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Archive für Juli 2009

Warnambool ???…”see You at the Fitasc World 2009 , mate!”

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Wenn sich die Welt der nörlichen Hemisphäre in wurftaubentechnischem Winterschlaf gefällt,sich die braven Parcoursler die Wunden lecken oder sich erneut für neue Taten motivieren, (wer sollte es sonst tun ?)…
…da spielt down under mal wieder “walzing matilda ” zu Ehren der tapferen und wenigen,die sich neuen Herausforderungen der flitzenden Art stellen.

Vom 16 bis 22.November trifft sich in einer wunderschönen Hügellandschaft die creme de la creme des internationalen Parcourssports.
In einer gewaltigen Anlage messen sich nun auch die Schützen aus Ozeanien mit den willkommenen Gästen aus Europa,Nord und Südamerika.
Bei den Oststaaten ist das Interesse wohl recht groß( wie man munkeln hört ) und dort stört man sich auch nicht an der langen Anreise.

Dass es eine Reise wert ist ,zeigen die Veranstalter jetzt schon in einem kleinen Video dass sie hier veröffentlichen.

Alle Informationen gibts schnell und freundlich über den australischen Verband

Lage des Standes in Laang und anderer Stände des Umlandes bei Bundukis google maps und hier

Keiner der die lange Reise je gemacht hatte, kam enttäuscht zurück…es ist eben AUCH ein Flintenparadies…
Hier mitzu machen,auch wenn die persönliche Leistungsbilanz eher in der Mittelklasse zu hause ist,macht Sinn.
Dieses Land und die Gastfreundschaft seiner Bewohner mit der Flinte zu erleben, ist ein Abernteuer wert.

Bunduki

Fotos und Meinungen aus Orville

Eine Fotostrecke des Wettkampfes in Orville hier bei SportingPhotoshop

Und Kommentar,Lob und Kritik, plus einiger Bilder gibts hier

bunduki

european championship FITASC 2009 Orville

Ergebnisse gibts bei der FITASC oder gewohnt bequem und leserfreundlich bei den Freunden aus Portugal die kompletten Ergebnisse von Orville als PDF Datei Resultados .

Gratulation allen Teilnehmern

Bunduki der wie üblich schneller ist als der Rest

Zu San Fermin sollte man wieder mal was lesen…

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Wie jedes Jahr um diese gesegnete Zeit von San Fermin, wenn Stiere in Pamplona laufen und sich dumme, besoffene Touris als richtige Männer fühlen , Proleten-TV-Sender wieder nur blutiges Spektakel, Suff und Betroffenheit verheucheln …dann wird’s Zeit, mal wieder was von Don Ernesto zu lesen.

Schließlich braucht’s bei soviel medialer Heuchelei und Dummheit, wenigstens den Traum von ein wenig Panache.

Zugegeben, seine Sicht der Dinge ist nicht mehr politisch korrekt und vielleicht auch nicht mehr zeitgemäß…aber lesenswert ist er allemal.

Wir “best-ager” (…at least ,we are better than the rest?! no wonder !), die wir mit seinem Werk aufgewachsen sind und entsprechend „verdorben“ wurden, ist der Sinn von Jagd, Fischen ,Stierkampf, sinnloser, aber gerechter Kämpfe durch ihn vermittelt worden.
Und selbst wer weder jagd, noch in Pamplona mit Zeitung und roter Bandana läuft,kann nicht umhin, den Genius dieses großen Schreibers zu loben.

Ob er nun als Jäger, eher der große sinnenfrohe Schießer war, wie es damals üblich war, oder er den modernen Öko-Waidmann-Naturschutzhilfsbeamten schon ahnte…( ein weichgespühlter Ernest?…guter Witz ..gell?)
Darüber gibt ein schönes Buch Aufschluß:

Hemingway on hunting

Fein, das es dieses Buch nun auch als reprint im softcover gibt

Seine Gedanken zum Fischfang gibt’s als
Hemingway on fishing

So then, back in time …

Eine gute Flasche roten oder was genüßlich schottisches (aber bitte stilgerecht auch hier ” best ager”), ein wenig kubanisch Gerolltes und etwas Zeit für und mit Don Ernesto…

Bunduki

PS
Die plappernd exaltierte Generation Golf sei von diesem Lesevergnügen dispensiert.
Da genügen Facebook,Xing und twitter, um der eigenen (Un)Sterblichkeit und virtuellen Grandezza 2.0 ganz kuschelig nahe zu sein… ;-)

PPS
Für jene Generation , die gar nicht mehr weiß, von wem die Rede ist:
Vor langer ,langer Zeit gab’s Schriftsteller, die das Leben aus dem Erleben kannten und auf Papier(!) beschrieben.
Diese Leute jagden,soffen,prügelten und b…sten sich durch die Welt und schrieben von echten Menschen und nicht von virtuell depressiv-betroffenen-weltschmerzwinselnden Avataren.
Das ,liebe Internet-Kinder, lag daran ,dass diese Schriftsteller noch cojones (?) hatten.

