingerrillen ,wie man sie von KW-griffen kennt,werden angeboten.
Die Nachfrage hält sich derzeit in Grenzen, sehen diese sogn. “ergonomischen” Teile doch schon sehr gewöhnungsbedürftig aus.
Dennoch ist ist zu begrüßen,dass dieser Teil der Waffe nicht ganz der Lego-Baukasten-
Methode und des voralpenländischen Einheitsdenkens der Lageroptimierung zum Opfer gefallen ist.
Dabei ist die Wahl des Vorderschaftes nicht gänzlich unwichtig.
Der feste Griff und die spielerische Führung der Flinte mit der linken Hand wird nur dann möglich sein, wenn die Größe des Schaftes und sein Querschnitt zur Schützenhand passt.
Dies ist besonders bei Personen zu bedenken, die viel mit ihren Händen arbeiten und somit die Form und Größe ihrer Hände verändern.
Bei so manchem Handwerker kommen die schlanken Tulpenschäfte nicht recht in Schwung. Kaum hat er einen breiten Sportschaft in der Hand fühlt er sich sofort besser.
UND : manchmal ist auch die Feile angesagt, wenn die fabrikmäßigen Sportschäfte zu breit sind ,aber dennoch das Profil mit laufparalleler Griffrille bevorzugt wird.
Passen die Standardmaße nicht, so steht der Anpassung nichts, nicht mal große Kosten, im Wege.
Eine gerade Fläche innerhalb der Hand (siehe Bild 3) dient als optimale Auflage und Unterstützung.
Die Lage der Finger (Bild 4) ergeben je nach Gusto mittels Deutgriff und ausgestrecktem Zeigefinger oder Klammergriff die ganz individuelle Führung und das Feingefühl für den Schwung.
Die Hand sollte entspannt sein und gleichzeitig unverkrampft die Waffe halten und führen können.
Zum Unterschied der Griffvarianten:
beim Deutgriff sugeriert der ausgestreckte Zeigefinger ein Deuten aufs Ziel.Die Hand erhält mehr Auflage über Mittelfinger und Ringfinger.Die Hand wird nach vorne gestreckt bei wenig Biegung im Gelenk.
Beim Klammergriff wird ein optimum an Kraft umgesetzt da, der Schaft durch die stärksten Hand und Fingermuskeln unterstützt/gehalten/geführt wird.Das Handgelenk wir steiler abgewinkelt.
Welcher Griff besser,welche der zig Varianten davon richtig ,falsch oder ideal ist????…
…richtig ist was gefällt und den Schützen die Waffe sicher und kontrolliert führen lässt.
Das wird bei den meisten Menschen durch einen schlanken Schaft, in relativ universellen Maßen, erreicht.
Wie die Bilder mit den Größen zeigen, sind die Unterschiede innerhalb einer Waffenreihe relativ unerheblich.
Auch zwischen den einzelnen Herstellern sind Variationen sehr gering.
Ob BDF oder Selbstlader…man hält sich an ein wohl universelles Maß zwischen 42 und 47 mm Breite.
Doch die Regel kennt die Ausnahme und die kommt in Form des mit einer breiten Unterlage und schmalen Fingermulde ausgestatteten „ Beavertails“ oder Biberschwanzvorderschafftes.
Seine Ursprünge liegen in den Sportwaffen der USA, als diese noch ihre Läufe nebeneinander hatten,
Um eine gute Führung zu erreichen, Gewicht zu addieren und vor allem zu verhindern ,dass sich der Schütze am Lauf die Finger versengt, statteten viele US Flintenbauer ihre Waffen mit breiten und an den Seiten hochgezogenen Vorderschäften aus.
Typischen Beispiel sind die Flinten Modelle 21 der Fa. Winchester oder Parker.
Die Beliebtheit dieses Vorderschaftes wurde dann auch auf die BDFs übertragen und nach kurzer Zeit gab es keine Sportflinte für Trap oder Skeet mehr, die nicht über den Biberschwanz verfügte.
Bis heute sind dies Schäfte bei den Sportflinten vieler Hersteller im Angebot.
Der Vorteil dieser breiten Handauflage ist sicher ein subjektiver.
Aber die Führung scheint nach Meinung vieler Benutzer dieser Schäfte kontrollierter , der Schwung durch das Mehr an Gewicht und Masse etwas ausgewogener.
Oft findet man diese Schäfte auch noch an relativ kurzläufigen Flinten.
Deren Besitzer behaupten damit die gleiche Schwungdynamik zu haben, wie mit einer 1 Zoll längeren Flinte.
Sicher eine gewagte Behauptung, die allerdings, da subjektiv vom Schützen so empfunden, nicht widerlegt werden kann.
Vertrauen wir also wieder auf unseren „inneren Schweinhund“ der uns bei der Flintenauswahl helfen sollte, auf dass auch er mal was Gutes vollbringe.
Eine besondere Art des Vorderschafftes findet sich bei DFs.
Ein kaum merkliches Stück Holz verdeckt dort wichtige Technik unter dem Lauf und soll auch noch schön aussehen.
Nun,… in der Minimalistik der Formgebung des Doppelflintenbaus liegt der wahre Reiz dieser Waffen, die in keiner technischen Eigenschaft BDFs das Wasser reichen können…außer eben, in ihrer unvergleichlicher Eleganz und der dadurch vereinfachten Balance der Waffen.
Doch der Nachteil ist immens:
Verbrannte Finger vor denen man sich mit Handschuhen oder hässlichen Ledermanschetten schützt…
Kein Platz für lange Finger oder große Hände, kaum Führung, aber eben dieser Hauch von Stil…
Wie sehr auch bei der Wahl des Vorderschaftes , jenseits der Ästhetik, die praktische Auswahl stehen sollte, zeigen die nachstehenden Bilder, in denen mit einem vom Maß idealen und vom Schützen als bequem empfundenen Vorderschaft (oben) auch die anderen Extreme, wie der zu große Beavertail oder der zu kleine Splinter, demonstriert werden .
Die Auswahl der Flinte ist, irgendwo hatte ich das doch schon mal gesagt????
,…
….eine ganz und gar individuelle Sache!
Also nehmen Sie sich auch für den Vorderschaft die Zeit mal rumzuprobieren.
Schrecken Sie auch nicht davor zurück, Ihren Vorderschaft schmaler machen zu lassen;
… auch auf die Gefahr ,dass sie so was wertvolles wie eine Fischhaut verlieren… ![]()
Zu diesem Thema und der überschätzen Schnitz und Prägearbeit an Flintenschäften gibt’s was in einem der folgen Blogs.
Das gute Führungshändchen wird’s Ihnen mit ermüdungsfreiem Schwung und einigen Treffer mehr danken.
Geschrieben in Bundukis Flintenlehre, guns and gear | 5 Kommentare »
6.7.2009 von Bunduki.
Neulich auf dem Schießstand Bullerbue… Nach einer Weile, als der Tee kalt war und die Salamibrötchen alle, schnappte er sich eine riesige Schieblehre, die er wohl von Rufus Hagrid (s.Z.:Hausmeister in Hogwarth ,siehe H.Potter 1-7) gemopst hat und schlendert zu den Schützen. OK…OK… Schaft vermessen ist keine Geheimwissenschaft. Deswegen sollte man „Gunfitting” von Leuten mit Erfahrung durchführen lassen…nicht von Leuten, die nur so aussehen wollen! Gunfitting ist, genau genommen , etwas anderes als Schaftvermessen. Danach werden die vom Kunden gewünschten, oder die allgemeinen Taubenpräsentationen geschossen und der Schaft im „Feintuning“ an den Kunden und seine Bedürfnisse angepasst. Wer das ganze im do it Yourself machen möchte, der braucht sich keine Sorgen um teure Geräte zu machen. Um die Waffe sicher beim Messen,Reinigen und Pflegen auszurichten, sollte sich in jeden Flintenhaushalt eine Gewehrwiege Eine einfache Schaftlehre ist mit wenigen Stücken Holz aus dem Baumarkt und einem Metallineal schnell gefertigt. Verzichtet man auf das Winkelmessen, kommt man mit einem Rollmaß und dem Messen der drei Maße (X-c) , (X-d) und (X-e) ebenfalls zum Ziel des Pitchmaßes. Positioniert man die Schaftlehre a präzise mittig ,kann man am Schaftende mit dem Winkelmesser auch die Schränkung ablesen. Ganz einfach , aber für den Kofferraum ideal, ist das simple Teil C. Will man auf dem Stand die Senkung verringern, genügen Moosgummistreifen e, die mit Klebeband auf den Schaftrücken angebracht werden und somit den Abstand (y) und (f) verringern. Wenig geheimnisvoll ,aber recht effektiv ist das schwarze Gummiband h, dass es im Kurzwarenhandel gibt. Das gleiche erreicht man eleganter mit selbst-isolierendem Klebeband .Ist eine schnelle Hilfe um mehr Konstante in den Anschlag zu bringen. Was wie und wozu vermessen wird ,dazu geht ” Bundukis Flintenlehre” in mehreren Artikeln ins Detail Nun auf denn, seien die Schäfte vermessen , auf dass die Master of Disaster mehr Zeit haben Mettbrötchen zu essen und weniger Unsinn erzählen müssen. PS
Da stand er in voller Pracht!
