Infos

Sie befinden sich aktuell in den Archiven des Blogs flintenblog für Juni, 2009.

Calendar
Juni 2009
M D M D F S S
« Mai   Jul »
1234567
891011121314
15161718192021
22232425262728
2930  

Archive für Juni 2009

Waffenrecht in England…gentlemanlike? Waffenrecht in DE…adieu Bürgergesellschaft?

img_4993-mittlere-webansicht.jpg

Die beste und einzig wahre Frage zur Veränderung des Waffenrechtes , stellte in der sogn. Expertenanhörung im Bundestag MdB Herr Dr.Wiefelspütz.
Er fragte zum Abschluß:
„Haben wir ein sinnvolles Gesetz gemacht?“
Als Antwort Gestammel einer Psychologin ,der die Abgründe einer kranken Seele nicht als Ursache genügten und artiges des DSB-Vertreters, der in gewohnheitsmäßig,vorauseilendem Gehorsam brav alles lobte, was da von der Obrigkeit verabschiedet wurde.

Verabschiedet ist für wahr das richtige Wort!

Verabschiedet haben wir uns von der Unschuldsvermutung, von der Annahme der Integrität mehrfach überprüfter, gesetzestreuer Bürger aus dem Kern unsrer Gesellschaft.

Verabschiedet haben wir uns vom Staat als „Partner für den Sport“, der nun als Gegner jeder sportlichen Erneuerung auftritt und verabschiedet haben wir uns von jeglicher Ratio und Redlichkeit, wenn wir die Volksentwaffnung nun durch die Hintertür der Verwaltungsverordnung mittels überteuerter und dem Zweck undienlicher Sperrsysteme durchführen sollen.
Verabschiedet haben wir uns von der Solidarität von Schützen UND Jägern, von verlässlicher Vertretung durch unsere Verbände und von der Vermutung eine freie Presse würde unschuldige Bürger und rechtschaffene Menschen NICHT hemmungslos als potentielle Massenmörder denunzieren.
Verabschiedet haben wir uns auch wieder von ein klein wenig Demokratie und Bürgergesellschaft, die uns mal vom nachbarlichen Unrechtsstaat unterschied.

Verabschiedet haben wir uns auch von der Erinnerung an eine deutsche Schützenkultur, die deutsche Demokratie und Freiheit schon vor vielen Generationen mit der Waffe beschützte.
Unsere Ahnen taten dies nicht mit diabolopubsenden Sportgeräten sondern mit Waffen!

Verabschiedet haben wir uns dank medialer Hetzkampagne und meinungsvariabler Politiker somit vom gesellschaftlichen Miteinander!

Was früher mit „Soldaten sind Mörder“ haschbesoffen von Pseudogutmenschen gelallt wurde, wird nun als „Sportwaffen sind Mordwaffen“ und „Sportschützen sind Mordschützen“ auf die Spitze getrieben.
Die Mitte der Gesellschaft als Feind des Weltbildes. Pfui Teufel!

Argumentiert zur Sicherheit des Staates wurde immer wieder mit dem Beispiel England, wo am radikalsten Anlassgesetzgebung betrieben wird.
Nun hat man nach Dunblane, auch in Britannien, übereilt große gesetzgeberische Fehler gemacht, die bis zum heutigen Tage in der Kriminalstatistik ein gruseliges Spiegelbild der „new violence“ präsentieren.
Dennoch hat sich auf der Insel niemand darin verstiegen, Waffenbesitzer, ob Jäger oder Sportler, per se der potentiellen Mordlust und gesellschaftlichen Tollwut zu bezichtigen und sie qua Presse- und TV- Kampagne auszugrenzen.

Das dort immer noch Waffenbesitz und Nutzung Teil der Landeskultur ist, zeigen die Bestimmungen zum Erwerb von Flinten und Büchsen.
Zum Flintenerwerb hier nun ein exemplarischer Artikel, der auch uns zum Nachdenken anregen sollte und vielleicht der nächsten Diskussions-Runde hilfreich sein kann.

Flintenerwerb und shotgunlicence in UK

Mögen die mit Mut und Charakter, sich endlich zu der professionellen Lobby zusammenschließen, die uns heute schon nachgesagt wird.

Wir sind die lebendige und produktive Mitte der Gesellschaft!

Bunduki

Andere Waffengesetze Europas findet man hier

PS
Bitte beachten Sie:
Wir beantworten keine Anfrage mehr, die per PM funktion eines Internetforums versandt wird.
Wir beantworten KEINE anonymen Anfragen oder solche unter Forumsnick.
3.7.09

Wer mitdenkt hat mehr vom Laser…Nachtrag

laser-1-mittlere-webansicht.jpg

arrow-custom2mittlere-webansicht.jpg

Als ein marginaler Nachteil des Arrow laser shots wird häufig die Fummelei mit der Kabelfernbedienung gesehen.
Sie ist zwar in vielen Fällen durchaus angebracht, aber eben nicht immer.

Nun gibt’s Leute die stört so was nicht und es gibt Leute, die wollen so was nicht hinnehmen, besonders wenn sie beruflich damit zu tun haben.