PPPS
“wer nachsehen will, was Panache ist,kanns vergessen;…denn wenn er’s nicht weiß,hat er’s auch nicht” : Zitat
ein Tip: …ist sowas wie ein Püschel am Hut ;-)

Campeonato Italiana di Sporting2009

Eine hübsche Fotostrecke gibts auf SportingPhotoShop

B

Schaftvermessen…leicht gemacht… home made gunfitting

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Neulich auf dem Schießstand Bullerbue…
Da stand er in voller Pracht!
Wahrlich ein Stansbury… von dem Scheitel bis zur Oxfordsohle!
Frischesgebügeltes Tattersal-shirt, echt tweedige Tweedkappe, Clubkrawatte und natürlich das Emblem eines insularen Schießclubs als Pin dezent an der makelosen und ebenfalls tweedigen country-livestile-shooting-waistcoat.
Ein Schießleher wie er im Buche (Rosam.Pilcher, Band 44 „ I lost my love down the line “ ) steht.
Frisch geadelt mit dem Onion-Diplom für Adleraugen und englische Grammatik,steht er ca. 15 Meter von einigen Schützen entfernt ,welche sich mit der Trapmaschine oder besser, deren Tauben abmühen.
Registered Master of Disaster (4th degree ) wirft ab und zu einen kurzen Blick zu den Verzweifelten, lässt sich aber nicht aus dem Konzept seines Vortrages ( „me, my genius and the british shooting system“) bringen, den er einigen zukünftigen Schülern und Fans des geschmeidig hohlen Wortes hält.

Nach einer Weile, als der Tee kalt war und die Salamibrötchen alle, schnappte er sich eine riesige Schieblehre, die er wohl von Rufus Hagrid (s.Z.:Hausmeister in Hogwarth ,siehe H.Potter 1-7) gemopst hat und schlendert zu den Schützen.
Als einer gerade seine Taube gefehlt hat , nimmt Master of Disaster seine Riesenschieblehre ,und hält sie dem Schützen auf’s Flinterl…während dieser noch im Anschlag ist.
Dann ein kurzes,beiläufiges :“ na da müssen wir was mit der Senkung machen“ …und schon ist die schießtechnische Mission beendet…und natürlich neue Salamitbrötchen fertig.

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OK…OK…
Nein! … solche Sachen gibst nicht…Bullerbue nicht und Master of certified Disaster nennt sich auch keiner und Salamibrötchen gab’s an dem Tag auch keine… war Mettwurst drauf. ;-)

Schaft vermessen ist keine Geheimwissenschaft.
Allerdings setzt Gunfitting eine besondere Kenntnis der verschiedenen Schießtechniken, Anschlagarten und auch des menschlichen Körpers, sowie profunde Waffenkenntnis voraus.
Gunfitting im Vorübergehen, ist ebenso albern ,wie Fehlschüsse von Schützen aus 15m Entfernung zu beurteilen.
Das hat mit seriöser Beratung oder gar Schulung nichts zu tun, das ist besten Falls Angeberei…im übleren Fall ist’s wohl B…. ach ,lassen wir das.

Deswegen sollte man „Gunfitting” von Leuten mit Erfahrung durchführen lassen…nicht von Leuten, die nur so aussehen wollen!

Gunfitting ist, genau genommen , etwas anderes als Schaftvermessen.
Werden bei letzterem nur die Schaftmaße des bestehenden Schaftes ermittelt , werden beim Gunfitting die zukünftigen Maße eines individuellen Schaftes für den Schäfter evaluiert.
Beim Profi sieht das Vermessen kurz gesagt so aus:
Nach einer Voreinstellung des Verstellschaftes mittels Augenmaß, kommt heute meist der Laser zum Einsatz .
Dann wird auf der Anschußscheibe gegenkontrolliert.

