Verbote…die Lust am obskuren Humor oder devine Aussetzer ?

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Keine Frage ;
Humor ist göttlich…
Das bewies der Big Boss Jehova viele Male.
Man nehme das Schnabeltier , die heilige Glaubenskongregation oder die Benützer von poolnudeln.

Eine ganz hinterfotzige Form des Humors ist das Verbot.
Nicht das Verbot eine heiße Herdplatten anzufassen, oder bestimmte Shows mit Herrn Silbereisen anzusehen…
Ersteres führt zu Verbrennungen, zweites zu sofortiger Verblödung…beide Verbote sind aber von der Logik klar , somit nicht erklärungsbedürftig und auch nicht lustig.

Das Verbote durchaus viel mit Humor zu tun haben, vielleicht sogar eine besondere Form von Humor sind, ergibt sich aus unserem menschlichen Einfaltsreichtum, einer guten Portion
Masochismus und dem Quäntchen göttlicher Inspiration, die uns zu wirklich großen globalen Irrtümern inspirierte…
… wie dem Wiener Opernball, der Verehrung von Michael Jackson und dem Glauben an eine fähige Bundesregierung oder eine ehrliche Opposition.

Humor ist ,wenn man trotzdem lacht…so unsere Altvorderen, in deren Zeit soviel zum lachen war, dass man es nicht wagen durfte, die Zähne zu zeigen.

Heut lachen wir nicht nur trotzdem, aber vor allem erst recht.
Wir sehen Humor endlich auch dort, wo ihn kichernde Bürokraten und vermeintliche Kleingeister versteckten, um sich ein wenig göttliche Unsterblichkeit zu sichern.
Denn :
das Apfelverbot war sinnlos, sexistisch, ungesund und gegen jede Logik … aber gerade deshalb so göttlich und unsterblich komisch.
Vertrauuuuuue miiiir…… Hah 😉

So großartig (und folgenreich) sind zwar die Adepten göttlichen Humores, die Beamten, Politiker, Vereinsvorsitzenden und Hausmeister nicht, doch geben sie sich redlich Mühe in die Fußstapfen Ihres großen Vorbildes hineinzuwachsen.
(wobei noch die Frage zu klären bleibt, welche Schuhgröße bei einem Geistwesen angemessen wäre)

Welche Thematik läge für diese Leute näher ihren Humor auszutoben, als die Lust anderer
dem Viehzeug welches in Wald und Flur rumlungert, nachzustellen.

Auch der Wunsch von einigen Menschen von Ihresgleichen eine auf den Kopf geknüttelt zu bekommen, wird von unseren Humorikern gern lustig interpretiert.
Und wenn dann noch einer mit dem Schießgewehr Spass beim Zerdeppern von Tonscheiben oder Perforieren von Pappe hat… dann ist schnell Schluss mit Ernst ,dann wird’s gnadenlos lustig.

Als roter Faden durchs Kabarett der Gesetze dienen zwei politische Grundwahrheiten:
1. der Mensch als Bürger ist schlecht und hat nur Mord und Schlechtigkeit im Sinn
2. der Mensch als Jäger ist schlecht und hat nur Wilderei und Schlechtigkeit im Sinn
3. Die Mischung aus Mensch und Jäger heisst Jennerwein und ist Mörder und Wilderer und diesem Schurken ist nicht zu trauen

Nun zum real existierenden Humor unserer Zeit.

Als Gott die Welt schuf, ließ er LICHT werden.
Genial weils die Schuhe und die Möbel schont.
Sowas kann sich unser beamteter Humoriker nicht entgehen lassen.
Jahrhunderte kein Problem, weil Licht mit Umständen verbunden war, wird’s jetzt erstmal verboten, weils endlich so schön leicht ist.
Kleine LED Lampen an einer Waffe erleichtern die Nachsuche, verhindern Unfälle und sind deswegen verboten, weil sie auch von den bösen Wilderern benutzt werden können..
Klar!
Unser Nachbar Österreich hat viele Gemeinsamkeiten mit uns, sieht man von Sprache ,Küche und Kultur ab.
Oh, felix Austria 😉
Aber selbst dort hat sich der Licht-auf –Waffe- Witz durchgesetzt.
Allerdings in der alpinen Version, dass man von Gewehrscheinwerfern, die es längst nicht mehr gibt, spricht und beim Fangschuss auf den Einbrecher bei der der Notwehrende, der Glock ein Lichterl aufsetzen darf, bis die Exekutive naht und den Vorfall dokumentiert.