So einer ist Christian Schulte ,seines Zeichens Mitarbeiter eines großen Waffenimporteurs Stimme im Internet als “Mr.Shotgun”,Autor der deutschen Arrow Laser- Gebrauchsanweisung und anscheinend auch Tüftler.

Er sandte mit freundlicherweise eine Beschreibung seines Zusatzes des Arrow Lasers,die ich promt nachbaute und nun auch gleich hier präsentiere.

Die beiden Bilder zeigen das elegante „Schulte-tuning“ mit einem Messingkontakt, der durch Zuschrauben des Laserkopfes den Stromkreislauf aktiviert.

Herstellungsdauer: 10 Minuten
Material : alte Büchsenhülsen und eine Schmuckmutter M3
zur Verblendungnach Geschmack: Messingschwärzung,Klebeband oder Schrumpfschlauch

lasermodul1-mittlere-webansicht.jpg
Das ganze kann nach persönlichen Vorlieben natürlich auch zarter gebaut und auch entsprechend optisch aufgepeppt werden.
Die Funktion sollte an den Bildern erkennbar sein.

Ein Glück dass es noch Leute gibt in unsere Branche, die weiter denken, als ihr Schreibtisch breit ist und noch so idealistisch sind, Ideen und Kompetenz weiterzugeben, ohne gleich nach dem Backend zu fragen.

Bunduki

Finalmente…finaly…endlich..: das perfekte Flintenkaliber

spec-mittlere-webansicht-mittlere-webansicht.jpg

20er2-mittlere-webansicht.jpg

Lang gesucht und doch so einfach:

Es ist das Kaliber ,welches ein Maximum an Effektivität betreffend Wirkung, ein Optimum an Bequemlichkeit betreffend Waffenbau und größtmögliches Spaßpotential für den Schützen und seine persönlichen Jagd und Sportmöglichkeiten bietet.

Tja, und komplizierter wird’s auch nicht wenn Oberförster Pudlich, Waidmeister Waldi und Sportgenie Hansi Hitsall darüber schwadronieren.
Und zu anderen Schlussfolgerungen führen auch die wütesten Diskussionen nicht, ob im Internet oder dem Stammtisch.

Kaliberdiskussionen sind beliebt UND hilfreich….
Sie werden überall auf der Welt mit Begeisterung durchgeführt…
…nur in Deutschland, dem Land der Beckmesser, Nörgler und Neidhammel, wird regelmäßig Streit daraus.

Dabei sind die Motivationen für Kaliber-Ratschläge in unseren Foren und der Fachwerbepresse so durchsichtig.
Da sind schlichte kommerzielle Interessen ebenso dabei, bestimmte Lager-Waffen zu verramschen, wie die generelle Intoleranz allem Fremden gegenüber, quasi eine „flintuelle Xenophobie“ ,… als auch die unwiderstehliche Freude am Austausch von realer Erfahrung die ,zumindest im Internet, fluggs auf der Strecke der Basher und Streitwütigen bleibt.

Dabei können Kaliberdiskussionen sehr fruchtbar sein und in den besten Fällen zu ausgiebigen Tests führen, … die vielleicht sogar den Weg zu zur Kaliber-optimierten Flinte zeigen.

Das dies, das Jagd und Schießerlebnis verbessern kann , wird jeder einsehen, der den Eingangssatz verstanden hat.

Subjektive Erfahrung vieler, verarbeitet mit den eigenen Erlebnissen und Kenntnis der EIGENEN jagd/sportlichen Verhältnisse, sind der Weg zur wahren Kalibererkenntnis. ;-)

Kaliber 12 ist und bleibt das universelle Kaliber, wenn es universell benutzt werden kann.
Was aber nutzt einem „upland game man“ eine dicke Berta in Kaliber 12/76 , wenn er nichts anderes als Wald –Flugwild schießt?

Unsere Jagd hat sich in den letzten 40 Jahren geändert.
Flintenjagd wird immer spezialisierter.

Was soll die Mähr von der führigen 20er, bei einem Jäger der jeden Herbst und Winter auf dem Acker Hasen und Füchse und Wasserwild mit Stahlschrot bejagen muss.

Wie kann man getrost einem Jungjäger eine 16er Flinte empfehlen ,der noch nicht die geringste Ahnung davon hat, wie seine Jagdgelegenheiten und Interessen sich in 3 Jahren entwickeln werden.

Sind Exotenkaliber wie 28 wirklich exotisch… oder sind deren Vorlagen und Korngrößen für mehr zu gebrauchen, als Wachteln und Schnepfen ?

Das ein Kaliber in “allen “Vorlagen angeboten wird ,heißt nicht zwingend ,dass alle Vorlagen in der entprechend kalibrierten Waffe,
auch praktisch zu schießen sind.

Antwort darauf geben die Erfahrungen anderer UND eine souveräne Eigeneinschätzung.
Aber auch die Kenntnis der ballistischen Leistungen und die Grundlagen der Physik des Flintenschusses, helfen bei der Entscheidungsfindung.

Große Bohrung, große Deckung…
enger Lauf und langer Schrotstrang…
leichte Flinte und Damenwahl…
…all solche Weisheiten sollten vermieden werden, denn sie sind allesamt verkehrt.