Wahrlich ein Stansbury… von dem Scheitel bis zur Oxfordsohle!
Frischesgebügeltes Tattersal-shirt, echt tweedige Tweedkappe, Clubkrawatte und natürlich das Emblem eines insularen Schießclubs als Pin dezent an der makelosen und ebenfalls tweedigen country-livestile-shooting-waistcoat.
Ein Schießleher wie er im Buche (Rosam.Pilcher, Band 44 „ I lost my love down the line “ ) steht.
Frisch geadelt mit dem Onion-Diplom für Adleraugen und englische Grammatik,steht er ca. 15 Meter von einigen Schützen entfernt ,welche sich mit der Trapmaschine oder besser, deren Tauben abmühen.
Registered Master of Disaster (4th degree ) wirft ab und zu einen kurzen Blick zu den Verzweifelten, lässt sich aber nicht aus dem Konzept seines Vortrages ( „me, my genius and the british shooting system“) bringen, den er einigen zukünftigen Schülern und Fans des geschmeidig hohlen Wortes hält.
Als einer gerade seine Taube gefehlt hat , nimmt Master of Disaster seine Riesenschieblehre ,und hält sie dem Schützen auf’s Flinterl…während dieser noch im Anschlag ist.
Dann ein kurzes,beiläufiges :“ na da müssen wir was mit der Senkung machen“ …und schon ist die schießtechnische Mission beendet…und natürlich neue Salamitbrötchen fertig.
Nein! … solche Sachen gibst nicht…Bullerbue nicht und Master of certified Disaster nennt sich auch keiner und Salamibrötchen gab’s an dem Tag auch keine… war Mettwurst drauf.
Allerdings setzt Gunfitting eine besondere Kenntnis der verschiedenen Schießtechniken, Anschlagarten und auch des menschlichen Körpers, sowie profunde Waffenkenntnis voraus.
Gunfitting im Vorübergehen, ist ebenso albern ,wie Fehlschüsse von Schützen aus 15m Entfernung zu beurteilen.
Das hat mit seriöser Beratung oder gar Schulung nichts zu tun, das ist besten Falls Angeberei…im übleren Fall ist’s wohl B…. ach ,lassen wir das.
Werden bei letzterem nur die Schaftmaße des bestehenden Schaftes ermittelt , werden beim Gunfitting die zukünftigen Maße eines individuellen Schaftes für den Schäfter evaluiert.
Beim Profi sieht das Vermessen kurz gesagt so aus:
Nach einer Voreinstellung des Verstellschaftes mittels Augenmaß, kommt heute meist der Laser zum Einsatz .
Dann wird auf der Anschußscheibe gegenkontrolliert.
Erst zum Schluß kommt besagte Riesenschieblehre oder ein anderes Schaftmessinstrument (siehe Abbildung) zum Einsatz.
Jetzt werden die Maße für den Schäfter abgenommen.
Um die Grundmaße eines Schaftes zu erhalten, genügen einige improvisierte Gerätschaften.
g befinden. Möglichtst eine zweiteilige um den unterschiedlichen Vorderschaftlängen genüge zu tun.
Im Bild wird unter a eine selbst gemachte Lehre gezeigt, mit der man mittels des an einem Ende angebrachten Gelenkes und eines gewöhnlichen Geodreiecks c,auch den Pitchwinkel (g =Winkel z zu y), direkt in Grad, abmessen kann.
Einfach ein sauberes langes Holzteil , ein Gummiband das ein Lineal fixiert und schon kann man die Messpunkte (a) ,(b) und (f) zur Grundlinie (Y) erhalten.
Etwas professioneller geht dies mit sogn. Combraisern (im Waffenfachhandel,sogar im deutschen, erhältlich), einer Schaftrücken-Auflage, die in drei Höhen geliefert wird.
Es dient schlicht als provisorisches Hilfskorn ,wenn die Waffe kein solches besitzt ,und der Schütze einen Anhaltspunkt braucht ,wie viel Schiene er sehen muss.
Einfach ein Stückchen um die Schiene verknotet, mit Leuchtmarker mittig markiert und fertig.
Wer gerne wissen möchte, was einen Master of Disaster von einem richtigen Schießlehrer unterscheidet ,dem empfehle ich den herrlichen Artikel von Michael McIntosch „Apples and Onions“ in seinem großarigen Buch Shotguns & Shooting Vol3.
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1.6.2009 von Bunduki.
„Am Anfang war der Schwung und der Schwung war gut…“
HAAALT ,Oh Flintengott! Nicht so hastig.
Erst kommt mal was ganz einfaches:
Bevor Tontaube und Fasan, Hase oder Rebhuhn dem Schützen zu Opfer fallen, steht er erst mal auf Platte oder Acker, mit der Flinte in der Hand und guckt gespannt in die Botanik.
Zunächst sucht der Schütze optisch seinen Zielraum ab, in Erwartung des anfliegenden oder herhoppelnden Zieles.
So, wie er nun sein Gewehr hält, nennt man dies sehr treffend „Erwartungshaltung“.
It’s an eye game !
- Das Auge sucht das Ziel.
- Das Auge erfasst das Ziel.
- Das Auge steuert durch den optischen Kontakt zum Ziel die Motorik.
- Das Auge dominiert alle anderen Körperaktionen von Hand, Armen, Schultern,Rücken und Beinen und ermöglicht somit die Aktion der technischen Verlängerung des Menschen : der Waffe.
Good looks are easy birds !
Um nun eine ideale Ausgangposition zu haben, sollte der Schütze in der Erwartung von Wild/Ziel seine Waffe entsprechend ausrichten.
D.h. nichts anderes, als dass seine Flinte so gehalten wird ,dass sie mit minimalstem Aufwand in einer fließenden Bewegung in Anschlag gebracht werden kann.
Am einfachsten erreicht man dies, wenn die Waffe von Anfang an, parallel zum Blick in den Zielraum gerichtet ist.
Der Schaft geht zum Kopf, nicht umgekehrt.
Die Mündung bewegt sich zum Ziel…ohne kippelnde Umwege.
Wird der Anschlag parallel zur Blickrichtung ausgeführt , entfällt auch das lästige Kopf - und -Halsverrenken, denn alle Bewegungen werden auf ein Minimum reduziert.
Resultat: La bella figura!
…und somit schließt sich der Kreis zu den „good looks and easy birds“.
Diese Anfangsposition wird in England „address-position“ oder „ready position“ genannt.
Man richtet sich nach der Taube aus (address) oder ist schlicht fertig (ready) und erwartet in einer generellen Richtung Ziele.
Bei uns gibt’s einen sehr treffenden Namen: die Erwartungshaltung.
Leider haben die Flintengötter, aber auch die halben Götter, manchmal zuviel Humor und verkleiden etwas ganz tolles, bis es unnütz , lästig und albern ist.
Dann lachen sie sich alle ins Fäustchen und kloppen sich ob der gelungennen Scherzes aufs staubige Lodenwams.
Zurückgenommen wird der gelungene Scherz aber nie ,denn er wird in guter teutscher Tradition ,wie alles Sinnlose zur sogn.sakrosanten Tradition erklärt.
So geschehen mit der Erwartungshaltung, der man noch ein venatorisch verbrämtes Siegel namens DJV aufdrückte, das ganze zum Albtraum aller Jungjäger machte und bis heute eine recht sinnlose Diskussion darüber führt, an welchem Knochen denn das Gewehr ruhen dürfe ,bis es in den Anschlag gekippelt wird.
Nun ist es durchaus legitim für Wettkämpfe Regeln zu erstellen, welche die Gleichheit aller, vor dem Schuß bestimmen.
Nun ist es aber auch legitim , wie in Amerika, auf so was zu verzichten.
Nicht legitim ist es , Menschen die Flintenschießen lernen wollen, einen derartigen Unsinn als Lehrmeinung und Dogma unterzujubeln .
Denn jagdlich spielt die DJV Erwartungshaltung keinerlei Rolle.
Was passiert, wenn man sich nach dieser Grundhaltung richtet, zeigen die nachstehenden Bilder.
Waffenhaltung und Blick kreuzen sich. Beim Heben der Waffe kippt die Waffe aus der Balance und Schußrichtung.
Der Schütze braucht mehr Zeit, eine gleichmäßige Bewegung ist nicht möglich. Der Körper kann den Schwung über Rückrat und Schulter spannungsfrei erst beginnen, wenn die Waffe an der Wange liegt.