Danach werden die vom Kunden gewünschten, oder die allgemeinen Taubenpräsentationen geschossen und der Schaft im „Feintuning“ an den Kunden und seine Bedürfnisse angepasst.
Erst zum Schluß kommt besagte Riesenschieblehre oder ein anderes Schaftmessinstrument (siehe Abbildung) zum Einsatz.
Jetzt werden die Maße für den Schäfter abgenommen.

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Wer das ganze im do it Yourself machen möchte, der braucht sich keine Sorgen um teure Geräte zu machen.
Um die Grundmaße eines Schaftes zu erhalten, genügen einige improvisierte Gerätschaften.

Um die Waffe sicher beim Messen,Reinigen und Pflegen auszurichten, sollte sich in jeden Flintenhaushalt eine Gewehrwiege
g befinden. Möglichtst eine zweiteilige um den unterschiedlichen Vorderschaftlängen genüge zu tun.

Eine einfache Schaftlehre ist mit wenigen Stücken Holz aus dem Baumarkt und einem Metallineal schnell gefertigt.
Im Bild wird unter a eine selbst gemachte Lehre gezeigt, mit der man mittels des an einem Ende angebrachten Gelenkes und eines gewöhnlichen Geodreiecks c,auch den Pitchwinkel (g =Winkel z zu y), direkt in Grad, abmessen kann.

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Verzichtet man auf das Winkelmessen, kommt man mit einem Rollmaß und dem Messen der drei Maße (X-c) , (X-d) und (X-e) ebenfalls zum Ziel des Pitchmaßes.

Positioniert man die Schaftlehre a präzise mittig ,kann man am Schaftende mit dem Winkelmesser auch die Schränkung ablesen.

Ganz einfach , aber für den Kofferraum ideal, ist das simple Teil C.
Einfach ein sauberes langes Holzteil , ein Gummiband das ein Lineal fixiert und schon kann man die Messpunkte (a) ,(b) und (f) zur Grundlinie (Y) erhalten.

Will man auf dem Stand die Senkung verringern, genügen Moosgummistreifen e, die mit Klebeband auf den Schaftrücken angebracht werden und somit den Abstand (y) und (f) verringern.
Etwas professioneller geht dies mit sogn. Combraisern (im Waffenfachhandel,sogar im deutschen, erhältlich), einer Schaftrücken-Auflage, die in drei Höhen geliefert wird.

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Wenig geheimnisvoll ,aber recht effektiv ist das schwarze Gummiband h, dass es im Kurzwarenhandel gibt.
Es dient schlicht als provisorisches Hilfskorn ,wenn die Waffe kein solches besitzt ,und der Schütze einen Anhaltspunkt braucht ,wie viel Schiene er sehen muss.
Einfach ein Stückchen um die Schiene verknotet, mit Leuchtmarker mittig markiert und fertig.

Das gleiche erreicht man eleganter mit selbst-isolierendem Klebeband .Ist eine schnelle Hilfe um mehr Konstante in den Anschlag zu bringen.

Was wie und wozu vermessen wird ,dazu geht ” Bundukis Flintenlehre” in mehreren Artikeln ins Detail

Nun auf denn, seien die Schäfte vermessen , auf dass die Master of Disaster mehr Zeit haben Mettbrötchen zu essen und weniger Unsinn erzählen müssen.


Bunduki

PS
Wer gerne wissen möchte, was einen Master of Disaster von einem richtigen Schießlehrer unterscheidet ,dem empfehle ich den herrlichen Artikel von Michael McIntosch „Apples and Onions“ in seinem großarigen Buch Shotguns & Shooting Vol3.

the bespoke(n) gun…wenn Träume wahr werden

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Die „bespoke(n) gun“ ist die kompromislose Umsetzung der individuellen Traumwaffe in Stahl und Holz.

Hier gilt, was mit der Manufaktur „ besprochen“ wurde.
Kein Platz für fertigungstechnische Umwege, keine Einknicken an die „allgemeine Meinung“ der Einmischer und Besserwisser.

Hier entscheidet der, der zahlt,…meist sehr viel !
Hier entscheidet wer weiß, was er will und braucht… hier zählt hemmungslose Egozentrik!
Hier entscheidet der individuelle Geschmack,…und nicht das Zugeständnis an das beschränkte Können von zweitklassigen Handwerkern oder inflexiblen Fabriken.

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Hier ist auch Platz für Unvernunft und Spielfreude, Kitsch und vor allem Spass an der ureigenen Schöpfung einer einmaligen Flinte.