Zur Auswahl gehört aber auch die Reflexion des Trainings.
Falsch ist : mit 12 trainiert und mit 20 gefehlt!
Und falsch ist auch : traditionsbewusst die 16er geführt und nie geübt, weil Opa Hubert das auch schon so machte…

Jagd erfordert Training, denn der Schuss auf Wild ist nicht die Übung, sondern der Ernst der Jagd.

Und diejenigen die gar nicht jagen ?
Auch die haben Spaß an unterschiedlichen Kalibern.
Das dies so ist, sieht man im Ausland, wo es fast alle Flintenwettkämpfe auch in unterschiedlichen Kaliberkategorien gibt.
20er Wettkämpfe waren auch in DE populär, bis sie den Tod der Überheblichkeit gestorben sind.
Skeet , Trap und Sporting in 4 Kategorien 12/20/28/410 sind eine wunderbare Bereicherung
der Sportlandschaft.
Wie ernst so was genommen wird, sieht man an der Tatsache ,dass sogar deutsche Hersteller spezielle Sportflinten mit diese Laufbündeln versehen.

Es geht wohlgemerkt nicht um Jagdwaffen, bei denen ein leichteres Kaliber auch eine schlanke Linienführung ergeben soll, sondern um schwere Sportwaffen, welche auf gleicher Basküle die Waffenkonfiguration (tw. sogar mit Laufgewicht) einhalten.

Deswegen sollte man Waffen mit 12er Basküle und 20er und 28er Läufen auch nicht in einer Kategorie mit leichten führigen Jagdwaffen sehen. Es sind Sportwaffen für den Export in eine andere Flintenwelt.
Die kleinbasküligen Jagdwaffen kommen bestimmt … ;-) …wenn der Auslandsmarkt danach ruft, denn dort werden die Entscheidungen mittels Verkaufszahlen getroffen. ;-)

Ein paar Beispiele, wie viel man wo anders über das kleine Kaliber in der Sportwaffe nachdenkt und zu welchen Lösungen man gekommen ist, hier:

Einsteckläufe von Briley

Reduziersysteme von Gaugemate und Chambermate

Customlösungen des Stars am US Flintenhimmel KOLAR

25er.jpg

Für den Jäger macht man sich im Ausland wohl auch mehr Gedanken.
Die spartanischen Angebote deutscher Grossisten und Versandhäuser strafen unseren Markt einfach als provinziell ab.

Doppelflinten und BDFs in allen Qualitäten und Preislagen
Vom Lieferanten der „upland fraktion“ HOLLINGER

Oder dem „dean of classic guns“ CONNECTICUT SHOTGUNS ,die auch klassische US Flintenprodukte fertigen lassen und vertreiben.

Von einer bei uns lange vertretenen Firma, der man nie die Aufmerksamkeit schenkte ,die sie verdiente.
BATTISTA RIZZINI mit einer feinen Smallbore linie in DF und BDF incl round body

Preiswerten und robusten Kleinkaliberflinten von FALCO

Oder einer Flintenreihe die man hierzulande mit flintentechnischer Ignoranz im Verkauf sterben ließ, bevor sie eine Chance hatte…
GUERRINI
Als Beispiel eine Flinte mit Wechsellauf, die sicher auch bei uns Freunde gefunden hätte, nur leider nicht importiert oder verkauft wird…

Doch kann der mündige Käufer heute auch die Vorzüge der Globalisierung für sich nützen,wenn der einheimische Handel und Vertrieb nicht mehr auf Wünsche nach Auswahl reagiert.

cyn1220-mittlere-webansicht.jpg
Suum quique…ob Design oder Kaliber :alles individuell…
Doch wer einen besonderen Geschmack hat, muss auch über Grenzen gehen…gedankliche und vertriebsbedingte ;-)

Dass etwas, was bei uns nicht den gnädigen Blick des Produktmanagers erregt ,oder dessen Marketingabteilungen zu phantasievollen und verbraucherfreundlichen Kampagnen anregt, erfolgreich sein kann, das beweist der flexible Markt in den USA:

Man stelle sich bei uns einen Club der 16er Freunde vor.
Die wären fleißig damit beschäftigt jemand zu finden der Ihnen Munition importiert.
Anders im Land des Services : der 16 GA CLUB

Dort kann man mit ausgefallenen Kalibern und Waffen außerhalb der Norm
ebenso Geld verdienen ,zufrieden Kunden haben und das alles, ohne einen virtuellen Schnäppchenmarkt mit Dumpingposten zu bedienen.
Der Beweis seit Jahrzehnten: BILL HANUS

Dass man von uns nach Italien fährt, um sich Custom Waffen in allen Kalibern fertigen zu lassen ,ist ja bekannt.
Aber nicht jeder hat das Kleingeld, sich bei FAMARS das passende fertigen lassen zu können.

Dass aber eine Firma wie ZOLI nicht bei uns einen ebensolchen Stellenwert geniest, wie in den USA….? …liegt’s an dem abgespeckten Programm, das hier äußerst lieblos angeboten und verramscht wird. ?

Bei der Jagdwaffe führt der Kaliberwechsel gewollt zu individueller Gewichtung der Waffe.
Die schlanke 16er, die leichte 20er…die führige 28er…

Da spielen die Gewichtsvorschläge aus Altvater Greeners Zeiten keine Rolle mehr !
Da machte es sich der Insulare Flintenbauer leicht und hatte seine viktorianische Grundregel nach der das Vorlagengewicht zum Multiplikator für das Gesamtgewicht wurde (Greeners rule: 96 x Vorlage).

