Nachsatz ….kleine Unterschiede beim schnellen Nachladen

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In Beantwortung einiger Anfragen und zur Vermeidung von falschen Vorstellungen.

Das „Taktische Nachladen“ auf der Jagd unterscheidet sich grundlegend vom taktischen Nachladen im Dienstbereich oder im 3gun Match.

Wir „normalen Flintenschützen“ wollen nur ohne große Nachladeunterbrechung für ein neues Flugziel bereit sein.
Im Dienstgebrauch ist Nachladen überlebenswichtig und erfordert gänzlich andere
Handhabung der Waffe als im zivilen,friedlichen Jagdgebrauch.

Wird im Dienstgebrauch der sogn.“weak hand reload“ praktiziert:
Die Waffe bleibt mit der rechten am Pistolengrif fixiert,mit einem Schuß im Lauf und gepannten Verschluß, in Zielrichtig gehalten.
Die linke greift 4 Patronen aus einem spez Halter und führt diese in die hochgehaltene Waffe von unten ein.
Der Blick des Schützen bleibt dabei auf den potenzielle Gefahrenbereich gerichtet.

Im Jagdbereich wird immer mit der rechten Hand (rechtshänder) geladen, um Unfälle durch AD am Abzug zu vermeiden.
Der Blick kann durchaus auch auf die Waffe gerichtet werden ,die Waffe als solche kann so verdreht werden ,dass der Ladebereich dem Blick des Schützen zugewandt ist.
Entscheident ist nicht das ununterbrochene Beschießen ALLER Ziele, sondern die Möglichkeit , schneller unterschiedliche Ziele im persönlichen Schussfenster bejagen zu können. Dies wird relevant, wenn hohes Aufkommen an Flugwild besteht, sowie wenn
Große Gruppen (flocking) unregelmäßig auftauchen.

Also sehen wir hier wieder ganz deutlich:
Bei uns Jagersleut geht’s um nix !
Bloß Beute machen und Spass haben…das ist zwar auch was, aber halt net so wichtig wie die combatreadyness for the walking dead .
🙂

Militärischer Flintendrill ist denen vorbehalten, die ihn hoffentlich nie gebrauchen müssen und jenen, die zuviel ins Fernsehen schauen.

Wir Jäger wollen und brauchen immer nur das eine:

Das hier
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Bunduki
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learn to rumble…schnelles Nachladen

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Neulich auf den Schießstand:

Waidmannsausbilder vor Waidmannsauszubildenden…Hut auf, omnipotenten Brustton eingeschaltet und verkündent: „Die Automaten taugen alle nix“, weil „sie ja zu unsicher sind“ und überhaupt sei eine „richtige Flinte“ viel schneller zu laden.

Nun ritt einen unserer Schüler mal wieder der Teufel und frech, wie er ist, mischte er sich ein.
Er bot dem Herrn Waidmannsausbilder und zwei seiner Elefen an ,mit Ihm eine Runde Flush zu schießen. Sie zu dritt, er allein.

Nun schien aber gerade die Sonne und die Zeit rückte vorwärts, der Leberkäs wurde kalt und überhaupt: zu so einem „Schießerunsinn“ ,hätte man keine Zeit. 🙂
Schad…dennoch kamen einige Jagdschein Anwärter nachher vorbei und wollten wissen, ob das Angebot nur heiße Luft gewesen wäre.

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Zunächst nahm sich unser frecher Herausforderer seine Benelli Cordoba ,zeigte allen dass sie leer war und lud sie mit den gesetzlichen 3 Schuß auf…in knapp einer Sekunde.

Dann ließ sich der Frechbold Flushtauben werfen , also eine ununterbrochene Reihe von Tauben ohne Ansage und aus allen Ecken.
Er schoß ,wie im Cordoba training gelernt, lud nach, schoß, lud und das alles so schnell dass ihm kaum eine Taube entging.

Die Durchschnittszeit beim Nachladen von 2 Schuß bewegte sich bei ihm bei 0,45Sekunden.

Ok, Ok….ganz unbegabt war der Bube nicht und trainiert hat er das recht emsig , aber das Üben ist ja nicht für andere verboten. 🙂

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Dazu gehört nicht viel:
Passende Patronenclips für Schaft oder Gürtel oder eine geeignete Gürteltasche ,die es erlauben , zwei Patronen richtig zu greifen.

Nun ein wenig Fingerfertigkeit, das richtige Sicherheitsbewußsein für die Selbstlade-Flinte und das taktische Gefühl zur rechten Zeit nachzuladen.

boom boom boom…geht natürlich auch mit Kaliber 20 🙂
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So kommt’s , dass eine Selbstladeflinte, auch mit Plug, das macht, was the Duckman Phil Robertson als wichtigste Eigenschaft dieser Waffen bezeichnet…boom boom boom…boom boom boom…

Dies und warum man nicht mit links lädt und keinen Speedloader braucht, viel andere Tricks zur Selbstladeflinte gibt’s zu lernen, bei unserem Selbstladetraining und den Cordobakursen.

Bunduki
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Tips zum schnellen Nachladen unter jagdlichen Bedingungen gabs auch schon hier !
Weitere Methoden folgen…wer alle kennenlernen will ,sollte den Kurs besuchen .
🙂
Attention IPSC Schützen:
Wir sind nur Jägersleut und müssen uns deshalb mit den 2 Schußmags leben. 🙁
Den „einzig wahren weakhand speedreload “ bringen wir aber auch allen neugierigen bei !
Allerdings in einer jagdlich sicheren Variation. 🙂

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Im Focus:…Treffen lernen

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Auch diese Saison veranstalten wir wieder unsere individuellen „HardCore“ Kurse für Trefferfreaks.

Gezielt auf die Bedürfnisse der Teilnehmer zugeschnitten, werden in kleinen Gruppen , ideal 3 Personen , besondere Präsentationen, besondere Jagdsituationen oder besonderes Jagd-Werkzeug trainiert.

Kurse mit Selbstladern, die den Schuß aus dem Schirm für die kommende Krähensaison üben wollen…
Kurse für leistungsbewußte Wettkämpfer, die noch mehr aus ihrem Potential aktivieren wollen…
Kurse für Leute die rechtzeitig für Ihre Auslandsjagd fit werden wollen…
Kurse für Familien,die vom Flintenvirus infiziert wurden…
Kurse für Leute, die nicht mehr nur wie der magere Durchschnitt schießen wollen…

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🙂
Achtung! Die Kurse werden keine Gesprächstherapie, sondern es wird VIEL geschossen!!
🙂

Dies alles in Ganztageskursen, ohne Zuschauer(!) mit einem Stand ganz entres nous!

Nur Freitags und bei Vorabsprache!
Mittagessen und Frühstück incl.
Tauben und Mun am Stand zu entrichten.
Kursgebühren je nach Aufwand (bitte bei Interesse erfragen).

Die genauen Kosten und Termine sind bitte per Mail oder Telefon mit mir abzusprechen.
Bitte nur Gruppenanmeldung…damit die Chemie untereinander stimmt.

Selbstverständlich ist auch die Möglichkeit gegeben, modernste Selbstlader aus dem Hause Benelli auszuprobieren.

Anmeldung und Detailabsprache wie üblich unter Tel 08363 277 oder webmaster@flintenservice.de

Wir freuen uns auf Sie!

Bunduki
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Mehr als ein Flintenjournal…

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Oft hört man die Frage nach einer guten Flintenzeitschrift.
Klar …in Deutschland gibt’s so was nicht.
Hier beherrschen Werbeblätter und Livestileblätter das Coffetable.

In Rest-Europa gibt’s dafür einiges an informativen Schriften.
Allerdings auch hier vermehrt, gerade bei den Engländern, ein starker Trend zu „sehr wohl
wollenden“ Marketingartikeln.
Selbst Fachleute wie Yardley schreiben nicht kritisches mehr ,sondern lobhudeln lieber den Industriesponsoren nach.

Nach einer Weile hat man selbst von diesen großen Zeitschriften, mit ihren Hochglanzseiten, ihren Selbstdarstellern und der ganzen heißen Luft, die Nase voll.

Man träumt von Berichten über Flinten die Geschichte haben und Geschichte machten.
Von Besitzer , die ein aufregendes Leben mit ihrer Flinte teilten ,die Jagden erlebte, die uns verborgen bleiben werden und von einer Technik, die heute durch CNC und CAD so vergangen ist, wie Regins Schwertschmiede.

Doppelflinten, Doppelbüchsen, Single shot Büchsen…handgemacht, verschollen, wieder aufgetaucht und sachgerecht restauriert…um nun einem neuen Besitzer einen Teil seines Lebensweges zu verschönern.
Tja, selbst ich, als bekennender Selbstladefan, freue mich an solchen Geschichten!

Wäre das ganze nun auch noch ein vierteljährlich erscheinendes Leseerlebnis in bester Druckkultur…was für ein Vergnügen würde da den Kindle-verdorbenen Pixelentzifferern entgehen und welche Offenbarung wäre es für die echen,neidlosen Freunde der Flinte.