Um Missverständnisse zu vermeiden:
Das Recken der Mündung nach oben, wurde auch in anderen Ländern für die Jagd gelehrt.
Allerdings ging es früher darum, die Mündung nicht in die Treiberkette zu halten (getriebene Jagden) UND …der Ziel- und Erwartungsraum war OBEN.
D.H. auch der Blick des Schützen ging nach oben und wurde aber somit wieder parallel mit der Waffenachse
Parallelität ist das Stichwort.
Der Parallelanschlag ist keine neuzeitige Erfindung von Angloschießlehrern, die was neues auf dem Markt bringen wollten.
Wie unterschiedlich auch die Schwungtechnik von Churchill, Stansbury, Yardley, Bidwell und den Ash’s gelehrt werden:
Die Waffe wird immer parallel zum Zielblick geführt.
Auch bei dem für so viele Jagdschüler zum Schreckensszenario gewordenen Jagdtrap, hilft der parallele Anschlag Zeit und Energie zu sparen.
Nirgends lässt sich die „Leichtigkeit des Seins “ so einfach erkennen ,als wenn man 2 Jungjägeraspiranten beobachtet, von denen einer mit der Waffe ala’ DJV wedelt und der andere eine sparsame und elegante Führung der Waffe demonstriert.
Das wirkliche Übel an dem DJV Anschlag ist nicht seine legitime Existenz für den Wettkampf, sondern die ungezählten Rechthaber, die als Ausbilder verkleidet,mit Stammtischweisheiten vollgestopft, unbedarften Schülern Murks vermitteln und so tun als wäre dieser kontraproduktive Grundhaltung, allgemeines Reglement oder jagdlich zu rechtfertigen.
Wer für die Jagd übt, soll so schießen wie auf der Jagd!
Jagdlich ist der Parallelanschlag eben auch auf hohe Luft – Ziele einfachst umzusetzen.
Die Mündung wandert wie die Waffenachse kontrolliert in die Flugbahn des Zieles , der Schwung kann früh, auch von Schulter und Rücken, eingeleitet werden.
Ein leichtes und unkompliziertes Schwingen und Treffen .
Nun haben auch andere Sportler ihre Grundhaltungen.
Sei es Skeet oder FITASC…es sei jedem, wie auch dem DJV selbstverständlich gestattet, seine Wettkampfszenarien so zu gestallten, wie die Mitglieder dies wünschen , um ein Maximum an Chancengleichheit herzustellen.
Ob dies immer sinnvoll ist ,sei einer recht angeregten Diskussion anheim gestellt ,die hier aber nicht geführt werden soll.
Ich habe in den vielen Schießschulen ,die ich besuchen durfte, jede Art von Dogma kennengelernt, welches Spass aus dem Flintenschießen dauerhaft vertreiben kann.
Aber ich habe auch bei den großen Organisationen wie BSAC,CPSA,NSCA und meinen Freunden den Maestros de los Tiradores gelernt, dass jedes falsche Dogma und jede zu enge Regel, gegen den Hauptgrundsatz des Flintenschießens verstößt:
Der Mensch und seine Freude stehen im Mittelpunkt.
In diesem Sinne : keep Your gun swinging and take the birds the easy way!
Wer nun die ganze Zeit darauf gewartet hat, dass ich was böses über die Urdeutsche Pantomime des Abwinkens sage… ![]()
Aber diese alberne, geronte Wackelei aus der Grabbelkiste der Teletubbies lohnt doch die Worte gar nicht…
Als Alternative schlage ich vor, sich ab jetzt auf den Ständen freundlich zu grüßen, so wie das auf jedem Golfcourse selbstverständich ist.
Weil grobes Stoffeltum out ist und weder zu Tweed noch Loden gehört.
Bis dahin Winke Winke
An die “besonderen” Fans:
… wie immer ,liebe Schlaumeier, “copy right” liegt auch auf Fotos
Geschrieben in Bundukis Flintenlehre | Keine Kommentare »
10.5.2009 von Bunduki.
Heute mal anders als sonst, steht nicht der Spaß am Flintenschießen zum Thema ,sondern die Effektivität einer Waffenart.
Wer also von derartigen Ausflügen in die Realität der Waffenbestimmungen nichts wissen möchte , sollte lieber nicht weiter lesen.
„Waffen sind Waffen sind Waffen“…frei nach Gertrude Stein.
Und Waffen,wie alle Werkzeuge , definieren sich nach ihrer Bestimmung.
Diese Bestimmung ist in der Regel der Kampf und/oder das Beutemachen.
Diese Zweckausrichtung zu leugnen, wäre verkehrt und verlogen.
Unser Sport, das Flintenschießen , ist die praktische Übung zur Jagd, also zum Beutemachen und zum waidgerechten/ sportlichen Schuß auf Wild.
Dass sich aus allen Schießübungen, seinen sie jagdlichen oder militärischen Ursprungs, in einer sich wandelnden Welt mit neuen, humaneren Selbstdefinitionen, in eine friedliche, harmlose und zivile Variante verändert haben, spricht für die abnehmende Militanz und Akzeptanz von Gewalt unserer demokratischen Zivilgesellschaft.
Dies zuzugeben, fällt vielen Funktionären scheinbar schrecklich schwer.
Zu groß der Druck der gutmenschelnden ex68er Journallie, werteflexiblen
Politikerkohorten und einer Mediengeneration die alles akzeptiert ,wenn es nur bunt und laut ist…
..oder schlicht mangelnder Intellekt, der Duckmäusertum dem aufrechten Gang vorzieht…
Denn auch Biathlon war militärischen Ursprungs, Trap ein Schießen auf lebende Tauben und
Was bitte, ist mit Duelldisziplin ala Schnellfeuer oder Militärsportarten wie Fechten, Boxen und Karate ?
Nicht das Gerät, sondern der Mensch ist Maß allen Tuns…
Auch wenn von einigen Verbandseinknickern politisch korrigierte, Diabolos pupsende DSB-Luftdrucksporthilfskrücken als einzig wahres Sportgerät zum Zielsport erklärt wurden, so sollten wir weder die Bestimmung, noch die Herkunft unserer Waffen und auch nicht deren legitime Nutzung verraten.
Allein das immer neue Nachgeben auf medialen Druck, sollte uns zu denken geben, das Rückrat, Kameradschaft und Solidarität anscheinend auch bei Verbandsfunktionären eine
menschliche Ausnahmequalität zu sein scheint.
Die Schrotflinte war immer universelles Jagdwerkzeug , dass allerdings auch mangels Alternative zur Verteidigung eingesetzt wurde.
Mit der Entwicklung der Repetierschrotflinte als Grabenflinte und ihrem Einsatz im Krieg entwickelte sich ein neues Bild dieser Waffe.
Nicht mehr nur die Jagd wurde nun mit Schrotflinten verbunden!
Als dann in den 20er Jahren auch Polizeieinheiten mit diesen Waffen ausgerüstet wurden, war dies sowohl bei Waffenfachleuten wie bei Politikern durchaus umstritten.
Nicht die Anwendung gegen umherziehende Bankräuberbanden verwunderte , sondern der im Namen RIOT GUN implizierte Zweck zur Bekämpfung von Aufständen, schockierte .
Denn diese Aufstände waren großenteils Arbeiteraufstände und somit wurde eine „Volkswaffe“ zur Volksbekämpfungswaffe.
Ihr furchterregendes Äusseres , ihr Drohpotential und ihre verheerende Wirkung bei der Bekämpfung von Gruppen wurde zur Legende.
Endgültig zur übermächtigen Superwaffe wurde die Flinte (in Form der Pumpgun) durch Hollywood.
Maßlos übertriebene Wirkung und Feuerkraft wurden zum Bestandteil jedes B(aller)-movies.
Die Waffe und ihre Wirkung auf der Leinwand, wurde zum Mythos und so schnell zur
Quintessenz aller Hoplobophie.
Die Pumpgun-Verbote in Europa beweisen diese irrationale Sicht einer Waffenart bis in die Gegenwart.
Was bleibt, ist aber auch der Mythos bei vielen Flintenschützen, dass ihre Jagdwaffe sich im Extremfalle als ebenso wirksam zeigen könne, wie es die „Pumpe“ des Leinwandprotagonisten oder die spezialisierte Combat-Waffe des Polizisten es tut.
So verwundert es auch nicht, dass diverse US Schießschulen Kurse für Flinten anbieten und dort die Repetierflinte als „home defence weapon - par exellance „ extrem beliebt ist.
Das auch hier die Legende mehr gilt, als die reale Einschätzung, darf man getrost den Marketing- Mechanismen einer hysterisierten Mediengesellschaft am Rande des wirtschaftlichen und sozialen Abgrundes zurechnen.