Damals adäquat, da jede Flinte auf EIN Schrotgewicht EINER Patronen zugeschnitten war und NUR DFs gebaut wurden.
Heute im Zeitalter einer immensen Patronenauswahl, Alternativschrotarten und dem Wunsch nach (realistisch) universeller Anwendung,sowie neuer,besserer Materialien und Waffenkonzepten längst kein Argument mehr.
Zumal der Durchschnitts-Europäer/Amerikaner heut ein gutes Stück größer und stärker ist, als der windschnittige gentleman der Prince Albert Periode.

Das ideale Waffengewicht ist ebenso subjektiv zu verstehen, wie eine Gravur oder Verzierung einer Waffe, wenn gleich auch erheblich wichtiger.
Es beeinflusst Haptik und Handling, ermüdet früher oder später und ist somit DIREKT für die Schussleistung mitverantwortlich.

Auch dies sollte bei der Wahl des Kalibers berücksichtigt werde. Muskeltonus , Substanz und der allgemeine Fitnessgrad des Schützen, können aus einem Meisterschützen mit der 12er, einen Stümper mit der 20er machen und vice versa.

Waffengewicht spielt auch beim Rückstoß eine große Rolle. Allein die Reduzierung des Kalibers lässt jedes Jahr unzählige Männer glauben ,ihren Frauen Spass am Flintenschießen vermitteln zu können.Vergessen wird dabei, dass eine leichte 20er mit 24g mehr schlägt als eine moderat gewichtete 12er.

custom4-mittlere-webansicht.jpg

Gerade beim Umstieg von groß zu klein, sollte auch auf den passenden Schaft geachtet werde.
Er kann unangenehme Rückstoßerlebnisse vermeiden und zu hastiges Schwingen mit der „leichten“ besser kontrollieren helfen.
Vergleichen Sie bei der Kaliberwahl also nicht Äpfel mit Birnen.
Setzen Sie zumindest einen passenden Schaft als Grundlage aller Tests an.
Und vergleichen sie viele Waffen!!!!
Testen Sie ausgiebig und ohne Stress eines Verkäufers im Hintergrund.
Lassen sie sich beim Schießen professionell beobachten, ob neue Fehler auftauchen oder alte verringert werden.
Keine Angst vor Selbstladern in kleinen Kalibern…so mancher fand so die Liebe seines Flintenlebens.

Also machen Sie ihre eigenen Erfahrungen und vergleichen Sie mit dem gelesenen aus Internet und vom Papier.

img_4486-mittlere-webansicht.jpg

Meine eigene Meinung zu den Kalibern nun aber doch , unter der Beachtung, dass dies nur MEINE Sicht aus meiner ganz persönlichen Erfahrung darstellt.

Kaliber 10
Unsinnige Ami Spielerei.
Gigantomanisches für den Macho aus der Heimat von großen, schlecht gebauten Autos und riesiger geschackloser Pizza.
Bei meinen Outfitter-Freunden an der Hudson Bay bei der Gänsejagd als „city slicker macho gun“ verlacht.
Ansonsten das richtige für verspielte Buben bei der Pirsch auf den Quetzalcoatus

Kaliber 12
Das Universalkaliber per se.
Vielseitig in Anwendung von Sport bis schwerster Jagdvorlage.
Ausgewogen und anwendbar in allen Waffenarten.
Weltweit verfügbar.
simply perfect!

Kaliber 16
Nostalgisches Querflinten/Kombinierten-kaliber ,dessen Potential von der Industrie zugunsten der 12er aufgegeben wurde (Leider).
Die Angebote werden drastisch weniger in Waffen und Munition.
Es wird kein Geld wird mehr in Entwicklung gesteckt.
Das hiesige Angebot an Alternativschroten zeigt ,dass dieses Kaliber im Austrag dahin vegetiert.
Glücklich werden damit Sammler …
…und betrügerische Händler die Altwaffenschrott als alltagstauglich und zukunftsfähig, jungen unerfahrenen Käufern andrehen.
Schande über dieses levantinische Räubergesindel!

Kaliber 20
Stopp! Schuldig der Befangenheit.
Ich liebe dieses Kaliber und bin nicht neutral!
Für mich ist es das beste, seit geschnitten Brot und der Erfindung von Whisky.
Vielseitig, universell und angenehm zu schießen.
Einschränkung:… nur bis 30,max 32 g Vorlage
Also keine Verwendung bei Wasserjagden auf schweres Flintenwild

Überall erhältlich, leider nicht genug in WE Sport…dennoch Spass pur und ob in DF,BDF oder gerade im SLF…besser geht nicht!

Kaliber 24
Ein Zombie der noch rund ums Mittelmeer und den arabischen Ländern geistert.
Nichts was man je brauchte, nichts was man heute vermisst…sieht man von eleganten spanischen Querflinten ab.