Eine der vielen guten Taten ,die ich meiner Frau hoch anrechne und sie deswegen als die tatsächlich beste aller Ehefrauen betrachte, ist die Tatsache, das sie mich zu so einer Zeitschrift verführte.

Viel Jahre ist es her, als ich ziemlich erschlagen und angeschlagen in einem Vancouver Hotel
die Schrammen und Blessuren eines mehrwöchigen Buschabenteuers incl. der Rauferei mit einem Bären auskurierte.
Fernsehen war damals schon fad und doof,…Lesen wäre fein gewesen …. aber was….?

Da kam mein Weib und brachte mir ein dickes braunes Heft mit geprägtem Umschlag:
The Doublegun journal.

Sofort befand ich mich in der gepflegten Welt der Flinte,konnte mich an schönen Sammlerstücken delektieren und las deren ungewöhnlichen „Lebenslauf“.
Keine Seite langweilig, selbst die Reklame ein Genuß. Nichts, was man liest und weglegt…nein , man lebt darin…. wieder und wieder.
Es werden Zeitkapseln beschrieben, Sammlerleidenschaften erklärt und herrlich altmodische Lebensläufe von Waffe und Besitzer
erzählt.
Alles ohne Lönsches Heide-Halalitrata oder englisch-tweedigen Bestgun-Dünkel .
Geschichten über Waffen aus Europa, der alten KuK Welt , Amerika von früher bis heute.Ungewöhnliche Jagden rundum die Welt und Berichte von Menschen, die, zu unrecht, vergessen sind.

Immer mal wieder brachten Freunde seither Ausgaben dieses Magazines mit, das Abo ist zwar nicht zu teuer , aber die Versandkosten sind erheblich.
Zwischenzeitlich haben sich die Freunde dieser Zeitschrift zu einem recht munteren Forum zusammengeschlossen ,in dem fachlich hochwertig und sehr zivilisiert über Waffen der feineren Art disputiert wird.

Bemerkenswert, das keine Dünkel ,kein Neid aufkommen und niemals Preise genannt werden.
Vielleicht dies ein Grund, warum diese Zeitschrift bei unseren Flinten-levantinern nicht im Bücherschrank steht.
Wer Lust hat, sich mal in diese Welt entführen zu lassen, der besuche das deutsche oder besser englische Amazon.
Dort gibt es vergangen Ausgaben zu günstigen Preisen und in sehr gutem Zustand.

Jaaaaa.. das ganze gibts auch in elektronischer Variant….aber wer wird sich sowas antun????

Nichts, was man haben muß…wer’s aber hat, will’s nicht mehr missen.
Yours truly
Bunduki

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Die drei Säulen der Flintenweisheit

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Um dem Zeitgeist der Ipod-Generation zu huldigen:
Flintenschießen ist einfach!
Den virtuellen App von Yardley,Batha ,Cpsa und sonstigen Schamamen laden und fertig.
Frei nach Douglas Adams sprechenden Mäusen:
1 plus 1 ist 42…. Hurra!*
Treffer über Treffer!…oder das Ganze und Alles ist gelöst…ohne jede Anstrengung.

Leider geht’s so nicht und somit wieder frei nach Douglas Adams:
Danke für all den Fisch ! …und good bye

Doch um dem Zeitgeist eine Nase zu drehen , frei nach Bunduki:

1 plus 1 plus 1 kann 42 sein !*

Flintenschießen ist verdammt schwer und langwierig und teuer und elend ermüdend und überhaupt:….eine tolle Sache, wenn man die Masse der Schlump- und Gelegenheitstreffer hinter sich gelassen hat.
Flintenschießen muß man lernen…es fliegt einem nicht zu wie eine Tontaube und es gibt auch weder das Naturtalent ,noch einen talentfreien Adepten.
Entscheidend ist: wie lerne ich?! Mit oder ohne System?

Ohne System zu lernen, ist falsch.
Ob es Sprachen, Berufe oder sportliche Tätigkeiten betrifft ,lernt der Mensch erst, wenn sein Verstand eine Ordnung im zu lernenden Subjekt erkennt.
Diese Erkenntnis, das berühmte AHA –Erlebnis, versetzt uns in die Lage neue Wahrheiten, gleich richtig ein und zu zuordnen.

Wo immer kein System erkennbar ist, wird der Lernvorgang blockiert.

So blockiert z.B. das Nichtwissen ob der sportmedizinischen Zusammenhänge beim Flintenschwung, oder die Unkenntnis der Schussleistung der eigenen Waffe, den Flintenschützen, auf dem Weg zu besseren Ergebnissen.
Kommt dann auch noch die Hybris der Ignoranz dazu und neue Erkenntnisse werden als unsportlich oder nicht der jagdlichen Tradition entsprechend, verdammt…
Dann rächt sich die Nemesis des Dilletantismus mit immer schlechteren Ergebnissen.
Das Mittelmaß und die Faulheit siegen über den homo sapiens!

Wer also seinen Gewinn beim Flintenschießen maximieren will;sprich: wer nicht nur schnell lernen, viel treffen und auch noch eine Menge Spass dabei haben möchte, kommt an einem Lernsystem nicht vorbei.

Nun versprechen Bücher, Schießschulen und natürlich diverse Voodoozauberer der Industrie
,sie hätten das beste, modernste und vielseitigste System, übersehen dabei aber dass ein Lernsystem ein komplexes Gebilde ist, dass weder verkauft, noch hergestellt, noch vermarktet werden kann.

Ein Lernsystem wird vom Lernenden erst akzeptiert ,wenn es plausibel erklärt wurde. Dann kann es aufgenommen und individuell umgesetzt werden.
Es ist sowohl autodidaktisch ,wie es notwendigerweise auch auf die Mitarbeit von Lehrern angewiesen ist.

Wir werden in den nächsten drei Kapiteln zeigen ,warum es nicht möglich ist Flintenschießen mit cleveren Patentlösungen ,quasi im Vorübergehen, zu erlernen und warum ein Schnellkurs im Flintenschießen, ebenso Augenwischerei ist ,wie die berühmte Trefferklingel an Opa Hubsi’s Doppelpüster.

Ein Lernsystem besteht aus drei Säulen.
Wie in der Architektur sind diese drei Standbeine die stabilste Grundlage die es gibt, solange man keines von ihnen schwächt.
Sie sind gleichberechtigt und keines darf vernachlässigt werden.
Werden Sie am Beginn der Flintenkarriere miteinander aufgebaut, wird dem Adepten schnell klar, dass sie sich gegenseitig bedingen und wie Bäume in einem Obstgarten gegenseitig befruchten und unterstützen.

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Säule 1.

Information oder Das Wissenspiel

Die Grundlage jeden Handelns,die Basis jeder Entscheidung basiert auf Wissen.

Je umfangreicher das Wissen ,desto besser sind Optionen zu beurteilen,desto einfacher Lügen zu entlarven und Fehlentscheidungen zu vermeiden.

Also heißt es lesen und recherchieren…viele ,viel Abende und niemals endend J
Fachbücher an erster Stelle!
Technisches über Waffen, Ihre Entwicklung und vor allem ihre Funktionsweisen.
Zunächst ist Grundwissen gefragt, spezialisiertes Liebhaberwissen kommt später,dennoch sollte man keiner Sparte ausweichen.
Man muß wissen, was eine DF von einer BDF unterscheidet, selbst wenn man nicht vorhat erstere jemals in die Finger zu nehmen.
Kennt man die Unterschiede ,fällt es z.B. einem gewieften Verkäufer plötzlich schwer, einem Attribute der DF an einer BDF zu preisen, um das alte gebrauchte Stück endlich an einen Doofen zu verkaufen.

Wir leben in einer sehr merkantilen Welt und die will uns „auf Konsumkurs halten“.
Sehr clever gemachte Prospekte und Kataloge, erwecken den Anschein, das die Industrie ständig neue Innovationen, zum Wohle des Kunden, bereit hält und ihre Produkte immer besser werden.
Eine Marketingillusion, ein Haufen VooDoo ,wie jeder, der auf „Säule Information“ baut, ganz schnell merken wird.

Fachbücher und Fachartikel in seriösen Fachzeitschriften und Internetseiten entlarven die Gaukler schnell…
Es gibt genügend Publikationen in Papierform, allerdings meist auf englisch, da der dortige Markt, für Autoren ,um ein vielfaches interessanter ist.
Das Wenige in Deutscher Sprache, ist leider all zu oft veraltet und /oder mit dem omnipotenten Bleistift der teutonischen Allwissenheit gekritzelt, verquast formuliert und
Leider so manches mal bloß falsch abgeschrieben.