…Beim Waidwerken allerdings bleibt das Lamperl im Schnerf ,da Jagd eben Jagd ist und keine Notwehr…obwohl es draussen genauso dunkel ist, wie drinnen

Ulkig zeigen sich unsere Nachbarn auch bei der Verwendung des Telefones.
Dies ist zur Absprache bei der Jagd verboten, was die wenigen Telefonzellen im Wienerwald erklärt.
Das Handy wird somit zum Wilderergerät, wenn keine Absprachen zum Opernball getroffen werden ,sondern Interna des Revieres oder des enthaltenen Wildes besprochen werden.

Das Abspielen von Wildgeräuschen zum Anlocken desselben ist vielerorts verboten.
Man setzt hier auf die natürliche Stimmgewalt des Waidmannes, was im Endeffekt der genasweisten Kreatur egal sein wird.

Weit weg von uns gibt’s auch Humor.
So dürfen in Neuseeland Hirsche kommerziell vom Hubschrauber bejagd werden.
Ein ziviler Einzeljäger muß aber über die Hügel krabbeln, um einen Hirsch aus dem selben Rudel zu schießen , dass danach vom Heli aus gekullt wird. Im Nachbarland Australien sind Selbstladewaffen verboten, was man heute sehr bedauert, denn sie wären zur Eindämmung von Känguruh und Kamelplagen sehr geeignet.

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Quelle
Der olle Winnetou wusste schon wie er Frau Old shatterhand ein saftiges Staeck besorgte

Bei Dunkelheit zu jagen ist mangels Licht nicht probat und somit ein leichtes das Aufhellen der Dunkelheit mittels Elektronik zu verbieten.
Nachsichttechnik nennt sich dieses und ist aus den netten Videosequenzen der Iraq-Brunnenbau-befriedungs-mission hinlänglich einer zivilen Öffentlichkeit bekannt.

Gerätschaften dieser Art sind auch dem Jägersmann zugänglich, aber natürlich verboten, weil sofort ein Wilderer aus ihm würde, sobald er damit zu zielen anfängt.
Eines der lustigsten Völker Zentraleuropas ist der kleine Stamm der Saarländer.
Sprachlich bös benachteiligt und von dauernder Schwenkerdiät ausgemergelt, entwickelten sie einen besonderen Humor.
Ein Beispiel: man hebe das Nachtjageverbot auf, erlaube Nachtsichtgeräte, verbiete aber deren Montage auf der Waffe.
Resultat: eine Nachtsichtbrille auf dem Kopf, Blick durchs Zielfernrohr ( dessen Rotpunkt natürlich ausgeschaltet werden muss) und nun mit und durch zigfacher Paralaxe gewaidwerkt.
Horrido!
Besser geht’s nicht!
Es kann nur einen geben !

Auch recht drollig und so schön „global“ ist die Verwendung oder besser verbotene Verwendung von Schalldämpfern.
Ein Schießgewehr ist laut; lauter als gesund und so empfehlen kluge Leute Gehörschützer und /oder dort, wo diese nicht konvinieren, Schalldämpfer auf der Waffe.
Des Wikinger’s wackerer Nachfahre hat da kein Problem damit und empfiehlt so was sogar per Gesetz. (Wikinger haben keinen HUMOR)

Selbst der Ting der europäischen Völker und den restlichen randgelegenen Ethnien in Brüssel erkennt die Logik der Nordmänner qua Gesetz an.
Doch unsere sich stängig verschlankende und gestoiberte Bürokratie sieht das nicht und ziert sich wie eine Schmalreh mit Migräne.

Weil? Weil wir sonst ja Wilderer werden würden, wenn sich das oder der Bums um 15 Dezibel senken würde.

Dass Humor international ist , zeigt sich, wenn man von den bröckligen Flötzen des Saarlandes nach Westen wandert, und einen Besuch beim weinsüffelnden Franzmann macht.
Dort setzt man sich als gesundheitsbewußter Jäger einen modernen elektronischen Gehörschutz auf und …zahlt 300 Euro Strafe und das Ding wird beschlagnahmt.
Warum?… weil es Geräusche des Wildes verstärkt und so der Jäger zum Wilderer wird!
Vom Bürgerjäger zum Wilderer, nur weil man besser hören will…was hätte Danton gesagt?
Vielleicht: “ Nimm den Schalli Bürger, der ist erlaubt!“

Aber nicht immer wird einem der Wildschütz unterstellt.
Kommt man in so manches Europäische Gau so verbietet einem der mediterrane Gastgeber
flugs die 9mmPara, die 308 oder auch die 8×57…weil durch deren Gebrauch man zwar nicht zum Wilderer, aber zum Kombatanten, Landfriedensbrecher oder Revisionisten wird.
Das ist dort wesentlich schwerwiegender als z.B. Singvögel millionenfach zu killen, bei den
EU Finanzkriterien zu bescheißen oder abertausende von Touristen in zu weichen Betten schlafen zu lassen.