Kaliber 28
Das Wachtelkaliber in den USA…Kein Hersteller, der es dort auslassen dürfte.
Auch in Südamerika beliebt und in Europa wieder im Aufwind (der allerdings eher ein künstl. ausgelöster Llevant ist ,als ein natürlicher Hauch von Nachfrage…) .
Sehr eingeschränkter Einsatzbereich.
Als Schulungskaliber für Heranwachsende sehr gut geeignet…
Munition eingeschränkt erhältlich !
ein hochkarätiges Spasskaliber !!!…mir persönlich sind die Waffen aber schlicht einen Hauch zu leicht.

Kaliber 32
Den Zustand “Zombie” liess dieses Kaliber schon vor 30 Jahren hinter sich und liegt nun im Grab der Geschichte…zu Recht.

Kaliber .410
Meiner befangenen Meinung nach gehört auch dieses Kaliber in die Kategorie … „was die Welt nicht brauchte, braucht oder je brauchen wird“.
Zugegeben, Spass macht das Spielzeug ab und an…aber das war’s dann auch.

Also wie man sieht, eine klare Sache ;-)
Wer kalibermäßig umsteigt, prüfe sich und seine ganz eigenen Vorlieben,Jagd und Sportverhältnisse.
Er prüfe sorgfältig das GANZE Angebot an Flinten dieser Welt, bevor er Marktschreiern und Beutelschneidern den Porsche finanziert.

Und beim vielen Prüfen und Abwägen kommt manch einer zum Schluß,dass genau die Flinte ,die im Schrank steht, eigentlich doch das ideale Kaliber hat.

„Wo ich nicht bin,da ist das Glück “ regte einst der Dichter und meine Oma zum Denken an…

…„Womit ich nicht schieße ,das trifft immer besser “ ist zwar holprig kopiert, aber vielleicht genauso hilfreich.

Bunduki

PS
Bitte beachten Sie:
Wir beantworten keine Anfragen mehr die per PM funktion eines Internetforums versandt wird.
Wir beantworten KEINE anonymen Anfragen oder solche unter forumsnick.

3.7.09

Lichtspiele… Einsichten, Durchblicke durch Lasersighter

laser2-mittlere-webansicht.jpg

„the future is now“

Was man alles aus Obi Wan’s Laserschwert machen kann, weiß jeder, der die Laserpeitsche von Jens Maul gesehen hat… ;-)

Was man alles mit Lasertechnik heute macht, dazu reicht die Phantasie meist nicht aus.
Für uns Flintenschützen hat sie einen wirklichen Vorteil.
Es ist einfach und OHNE scharfen Schuß möglich ,die Laufgarnierung und die Trefferpunktlage zu überprüfen.
Daneben gibt diese Technik den Weg frei, schnell und problemlos Schäfte an den Schützen anzupassen.
Wohl gemerkt ist auch die Schaftvermessung mit Laser nicht allein seelig machend und um den scharfen Schuß auf das bewegte Ziel kommt man nicht umhin.
Die Lasersighter sind aber ein professionelles Hilfsmittel, dass viele Umwege spart.

Und für den Schützen sind Lasersighter sehr gut geeignet , das in Anschlaggehen zu üben, den Sitz von Wange zu Schaft zu überprüfen und beim Trockentraining den ruhigen Bewegungsfluß der Waffe zu erkennen.

Was aber bitte nicht heißen soll, dass ich das Üben in einem Laserschießkino als auch nur rudimentär geeignet halte ,den Schrotschuss zu erlernen.
Man mag soviel Marketing-Nebel um diese Laserkinos machen, wie man möchte, in JEDEM Kino fliegt JEDE Taube nur in einer Dimension und damit unrealistisch.
Die sogn. Auswertungsprogramme, die die Treffergarbe und Vorhaltemaße genauestens „analysieren“ sind einfach Humbug.
Es gibt kein realistisches Ziel der Welt, dass sich auf einer ebenen Fläche linear bewegt.
Das ganze ist eine gelungene optische Täuschung und der „Lernerfolg“ wird überall dort sichtbar ,wo Laserschützen plötzlich mit dem scharfen Schuß und Tauben, die sich in der Tiefe des Raumes bewegen ,konfrontiert werden.

Doch zurück zum LaserBoresight.
Schon vor einiger Zeit beschrieb ich die Vorteile des Arrow Laser Shots.
Eine Lasereinheit die mittels Kaliberzylinder in die Mündung gesteckt wird und mittels einer Fernbedienung vom Schützen oder dem gunfitter bedient wird.

Wir benutzen dieses Gerät regelmäßig und sind von den Vorteilen absolut überzeugt.
Doch das Bessere, ist bekanntlich der Feind des Guten.

Und so wurde ich neugierig als ein Freund von einem kleinen Patrönchen mit eingebautem Laser schwärmte , mit dem er seine neue Liebe aus Herstal perfekt auf sich eingestellt hatte.
Also her mit dem Teil, am besten gleich mehrere, von unterschiedlichen Quellen, um eventuelle Qualitätsmängel auszusortieren.

Zunächst die offensichtlichen Vorteile:
Gerade so groß wie eine Patrone, ohne Kabel, keine empfindliche Verschraubungen der Fernbedienung…
kurz: recht robust erscheinend!
Im Patronenlager klapperte nichts ,die Laser passten sauber .
Ein helles und auch bei grellem Sommerlicht ausreichender Leuchtpunkt.