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Das Internet kann als Infoquelle nützlich sein, manchmal sogar hervorragend seine Stärken der Verlinkung nutzen; doch all zu oft beschränkt sich die Recherche auf Foren, die (in DE) nichts anderes sind, als die Spielwiese einiger anonymer Maulhelden .
Streit und schlecht geklautes copy and paste sind die Tagesgeschäfte dieser Zeitverschwender.
Echte Profis haben sich längst daraus verabschiedet.
Dagegen werfen Suchmaschinen immer wieder höchst gehaltvolle Diskussionen der US-foren aus, die mit sinnvollen, unterhaltsamen und oft lehrreichen Links versehen sind.

Eine Quelle des Wissens war in meinen Kindertagen der Katalog eines großen deutschen Handelshauses.
Neues ,altes, teures und unerschwingliches wurde gezeigt und erklärt…man wurde geradezu „angefixt“ Kunde zu werden.
Das schaffen gute Kataloge und gute Webseiten, immer noch.
Also: Kataloge sammeln und studieren, das angeblich „Neue“ aber auch mit den Fachbüchern abgleichen, ob Sinn und Innovation wirklich drin stecken, oder nur die große Trommel geschlagen wird.

Heute gibt’s Stammtische von Waffensammlern, Vorträge in Autohäusern über Flintentechnik, es gibt in jedem Urlaubsort auch ein Armee- oder Waffenmuseum.
Besuchen Sie mal die freundlichen Leute in einem Beschußamt oder nehmen Sie an einer Betriebsführung durch eine Waffenfabrik teil.
Alles was sie lernen, hilft weiter!

Viele Büchsenmacher lassen nette Kunden gegen kleines Geld, oder sogar gratis, über die Schulter schauen. Einige wenige, geben Kurse für Waffenbastler.

Fügen Sie ihrem Wissensfundus ein Archiv von Fachleuten zu ,von Adressen von Herstellern, Schießständen und von Bezugsquellen im In und Ausland.

Plötzlich werden Sie mit unterschiedlichen Schießarten beim Flintenschuss konfrontiert.
Churchill, Stansbury, Yardley, Batha, Fürstenberg und Bidwell,… englische, amerikanische , italiensiche und spanische Schule… alle haben den Gral des Flintenschießens „fast“ in der Hand …aber eben nur „fast“.

Nimmt man alle diese geballte Weisheit, wird man nicht eine universelle Methode finden, aber der analytische Vergleich miteinander, wird in einer simplen Weisheit resultieren:
Zusammen geht alles ,allein nichts.

Ob move,mount and shoot, CPSA oder das Ash system…keines kann alle Bedürfnisse des universellen Flintenschießens erfüllen.
Sie sind Teil eines Ganzen und dies wird erst beherrscht, wenn alle Facetten berücksichtigt werden.

Beobachten Sie gute Schützen und fragen Sie !
Warum diese Fußstellung? Warum dieser Anschlag? Wieso solch eine Schiene auf der Flinte?
Die meisten Flintenschützen, wie der Rest der Rasse Mensch, sind nette Leut’ und antworten gerne.
Diese Antworten helfen immer ,auch und gerade wenn sie falsch sind und als solche ,durch die Recherche per Buch und Net, identifiziert werden kann.

Jeder Input hilft !

Dennoch sollte man Distanz bewahren ,sich nicht von einfachen Lösungen gefangen nehmen lassen ,sondern ALLES hinterfragen.

Oft bröselt schon so manche Lehrweisheit (selbst und gerade bei professionellen Lehreren) wenn man erst mal nachhakt.

Und somit bringen Interesse, Fragen und Neugier schon wieder Vorteile:
Man findet richtige Fachleute und erkennt die Blender.
Ein guter Flintenlehrer sollte auf fast alles eine fundierte Antwort mit Quellenangabe haben ;
…und er sollte nicht zu stolz sein, eine Frage mal neu zu recherchieren und dies auch zugeben können.
Ein Info-pool von Flintenwissen hilft bei der Auswahl einer Waffe, aber auch bei der richtigen Ernährung vor dem Wettkampf, er erleichtert die Wahl der Schießbrille und lässt optische Täuschungen beim Flug der Ziele erkennen.

Wer auf die Säule der Erkenntnis verzichtet, wer glaubt, ohne sich ständig weiterzubilden, ein halbwegs passabler Flintenschütze zu werden, ist verraten und verkauft (und dies im direkten Sinne des Wortes).

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Säule 2

Die Aktion –das Muskelspiel
Nun wird’s physisch… jetzt regiert und lernt der Körper.
Urzeitliche Instinkte dürfen Zielerfassung und Schwung übernehmen.
Bewegungsabläufe aus der Steinzeit können trainiert werden und der Beuteinstinkt unserer Vorfahren kann ausgelassen sein Spiel treiben.

Ach ja, es wär so einfach, ….wenn’s so einfach wäre.
Ist’s aber nicht, denn all das „Loßlassen der Muskeln, der Instinkte“ nutzt halt nix, wenn es nicht in einem System geschieht.
Also eine System im System?
Genau!
Haben wir innerhalb der ersten Säule die theoretische Basis erarbeitet ,muss diese nun mit der körperlichen Trainingseinheit verbunden werden.
Hirn meets Mucki!

Das Training an der Waffe soll sich an körperlichen ,sportmedizinisch sinnvollen Gesetzen ausrichten.
Es muss sich dem Rhythmus des Übenden, ebenso wie seiner Kondition und seiner physischen Eigenarten, ausrichten.
Das kann man nur, wenn die Fähigkeit der Beurteilung (Wissen) besteht.
Beispiel 1: Augendominanz ist eine körperliche Eigenheit. Sie ist nicht beliebig trainierbar ,wohl aber leicht auszutricksen.
Hat der Schüler dies nicht in der Säule 1 gelernt wird, er zwangsläufig umsonst schwingen und schießen.
Beispiel 2: hat er nicht gelernt .dass der Mensch aus tiefster Steinzeit ,die Angewohnheit hat, den Hals zu strecken um sein Ziel, seine Beute, besser sehen zu können…wird er nicht aufhören, beim Anschlag den Kopf vom Schaft zu nehmen.

Zum System gehört auch die Fehleranalyse.
Auch getroffene Tontauben sind kein Indikator ,dass der Schütze alles richtig macht.
Regelmäßige Kontrolle und Korrektur gehören bei jeder Bewegungssportart zur Quintessenz allen Lernens.
Jene Kontrolle ,wie auch eine fortgesetzte Fehleranalyse sollte von Leuten durchgeführt werden, die wissen, was sie tun. Solche Leute nennt man Profis, weil ihre Kenntisse über denen des Amateures liegen.
Der Golfer hat seinen Pro, der Fahrschüler seinen Fahrlehrer, der Bergfex seinen Skilehrer.
…und der Flintenschütze hat Beppi den freundlichen Puller, der für 5 Euro den Weg ins Flintennirwana zeigt…come on, get real!

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Flintenlehrer gehören zum System ,weil sie mit System arbeiten.
Wer nun dafür geeignet scheint, dass ergab sich ja schon aus der ersten Säule :der Informationsphase.
Der Lehrer sollte zum eigenen Temperament passen.
Die Chemie sollte stimmen ,wie auch Sprache und Umgangformen .
Der Lehrer muß sich dennoch dem Schüler anpassen.
Nicht umgekehrt!!!
Wie qualifiziert er ist, erkennt man einfach an seinen Veröffentlichungen.
Zeugnisse und Urkunden, Tweedmütze ,“british“ aufgesetztes Gehabe oder exotische Titel und Siege, sind kein Gütesiegel…das erklärt sich dem recherchierenden Adepten schon in der ersten Informationsphase.
Das Lehrer oft dogmatisch sein können, ist normal. Schließlich sollte der Instruktor seine Lehrmethode nicht als Würfelspiel betrachten, sondern zu seinen Aussagen stehen und sie auch praktisch ,wie theoretisch, belegen.

Die Menge der Übung sollte nicht wahllos sein.
Reine, konzentrierte Übungseinheiten ,sollten sich mit Spaß beim Schießen abwechseln.

Man muss sich bewusst bleiben, dass „leichtes Lernen per se “ nicht existiert; dass „learning by doing“ fromme Wünsche in einer Gesellschaft der halben Herzen, des Kurzzeitlernens und
des omnipräsenten Amateurismusses, sind.

Beispiel: Ein Schießstand verfügt über 4 Parcours.. Nur einer ist ständig belegt, weil dort Beppi, der lustige Puller, Dienst tut , der für kleines Geld die Schützen zum Spotshooting (der Totsünde allen Flintenschießens) anregt.
Nach einer Weile treffen die Schützen dort , gehen zum nächsten Stand und …versagen kläglichst.
Sie wollten „einfach“ lernen…“einfach“ treffen …und wurden einfach für dumm verkauft.!

Systematisches Lernen macht Freude !
Es ist die Freude und der Stolz auf eine jederzeit und überall reproduzierbare Fähigkeit.
Etwas nicht zu können, heißt nicht, dass man es nie lernt, sondern, daß man es noch nicht erlernt hat.
Ein Fakt,der zur Bescheidenheit beiträgt, die eine unumgängliche Tugend für jeden Schützen sein sollte.