Technik ist unser ständiger Begleiter .
In der neuen Welt 2.0 sind Internet und Skype überall.
Im Revier sind Bewegungsmelder, elektronische Wildzähler, Futterautomaten und Kameraüberwachung ebenso üblich, wie beim Discounter um die Ecke.

Nirgends spricht man von Ende der Waidgerechtigkeit , weil selbst die privatesten Momente des Rehwildes noch videoprotokolliert werden .
So verwundert nicht, wenn in Foren diskutiert wird, ob denn der Bock von der Ricke geschossen werden darf.
Ja, sie hören richtig…dies bei den anerkannt schlechten Schießleistungen unserer Jäger und einer Sexualfeindlichkeit, die gerade mal der Hexenhammer kennt.

Die gleichen, die solches fordern, sehen es durch das „Brauchtum“ als unerlässlich an, den Waidmannshut zu lüpfen, wenn der brave Waidhund seine Waidwurst macht. (kein Scherz !… aber Scheiße!)
Hier sind wir bei etwas derartig Abartigem, das von weit herkommt und irgendwann von bösen Männern in brauner Gesinnung aufgeschrieben wurde, um allen Menschen zu zeigen, das Nazis keinen Humor haben, sondern blos intolerante, hasserfüllte Dummköpfe sind,die ihre Mitmenschen wenn schon nicht ins KZ, dann wenigstens in ein Gedankenkorsette und sinlose Gehorsamkeitsübung zwingen.

Wirklichen Humor haben da schon unsere heutigen Gesetzgeber, die schmunzelnd
Menschen die offiziell großjährig sind,
… Unternehmen gründen dürfen,
…Kampfflugzeuge fliegen und Panzer fahren,
… die die Interessen deutscher Industrie im Ausland mit ebensolchen Waffen ,unter Einsatzes ihres Lebens durchzusetzen,
…das diese Menschen keine .38 Smith and Wesson haben dürfen, um im dörflichen Schiesstand Löcher in eine Pappe zu schießen.
…dem Iraker dürfen sie allerdings mit Nachtsicht und Schalldämpfer zu Leibe rücken,solange sie nicht nächtens
ein Huhn vom Taliban zwecks Umerziehnung zum „Hendl“ wildern.

Neue Wege des Humores wären der Nacktscanner an den Waldeingängen (gegen Wilderer), Rauchverbot auf Hochsitzen und Nummernschildpflicht bei Jagdhunden…von Plänen zum gechipten Jägern und Waffenbesitzer hört man bereit schmunzelnd munkeln.

Eine schwache Art von Humor zeigt sich auch daran, dass heute Jungjäger auf Wild und Wald losgelassen werden , die zwar wissen, dass man mit links zu trinken hat, die Enok und westfälischen Wusel an der Zahnformel unterscheiden können, aber in ihrer ganzen Schießausbildung lediglich eine Kiste Munition verballert haben und dabei alberne 3 Tontauben treffen mussten.

Ob dieser Humor göttlich ist, fragen sich die Enten dieser Welt und mein Freund Darkwing zurecht.

Hellau und Allaf

Yours truly

Bunduki

Ein kleiner seriöser Nachsatz vom 25.2.
Falls Sie jetzt nicht nur wie erhofft herzlich gelacht haben sollten,sondern Ihnen auch eiskalt in die Gieder fuhr: „Ach Gott ich hab ja noch so ein vermaledeites Lampenset…!“
Keine Sorge ,den lieben Gott interessierts nicht und die liebe Obrigkeit auch nicht mehr!

Lampensets also Lampe Kabelschalter und Halterung WAREN kurzfristig durch die übertriebenen Aktionismus des LKA Bayerns als sogn. verbotenen Gegenstände eingestuft.
Dies ist allerdings wieder revidiuert worden . Somit sind die Einzelteile wie die Sets heute wieder verkauflich,rechtmäßig zu besitzen und wo erlaubt (im Ausland ) auch wieder zu benutzten.
Rechtsauskunft bei solchen Fragen im Inrternet bieten:
Die Jagdlupe

Jagdzeitungen der Verbände wie hier der Saarjäger

Jurablogs wie Dieser hier

wer wissen möchte was in diesem Lande alles merkwürdiges und schröckliches verboten ist,der kann sich das ganze direkt beim BKA ansehen
Verbotsliste : Feststellungsbescheide
wenn Sie diese Liste jetzt wieder zum Lachen bringt ,kann ich aber nix dafür….

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Ein Kommentar zu Verbote…die Lust am obskuren Humor oder devine Aussetzer ?

  1. Kimber Desert Warrior sagt:

    Hallo Bunduki.

    Der Artikel zu den Verboten ist mal wieder wirklich klasse.
    Ich musste an manchen Stellen wirklich lachen, echt klasse geschrieben.

    Grüße und Waidmannsheil
    K-D-W

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