In VRF und SLF sollte man allerdings vermeiden, den Verschluss zu schließen, da die Auszieher üble Macken an dem Gerät hinterlassen.
In allen Waffen sollte man NICHT den Abzug betätigen, da auch dies, die Laser - Patrone verunstalten würde.

Die Nachteile:
Die Nachteile des Laser Boresights sind die Vorteile des Arrow Laser Shots.
Nur mit Ihm (Arrow) und seiner Platzierung in der Mündung sind eventuell schief gebohrte Chokes , ungleichmäßige Mündungspartien und schlecht garnierte Läufe erkennbar.
Konstruktionsbedingt ist der Laserboresight nicht dazu in der Lage Veränderungen in der Laufachse jenseits des Lagers darzustellen.
Auch gibt es den Arrow Laser in verschiedenen Schrot-Kalibern,der Laser-Boresight ist in DE derzeit nur in Kal 12 zu haben.

Der eigentliche Test überraschte mit offensichtlich anständigen Verarbeitungen beider Produkte.
Die Patronenlaser stimmten mit dem Arrow lasershot „punktgenau“ überein. Dies auf allen relevanten Entfernungen, in denen der Laser bei Tageslicht noch sichtbar ist.

laser-1-mittlere-webansicht.jpg
oberer Lauf: Laser Boresight 2 Batterien #393 neu
unterer Lauf: Arrow Laser Shot 3 Batterien #LR 44 neu (Standard gerät) es gibt auch eine Variante mit verstärkter Leuchteinheit!

Dabei nicht mit der Kabelfernbedienung hantieren zu müssen, ist für einen Schützen der den Arrow Laser gewohnt ist , eine Erleichterung.

Ans Eingemachte ging’s dann mit einigen Flinten aus der Giftküche.
Im Gegensatz zu vielen hartnäckigen Gerüchten gibt’s nämlich Flinten, die sind tatsächlich schief garniert, haben den Choke schepps drinn und Schienen, die mit der Trefferlage nicht mehr korrespondieren.
Solche Qualitätsprodukte levantinischer, osteuropäischer und auch italienischer Billighersteller gibt’s neu und gebraucht immer noch zu Hauf im Land der Flintendiaspora.
Ihre Käufer berufen sich meist auf Qualitätsberichte oft merkantil beeinflußter ,manchmal schlicht naiver Poster aus Waffenforen und leider nicht auf die simplen Grundrechenarten, die beweisen könnten, dass eine Flinte die im VK 450 Euro kostet, in der Herstellung sowenig kosten musste ,dass es an ein Wunder grenzen würde, dabei auch noch Qualität erwarten zu dürfen.

Eben solche Flinten mit bekannten Macken probierten wir nun aus.
Die schiefen Garnierungen ,krummen Chokes und Mündungen waren für das empfindliche Gerät Arrow Laser Shot kein Problem. Deutlich identifizierte es den Waffenschrott.
Der Laser-Boresight war da von seiner Platzierung im Patronenlager benachteiligt.
Bei einer Türkenflinte mit waidgerecht teutschen Namen war aber sogar der Lauf ab Patronenlager schief und das zeigte der Laser-Boresight auch brav an.

Das Fazit:
Der Arrow Laser ist nach wie vor das Mittel der Wahl, wenn Waffen fachgerecht , schnell und umfassend überprüft werden sollen.
Für den Endverbraucher der seinen Anschlag selbst korrigieren will, seinen Verstellschaft selbst einstellen möchte und der im Waffengeschäft das Wort des Flinten-Bekleidung-Messer-Damenschuhfachverkäufers vom „…passt Ihnen eh genau…“ überprüfen möchte, ist der LaserBoresight ideal.
Lustig stell ich mir die Situation vor, wenn eine ach so günstige BD-Flinte vom Billigheimer die Doppelpackung LaserBoresight bekommt …wie bitte redet sich dann der Verkäufer aus der Schnäppchenfalle, wenn plötzlich an der Wand 2 Leuchtpunkte nebeneinander erscheinen…? ;-)

Kommt der Preis dazu: Ob beim Handel gekauft oder selbst importiert, liegt der Laser Boresight bei knapp 50 Euro und damit nur ein Viertel so teuer, wie der englische Arrow LaserShot sofern in DE gekauft.

Ärgerlich ist bei beiden Teilen, dass keine Angaben über die korrekten Batteriebezeichnungen beiliegen und der größte Importeur des LaserBoresights keine deutsche Bedienanleitung beilegte.
Anders beim Importeur des Arrows: dort gibts eine deutsche Beschreibung UND eine Anleitung wozu und wie man das Gerät einsetzt.Ist aber wohl die Ausnahme, die die Regel des Desinteresses in unserer Industrie an Flintenprodukten beweist.

Das es diese Art der Laser für Flintenschützen gibt, ist mehr Zufall als gezieltes Engeneering.
Laser bore sighter sind der neue Clou am US Waffenhimmel und werden als praktische Einschießhilfe für Büchsen genutzt.