Sich zu kennen, sein Grenzen einzuschätzen und die Fitness nicht zu überschätzen, gehören ebenso zum System des bewussten Lernens.
Jedes körperliche Lernen braucht Zeit, um zu harmonischen Bewegungsabläufen zu führen.

Verkrampfte Haltung kommt nur all zu oft, von Versuch, den Körper zu etwas zu zwingen, was dieser noch nicht bereit ist, schmerzlos und leicht zu tun.

Lernen wir auf unseren Körper zu hören und kommen wir so zur dritten Säule des Flintenschießens.

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Säule 3

Mentale Konditionierung – das Seelenspiel

Psyche, Seele, Nervenkostüm… wie immer wir es nennen, wir alle schleppen es mit uns rum, nutzen es manchmal geschickt und oft zuwenig.

Wer zuviel darüber nachdenkt, ist schnell als „Psycherl“ verschrien, wer sich darin gehen lässt, kommt schnell an die Grenzen der Hysterie und Überspanntheit.

Wir alle sind abhängig vom Zustand unserer Seele und leiden unter der Hektik unseres Alltages ,der, viel zu oft als notwendig, den natürlichen Stressreflex des Menschen auslöst.
Im Stressmodus schaltet der Körper auf Alarm, lässt die Feinmotorik durch Kraft ersetzen, schärft blitzartig die Sinne und schüttet dazu Adrenalin aus.
Perfekt im wirklichen Notfall… schädlich, wenn’s täglich zehnmal passiert, weil einen der Chef mobbt, der Ehepartner nervt und die Schulden drücken.

Unser seelisches Gleichgewicht ist so wichtig ,dass es für Leistungssportler, Profisportler und Führungskräfte zum zentralen Thema ihrer Leistungsfähigkeit geworden ist.
Allein im Bereich Flintenausbildung, wird dieses Thema sträflich vernachlässigt, sieht man von einigen Veröffentlichungen in den USA ab.

Betrachten wir den Ablauf eines Flintenschusses:
Wir erfassen das Ziel mit den Augen.
Nun wird im inneren Computer gerechnet und analysiert:
Entfernung, Geschwindigkeit, Beschaffenheit des Zieles
Gleichzeitig setzt der Schwung der Arme ein und wird vom selbigen „Computer“ gesteuert. Vorhalten, gleichmäßige Geschwindigkeit, Schussauslösung , „Ausklingenlassen „ der Bewegung, mit gleichzeitiger Erfolgskontrolle.
Dies in Bruchteilen von Sekunden.
So sieht der Schütze sogar Bewegungen ,die noch gar nicht erfolgt sind.
Eine der fantastischen Eigenschaften der Kombination Auge-Hirn .
Wir blicken quasi in die Zukunft ! …und so können Flugbahn und Reaktion der Muskeln berechnen.Schneller und besser als es jeder Computer kann.

Macht man sich all dies klar, wird einleuchtend ,dass diese wunderbare Symbiose aus Muskeln, Nerven ,Sehen und Verarbeiten, nicht gestört werden darf.

Doch genau dies tun wir ununterbrochen.
Mal bewusst, durch „kalkulieren des Vorhaltemaßes“ (welch ein Unsinn!), mal unbewusst ,weil wir dem vorhergegangenen Fehlschuss hinterher trauern oder gänzlich losgelöst von der Tätigkeit des Flintenschießens, weil wir mit Eheproblemen oder dem nächsten Karriereschritt beschäftigt sind.

Es fällt uns immer schwerer abzuschalten, ruhig zu werden und sich auf EINE Sache zu konzentrieren.
Doch genau dies ist beim Flintenschießen essentiell !
Wir müssen uns motivieren, ruhig zu werden, dem Flintenschuss seinen Lauf zu lassen.
Kurios, nicht wahr?
Wir müssen einen Grund haben , unseren Kopf oder unsere Seele mit der Leichtigkeit zu
erfüllen, dass unser Handeln fast schwerelos, ohne verkrampfte Manipulation, abläuft.

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Den „Kopf leer machen“…daran erfreut man sich im Urlaub ,wenn man faul in der Wärme döst oder wenn man beim Bergsteigen allen seelischen Ballast im Tal gelassen hat.
Jeder hat seine eigenes Shangrila im Kopf , dass ihn jenseits von Zeit und Raum, zu sich selbst führt.

Peter Pan konnte fliegen, wenn er nur EINEN glücklichen Gedanken hatte.
Mehr brauchen Sie beim Schießen auch nicht, um zu entspannen!
Ein glücklicher Gedanke, der alle Ablenkung und Sorge vertreibt.

Werden Sie egozentrisch und konzentrieren sich auf sich selbst !
Selbst im Wettkampf ist dies die entscheidende Strategie, denn Sie schießen niemals gegen andere, sondern immer nur gegen sich selbst.
Sie selbst, sind aber nicht Ihr Feind!!! Sie sind Ihr bester Partner, Ihr Verbündeter , Ihr bester Freund.
Somit werden Aggressionen, Gewinnbesessenheit und Leistungsdruck ihre Spitzen genommen.
Motivieren Sie sich selbst und rüsten Sie ihr Innerstes auf ein positives Erleben:
Das Treffen von Zielen! Die Freude am Schwung! Den Genuss, Beute zu machen!

Die zwei anderen Säulen des Lernsystems unterstützen Sie dabei weil sie A. den intellektuellen und B. den physchischen Unterbau ihres Treffersystems darstellen.

Suchen Sie nach wirkungsvollen Techniken der Konzentrationsübungen und der seelischen
Alltagsbewältigung.
Meditationsübungen ,Katas aus dem Kampfsport, Joga oder nur ein etwas entspannterer Lebensstil, der die von außen kommende Hetze blockiert, sind probate Mittel.

Eine Vielzahl von Fachleuten bietet entsprechende Kurse an, selbst (m)eine Schießschule hat sich des Themas angenommen,… Bücher und Seminare helfen weiter.
Welche Methode und welche Tricks ihnen helfen, finden Sie schnell selbst heraus.
Die wirkliche Ruhe liegt in uns allen, schon von Geburt an.
Wir müssen sie nur wiederentdecken.

Tja, nun hatten Sie erwartet, dass die drei Säulen der Flintenweisheit aus Tips für die richtige Markenflinte ,den besten Choke und die allerfeinste Schießweste besteht…? !
Dann sind Sie sicher enttäuscht.
Aber nix draus machen.
Patentlösungen ,die einfach mit der Scheckkarte zu lösen sind ,finden Sie an jeder Straßenecke oder besser, in jedem Hochglanzmagazin und Katalog.

Diese drei Säulen sind nichts anderes, als meine bescheidene Erfahrung aus einem Leben mit der Flinte, Flintenschützen und vielen Stunden mit den Schülern, die sich hastig abmühten, und jenen, die sich die Mühe des Lernens, mit der Freude am Lernen erleichterten.

All is said and done…

Bunduki
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*Um den werten Leser nicht mit Zitaten meines Lieblingsschreibers zu verwirren,hier die Erklärung zur Zahl 42:
http://de.wikipedia.org/wiki/42_(Antwort)
🙂

Veröffentlicht unter Bundukis Flintenlehre | 1 Kommentar

Waffenrecht der Piraten…Partei

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In meinem Alter betrachtet man eine neue Partei schon recht skeptisch.
Erst mal Taten ..“die müssen erst mal was leisten“…denkt man.
Gleichzeitig kommt einem ein anderer Gedanke; „die „anderen“, die haben sich doch schon genug geleistet…einzeln oder im parteilichen Kollektiv.
Was ist so schlimm an frischem Wind…und was wirft man den Piraten eigentlich vor?
Internetnerds, eine virtuelle Weltsicht ohne Lebenserfahrung, Jugend, Unerfahrenheit, komisches Aussehen oder schlicht die Frechheit sich einzumischen?
Alles Vorwürfe, die auf die etablierten Parteien auch passen oder passten.

Das sich die Piraten mit allen internetrelevanten Dingen beschäftigen wissen wir,was ich nicht wußte, war ,dass sie Arbeitsgruppen bilden, die sich mit allen möglichen Theen auseinandersetzen.

Neugierig hab ich mal einen Blick auf ihre Seite Arbeitsgruppe Waffenrecht geworfen.
Zugegeben ,ich hab erwartet den gleichen Stuß zu lesen, wie bei den anderen Parteien.

Und schwupps wurde ich überrascht.
Während die Gegner des legalen Waffenbesitzes den coup de grace gegen ein freies Waffenrecht und bürgerliche Eigenverantwortung vorbereiten…während unsere Verbände, ob jagdlich oder sportlich, entweder in vorauseilendem Gehorsam den Kotau üben ,die Gruppen auseinanderdividieren wie der DJV, schlicht weiter schlafen ,von den guten alten Zeiten träumen und sich in ihren Direktoriumsstühlchen gegenseitig anpupen…

…da wird eine Seite präsentiert, die keine Wünsche des legalen Waffenbesitzers,keine seiner Fragen und vor allem die Fragen der Nichtwaffenbesitzer unbeantwortet lässt.

