neues und altes aus der Welt von Jagd , Flinte und Abenteuer …Booklist Vol.13…

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Geschichten von und über die Jagd, gibt es sicher seit den ersten Höhlenmenschen.
Was uns daran fasziniert , ist die Tatsache, dass jede Jagdsituation immer wieder neu erlebt und erfahren wird.
Jeder Jäger nimmt „seine Jagd“ anders war und berichtet entsprechend von ihr.
Natürlich nur ….! …wenn er auch erzählen kann !
Ansonsten wird’s der bekannte Krampf aus Selbstbeweihräucherung, postpubertärer Allwissenheit und der Ursünde aller guten Erzählung : aus Pathos!

Davon wird leider auch heute noch viel zu viel in Tinte und Pixel umgesetzt.
Der schwülstige Odem der Rominter-Heide, wird nur all zu gerne noch mit Geschreibsel im amateurhaften Karl May Stil vermischt und dann in Jagdzeitschriften,Traktaten und natürlich im Internet als teutsche Jagdliteratur ausgegeben.

Dabei gibt es so was wie Jagdliteratur gar nicht. Es gibt nur gute oder schlechte Geschichten…egal wovon sie handeln.

Leider geben sich die, die schreiben können, bei uns nicht mit der Jagd ab.
So entgeht uns allen eine erquickliche, literarische Auseinandersetzung mit der Jagd.

In den angloamerikanischen Ländern ist dies ganz anders.
Dort versuchten sich Hemmingway, Ruark, Zane Grey und Jack London ebenso an der Jagderzählung, wie es eine Gemeinde von hervorragenden Schreibern gab und gibt, die eben auch über Jagen und Fischen schreiben.
Terry Wieland, Michael Macintosh, Warren Page, Jim Fergus, Nash Buckingham, Sir Joseph Nickerson, Courtney Borden sind nur wenige, von vielen.
Einige lebten und leben gut von ihrer Schreibe, andere schreiben aus Spass, wie der bekannte englische Militär-Historiker Michael Yardley, oder wie ein gewisser Herr T. Roosevelt dem es weder an Anerkennung noch Arbeit mangelte ,dennoch nicht widerstehen konnte, sein
jagdliches Leben zu beschreiben.

Als Ergänzung zum vorangegangenen Blog über die Jagdzeitungen in aller Welt ,hier nun einige Geschichtensammlungen über Jagd, Fischen und „Outdoorlive“.
Gemein haben alle, dass sie lange schon vergangen sind…auch, dass sie wie ihre Erzähler, ein klein wenig berühmt geworden sind.

Zum Schmökern, als Bettlektüre oder für unterwegs um abzuschalten, eignen sich Kurzgeschichten ganz besonders gut.

Wunderbare Sammlungen aus 100 Jahren Zeitungsgeschichte, bieten die Jubiläumsausgaben der großen US Outdoor Zeitschriften


BEST OF FIELD AN D STREAM

Erzählungen der besten Federn Amerikas, rund um Jagen und Angeln.
Das Who is Who der US Jagdgeschichten.

BEST OF SPORTS AFIELD
Auch das Konkurrenzblatt bietet eine Zusammenfassung herrlicher Geschichten


100 YEARS BEST OF OUTDOOR LIFE

Und da die drei Großen Magazine heute zusammenarbeiten, präsentiert natürlich auch Outdoorlife einen hochinteressanten und kurzweiligen Blick in die Vergangenheit.

Mr President himself, Theodore Roosevelt,der sicherlich größte Jäger unter allen Präsidenten, aber auch der Vater des Yellowstone Nationalparkes ,beschreibt in dem nachstehenden Buch die Jagdkultur des 19.Jahrhunderts in den USA .

OUTDOOR-PASTTIMES

Ein durchaus gewöhnungsbedürftiger Schreiber (nicht, wenn sie gerne Flintenblog lesen 😉 ) war Col. Charles Askins.
Soldat, Jäger, Grenzpolizist und einer der besten Schützen seiner Zeit.
Rücksichtslos, Hartherzig , kalt wie Hundeschnautze;… sind wenig schmeichelnde Beschreibungen dieses Mannes, der zu seiner Zeit der „dean der shooting gunwriter“ war.
Humorvoll,ohne Schnörkel und so kompetent, dass er beissenden Spott über Dummköpfe ausschüttete, wo immer er dies für nötig hielt.
Seine Biografie erschien unter dem bezeichnenden Titel
THE UNREPENTANT SINNER

In den 20er Jahren schrieb er eine Reihe von Auftragsbüchlein für eine Munitionsfirma.
Diese kleinen, dünnen Büchlein gibts heute wieder zu normalen Preisen als Nachdruck:

SHOTGUN-OLOGY


SHOOTING FACTS FOR THE NOVICE

Askins schrieb auch über einen Mann der sich in der frühen Waffen/Flinten Technik einen Namen gemacht hatte und bei uns absolut unbekannt ist:
FRED KIMBLE MASTER DUCKSHOT

Nun noch ein ganz besonderes Leckerli, dass ich der Empfehlung eines lieben Flinten, Bücher, Uhren, Gitarren, Messer und neuerdings auch noch Angelruten sammelnden Freundes verdanke.