Wer nun für alle Büchsen und KW-Kaliber so ein Teil herstellt, der lässt auch gleich welche für die Flintenkaliber anfertigen.
Ein Blick auf die Seiten einiger Hersteller zeigt ,dass dort auch exotische Kaliber wie Cal 8 ! zu haben sind.
Leider trauen sich deutsche Importeure scheinbar gar nicht mehr, neue innovative Produkte zu lagern.
Bedauerlich ,denn solche Patrönchen in .410, 20, 28 und 16 fänden sicher Käufer.

Hier noch einige andere Hersteller:

Red I Laser ist sicher der teuerste.Liefert aber auch in ausgefallenen Kalibern UND hat zwei Varianten:

A ein Model mit Dauerlicht zum Einstellen des Schaftes,Trefferpunktermittlung etc.
B ein Model mit Kurzlicht zum Üben über Schlabo-auslösung. (derzeit in DE wohl nicht erhältlich)

Konventionelle Laserboresights von Firmen wie Aimshot

Wer nun glaubt, so was nicht zu brauchen, der muß nur mal einem Jungjäger, der an seiner Traptaube verzweifelt und nun so gar nicht weiß ,was der 5 m hinter ihm blökende Pseudoausbilder mit „drauf und hopp“ meinte, eine Laser Boresight-Patrone geben.
Nun auf eine weiße Wand gehalten und schwupps, leuchtets in den Augen des Jagdaspiranten und man hat einen Freund fürs Leben gewonnen.
Dass der pullende Brülldidaktiker sauer ist, muß einkalkuliert werden…für „drauf und hopp“ gibt’s nun kein Trinkgeld mehr… ;-)

Doch bei aller Lob der kleinen Leuchten sei bedacht:
auch ein Laser sighter ersetzt keinen sauberen Schwung, er zeigt kein Trefferbild und er ersetzt kein kontrolliertes Training.

Keep on swinging, folks ;-)

Bunduki

….”und es werde Schwung !”Vol.1 …vom Anschlagen der Flinte

spec-mittlere-webansicht-mittlere-webansicht.jpg

austria06-30-mittlere-webansicht.jpg


„Am Anfang war der Schwung und der Schwung war gut…“

HAAALT ,Oh Flintengott! Nicht so hastig.

Erst kommt mal was ganz einfaches:
Bevor Tontaube und Fasan, Hase oder Rebhuhn dem Schützen zu Opfer fallen, steht er erst mal auf Platte oder Acker, mit der Flinte in der Hand und guckt gespannt in die Botanik.

Zunächst sucht der Schütze optisch seinen Zielraum ab, in Erwartung des anfliegenden oder herhoppelnden Zieles.
So, wie er nun sein Gewehr hält, nennt man dies sehr treffend „Erwartungshaltung“.

It’s an eye game !

- Das Auge sucht das Ziel.
- Das Auge erfasst das Ziel.
- Das Auge steuert durch den optischen Kontakt zum Ziel die Motorik.

- Das Auge dominiert alle anderen Körperaktionen von Hand, Armen, Schultern,Rücken und Beinen und ermöglicht somit die Aktion der technischen Verlängerung des Menschen : der Waffe.

Good looks are easy birds !

Um nun eine ideale Ausgangposition zu haben, sollte der Schütze in der Erwartung von Wild/Ziel seine Waffe entsprechend ausrichten.
D.h. nichts anderes, als dass seine Flinte so gehalten wird ,dass sie mit minimalstem Aufwand in einer fließenden Bewegung in Anschlag gebracht werden kann.
Am einfachsten erreicht man dies, wenn die Waffe von Anfang an, parallel zum Blick in den Zielraum gerichtet ist.

Der Schaft geht zum Kopf, nicht umgekehrt.
Die Mündung bewegt sich zum Ziel…ohne kippelnde Umwege.

Wird der Anschlag parallel zur Blickrichtung ausgeführt , entfällt auch das lästige Kopf - und -Halsverrenken, denn alle Bewegungen werden auf ein Minimum reduziert.
Resultat: La bella figura!
…und somit schließt sich der Kreis zu den „good looks and easy birds“.

Diese Anfangsposition wird in England „address-position“ oder „ready position“ genannt.
Man richtet sich nach der Taube aus (address) oder ist schlicht fertig (ready) und erwartet in einer generellen Richtung Ziele.

Bei uns gibt’s einen sehr treffenden Namen: die Erwartungshaltung.
Leider haben die Flintengötter, aber auch die halben Götter, manchmal zuviel Humor und verkleiden etwas ganz tolles, bis es unnütz , lästig und albern ist.
Dann lachen sie sich alle ins Fäustchen und kloppen sich ob der gelungennen Scherzes aufs staubige Lodenwams.
Zurückgenommen wird der gelungene Scherz aber nie ,denn er wird in guter teutscher Tradition ,wie alles Sinnlose zur sogn.sakrosanten Tradition erklärt.
So geschehen mit der Erwartungshaltung, der man noch ein venatorisch verbrämtes Siegel namens DJV aufdrückte, das ganze zum Albtraum aller Jungjäger machte und bis heute eine recht sinnlose Diskussion darüber führt, an welchem Knochen denn das Gewehr ruhen dürfe ,bis es in den Anschlag gekippelt wird.