In bester Internetfacon werden Meinungen mit Fakten,links und Gegenmeinungen gezeigt.
Urdemokratisch!
Es werden Fakten verlinkt ,angeregt zum Weiterrecherchieren und zum Teilnehmen aufgrerufen.

Kein Aspekt wird ausgelassen,keine Gegenmeinung unterdrückt und doch entsteht ein klares Bild der Autoren, welches Waffenrecht und welche Republik sie sich wünschen.
Ja ,ich bin begeistert ob so einer Fleißarbeit,auch wenn dies noch nicht die endgültige Aussage dieser Partei ist.

Ich wünschte mir, dass Verbände, die weit über eine Million Waffenbesitrzer repräsentieren,zumindest ansatzweise soviel
an Öffentlichkeitsarbeit , Selbstdarstellung und Diskussionskultur zeigen würden.

Machen sie sich selbst ein Bild:

AG Waffenrecht Themensammlung

Ich gratuliere den Autoren und wünsche mir ,dass sich diese Arbeit zum Wohle von uns Legalwaffenbesitzern fortführt.

Wir brauchen Freunde in den Parlamenten!…Taktierer,Selbstdarsteller und Wendehälse haben wir schon genug.

Und wer glaubt, dass Schießsport NUR ein Hobby ist,der lese mal aufmerksam den nachstehenden Artikel aus der Welt.
Vielleicht erschließt sich dann der Zusammenhang zwischen Demokratie,deutscher Geschichte und parlamentarischer Tradition des wehrhaften Bürgers…

Schützenvereine – Tradition mit Waffengewalt
eine Tradition, die von den ach so politisch korrekten Gutbürgern nur allzugerne verdrängt wird…gell, Herr Kretschmann!

…und so bekommen könnten die „jungen Wilden“ plötzlich ein urdemokratisches und republikanisches Standing bekommen ,wenn nicht:
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edit am 24.4.12
Inzwischen ist bekannt, dass sich die waffenrechtlichen Aussagen hauptsächlich auf die engagierte Arbeit von Katia Triebel/Berlin
stützen.
Leider sind die Piraten in der zwischentzeit auch mit rechtsradikalen Äusserungen einiger Mitglieder und einer Menge recht albernerer und unreifer Aktionen in die Schlagzeilen gekommen.
Auch die „freibeuterische“ Haltung zum Urheberrecht, kann vielen kreativ schaffenden erhebliche Probleme schaffen.

So positiv diese „erste Begegnung“ zwischen Waffenrecht und Piraten war,es bleibt für sie dabei,ihre Seriosität und Glaubhaftigkeit nun beweisen zu müssen, um in diesen Fragen ernst genommen zu werden.

Bunduki
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Als Beispiel für Öffentlichkeitsarbeit hier ein Schmankerl nach meinem Geschmack

Das war mal ein Plakat der Piraten,an dessen Aussage sich die Öffentlichkeitsarbeit der Verbände DSB und DJV messen ließe: „wenn ihr Nachbar Sportschütze ist“
Wenn ihr Nachbar Sportschütze ist, dann …
•… ist er mindestens 18 oder sogar 25 Jahre alt
•… ist er voll geschäftsfähig
•… wurde sein Strafregisterauszug von den Genehmigungsbehörden gründlich überprüft und ist „sauber“
•… hat er keine Ordnungswidrigkeiten oder Trunkenheitsfahrten begangen
•… musste er sich vor der Waffen-Kauferlaubnis durch die Behörden einen genormten Safe anschaffen
◦und dies zuständigen Ordnungsbehörden auch noch nachweisen
•… musste er eine Haftplichtversicherung nachweisen
•… muss er mindestens ein Jahr aktives Mitglied in einem staatlich anerkannten Schießsportverband sein
•… muss er regelmäßig und nachprüfbar über mehrere Jahre trainieren
•… hat er eine schriftliche, mündliche und praktische Prüfung über Gesetze, Technik und Handhabung ablegen müssen
•… musste er für jede einzelne Sportwaffe einen Antrag stellen und zwar
◦beim Schießsport-Verband
◦beim Schießsport-Verein
◦bei den Genehmigungs- und Ordnungsbehörden der Polizei
•… musste er auch für den Kauf jeder einzelnen Munitionssorte einen Antrag stellen und zwar
◦beim Schießsport-Verband
◦beim Schießsport-Verein
◦und bei den Genehmigungsbehörden
•… ist jede seiner Waffen bei den Behörden mit Seriennummer und Datum registriert
•… hat er für alle Prüfungen und Genehmigungen bereits über 500,-EUR ausgegeben, bevor er überhaupt die Erlaubnis bekam eine Sportwaffe anschaffen zu dürfen
•… darf er auch zukünftig nicht mit dem Gesetz in Konflikt gekommen
◦sonst müsste er alle seine Waffen abgeben
◦und seine waffenrechtliche Erlaubnis würde ihm entzogen
Wenn Ihr Nachbar also Sportschütze ist, können sie sicher sein, dass neben Ihnen einer der bestmöglich überprüften und gesetzestreuen sowie ein sehr verantwortungsvoller Bürger Deutschlands wohnt!

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Nachtrag am 21.Aug.2012
Die offene Haltung der AF Waffenrecht hat sich in den Grabenkriegen der Partei nicht durchsetzen können.
Man ist nun auf einer Linie mit den Grünen und den übrigen Waffenverbietern und Menschheitsbeglückern.
Wie auch in anderen Themenbereichen hat sich schon jetzt gezeigt ,dass ein liberaler Ansatz und der Respekt vor mehrfach überprüften Legalwaffenbesitzern aus der Mitte der Gesellschaft ,dem unreifen Geplapper und der Weltsicht von Nerds weichen mußte.

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Nachtrag am 1.Sept.2012
Man ist müde geworden die zauseligen Schutzformeln der Piraten zu hören…egal um welches Thema es geht.
„Da muß ich mich mal schlau machen…da muß ich recherchieren…dass muss erst an der Basis diskutiert werden “

Nein ,Leute so geht das nicht.Das ist nicht basisdemokratisch sondern infantiles Politikspielen unreifer und lebensferner Nerds.

Sie haben es geschafft,im Waffenrecht eine 180 grad Drehung hinzukriegen .
Mit der Entscheidung kann man leben,denn es ist immer besser5 seine Feinde zu kennen,als sich von falschen Freunden
einlullen zu lassen.

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Kurse 2012…mit Testwaffen

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Aufgrund der besonders guten Resonanz 2011 auf das Angebot aktuelle Selbstladeflinten in unseren Kursen auszuprobieren,wollen wir diesen Service auch dieses Jahr anbieten.

Wir freuen uns durch die Fa. Manfred Alberts einen Partner gefunden zu haben ,der sein Produkte gerne interessierten
Schützen im Rahmen eines professionellen Unterrichtes zur Verfügung stellt.

Es stehen in bunter Reihe die neuesten Modelle von Beretta und Benelli zur Verfügung.
Also die derzeit führenden Selbstladeflinten auf dem internationalen Markt.

Selbstverständlich können wir nicht alle Waffen demonstrieren,da dies nur ein Service unseres Unterrichtes ist.
Wir wollen Ihnen eine moderne Flintentechnik näher bringen,nicht Ihrem Büchsenmacher das Geschäft versauen.
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Bitte beachten Sie : dies ist keine Verkaufsveranstaltung, sondern ist nur ein Service für unsere Schießschüler innerhalb unsrer Kurse.

Überzeugen Sie sich von der modernen Selbstladertechnik und probieren Sie die Top Flinten selbst aus.
Nach unserem Unterricht nehmen wir uns Zeit, ihnen diese Flinten zu zeigen ihnen die Technik näher zu bringen und zeigen Ihnen Tricks im Umgang damit.

Erleben Sie den Spass, den diese Flinten vermitteln und lernen sie die praktischen Vorteile kennen.

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Wir werden das Angebot alle 2 Monate wechseln, um immer wieder aktuelle Modelle evtl auch neuen Modelle aus dem BDF Bereich in Cal 20 ,anbieten zu können.

UND NATÜRLICH:
Auch wenn sie keinen Gedanken an Selbstlader verschwenden wollen und Ihre BDF und DF niemals aus dem Händen geben wollten…jeder wie er mag wir sind für IHRE Wünsche und Ziele da. 😉
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Unsere Kurse und Events sowie unsere Preise bleiben derzeit unverändert .