Stellen sie sich einen Menschen vor, der ein Buch über alles schreiben will, was mit dem Leben in freier Natur verbunden ist.
Wie lebe und überlebe ich, was esse ich, was brauche ich ,wie jagt und fischt man, welche Waffen gibt es ,wie lädt man Patronen wieder und wie werden Plätzchen gebacken….?
Das alles mit Bildern und Gebrauchsanleitungen versehen.
Ein solcher Mensch, der eine derartige Arbeit auf sich nahm, war Mr. Francis H Buzzacott
Der Mann hatte durchaus nicht alle Dachlatten festgenagelt, was man an seinen anderen Büchern merkt, aber dann hat er doch was genialen geschaffen.

THE COMPLETE SPORTSMAN ENCYCLOPEDIA by Francis Buzzacott

Auf über 500 Seiten zeigt er alles auf, was man um die Jahrhunterwende als „woodcraft“ und unter den modernsten Outdoorartikeln zu verstehen hatte.
Ein herrlicher Zeitvertreib , der dazu noch so wunderbar unsere derzeitige Werbe und Marketingmaschine entlarft.
Lesen Sie, Staunen Sie und Lachen sie, über die neuesten Erfindungen, die es schon vor 100 Jahren gab.

Zu guter Letzt noch etwas besonders anspruchsvolles.

Es ist zu einer drolligen Gewohnheit einiger geworden , mich nach jedem Blog ausführlich zu beschimpfen.
Nun,…halb so wild,…weil : „was juckts die Eiche, wenn sich ein Schw…. „
Die Buch- und Zeitschriften Empfehlungen sind nun mal immer aus dem englisch sprachigen Raum.
Den Grund nannte ich bereits? Jaaaa! Mehrmals!
Und subjektiv ist alle Auswahl auch ! …und als solche auch deklariert!
Und „subjektiv“ heißt die „individuelle Wahrnehmung eines Individuums“ (meiner einer) capicce?

Worüber sich nun aufregen? Dass ich, Meine Zeit, und Mein Wissen für andere vergeude und nix dafür verlange?
Aber nicht dafür…! Gern geschehen. 😉
Einer muß ja noch die Laterne des Flintenschießens halten, bei aller selbstgerechten Dunkelheit da draußen.
Und wenns nicht konviniert…einfach nicht lesen 😉

Und als Geschenk ,weils der 200ste Blog Eintrag ist, für alle, die lieber was Deutsches lesen:
Wie wär’s mal mit Iwan Sergejewitsch Turgenew

AUFZEICHNUNGEN EINES JÄGERS

Bunduki
Flintenschießen muß man lernen…weil : von selbst, kommt nur der Frust.
Also lernen sie’s bei Profis.

PS.
Dass alle Links zu Amazon gehen, liegt daran, dass man die Bücher so dort leicht finden kann.(eine Anregung eines Lesers)
Fast alle Bücher gibt es teurer und billiger auch bei anderen Händlern.
Mir gehört weder Amazon,oder Egun noch die Deutsche Bank ! Ergo ists auch keine keine Werbung
Soviel zu den Gerüchten von den flachländischen Biertischen 😉

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4 Kommentare zu neues und altes aus der Welt von Jagd , Flinte und Abenteuer …Booklist Vol.13…

  1. Nathalie Oldenburg sagt:

    Lieber Onkel Bunduki,

    ich verstehe gar keinen, der dich beschimpft. Ich habe auf diesen Seiten sehr viel gelernt und sehr viel Spaß gehabt, und ist eine von überhaupt insgesamt 3 Feeds die ich je abonniert habe. (Und nein, ich werde nicht von Bunduki gezahlt um ihn zu loben…)

    Bitte weitermachen, im Interesse aller Flintenliebenden!

  2. Bunduki sagt:

    Tja,verstehen kann ich das auch nicht,aber für einige scheint’s ein richtiges Hobby geworden zu sein.
    Aber für Miesmacher und Neidhammel ist dieses Land ja eh zur
    idealen Spielwiese geworden.
    Seis drumm…felix Austria, Du bist so nah!

    B

  3. Michi sagt:

    Ich finde auch, dass du dich von irgendwelchen Nörglern nicht beirren lassen solltest; dein Blog hat genügend interessierte und zufriedene Leser. Nur hört man die nicht so oft wie die Störenfriede.
    Was mich als Österreicher allerdings wundert ist deine wiederholte, positive Erwähnung von „Felix Austria“. Deine Erzählungen von rechthaberischen Stammtischveteranen, erschröcklichen Lodenmonstern und allgemeiner Antiwaffenhysterie klingen für mich nämlich ganz wie aus der Heimat. Aber gut, vielleicht ist es bei euch in Deutschland einfach noch schlimmer.

  4. Bunduki sagt:

    Eh klar,dass es in AT nicht die besseren Menschen gibt.Aber es gibt schlicht mehr Leute die den nervtötern auch mal heimleuchten!
    Und wenn Du die Parcoursszene in AT, mit der in DE vergleichst…da liegen Welten dazwischen.

    Das Gezänk Eurer Sportler im Olymp.Bereich ist allerdings schon genial daneben 😉
    Aber schließlich : nobody is perfect !

    Danke für die Aufmunterung und Grüße nach Österreich.

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