Auf der Strecke bleibt oft die Realität der Waffentechnik und auch die Einschätzung und Analyse von persönlichen Bedrohungsszenarien.
Was wiederum dazu führt , dass viele Fragen sich um die Einsatzfähigkeit der ganz normalen Jagdflinte als Notwehrwaffe für Jagdschutz oder Heim Gedanken machen.
Gehen wir davon aus, dass bewaffnete Notwehr legitim und auch gesetzlich legitimiert ist ,sie auch leider notwendig sein kann, so sollten wir uns etwas näher mit dieser Frage beschäftigen.
Gleichwohl entsteht nun die Gefahr „die Flinte „ als EIN Waffensystem zu sehen, und somit den Legenden aufzusitzen.
Wichtig ist zu unterscheiden zwischen einer reinen Jagdwaffe und einer Waffe die vorrangig zu
Schutz- oder Offensivzwecken konstruiert ist.
Zunächst sollten wir die Anwendungsgebiete und Schussweiten definieren:
Der dienstliche Einsatz bei Polizei und Militär:
Aufruhr - multiple Ziele < als35m
Bandenbekämpfung - multplie Ziele < als 25mm
Fahrzeuge < als 20m
Türöffnungen und Anwendungen mit Spezialmunition (Gas /Stun/etc.)
Eindringen in Gebäude < als 5m
Rückendeckung gegen multiple Ziele für Einsatzkräfte < als25m
Sektorensicherung im Begleit und Personenschutz < als 30m
Anwendungen im privat-kommerziellen Sicherheitsbereich:
Anlagenschutz gegen multiple Eindringlinge
Personenschutz in Krisengebieten gegen multiple Angreifer/Banden
Transportschutz gegen Banden
Sektorenschutz von Baustellen bei lokalen Unruhen
Alle Einsatzbereiche sind deutlich unter 25m
Anwendungen im maritimen Bereich:
In den Medien erst seit kurzem beachtet, gibt es die Bedrohung von Seglern und kommerziellen Seefahrern seit langem.
Gerade hier setzte die VS-Flinte seit Jahren den Standard.
Die Bedrohungen unterscheiden sich nach Größe der Seefahrzeuge, aber wenig nach Art der Angriffe .
Man unterscheidet die Szenarien nach Orten der Abwehr:
bridge to deck <20meter
on deck < 10 meter
deck to deck <30m
deck to cargo < 15 meter
deck to waterline < 30meter
Die Besonderheiten auf See sind bei kleinen Schiffen natürlich Seegang (wenn auch nur geringer,denn bei starkem Seegang haben auch Piraten Pause) und bei großen Frachtschiffen die extremen Schusswinkel nach oben und unten.
Ein besonderes Problem ensteht durch die hohe Brandgefahr durch besonders delikate Ladung.
Wie wir sehen , haben die bedrohlichen Szenarien mehrere Gemeinsamkeiten.
A. kurze Schußentfernung!
B. Keine wesentliche Gefährdung durch Nichtbeteiligte
C. Meist Konfrontation mit mehreren Angreifern
Genau darauf sind auch die Waffen ausgeführt:
Kurze Läufe um ein Maximum an Beweglichkeit zu erreichen
Hohe Magazinkapazität mit mögl. flexiblem Nachladesystem (Side-saddle und Schaft- magazine)
Büchsenvisierungen/Ghostring
integrierte Licht (und Blend) Quelle (wo gesetzlich erlaubt)
Die Legende vom „Police-barrel“
Immer wieder liest man von sogn. Police barrels, mit denen Waffen für den Dienstgebrauch( law enforcement) ausgerüstet seine.
Nix als heiße Luft,denn unter „Police barrel“ verstehen Hersteller und Behörden-Einkäufer eine (in den USA) nur der Polizei vorbehaltene Lauflänge (unter 16Zoll).
Keine Superchokes… keine Trefferklingel…
Diese spezialisierten Waffen bedürfen natürlich einer besonderen Schießtechnik , die sehr stark am kampfmäßigen Büchsenschießen orientiert ist, aber auch den starken Rückstoß der Waffen zu beherrschen hilft.
Gezielt wird mit Sicht aufs Korn (wie bei der KW) und nicht mit Blick aufs Ziel (wie bei der Jagdflinte).
Hier noch ein kurzes Wort zum Flinten-IPSC.
Hierbei werden Flinten benutzt die sich von den Dienstwaffen ableiten, aber meist aufgrund ihrer Auf und Anbauten, Zieleinrichtungen etc. rein sportlichen Zwecken dienen.
Das heutige IPSC schießen hat nichts mit dem dienstlichen Kampfschießen gemein.
Weder Handhabung der Waffen; noch Parcoursaufbau oder verwandte Munition lassen Gemeinsamkeiten zu.
Das eine ist ein fröhlicher ziviler Spass, das andere todernst.
Viel unterscheidet diese heutigen Combatflinten von ihren klassischen Vorbildern, doch auch in alten Tagen, wurden Schrotwaffen speziell auf bestimmte (ähnlich) Szenarien „getunt“.
Das beste Beispiel ist die Coachgun, die kurzläufige Doppelflinte der Kutschbegleiter im wilden Westen.
Entgegen den schönen Filmen, wurden diese Flinten auf eine sehr drastische Weise eingesetzt.
Griff eine Gruppe die Kutsche an,so schoß der Wachmann mit der Flinte vom wackligen Bock auf die PFERDE der Angreifer.
Wurde der Wagen überraschend gestoppt, meist Nachts, knallte der Begleitschutz einfach auf die Stimmen aus der Dunkelheit.
Diese Methoden waren primitiv, aber recht effektiv…alles andere, liebe Kinder, ist Hollywood ![]()
Das schöne Bild des tapferen Sheriff der mit der Flinte seinen Gefangen vor dem Lynchmob schützt,ist „american mythology“…wollte er vielleicht auf seine Wähler schießen?
Setzt man nun die o.g. Einsatzbedingungen auf die Verteidigung eines Durchschnittsheimes oder Jägers im Revier um, wird man sehen, dass ein Großteil dieser Rahmenbedingungen nicht zutrifft.
Die Stärke der Waffe wird also in den eigenen vier Wänden nicht voll ausgespielt werden können.
Im Gegenteil: Durch ihre Länge behindert sie das Manövrieren und verhindert durch ihre
Größe (und unser Gesetz) die Verwendung einer Lampe.*
Mit einer Kurzwaffe kann man auch legal eine Lampe in der zweiten Hand führen, sich leicht in einer mit Möbeln voll gestellten Wohnung bewegen und auch Treppen und Türen bequemer begehen und sichern.
Sollte man nun mit der Möglichkeit von Schusswechseln in Hof und Garten argumentieren, darf ich an die „Gegenwärtigkeit des Angriffes“ und die nachträglich Gegenwart eines Staatsanwaltes mahnen, die solche Szenarien weniger „Ramboesque“ beurteilen.
Kommen wir als zur Anwendung für den Jäger.
Seine Waffe ist darauf ausgelegt ein oder zwei ,sich schnell bewegende Ziele im Schwung zu treffen.
(Die Sondersituation Nachsuche wollen wir hier bewusst nicht ansprechen,dies wird in einem separaten Blog behandelt werden.)
Um sein Wild weder zu zerschießen, noch „nur „ zu verletzten, hält er eine Schussweite von >10 und
Die Verwendung von nicht lethaler Munition (die nicht überall erhältlich und von ausgesprochen unterschiedlicher Qualität ist) schließt sich bei einer Gesamtkapazität von 2 Schuß aus.
Aufgrund ihrer Anwendung, haben diese Waffe eine Gesamtlänge von über 110cm.
Sie sind nur beidhändig zu bedienen.
Ergo kann keine Lampe gehalten werden…die meisten Überfälle im Revier passieren aber bei Dämmerung oder Dunkelheit.
An ein schnelles,taktisches Nachladen ist aufgrund der Kippfunktion der Läufe und des „Patronensuchens aus der Manteltasche“ nicht zu denken.*
So bleiben 2 Schuß bei schlechter Sicht und unter Stress die letzte, weil einzige Option !
Keine schöne Perspektive!
Vergleicht man damit die Möglichkeiten, die dem Jäger die Kurzwaffe bietet:
Waffe und Lampe gleichzeitig im Anschlag! *
Große Feuerkraft und damit auch die Möglichkeit von Warnschüssen!
Deutlich weiterer Einsatzbereich und die Möglichkeit der genauen Schußplatzierung.
Patronenwirkung durch moderne Geschoßkonstruktion (Tm/HP/safety slug/etc.) optimiert.
Der Aktionsradius ist bei einer KW im beidhändigen Anschlag wesentlich kleiner, als der einer angebackten Langwaffe!
Das ist in einer engen Jagdhütte ebenso wichtig, wie im heimischen Treppenhaus.