Als Einzelunterricht ist zu buchen :

Halbtageskurs 3 Std.(a’45min) 300 .- Euro
Ganztageskurs 6 Std (a’45Min) 475.-Euro

Halbtageskurs für 2 Personen nach Absprache

200 Euro p.P. ab 3 Personen bis max 6 Personen 1/1Tag
Alle Angebote incl.19% Mwst

Auslandspauschale für Österreich und Nord-Italien:
1250.- Euro bei 4-6 Personen ganztägig !

Persönliche Absprache des Kursverlaufes und Inhaltes ist obligat.
Bei Mehrpersonen-unterricht bitten wir um kompl.Greuppenanmeldung.
Die Extrapreise fürSonderkurse ob Einzeltraining in Spanien oder Kroatien oder besondere Kurse nach individueller Ausarbeitung
bitte auf Anfrage.

Wir bitten um rechtzeitige Anmeldung,evtl mit der Möglichkeit eines Ausweichtermines um die Unwägbarkeiten unseres Wetters ausgleichen zu können.
Fragen sind uns immer willkommen ob per Telefon oder mail,allerdings bitten wir um Ihren Namen und keinen internetnick.
Anonyme Anfragen bearbeiten wir nicht.

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Wie immer und seit Jahren:

Wir freuen uns auf Sie und die Möglichkeit Ihnen die Welt der Flinte näher bringen zu dürfen.

Herzlichst
Alexander von Wenzl

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Willkommen im Eispalast…Flinten im Winter

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Ach was ist das schön, jede Landschaft Deutschlands erfüllt sich in regionalem Eifer ihren Rekord Temperaturen und ob Hausfrau ,Bauer oder Banker …jeder stöhnt ob „seiner“ überlebten Minusgrade.
Ja, es ist ungewohnt kalt, so kalt, dass so mancher Hund schon Herrchen zweifelnd anschaut, wenn der zu Rucksack und Flinte greift… 😉

Nun ,Hunde sind Klimakünstler und funktionieren immer,das macht sie so genial zbd dem schnatternden Herrchen überlegen.
Jener, eingepackt in Hollowfil, Daunen, Gore und anderem Tex erlebt nur immer öfter seinen magisch, arktischen Moment.
Nicht das Nordlicht ,sondern das Klick statt Bum, wenn Flinte nun mal nicht mehr mag.

Das betrifft alle Flinten ob BDF ,DF oder SLF sofern sie denn falsch oder gar nicht für die eisigen Temperaturen vorbereitet sind.

Der Mensch schützt sich mit Verpackung gegen die Kälte. Die Waffe ist ohne Verpackung besser dran.

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Lassen Sie uns zunächst die Ursachen der Hemmungen betrachten.

An erster Stelle stehen falsche Schmiermittel.
Fette und Öle haben „Betriebstemperaturen“ !
Ausserhalb dieser Grenzen flocken sie aus oder gerinnen, werden fest und verlieren ihre Eigenschaft, bewegliche Teile beweglich zu halten.

So kleben Schlagbolzen, und kinetische Laufumschaltungen bei BDFs geradezu fest.
Bei Selbstladern wirken Öle, die unter normalen Temperaturen brav ihren Dienst tun , zu Bremsmitteln, welche den Rücklauf des Systems verlangsamen und die ausgeklügelte
Innengeometrie von Zubringer, Ladelöffel und Abzugssystem aus der Facon bringen.

So mancher vermutet, dass eingedrungener Schnee oder Kondenswasser gefriert und Mechanismen blockiert.
Hat mich sehr interessiert und wir haben jene Theorie dieser Tage ausprobiert.
Stimmt nicht!
Eis innerhalb der Schienen ,Verschlussrücklauf und unter dem Vorderschaft zerbricht in tausend Scherben beim ersten Schuß.
Allein das Abzugssystem ,wenn vereist, blockiert…aber schon den ersten Schuß.

Knack punkt und Fehlerquelle number one :
Schmiermittel!
Was tun?
Ganze Waffe auseinandernehmen und gründlichst mit Bremsenreiniger entfetten.
Alle Öl und Fettrückstände beseitigen!

Bei der Wahl des Schmiermittels darauf achten welche Minimaltemperaturen der Hersteller vorsieht.
Synthetische Öle sind Naturölen weit überlegen.
Eine gute Wahl sind hochwertige, vom Militär geprüfte, synthetische Öle.
Ebenso sind einige (mocht alle) hochwertige Maschinen-öle für den KFZ und feinmechanische Industrie betrieb unter Umständen (Betriebstemperatur beachten!) geeignet.

Man achte aber immer auf die Herstellerangaben betreffend anwendbarer Temperaturen und den Aufagben beschreibungen der Produkte:Heute eine leichte Aufgabe im Internet.
Als Beispiel

Beim Neuschmieren der Waffe ist Weniger immer mehr!
Sparsame Verwendung nur dort wo auch Bewegung und Reibung vorkommt!

Wer absolut auf Nummer Sicher gehen will und sich an den Arktisforschern und Jägern dort ein Beispiel nehmen will, der greift zu GRAPHIT, bekommt schwarze Finger beim Abschmieren und kann Ladehemmungen vergessen.

WER die Hightech variante bevorzug der nutze sogn PTFE Sprays. Dies sind Hochleistungsschmiermittel mit wahren Wundereigenschaften. So ist deren Verwendbarkeit von -180 Grad C bis +250 Grad celsius gegeben.
Merke :
Im Winter dienen Öle nicht der Rostprävention sondern ausschließlich der Schmierung.

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Gegen Rost hilft nur eines.
Die Grundlage jeder 100% Waffenfunktion ist eine gepflegte Waffe.

Dies mag so manchem Möchtegern-Hillbilli ,der mit zu vielen amerikanischen Werbevideos
von der Waffenpflege abgenabelt wurde, missfallen ,dennoch wird kein Hersteller einer Waffe heute auf den Pflegehinweis in der Gebrauchsanweisung verzichten.
Warum wohl?
Jene die mit markigen Sprüchen a la „ ich bin Jäger, kein Putzer“ auftreten ,disqualifizieren sich ob jeder Diskussion. Kein technisches Produkt funktioniert dauerhaft und zuverlässig OHNE Pflege.

Das heißt.
Nach dem Gebrauch muß die Waffe gereinigt werden.
Zerlegt und gründlich von Pulverrückständen, Kondeswasser und Schmauch befreit werden.
Noch mal der Einsatz von Bremsenreiniger und danach wieder sorgfältig abschmieren wie ein Kleinkind.

Sind die Verhältnisse so, dass man die Waffe äußerlich gegen Schneetreiben etc. schützen muss, empfiehlt es sich, eine leichte Gewehrhülle ähnlich einer indianischen Gewehrtasche zu nutzen.
Eine Art lockere Strumpf aus natürlichem Material, grobem Leinen oder grobmaschig gestrickt. Auch der alte „Gewehrkautz“ kann zum Einsatz kommen, ist er doch locker genug, um Luftzirkulation zu zulassen. Keine Kunstfasern, nichts eng elastisches!
Vermeiden sie auch im Auto die Verwendung „guter Gewehrfutterale“, denn alle sind beste Klimakammern mit der Lizenz zum Rosten.

Beim Reinigen wird einem etwas auffallen:
Plötzlich befinden sich im Lauf und bei der BDF im Systemkasten unverbrannte Pulverpartikel.
Bei manchen üblen Patronen ist das auch im Sommer so, doch nun werden’s noch mehr…
Ja, man wundert sich ob des grünen Konfettis in Abzugssystem der SLF gewaltig.

Wir haben den zweiten Verursacher von Winterpannen gefunden.
Munition.
Alle Munition ist gleich? Nein!
An andere Stelle haben wir festgestellt dass nur Qualitätspatronen konstante Leistung erbringen kann.
Nun müssen wir feststellen, dass neben der Herstellergüte, und dem Fertigkeitsniveau, auch noch die geografische Herkunft eine Rolle spielt.
Klingt verrückt hat aber seine Gründe.
Sie erinnern sich an den Jägerkurs?
Dort erfuhren Sie dass eine im Flachland eingeschossene Waffe im Hochgebirge noch mal eingeschossen werden muss, da sich die Trefferlage verändert hat.
Dies resultiert aus der Abhängigkeit des Pulverabbrandes, des damit entwickelten Gasdruckes und seines Verlaufes (sogn. Druckkurve) und der klimatischen Verhältnisse wie Luftdruck, Feuchtigkeit und Temperatur.

Diese drei letzten Punkte spielen auch bei der Herstellung von Flintenmunition eine Rolle.
Liegt der Herstellungsort wie zum Beispiel Lecco in Italien in einer gemäßigten Klimazone mit normaler Luftfeuchtigkeit aber hoch genug um den „Bergluftdruck“ zu haben, wird dort
Eine eher universelle Munition für alle Klimazonen hergestellt.
Alle Testergebnisse dort resultieren eben aus idealen Klimawerten.

Liegt aber eine Fabrik in der heißen trockene Macchia Zyperns, wird dort gute Munition hergestellt ,deren Druckkurve aber dem Meeresniveau ,der dortigen Luftfeuchtigkeit und den dortigen Temperaturen angepasst ist.