Wer sich auf das Abenteuer „bespoke(n) gun“ einlässt, der tut das nicht um zu protzen oder sich eine Waffe für die Vitrine zu schaffen.
In der Regel werden diese Art von Waffen benutzt…lange und ausgiebig, zielgerichtet und immer mit viel Freude.
Es wundert nicht, wenn Jagdeinladungen danach ausgesucht werden, ob sie zum Kaliber der Waffe passen oder die Jagdart immer mehr auf die Flinte abgestimmt wird
.

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Stimmt, eine „bespoke(n) gun“ ist etwas für leicht Verrückte, aber es sind sympathische Verrückte, die ihr Geld lieber in etwas für sie höchst persönliches stecken, als mit protzig teuren „best guns“ aus zweiter Hand Aufsehen generieren zu wollen.

Gerade rechtzeitig zur neuen Jagdsaison wurde die neue Flinte meines Freundes Henry fertig.
Herny, Urgestein des nordamerikanischen Parcours und der „lone canadian“ der FITASC
hat die Teilnahme an einem europäischen Wettkampf genutzt ,eine Waffe nach seinen Vorstellungen in Auftrag zu geben.
Zweck ist Jagd UND Parcours und dies im Kaliber 28 !

Das ist weniger spektakulär als es zunächst scheint, denn dort wo Freund Henry jagt ist das Kaliber gut weil waidgerecht …und dort wo er Parcours schießt gibt’s auch eine extra Wertung dafür UND wenn’s die nicht gäbe… wär’s ihm Wurscht, denn „wer zahlt, schaft an“!

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Den Auftrag erledigte die Firma Chapuis,bei uns hauptsächlich durch Ihre BDB und DB bekannt.

Die Waffe hat eine Lauflänge von 76 cm, was den Herstellern wohl ungewöhnlich erschien.
Der Schaft wurde eher schwer gehalten ( knapp unter 3kg) mit einem ausgeprägten Sportlichen Profil und einem deutlichen R.Etchen-griff .
Kommentar des Besitzers: „wenn’s im Parcours gut ist, dann kann’s auf Wachteln nicht schlecht sein.“

Die Gravuren sind leicht und m.E sehr geschmackvoll, ohne die heute oft krampfhaft überladene Optik von italienischer Bulino oder der barock-geronten Geschmacksverirrung von tiefgestochener, teutscher Gravur-klöppelei.

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Die Holzqualität spricht für sich,wobei sich in mir immer ,bei so schönen Schäften, eine
Angst vor Kratzern ,Dellen und Schrammen entwickelt.
Doch die erste Schramme ist wohl die schlimmste, und bei einer solchen Waffe sollte man nicht empfindlich sein.

Sie ist ein schönes Beispiel für eine individuelle Waffen-lösung und auch dafür wie Träume fliegen können.


Bunduki

PS

als Nachsatz :
“bespoke(n) guns”,also individuell zusammengestellte Waffen werden auch von den meisten der “ganz normalen” Markenherstellern gebaut.
Dabei brauchts weniger ein Mehr an Geld, als viel mehr Geduld.
Bei vielen Herstellern ist die Bereitschaft solche Waffen zu bauen da…es bedarf nur des persönlichen Kontaktes.
Dann aber ist alles möglich:
Die Länge des Übergangskonusses,der Chokeart,der Laufquerschnitts,die Schienenart,die Zwischenschiene,die Lauflänge,die Abzugsart,die Verriegelungsart,der Auswerfer,die Schaftform,dasHolz ,die Gravur,das Finish,die Fischhaut und,und,und…und sogar das Kaliber ;-)
nur wissen was man will und warum ,das sollte man…

PS
Der Ausdruck “bespoken” mag anglophile Flintenfreunde grausen denn es heißt in falschem oder antiquiertem Büchsenmacher-Englisch eigentlich “bespoke”.
Allein mich grausts heute noch wenn ich an das Lied ” Marmor Stein und Eisen bricht…” denke.
Die Klamotten ” BRECHEN ” ! und eine Maßwaffe ist eine besprochene Waffe und keine besprech Waffe.
Man mag mit gnädigst meine prachliche Arroganz verzeihen.

PPS:
Bitte beachten Sie:
Wir beantworten keine Anfrage mehr, die per PM Funktion eines Internetforums versandt wird.
Wir beantworten KEINE anonymen Anfragen oder solche unter Forumsnick.
3.7.09

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