Um nun die Frage nach der terminalballistischen Wirkung einer Flinte zu beantworten, sollte man sich in der einschlägigen Literatur kundig machen.
Wir wollten hier nur einen Gedankenansatz geben, sich zu überlegen, ob und in wie weit die vertraute Flinte in Notsituationen wirksam sein kann.
Meist hat der Jäger so gut wie keinen Zugang zu Spezial Munition, wie sie von Einsatzkräfte benutzt werden.
Er nimmt das, was er im Jagdfachhandel vorfindet .
Dies taten wir auch und schossen ein paar Schußbilder, mit den in DE am meisten verkauften
Jagdpatronen, sowie mit den überall erhältlichen Postenschrot eines deutschen Herstellers.
Wir verzichteten auf das Verschießen von Flintenlaufgeschossen, da einerseits diese Geschoße über eine prächtige Präzision verfügen, aber die Schrotwaffe zur Kugelwaffe machen und so die Frage nach der Wirksamkeit der „Schrot“Flinte konterkarieren.
Wir benutzten Voll ,Halb und Zylinderchoke, da dies die meiste geführten Chokes in Jagdflinten sind.
Die Entfernungen entsprechen den international gängigen Erfahrungswerten von Feuergefechten mit Zivilpersonen.
Sind die Garbendichte bei Kurzentfernungen noch hochkonzentriert, beginnt man an der Wirksamkeit bei 10 Meter deutliche Zweifel zu entwickeln.
Egal ob Voll oder halbchoke…würden Sie auf diese Streunung von 3,5 mm Schrot ihr Leben verwetten?
Auch bei Halbchoke sind die Garben ab 10 Meter wenig vertrauenswürdig.

Das Ganze von nahem:
Aus diesen Garben resultieren irreparable Wunden.
Ein anderes,besseres Bild bieten Postenschrote.
Diese „Buckshots“ (9 Kugeln) sind die allgemein, anerkannte beste Wahl bei Notwehr Situationen.
Die Schockwirkung ist maximal, doch die Reichweite sollte nicht überschätzt werden.
Wer diese Art von Munition benutzt, muß sich aber voll der rechtlichen Konsequenzen bewusst sein, die der Einsatz dieser Patronen vor Gericht nach sich ziehen wird.
Ab 15 Meter fängt auch bei Vollchoke die Patrone an soweit zu streuen, dass nicht mehr alle 9 Kugeln im Ziel einschlagen.

Vollends unsicher wird die Situation wenn die Entfernungen größer als 15 Meter werden UND Personen in der ungefähren Ziellinie stehen die nicht getroffen werden sollen.
Wir haben hier eine „bystander“ Scheibe von vielen als Muster gezeigt, die aufrüttelt.
Auf 20 Meter würde eine unbeteiligte Person mit einem Volltreffer eines 9mm Geschosses in den SolarPlexus Bereich keine Überlebenschance haben.
2 weitere Kugeln trafen das Ziel nicht und fliegen unkontrolliert !
Keine Szenario, das man erleben möchte.
Ist die jagdliche Schrotflinte nun eine geeignete Notwehr-waffe?
M.E. Nein, …eher eine Hilfe in letzter Not.
In zivilen Bedrohungsszenarien, abseits von „Film und TV reality“ ist sie schlicht zu lang und in der Wirkung zu unberechenbar.
Der Gesetzgeber gibt uns das Recht auf das Führen von Kurzwaffen und wer für sich eine Schutznotwendigkeit sieht, sollte eine solche führen und sich daran ausbilden lassen.
Die Combatflinte hat nur in Ihrer sportlichen Variante bei uns ein Zuhause gefunden.
Ein wirkliches Bedrohungsszenario ist ohne ein gerüttelt Maß an Paranoia nur schwer dafür auszumachen.
Mögen wir alle unsere Flinten als Mittel zur Freude an der Jagd und am Sport sehen und keiner in die Lage kommen, in der eine Waffe wieder ihre Ursprungsbedeutung erfüllen muß.
Wir danken Doris Grauer vom Jagdparcours Bayern in Hattenhofen für Ihre freundliche Untersützung bei den Tests.
*rechtlicher Hinweis :
das bundesdeutsche Waffenrecht verbietet ausdrücklich die Montage von taktischen oder normalen Lichtquellen,welche das Ziel anleuchten können, an Waffen.
Auch zweckgerichtete Montagen/Halterungen sind explizit verboten.
Auch die Montage mittels Klebeband ist illegal !
Die Benutzung einer Lampe mittels der freien Hand ist nicht verboten.
Ein durchaus sehenswertes Video zum Thema gibt es auf You tube.
Allerding sollte man dabei bedenken dass die Filmnemacher allein von US Verhältnissenen und aus dienstlicher Sicht das Thenma angingen.Eingroßer Teil der Mun ist bei uns strickt illegal. Ihre Besitz / Verwendung könnte rechtlich zu schlimmsten Konsequenzen für den Anwender führen.
Betont sei: Die Anwendung als ziviler Waffenträger:spez. Jäger setzt andere Marginalien als die Anwenung einer Combat Flinte in
urbanem oder militärischen Dienstgebrauch.
zum Verständnis des US filmes: die dort angesprochenen “Tactical loads” unterscheiden sich von normalen (jagdlichen) Patronen darin besonders Rückstoßschwach zu sein.
Solche Munition ist leichter zu kontrollieren und wurde im Hinblick auf A. weibliches Personal bei US Diensttellen eingeführt und ersetzt B. die bishergebräuchlichen Jagdladungen die in Ihrer Wirkung auf Humanziele überdimensioniert sind.
Geschrieben in Bundukis Flintenlehre | 7 Kommentare »
14.4.2009 von Bunduki.
Mir erscheinen GEZ Gebühren schlicht überflüssig.
Was soll ich mich vor dem TV an den Possen von Urban Priol und Herrn Late-Night-Schmidt
erfreuen ,wenn’s ohne Obulus an die Pensionskasse untertalentierter TV-Redakteure auch geht.
Wie?
Ein Ausflug ins nächste Zentrum des Jagd- und Sportfachhandels genügt .
Da stand ein Jägersmann, reichlich 45 Jahre , ca.1,75 und mannsgerechte 110kg im Laden und tauschte seinen in Ehren ergraute DF nun in ein stahlschrottaugliches Hightec- Flintensportgerät des 21 Jh.
Beraten und betreut wurde er von einem, knapp den Baggiepants entwachsenem Service- Assistant-Executive,dessen Clearasil-klare Stirn in versuchsweise Falten gelegt war ,bei der Anstrengung,dem „Customer“ die Vorzüge der Waffe korrekt aus dem auswendig gelernten Werbefaltblatt zur reklamieren.
Natürlich wurden dem Kaufinteressenten auch fachgerecht die Schaftmaße abgenommen,…natürlich mit der bewährten Ellenbogen Zeigefinger-methode ,die schon Winnetou und Ranger von Ihrem sächsischen Lügenbold gelernt hatten.
Bemerkenswert wie Company-minded der Bling-Community gestählte Fachverkäufer, die Vorteile des Schießgerätes aufsagte und immer wieder auf die wunderbare Ausgewogenheiten der genialen Waffe zu sprechen kam ,…die man natürlich ,sollte sie nicht konvinieren, mittels allerlei twentyfirst- century-Schnick-Schnack, aufs einfachste abändern könnte.
Dann kam es, wie es immer kommt, die Selbstüberschätzung verführte unsere aufstrebende Jungservicefachkraft zu der Aussage, dass man „heute ohne 81er Läufe ja gar nichts mehr trifft“….“denken Sie nur an Digweed!“ schnodderte jener, der Provision schon sichere, dumpfe Ladenschwengel.
Wie wir alle wissen, folgt auf die Anmaßung der Hybris, stets die Rache der Nemesis und diese sah dann so aus, dass der Käufer samt seiner alten DF genervt aus dem Laden flüchtete und sich sein neues Schießgewehr im sonnigen Italien zusammenstellen ließ, wo man erwachsene Fachleute hat und wo man auch noch mit 71er Läufen trifft.
Come in and find out.!
Recht hatte er, der gute Jäger aus der Geschichte, denn er wusste aus Erfahrung, dass die Lauflänge etwas sehr individuelles ist, bei deren Auswahl der Rat eines Verkäufers meist eher deplaziert wirkt.
Die Lauflänge wirkt sich einmal auf die Führigkeit einer Jagdwaffe aus und sollte somit an die Jagdgewohnheiten und Revierbedingungen angepasst sein.
Bei einer sportlich verwendeten Flinte spielt erst mal die zu schießende Disziplin eine Rolle.
Da jede Sportart ihr spezifisches Schwungprofil besitzt ,muss die Waffe und die Lauflänge hierauf abgestimmt sein.