Was letztendlich dazu führt, dass billig eingekaufte Munition aus dem Mittelmeerbereich bei arktischen Temperaturen nicht optimal verbrennt und entsprechende Leistung bringt.
Fällt normalerweise nicht auf….nur wenn’s richtig kalt wird.

Also sparen Sie nicht am falschen Ort.
Nutzen Sie die Minusgrade zu einigen Waffentests um das nächste mal gerüstet zu sein.
Pflegen Sie Ihre Waffe gründlich und genießen Sie den Winter.

Keep Your powder dry and Your feet warm!
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Bunduki

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Selbstladeflinte als Lernwaffe ?…REVOLUTION!?!?!?

**latest****news*********************
neue Wettkampftermine aus AT hier

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Wenn die Knirpse und Jugendlichen in Amerika bei den Schulprogrammen der NSSF ihre ersten Tauben vom Himmel holen, dann zeigt sich dem Betrachter ein Bild ,dass er von unseren
Jagdliche Schießausbildungen her gar nicht kennt.

Allesamt mit Selbstladeflinte ausgerüstet (dank Sponserings) stehen sie in Reih und Glied da,Waffenandhabung souverän und alle haben glückliche Gesichter und jede Menge Spaß in dern Backen.
Bei uns stehen 5 arme Tröpfe am Trap Tourbulenzer,ein grummelnder Buchhalter sitzt dahinter und krizelt was in eine Kladde und schreit zwischendurch :“Dahinter“.
Die Waffenhandhabung ist bemüht, aber weit von sicher und selbst das einfache Auf und Zu der Waffe bereitet so manchem Probleme.
Während in den USA bei den Knirpsen ein Schuss pro Taube fällt ,empfängt den Beobachter sauf deutschen Ständen schon von weitem das TackTack der verzweifelten Doppelschüsse
Von noch verzweifelteren Schießaspiranten.
Die gehen Abends nach Hause , haben blaue Schultern und Flecke an den Armen dicke Jochbeine weil die Schäfte nicht passten und meist einen gewaltigen Muskelkater.

Dabei könnte alles so einfach und leicht sein.
Denken wir einfach mal außerhalb der DJV Richtlinien und dem Stammtischgeschwätz alter Männer.
Nehmen wir mal an, wir könnten, wie wir wollten und würden Selbstladeflinten zur Flintenschulung einsetzen. Ok,… ich kann und tue ,aber das kann eben nicht jeder 😉

JEHOVA!!!!!!!
Bevor der erste Stein fliegt, einfach mal nachgedacht…

Man sagt ,dass die Handhabung einer SLF wesentlich komplizierter ist als die einer BDF.
Das ist richtig, spielt aber bei einem Anfänger keine Rolle.
Für ihn ist beides Neuland und gut trainiert und erklärt ist auch der Ladevorgang einer SLF kein Problem.
Dazu kommt ,dass die Marken-SLF über eine Magazinsperre verfügt, die mit einem Fingerdruck, die Waffe zum einläufigen , einschüssigen Flinte macht.
Keine Laufverwechslung, kein Umschalten , gewollt oder zufällig und vor allem der Zwang sich auf EINEN Schuss zu konzentrieren.

Flintenschießen lernt man immer und ausschließlich nur dadurch, mit EINER Patrone EIN Ziel zu beschießen. Das üble Doppeltackern in der Ausbildung, immer wieder von Dilletanten empfohlen, zwingt den Schützen in falsche Gewohnheiten und konterkariert den korrekten Bewegungsablauf.

Die mit dem ersten gefehlte und erst mit dem zweiten Schuß getroffene Taube, wird nicht aufgrund von „mehr Schrot in der Luft“ getroffen, sondern weil beim zweiten Schuß, der Schütze den Fehler des ersten, unbewusst behoben hat.
„UNBEWUSST“ sollte aber überhaupt nicht getroffen werden.
Bei jedem Schuss oder besser Treffen steht die bewusste Handlung und nicht der Zufall im Vordergrund.
Zufälle kann man nicht lernen, nur richtigen Schwung und Anschlag und Methodik.

Erst wenn diese Handlung und die der konsequenten Schußdisziplin mental verankert und im Bewegungsablauf klar definiert sind,macht der Gebrauch des zweiten Schusses Sinn!
Eine der Grundlagen moderner Schießausbildung die dem Schüler nicht „irgendwie treffen“ lehrt sondern ihm/ihr die Methoden
beibringt, unter unterschiedlichen Voraussetzungen die richtige Schießtechnik zu verwenden.
Alles andere ist Kirmesballerei und Abzocke.
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Ist der Einzelschuß nun beider SLF durch den sogn. „Magazin cut off“ (oder Magazinsperre) leicht möglich, erfreut die SLF ihren lernwilligen Benutzer mit ihrer größten Stärke:
Nichts kickt, nichts drückt und schlägt.
Der Schussvorgang geht fast ohne Eigenbewegung der Waffe ab.
Der Gasdruck oder Inertiaverschluß schluckt einen Großteil des Rückstoßes.
Weniger Rückstoß heißt weniger Ermüdung, längere Übungszeiten ,mehr Tauben.

Wer besonders empfindlich ist, wie junge Mädchen und zarte Frauen, aber auch zunehmen gestandene Mannsbilder mit Rückenproblemen, oder so mancher in Ehren ergraute Flugwildveteran, dem heute Herzschrittmacher, künstliche Gelenke oder schlicht Abnutzungen des Alters, Probeme bereiten….denen hilft die Waffenindustrie heute gewaltig.

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Rückstoßdämpfende Materialien und Einsätze in den Schäften der SLFs, geniale
Rückstoßkompensationssysteme, wie das Kick Off von Beretta, ermöglichen solchen Zielgruppen den Zugang zum Flintenschießen ohne Nachteile.

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Mal Quergedacht:
…unsere Autos verfügen über ABS, ESP, Servolenkung und Fensterheber, Freisprechanlagen und Parkhilfen….aber wenn der Schütze aus dem High Tech
Geländeboliden aussteigt, greift er zur „Kutsche“ unter den Flinten, anstelle zum technisch angepassten Hightechschießgerät??? Komisch was…?

Mehr schießen ohne Ermüdung, heißt besser lernen, auch schneller lernen.
Dabei hilft es, wenn die Waffe des Schießschülers leicht ist.
Nicht zu leicht, sondern der Patrone und deren Energie angepasst .

Der große ,nicht von Kipplaufwaffen wettzumachende Vorteil der SLFs.
Ein Lauf, Systemkasten aus LM oder Kunststoff ,dennoch stabilen Verschluß aus Stahl, der im Lauf verriegelt.
Kunststoffschäfte oder mit Verbundmaterialien verstärkte leichte Holzschäfte erleichtern zusätzlich das Handling.
Neuerdings werden bei den Kunststoffschäften zusätzlich Dämpfungselemente eingesetzt (Benelli und Beretta), die ohne Gewichtsbelastung den Rückstoß noch mehr unterdrücken.

Eine leichte Waffe erleichtert das Lernen, wie es auch an einem langen Jagdtag ,an dem hinterm Hund viele Kilometer zurückgelegt werden, dem Jäger das Leben.
Und Erleichterung bringt mehr Freude, denn ich kann das wunderbare Erlebnis Jagd länger auskosten.

Viele meiner älteren Kunden und Freunde haben deswegen und weil sie bei unseren Kursen 2011 verstärkt die SLF ausprobieren konnten, auf diese Waffen gewechselt.
War erst mal das Vorurteil überwunden, entdeckten mit dieser Waffe viele Schützen ihren alten, schon fast vergessenen Flintentalente wieder und hatten plötzlich das gleiche seelige Grinsen im Gesicht wie die Knirpse in Amerika.
Leicht zu Treffen macht eben glücklich und ausprobieren klüger.

Eine der dümmsten Sprüche im Flintenleben ist der mit pawlowschen Reflex hervorgewürgte Satz: „Der Lauf schießt, der Schaft trifft“
Nichts ist beleidigender für den geübten und gelernten Schützen, nichts unpassender, wenn man die vielen nichtangepassten Waffen der Welt sieht, die alle treffen!….weil der Schütze alles richtig macht!

Selbstverständlich hilft ein passender Schaft dem Schützen beim Treffen.
Selbstverständlich sind Schaftlänge und Senkung sehr wichtige Elemente…
…allein die passenden Maße machen’s nicht, wenn Technik und mentale Konditionierung
nicht stimmt.

Das ebenso alte, wie falsche Vorurteil, SLFs könnten nicht an den Schützen angepasst werden, stimmt weder heute noch hat es je gestimmt.