Nun ist es durchaus legitim für Wettkämpfe Regeln zu erstellen, welche die Gleichheit aller, vor dem Schuß bestimmen.
Nun ist es aber auch legitim , wie in Amerika, auf so was zu verzichten.

Nicht legitim ist es , Menschen die Flintenschießen lernen wollen, einen derartigen Unsinn als Lehrmeinung und Dogma unterzujubeln .

Denn jagdlich spielt die DJV Erwartungshaltung keinerlei Rolle.
Was passiert, wenn man sich nach dieser Grundhaltung richtet, zeigen die nachstehenden Bilder.

projekt5a-mittlere-webansicht.jpg
projekt6a-mittlere-webansicht.jpg

Waffenhaltung und Blick kreuzen sich. Beim Heben der Waffe kippt die Waffe aus der Balance und Schußrichtung.
Der Schütze braucht mehr Zeit, eine gleichmäßige Bewegung ist nicht möglich. Der Körper kann den Schwung über Rückrat und Schulter spannungsfrei erst beginnen, wenn die Waffe an der Wange liegt.

projekt10a-mittlere-webansicht.jpg
projekt11a-mittlere-webansicht.jpg

Um Missverständnisse zu vermeiden:
Das Recken der Mündung nach oben, wurde auch in anderen Ländern für die Jagd gelehrt.
Allerdings ging es früher darum, die Mündung nicht in die Treiberkette zu halten (getriebene Jagden) UND …der Ziel- und Erwartungsraum war OBEN.
D.H. auch der Blick des Schützen ging nach oben und wurde aber somit wieder parallel mit der Waffenachse

projekt3a-mittlere-webansicht.jpg
projekt4a-mittlere-webansicht.jpg

Parallelität ist das Stichwort.

Der Parallelanschlag ist keine neuzeitige Erfindung von Angloschießlehrern, die was neues auf dem Markt bringen wollten.
Wie unterschiedlich auch die Schwungtechnik von Churchill, Stansbury, Yardley, Bidwell und den Ash’s gelehrt werden:
Die Waffe wird immer parallel zum Zielblick geführt.

Auch bei dem für so viele Jagdschüler zum Schreckensszenario gewordenen Jagdtrap, hilft der parallele Anschlag Zeit und Energie zu sparen.
Nirgends lässt sich die „Leichtigkeit des Seins “ so einfach erkennen ,als wenn man 2 Jungjägeraspiranten beobachtet, von denen einer mit der Waffe ala’ DJV wedelt und der andere eine sparsame und elegante Führung der Waffe demonstriert.

Das wirkliche Übel an dem DJV Anschlag ist nicht seine legitime Existenz für den Wettkampf, sondern die ungezählten Rechthaber, die als Ausbilder verkleidet,mit Stammtischweisheiten vollgestopft, unbedarften Schülern Murks vermitteln und so tun als wäre dieser kontraproduktive Grundhaltung, allgemeines Reglement oder jagdlich zu rechtfertigen.

Wer für die Jagd übt, soll so schießen wie auf der Jagd!

projekt7a-mittlere-webansicht.jpg
projekt8a-mittlere-webansicht.jpg

Jagdlich ist der Parallelanschlag eben auch auf hohe Luft – Ziele einfachst umzusetzen.

Die Mündung wandert wie die Waffenachse kontrolliert in die Flugbahn des Zieles , der Schwung kann früh, auch von Schulter und Rücken, eingeleitet werden.
Ein leichtes und unkompliziertes Schwingen und Treffen .

Nun haben auch andere Sportler ihre Grundhaltungen.
Sei es Skeet oder FITASC…es sei jedem, wie auch dem DJV selbstverständlich gestattet, seine Wettkampfszenarien so zu gestallten, wie die Mitglieder dies wünschen , um ein Maximum an Chancengleichheit herzustellen.
Ob dies immer sinnvoll ist ,sei einer recht angeregten Diskussion anheim gestellt ,die hier aber nicht geführt werden soll.

Ich habe in den vielen Schießschulen ,die ich besuchen durfte, jede Art von Dogma kennengelernt, welches Spass aus dem Flintenschießen dauerhaft vertreiben kann.

Aber ich habe auch bei den großen Organisationen wie BSAC,CPSA,NSCA und meinen Freunden den Maestros de los Tiradores gelernt, dass jedes falsche Dogma und jede zu enge Regel, gegen den Hauptgrundsatz des Flintenschießens verstößt:
Der Mensch und seine Freude stehen im Mittelpunkt.

In diesem Sinne : keep Your gun swinging and take the birds the easy way!

projekt9-mittlere-webansicht.jpg

Wer nun die ganze Zeit darauf gewartet hat, dass ich was böses über die Urdeutsche Pantomime des Abwinkens sage… ;-)
Aber diese alberne, geronte Wackelei aus der Grabbelkiste der Teletubbies lohnt doch die Worte gar nicht…

Als Alternative schlage ich vor, sich ab jetzt auf den Ständen freundlich zu grüßen, so wie das auf jedem Golfcourse selbstverständich ist.
Weil grobes Stoffeltum out ist und weder zu Tweed noch Loden gehört.

Bis dahin Winke Winke

Onkel Bunduki

An die “besonderen” Fans:
… wie immer ,liebe Schlaumeier, “copy right” liegt auch auf Fotos ;-)

|