Zur Veranschaulichung:
American Trap:
Enger präziser Schwung,büchsenhafte Präzision bei minimalen Bewegungen.
Ein einzelner, schwerer, extrem langer und entsprechend träger Lauf.
Trap
Der Schwung ist präzise, aber nicht ausladend und braucht nicht abgebremst zu werden.
Ein langer träger Lauf ist hier ideal.
Doppeltrap
Auch hier wird präzise und moderat geschwungen;
Aber der Schwung muß abgebrochen und neu aufgebaut werden, um die zweite Taube zu beschießen.
Hier braucht’s einen weniger trägen, etwas kürzeren Lauf.
Skeet
Schnelles Schießen und weites Schwungprofil.
Blitzschnelles Wechseln des Schwungs bei den Doubletten erfordern einen kurzen dynamischen Lauf, bei einer kurzen Gesamtlänge.
ZZ/LP
Unvorhersehbare Schwungweiten bei sehr präziser Schußabgabe.
Hier findet eine dynamisch gewichtete Flinte mit moderaten Lauflängen ihren Einsatz.
Englisch Sporting
Weite und enge Schwünge wechseln sich ab.
Aber gerade die extremen longflowters bedürfen eines langen Laufes, in einer nicht zu schweren Flinte.
FITASC
Bisher fast wie english sporting;…nun, nach einer Regeländerung sind moderate Lauflängen und moderate Gesamtgewichte auf dem Vormarsch.
Extrem kurze und realistisch weite Tauben wechseln sich ab und/oder bilden Doubletten.
Die Jagdnähe ist offensichtlich.
Die Jagd
Was nun das Waidwerk mit der Flinte angeht, so gilt :
Die Lauflänge welche dem Schützen in seinem Revier das Optimum an Beweglichkeit und beim Schwung die größtmögliche Ausgeglichenheit bietet, ist ideal.
Hier entscheiden zumeist schlicht die Körpermaße des Schützen und sein ureigenes
Gefühl für ein harmonisches Waffenhandling.
So wird sich ein Schütze mit 1,75 bis 1,80 sicher mit einer 71 er Flinte gut fühlen, während der Mann mit 1,90 sicher eine 76er Flinte besser schwingen kann.
Und wer mit 1,95 und einer 81cm Lauflänge auf der Gänsejagd sein Heil versucht ,ist sicher auf der richtigen Seite.
Harmonie ist alles beim Schwung !
Um diese Gleichmäßigkeit zu erreichen, sollte man wissen, wie und wo der Schwung entsteht.
Nicht die Arme schwingen die Flinte, sondern die Muskeln im Rücken.
Die Drehachse ist also bei Horizontalschwung das Rückrat.
Die Schultern werden zur Flugrichtung gedreht, die Ober-Arme besorgen den Höhenausgleich und die Unterarme und die Finger der Führhand kontrollieren, bremsen , beschleunigen…kurz , sie ergeben das Feintuning des Schwunges.
Nun wird klar, dass wir nicht Läufe /Lauflängen schwingen, sondern ganze Waffen, denn der Drehpunkt des Schwunges ist nicht der Schwerpunkt der Waffe.
Jener hat die Aufgabe einen möglichst ausgeglichenen und ermüdungsfreien Führungswinkel des Führungsarmes zu ermöglichen.
Weite Bewegungen sollen unverkrampft und ohne Handwechsel in vertikaler und horizontaler
Achse durchgeführt werden können.
Wir schwingen also das ganze Gewehr auf ganzer Länge !
Ergo ist sogar der Waffentyp,ob BDF oder SLF beim Schwung nur sekundär, solange das „Gesamtverhältnis Schütze- Waffe - Aufgabe“ stimmt.
Und genau deshalb kann und darf man die Lauflänge nicht vom Rest der Waffe isoliert ansehen.
Sonst wär’s einfach:
Kurzer Lauf > schneller Schwung …….. langer Lauf >langsamer Schwung
Diese Gleichung mag zwar stimmen, ist aber dennoch nur ein Teilaspekt.
Ebenso wichtig ,um das gewünschte Schwungprofil zu erreichen, ist der Schütze selbst.
Neben seiner Gesamt-Länge, ist es auch wichtig, wie lang seine Arme sind, wie lang Hals und wie breit die Schultern, welche Form der Brustkorb hat und ob er/sie über- oder untergewichtig ist.
Wie ist die Beweglichkeit im Schulterbereich, wie opulent und trainiert die Rückenmuskulatur?
Keine Angst, hier muß keiner was vermessen, testen oder beurteilen !
Das tut der Schütze selbst, in dem er einfach verschieden Lauflängen an ein und derselben Waffe austestet.
Wir spüren, wenn unser Körper sich harmonisch bewegt; wir merken, wenn Muskeln im Rücken Spannung aufbauen oder ermüdungsfrei den Oberkörper drehen.
Hören Sie also auf Ihren Körper beim Flintenschwung!
Beachten Sie aber bei einem Test mit verschiedenen Lauflängen, dass die Flinte immer gleich lang geschäftet sein sollte und dass Senkungen nicht zu sehr von einander abweichen.
Eine recht preiswerte Möglichkeit des Testen im Bereich von 5 bis 10 cm sind sogn. Laufverlängerungen.
Einige Firmen bieten solche Choke-ähnlichen Teile an, die einen ersten Eindruck vemitteln können ,wie sich die bisherige Flinte mit längeren Läufen schwingt.
Ein mehr an Lauflänge ist meist auch ein Mehr an Gesamtgewicht. Bis zu 170 Gramm kann so was schon mal ausmachen!
Nicht alle Schützen sind muskelbepackte Kraftmeier und auch bei trainierten Kaderschützen kommen Ermüdungserscheinungen vor , wenn die Waffe zu schwer wird.
Hier können unterschiedliche Laufprofile, ventilierte Zwischenreifen oder das Weglassen der jener Zwischenschienen helfen.
Doch wird nicht nur nach immer längeren Läufen gefragt.
Es gibt auch gute Gründe für die kurzen dynamischen Flinten.
Nun aber bitte…nicht gleich wieder die uralte Litanei:
„Mit kurzen Läufen stochert man nur“.
Nein, liebe Freunde das tut man nicht.
Schon der olle Robert Churchil hat bewiesen ,dass man, wenn man klein,rundlich und zu kurz für langes Schießgerät ist ,ganz formidabel mit einer 25Zoll (63,5cm) Lauf-Flinte schießen kann.
Das „Stochern” ist nichts anderes, als das ruckartige und ungleichmäßige Schwingen einer Flinte .
Es entsteht, wenn sich der Schütze keine Zeit für einen sauberen Anschlag nimmt und aus einer verkrampften Grundhaltung die Flinte mit nach oben und unten kippelnder Mündung, zur Schulter schlenkert.
Was danach aus fast hysterisch empfundenem Zeitmangel passiert, sind ruckartige horizontale und wedelnde, vertikale Bewegungen der Flinte.> kurz Stochern
Das zu vermeiden ist ganz einfach, in dem man die Flinte aus einer entspannten Grundhaltung ohne Kippbewegung zur Schulter und zum Ziel hebt und dabei schon den Grundschwung des Oberkörpers zur Flugrichtung des Zieles einleitet. > Stochern unmöglich…nicht mal mit ner Spielzeugflinte
Wer aber ans Stochern weiter glauben mag ,möge dies tun.
Meinen Segen hat er und auch gleich für weiteren Unsinn;…wie zum Beispiel das Gefasel dass die Deckung der Schrotgarbe von der Lauflänge abhänge.
Viel Spass im brösigen Urschlamm des Flintendampfgeplauders.
Viel Schützen die jagdlich aktiv sind, schwören auf relativ kurze Läufe, obwohl sie bei Wettkämpfen gerade mit den langen Rohren vordere Plätze erreichen.
Führigkeit, Handling und ein fast symbiotisch harmonisches, instinktives Schießen auf der Jagd erklären das Suchtpotential der kurzen Läufe.
Wie individuell die Laufauswahl sein kann ,dazu hier einige Beispielbilder .
Die Schützin ist 1,65 groß und ca 55 kg schwer.
Eine schwere Wettkampfwaffe mit 76cm Lauf.
Zu lang für die Schützin, weil zuviel Waffengewicht den Schwung bremsen würde.
Ermüdent für lange Serien. Führt unweigerlich zu Übersäuerung der Armmuskeln
die berühmte XXV Churchill - Flinte mit 64cm Lauf.
Sehr dynamisch, leicht im Handling,wird aber durch ihre Gewichtung leicht übersteuert.
Dennoch ideal bei kleiner Körpergröße und schnellen, kurzen Tauben… und selbst den bösartigsten Überkopffasanen.
ein Extrem : Die 870 Pumpgun in Stahlbauweise.