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Alle Markenflinten kommen heute serienmäßig mit den wunderbaren „shims“ zum Besitzer.
Diese kleinen Verstellplaten , könne ohne handwerkliche Diplome zwischen Schaft und System gesteckt werden und verändern Senkung und Schränkung der Waffe in Augenblicken.
Die Schaftlänge zu verändern, ist eine Augenblickssache ,denn moderne SLF-schäfte verfügen über aufsteckbare Kappen in diversen Längen sowie angepassten Zwischenstücken .
Und wer den Schaftrücken verändern möchte, dem bieten einige Hersteller aufsteckbare
Einlagen ,passend zum Schaft.

Alles ist an einer SLF schneller und kostengünstiger zu verändern als an einer Kipplaufwaffe.
Die Waffe zu hinterlastig? Kein Probem .Kleine Laufgewichte oder Einsätze fürs Magazin
lösen das Problem im Handumdrehen.

Selbst die Lauflänge ist regulierbar. Unterschiedliche Läufe sind wesentlich preisgünstiger zu erwerben ,als sich ein ,wenn überhaupt lieferbares, Laufbündel einer BDF einzupassen.

Und wer keinen neuen Lauf will, dem ist mit chokeähnlichen Laufverlängerungen von 5 bis 15 cm geholfen.
Teils gleich als Zubehör mitgeliefert.

Schienenwechsel für diejenigen, die glauben, dadurch mehr zu treffen,von jagdlich auf sportlich sich Vorteile erhoffen…. bei einigen guten SLF durchaus möglich.

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Und die Schaftform?
Moderne Ergonomie und Haptik prägt das Bild heutiger SLFs.
Keine englische Schäfte,keine Prince of Wales Rundungen, kein verwaschener „deutscher Jagdschaft mit Backe und sauereingelegtem Hirsch“.
Funktionelle Linien, Pistolengriffe mit ergonomisch bewährten Radien und schlanke Vorderschäfte prägen das Aussehen der heutigen Waffen.
Das mag bei manchem Flinten sehr weit gehen ,wie bei der Benelli Vinci, dennoch sollte man sie in der Hand gehabt haben…Vorurteile und Geschmack können sich mit den ersten Treffern schnell verändern… 😉

Zusammengefasst:

Eine rückstoßarme, leichte Flinte, die an alle Benutzer schnell und preiswert angepasst werden kann, sowohl in der Schulung als Einzellader wie später sportlich oder jagdlich voll tauglich ist.
Sie ermöglicht ermüdungsfreies Schießen und somit längere Lernblöcke.
Sie kann aus dem Unterreicht direkt in den Jagdalltag übernommen werden.
Sie ist bei gleicher Qualität preiswerter als ihr BDF Konterpart.
Zur Erklärung: wir sprechen von Marken SLFs, keinem Billiggelumpe aus tausend und einem Sonderangebot.

Frage:
Warum wird dies alles nicht genutzt, sondern auch noch durch verbandlich aufgesetzer
Ignoranz, und kleingeistiger Ignoranz in den Kursen immer weiter verhindert?

BDF und DF können wunderschöne Jagd und Sportwaffen sein.Sie haben über die Generationen ihren Platz in den Gewehrschränken und in en Herzen der Flinten-Afficionados zurecht gewonnen.
Beim Sport wird die klassische BDF ihre Rolle behalten,beim Thema Aussehen wird nichts die klassische englische DF je
deklassieren.
dennoch und gerade auch:
Aus unserem Flintenalltag sind die modernen SLF nicht wegzudenken…aber wer denkt, sollte auch weiterdenken…vielleicht mal über den Tellerrand des Stammtischgeschwätzes hinaus…
…vielleicht auch über die untragbaren,unwahren Vorurteile hinaus, die rückständige Verbände den Gesetzgebern, wie bei uns und unseren Nachbarn AT, zur Restriktion geradezu allfeil andienen, um von den wirklichen Problemen der Jagd abzulenken.

Vielleicht helfen diese Zeilen, mal über eine interessante und unglaublich Spass-bringende Waffe nachzudenken.

Revolutionär sind sie vielleicht nicht, aber für viel lernwillige und Spassbereite Schützen sicher eine Befreiung von Problemen, die so leicht zu lösen wären.

…und vielleicht mal auszuprobieren
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Bunduki

PS
und weil wir gerade beim Denken sind…
man stelle sich das bei uns vor:
Schulförderung im Schießen

Veröffentlicht unter Bundukis Flintenlehre, Flinten allgemein | 2 Kommentare

Lesezeit…

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Wenn’s nix zu jagen gibt,Schießstände geschlossen sind,alle Waffen gereinigt wurden und absolut nix mehr zu reparieren oder zu verschlimmbessern ist, dann wird’s Zeit sich it einer guten Flasche Scotch ins Ledersofa zu fläzen und zu lesen.

Heut will ich ein paar sehr ungewöhnlich Büchger vorstellen ,die mir in den letzten Wochen in die Hände fielen und nicht nur Lesespaß versprachen sondern auch einhielten.

Wer mich kennt ,weiß auch ob meines Ticks mit dem alten wilden Westen.
Es sind nicht mehr die gunfights und weniger das wilde am Westen ,was mich heute fasziniert sondern eher das alltägliche,nebensächliche das einem diese Zeit und seine Menschen näher bringt.

Eine Zeitkapsel gleich ist das wohl damals meist verbreitetste Druckwerk….nein ,nicht die Bibel sonder der Sears and Roebuck katalog.
Von Mehl und Melasse über Bettgestell und Küchenherd,Jagdstiefel,Arztbesteck und Kinderbekleidung bis zu Waffen und Munition für Jagd,Verteidigung und ferne Reisen…
Alles findet sich mit Lieferzeit und Discountpreis.
Ebay ist ein Witz dagegen…

Sears and Roebuck Catalogue 1897

Ein Spezialwerk ist das nächste Buch.
Lederarbeiten für Soldaten und Zivilisten waren notwendigerweise damals oft aufwendiges ,aber immer Stabiles zur Unterbringung von Waffen.
Angefangen von der ersten Pommelholstern für Sättel bis zu den Schnellziehholstern der
Traumfabrik.
Packing Iron

Weg vom Wilden Westen ,hinein in die Zivilisation wie sie zivilisierter gar nicht sein kann.
Die englische Jagd.
Nicht die immitierte,von Kleingeistern gerne nachgeäffte Jagd und von den aufgeblähten tweedies gern als Zufangkultur vereinnamte Jagd.
Ich meine das was heute noch lebendig ist,längst nicht mehr auf den Adel beschränkt und von Syndikaten aus allen Lebensschichten gelebte Jagd.
Wer jagd hat dabei auch Hunger…so ist das Schüsseltreiben bei uns, wie in England, eine Notwendigkeit.
Enmgländer wären aber nicht Engländer und unser feingeschmäcklerischer Zeitgeist nicht zu wenig von Sushi,KaffeLatte und Zitronengras verdorben,wenn es nicht auf der Insel ein geschriebens Werk über den Jagdlunch gäbe.
Meiner Meinung nach viel zu spät erschienen,ein Appetizer der besonderen Art !!
The shoot lunch

Etwas gänzlich anderes als Thematik findet sich im nächsten Buch.
Die Diskussion um Blei in Geschossen und als Schrotvorlage begann schon in den 40er Jahren in den USA.
Bei uns konsequent von einem desinteressierten und nur zu Klüngelpolitik fähigen Jagdverband ignoriert.
Wissen ob Stahlschrot Weicheisen ,woraus man es verschießt ,wie es wirkt und worauf zu achten ist….Fehlanzeige beim deutschen Waidmann.
Wo es vorgeschrieben ist behält man die Alibipatrone in der Tasche und tut so als wäre Adenauer noch Kanzler.
Wenige interessieren sich für die Problematik und predigen,erklären ,klären auf und werden wie so oft von den Dummen niedergeplappert.
WER noch nicht mal weis was er aus seinem Püster verschießen kann,der wird auch den rest der Zusammenhänge nicht kapieren.
Sei’s drumm.

Das erste Buch, dass sich mit der Ganzheit der Bleiproblematik und mit dem „ green shot“
Auseinandersetzt, ist ein Buch aus den USA.
Nicht komplett wissenschaftlich ,sondern leicht verständlich,leicht polemisch und dennoch fair in der Sache …lesenswert für alle die argumentieren wollen,wissen möchten und unseren Gegnern auch Fakten liefern möchten.
Gun digest book of Green shooting

Das zweite und letzte Buch, sei all den Anfängern im Flintenschoießen empfohlen, die eine internationale Übersicht und Einsicht in den Sport haben möchten.
Anschlag und Waffenarten,Choke und Stahlschrot,Sportschießen und Schießen auf der Jagd,alte Kamellen entlarvend und erfrischend einfach in der bewusst reduzierten
Struktur…alles was der Anfänger braucht
Gun digest Book of shotgunning

Nun viel Spass beim schmökern und mit der Bitte um Entschuldigung dass alles wieder englisch ist…braucht sich ja nur mal jemand bemühen was sinnvolles auf deutsch zu schreiben
😉

Bunduki

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