Extrem kurz dennoch extrem schwer (gleiches Gewicht wie die Wettkampfflinte)
Der weite Griff der Führungshand relativiert sich bei größeren Menschen und ist bei der
Schnellen Zielerfassung derartiger Waffen hilfreich.
Bei Menschen unter 1,75 wird der Führungswinkel allerdings zuweit , das Schießen ermüdet nach kurzer Zeit.
…übrigends wurde das Schwungbild einer Pumpgun mit leichter Alubasküle ,Kurzem Magazin und längerem Lauf bei unseren Blindversuchen als genauso “bescheiden” beurteilt…
der Idealzustand
71cm Läufe bei einer gleichmäßig im Gewicht reduzierten Flinte .
Dadurch ermüdungsfreies Schießen.
Führungswinkel ideal für optimale Wendigkeit aus Schulter und Führhand.
Ein Schwungradius der sowohl für lange, wie kurze Tauben bei der gegebenen Körpergröße ideal ist.
Man störe sich nicht an Kalibern,denn dasThema ist der Zusammenhang Waffen-Gewicht-Lauflänge- Schwung und dies ist vom Kaliber wie vom Geschlecht unabhängig.
Lauflänge und Schwung hängen also von einander ab.
Aber Aufgemerkt Herr Nachbar!
Auch die Verdientsmöglichkeiten einfallsreicher Menschlein sind damit verbunden !
Seit vielen Jahren geht schon das Lauflängenspiel und es macht nicht den Anschein, dass es bald endet.
Eine neue Runde läutet jetzt der internationale Parcourszirkus ein.
Nachdem die Läufe immer länger wurden…weil die Tauben immer weiter und unrealistischer flogen…da fällt nun laut Reglement der FITASC ein:
Jetztatle schießen wir wieder wie auf der Jagd! ![]()
Fein!
Und promt kommt ein fröhlicher Italiener aus Umbrien namens Spada und schießt mit kurzem Püster den großen Herren einen vor.
Schwupps, schaltete Mr.Digweed, seines Zeichens englischer Flintengott, sofort um eine Nummer zurück und schießt nun auch gleich eine kürzere Flinte.
Was wiederum das Startsignal für allen andern Parcoursschützen ist, es ihm gleich zu tun.
Nun kann’s also nicht lange dauern, und es bricht wieder eine Welle von „Innovation“ über uns herein und kurze Läufe werden uns wieder von jedem Fachverkäufer, Lohnschmieranten und Marketinggenius als das einzig Wahre, Echte und Gute empfohlen.
Was da hilft ist einfach : selber ausprobieren!
…und auch diesmal leider wieder der Hinweis liebe Puller und Pseudoausbilder:
Bilder und Texte unterliegen dem copyright von Onkel Bunduki,der langsam stinkig wird, wenn er nochmal seine Texte und Bilder
als “Ausbildungshilfe” findet.
Geschrieben in Bundukis Flintenlehre | 3 Kommentare »
18.3.2009 von Bunduki.
Kaum ein Sinnesorgan ist so wichtig für unsere Lebensqualität, wie unser Augenlicht.
Merkwürdig, wie leichtfertig so mancher damit umgeht.
Ob DSB oder TIRO , beide Verbände haben sich nun dem international üblichen Prozedere angeschlossen, bei Ihren Schießen Schutzbrillen obligat zu machen.
Was in den USA, Australien und England längst selbstverständlich ist, setzt sich bei uns hoffentlich auch durch.
Kein „oben ohne“ mehr!
Bedauerlicherweise gibt es immer noch Schützen die meinen, Schießbrillen würden mit ihrem sportlichen Aussehen, das jagdliche Image des Trägers belasten.
So kümmert sich die DJV Schießvorschrift zwar darum, eine blödsinnige Grundhaltung mit der Flinte einzunehmen und ereifert sich über die Gestaltung der Schießweste, aber kein Wort über den notwendigen Augenschutz.
Als wenn bei Jägers keine Schrote abprallen, keine Ejektoren brechen und fliegen gehen…
Leichtsinnig auch , Flintenschießen zu lernen, ohne den Schutz der Augen und die optischen Vorteile einer getönten Brille, von Anfang an, zu nutzten.
Unverständlich auch, warum der Fachhandel nur wenig und nur selten, hochwertige Schießbrillen in seinen Regalen bereit hält.
Zwei Vorteile hat die moderne Schießbrille : Schutz und verbesserte Sicht aufs Ziel!
Zunächst zum Schutz:
Moderne Brillen sollen verhindern, dass Taubensplitter, Schrotkörner oder eben auch Teile der Waffe (wie gerissene Ejektoren,Zündhütchenpartikel, etc.) das Auge erreichen.
Internationale Tests ergaben, dass Glaslinsen diese Vorgaben schlecht erfüllen können.
Kunststoffgläser aus Polycarbonat erfüllen aber diese Forderungen und haben auch noch den Vorteil, besonders leicht zu sein.
Immer mehr Outdoor-Sportarten forderten den „coolen look“ einer Sportbrille, welchem die Hersteller mit einer Unzahl Modellen gerecht wurde.
Doch was dem Mountainbiker einen Traum von coolness und Schutz vor Steinschlag bietet, nutzt dem Beachboy auf dem Surfbrett wenig und ist dem Flintenschützen erst recht nicht hilfreich.
Der Markt ist ohne Beratung nicht überschaubar.
…UND ACHTUNG: nicht jede bunte Plastikbrille, die auf den Stand angeboten wird, oder die im Grabbeltisch eines Händlers liegt, ist eine geeignete Schießbrille!
Bei der Wahl der Schießbrille sollten also spezifische Kriterien beachtet werden:
Zunächst eine Norm, die auch die Stabilität und Schutzfunktion garantiert:
In Deutschland gibt’s die DIN EN 168
Beschußprüfung nach STANAG Nr. 2920
Sicherheitsnorm in England:
British safety standart EN166-F
Us Standarts sind: OHSA Safety Standard 1910.133(a)(2)
ANSI standards Z87.1 and Z87.3.
U.S. Military MIL-V-43511C
Diese Normen gelten für Polycarbonatgläser (PC) und sind in einigen Ländern sogar verbindlich vorgeschrieben, um Versicherungsschutz zu erhalten.
Die Vorteile und Fähigkeiten von PC Gläsern sind auf dieser Seite beschrieben und mit einer eindrucksvollen Bildserie untermauert.
Die ersten Schießbrillen waren stark von den damals üblichen Pilotenbrillen der US Airforce beeinflusst.
Da dort Flintenschießen als Freizeittraining der Piloten gefördert wurde, fand die Tropfenform ihren Weg auf den Schießstand.
Bausch und Lomb (Ray Ban) waren die ersten, die eine spezielle Brille mit vergrößertem Gesichtsfeld für Schützen anboten.
Die Form dieser Brille ist bis heute für den Flugwildschützen und Wurftaubensportler ideal.
Die Form bietet eine optimale periphäre Sicht und durch ihre nach oben gezogene Form ein erweitertes Gesichtsfeld, wenn sich der Kopf am Schaft befindet.
Auch heute noch wird dieser Klassiker unter dem Kürzel Shooter RB3138 gefertigt .
Leider aber nicht mit PC gläsern und in einer viel zu dunklen Tönung.
Viele Hersteller folgen dem Marktgeschrei nach „modischen“ Brillen und so sieht man immer mehr Brillen im sogn. „predator look“, mit stark gebogenen, umlaufenden Linsen.
Meist ohne erhöhtes Gesichtsfeld, sehr oft in schlechter Qualität und IMMER ohne die Möglichkeit auf optische angepasste Linsen zurückzugreifen.
Gerade dies ist aber für viele Schützen der Hauptgrund, mit einer ungeeigneten “Zivilbrille” zu schießen.
Ohne angenehme Tönung, ohne erweitertes Gesichtsfeld, mit rutschenden Brillenbügeln und ohne den Schutz von PC-Linsen.
Gute Brillen sind teuer, angepasste Brillen noch teurer und angepasste Schießbrillen sind…ach lassen wir das lieber.
Sie müssen selber wissen, was Ihnen Ihr Augenlicht wert ist.
Neben den heute gängigen Schutzbrillen im „Predator style“, bieten einige wenige Hersteller klassische Formen an, die speziell für den Flintensport entwickelt wurden.
Zum, gerade bei jungen Schützen beliebten “predator style” sei eine Anmerkung gestattet:
Abgesehen vom unbestreitbar ultracoolen Look eines xXx Leinwandhelden, bieten die Brillen mit ihrer “Rundumsicht” keine Formvorteile…ausser der Schütze besitzt die drehbaren Augen eines Chameleons…
Der Spott ist vermeidbar: ” hey Burschi..gemma schiasn oder mög mer Radl fahrn ?”
Die Firma High scoreres wurde bekannt für Ihre auswechselbaren Gläser in unterschiedlichen Tönungen und einem anpassbaren Rahmen.
Fortgeführt wurde dieses Prinzip von einem deutschen Optiker, der sich auf Schießbrillen spezialisiert hat.
Bei seiner Schießbrille sind Gläser nicht nur leicht auswechselbar, sie sind auch mit einem zusätzlicher Fassung versehen, um Beschädigung zu verhindern.
Der eigentliche Brillen-Rahmen ist individuell einstellbar, relativ leicht, aber stabil.
Die Brille ist schlicht genial und gehört zum besten, was man an Flintenzubehör kaufen kann.
Erfreulich dass diese Firma gerade bei uns, in der Flintendiaspora angesiedelt ist:
Optik - Müller in Manching bei München
Wer das Vergnügen hatte, die Fotografie mittels FILM zu erlernen, dem sind die Qualitäten und die Notwendigkeiten von Farbfiltern immer noch geläufig.
Allen anderen, deren Erfahrung mit gefärbtem Glas auf einer Durchsicht durch eine
„modische Sonnenbrille“ basiert, seien diese netten Artikel auf Wikipedia empfohlen
Farbtemperaturen und
Farben werden von uns höchst individuell empfunden.
Aus diesem Grunde sollte man auch die einschlägigen Filterbeschreibungen der Hersteller oder Anbieter höchst kritisch selbst überprüfen.
Es zählt immer der persönliche Eindruck
Beim Flintenschießen sollte unser Blick aufs Ziel besonders klar sein und das Ziel, wenn möglich ,sich optisch von seiner Umgebung abheben.
Wie schwierig dies ist, wissen gerade die Parcoursschützen die orange Tauben vor buntem Herbstlaub ,oder schwarze Tauben vor einem dunklen Tannenwald beschießen wollen.
Aber auch der Jäger hat immer wieder das Problem, schnelle Ziele mit natürlicher Tarnung, vor camoflierendem Hintergrund erkennen und erlegen zu wollen.
Dazu kommen Sonneneinstrahlung,Blendwirkung von Schnee oder Wasser,Nebel oder schwindendes Licht.
Wie schön wäre es, wenn eine Brille da mit der Farbfilterkraft helfen könnte.
In vielen Fällen ist dies möglich…aber eben nur in bescheidenem Rahmen…denn:
Jeder Farbfilter der etwas hervorhebt, setzt etwas anderes herab.
Kommt da noch unsere individuelle und je nach Alter sich wandelnde Farbsichtigkeit dazu, vermengt sich auch noch mit den jahreszeitlichen und lokal unterschiedlichen Gegebenheiten…OIHHHHH dat wird kompliziert !
Ja ,fürwahr, so kompliziert, dass eine Brille dafür meist nicht ausreicht.
Einige Flintenschützen führen deswegen ein ganzes Arsenal von unterschiedlichen Linsen oder Brillen mit sich, um für jede Gelegenheit die richtigen Filter zu haben.
Einige andere Schützen haben irgendwann mal eine ganz individuelle Lösung für sich und ihr Schieß-und Sehverhalten gefunden, und schwören auf ihre Farbe.
Doch wat dem ehn sin Uhl ,ist eben dem andern sin Nachtigall…
So bevorzuge ich persönlich ein starkes Grün, meine Frau schwört auf Amber und ein guter Freund liebt und schätzt knalliges Gelb.
Wer hat recht? Keiner – Alle…und taucht nun einer mit blau auf und empfindet das optimal - so hat auch er Recht.
Endlich mal hat jeder Recht!
Nein , jeder nicht. Nur Sie ! Denn nur Sie können ihr eigenes Farbsehen und Kontrastfähigkeit beurteilen.
Derjenige, der Ihnen unbedingt eine bestimmte Farbe aufschwatzen will ( ” weil ..dös ham jetzt olle,der digwed und der Schorsch…”), Ihnen alle möglichen pseudowissenschaftlichen Halbsätze um die Ohren haut…der nicht!
Der will nicht beraten, der will verkaufen.
Denn auch bei den Filterfarben gelten Moden.
Zur Zeit ist Knall-Rot und Blau „in“. Genau wie lange Flintenläufe !?
…Richtig. Die Flintenläufe werden aber wieder kürzer…und die Farben wieder eher… Rose?!
Und nicht zu vergessen sei ein optischer Grundsatz:
Wo Licht gefiltert wird geht auch Licht verloren.
So gesehen, haben Schießbrillen ohne jede Tönung einen sehr berechtigten Platz.
Ganz schlaue werden nun vielleicht auf die Idee kommen,sich in die Schießbrille photothrope Gläser einbauen zu lassen.
Seufz !…so schlau war ich auch mal… jetzt wird das Teil zum Autofahren hergenommen…zum Schießen ist die Reaktionszeit der photothropen Gläser viel zu lang…
Lassen Sie sich vom Fachmann beraten.
Und dieser Fachmann heiß Optiker ! Nicht Schützenkollege, Trainer, oder Vereinslaberkopp mit angeschlossenem Nebenerwerbsbauchladen !!
Hier ist Fachwissen gefragt!
Lassen Sie zunächst ihre Augen gründlich untersuchen.
Dann suchen sie ein Brillengestell, dass ihnen gefällt und Sie beim Anschlag nicht stört.
(Fragen Sie ihren Optiker, ob Sie ihre Flinte zu diesem Zweck mitbringen dürfen, oder einige Gestelle zu Hause ausprobieren dürfen).
Es gibt sogar einen Optiker, der hat eine Probeflinte im Laden…
Probieren Sie das Brillengestell auch mit Ihrem Gehörschutz aus ,um evtl.die Bügel auszutauschen oder zu modifizieren, wenn diese unter dem Druck des Kapselgehörschutzes drücken sollten.
Sportbügel sind den normalen Brillenbügeln vorzuziehen,da ihre elastischen Enden die Brille besser fixieren.
Zur Findung der idealen Filterfarbe, gibt es getönte Scheibchen mit allen Finessen der Optik,die wunderbar zur Auswahl geeignet sind.
Jeder gute Optiker wird sich freuen, sie gut und professionell beraten zu können, denn er weiß Sie als seinen Multiplikator und Werber auf dem Schießstand zu schätzen.
Sonderwünsche scheinen kein Problem.
So können z.B. auch Okklussionsflächen bei Kreuzdominaz in eine Brille eingeschliffen werden.
Alles ist möglich …nur keine Schnäppchenpreise.
Wer (noch) keine Probleme mit Fehlsichtigekeit hat, und somit auf vorgefertigte Brillen zurückgreifen kann, dem seien hier wertfrei einige internationale Hersteller von Schießbrillen genannt.
Oakley DIE Modebrille für outdoorfreaks
HIDEFSPEX ,das derzeitige Statussymbol der internationalen Parcourszene
Wiley modisch und soo in
Auswahl und Übersicht ,versand auch nach DE
opticsplanet
Chris Potter in GB mit netter Auswahl von gängigen Marken
Zu den Kosten :
Reine Schutzbrillen gibts ab ca. 20.-Euro
Schutzbrillen speziell zum Schießen mit Zertifikat und entsprechenden Polycarbonatgläsern sind ab 35.- Euro (Import) zu haben.
Geschliffene Polycarbonatlinsen kosten ab ca.80.- Euro; je nach Hersteller,Qualität und Entspiegelung bis zu ca. 160;
Natürlich pro Glas.Dazu kommt der Brillenrahmen.
Stabile Schießbrillenrahmen für plane optisch angepasste Gläser ab 120 Euro bis zu 300 Euro.
Wer unterschiedliche Färbungen haben möchte,dem seinen Brillen mit austauschbaren Gläsern zu empfehlen,da diese die Kosten auf einen Rahmen beschränken.
Hier ist besonders auf die Stabilität der Wechselmechanik zu achten!!
Ebenso sei beim Kauf auf die Garantie zu achten.Bei solch teuren geräten sollte man nicht auch noch zur kasse gebeten werden wenn der Nasensattel mal die Auflage verliert (beliebte Schwachstelle bei allen Brillen).
UND keinesfalls ist ein kleines Werkzeig zu vergessen: der kleine Brillenschraubenzieher vom Schweizer Offiziersmesser.
Den braucht’s garantiert mal ganz dringend, wenn sich ein Schräubchen gelockert hat.
Nun prüfe, wer gern scharf sieht und sicher schießen will, was für ihn das beste ist.
Allzeit gute Sicht auf schnelle Tauben!
PS:
Natürlich gibts auch Brillen von den Flintenherstellern, die jene als Handelsware vertreiben…eben.
PPS:
Für alle die glauben sich die Ausgabe sparen zu können, an dem Augenschutz auch noch levantinische Lebensart beweisen zu müssen,hier ein Tip wie man das gesparte Geld ausgeben kann.
Geschrieben in Bundukis Flintenlehre, guns and gear | Keine Kommentare »