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25.3.2008 von Bunduki.
„Egal was für Chokes drin sind…wenn man drauf ist, ist man drauf”…
„das mit den Chokes, ist alles nur Psychologie ; wer trifft, der trifft…“
„weite Taube, langer Lauf - nahe Taube, kurzer Lauf…da braucht’s kaan Choke net…“
„wer im Jagdwettkampf Chokes nicht wechseln darf , braucht’s im real existierenden Jagdalltag auch nicht… Horrido – und basta !“
So einfach kann wissensbefreite Fachkompetenz klingen, wenn Phlegma und Weltsicht von Lilliput eine harmonische Melange „ala Oberförster Pudlich“ eingehen.
Wer intellektuell und praktisch etwas ambitionierter das Thema Choke angehen möchte, hat’s schwerer…
… weder ist es egal, welche Verengung der Choke hat, noch welche Länge und welche Form der Choke hat.
Alles hat Auswirkungen auf die Deckung, die Streuung und die Garbenform !
Das Ignorieren dieser Tatsachen ist zwar immer noch, sogar in Ausbildungen, ebenso bequem wie beliebt, dennoch führt kein Weg vorbei, sich mit den „neuen Chokes„ zu beschäftigen.
Spätestens seit der (fast weltweiten) Notwendigkeit (wenn auch nur rechtlich) von Alternativschrot, gehören Wechselchokes zur Grundausstattung einer modernen Flinte. Doch mit den einfachen, oft recht simpel konstruierten (billigen)Würgehülsen ist nun auch schon Schluß.
Das Bessere ist eben des guten Feind !
Neue Materialien wie Stainless-Steel, Titan etc. sowie neue Berechnungen sphärischer Kurven und präziseste Herstellungsverfahren ermöglichen immer bessere Leistungen, bei der schwierigen Aufgabe eine chaotische Massenbewegung von Einzelpartikeln in eine halbwegs geordnete Bahn zu bringen.
Im sportlichen Bereich haben sich nun die verlängerten Chokes endgültig durchgesetzt.
Einige Nobelhersteller setzen seit längerem verlängerte, aber noch mündungsbündige Chokes ein. Aufsehen erregen heute die über die Mündung hinaus ragenden Chokes.
Etwas ungewohnt in der Optik, verbessern sie die Verteilung der Schrote erheblich.
Chokes wie die, der Fa. Briley, Teague oder Seminole haben nichts mehr von den billigen Stahlröhrchen an sich, welche so mancher Flinte beiliegen und welche so leicht und billig aus italienischen und türkischen Zulieferfirmen in unseren Markt fließen.
Sie sind passend auf die Waffe errechnet und weichen sogar oft in Ihren Verengungen vom Standard-program der Waffenhersteller ab. So gibt es Zwischengrößen , besonders stark verengende (turkey) oder extrem streuende Chokes (spreader).
Aufgrund Ihrer aufwendigen Herstellung und der Materialen sind sie weitaus teurer als Standartchokes.
Dabei kann nicht oft genug wiederholt werden, dass es KEINE Normung von Chokes gibt.
Allein die Grundgröße „Zylinder“ ist immer gleich (in mäßigem Toleranzbereich); also ohne Verengung oder Erweiterung, muss der Zylinder dem Laufdurchmesser entsprechen (eingeschlagen an der Laufwurzel in mm).
Somit variieren Chokes nicht nur in der Länge, sondern eben auch im Durchmesser, da sie sich an das Laufprofil der Waffe angleichen müssen.
Dieses Laufprofil liegt in einem relativ weiten Toleranzbereich (nachzulesen z.B. in den amtl. Maßtafeln für DE). Ist die Bohrung z.B. bei Kal. 12 größer als 18,4mm so spricht man vom „überbohren“ des Laufes.
Das Überbohren von Läufen in Kombination mit angepassten/verlängerten Übergangskonen ist heute bei vielen modernen Flinten Standart…aber auch hier: keine Normung.
So ist das Überbohren bei einigen Firmen auch (bei einigen: vor allem) ein fester Bestandteil des Marketing geworden, bei anderen Herstellern ist es „understatement“, und man geht selbstbewusst nicht weiter darauf ein…man scheint Vertrauen in die Fachkenntnis der Klientel und in die eigene Professionalität zu haben.
Der verlängerte Choke im überbohrten Lauf mit angepasstem Übergangskonus, gilt heute als Nonplusultra der Flintenbaukunst…
Doch kann auch ein Standart (z.B. 18,4mm) Lauf mit einem langen Choke noch verbessert werden und (fast) gleiche Leistung wie ein überbohrter Lauf mit langem Choke zeigen…wenn die Patrone dies zulässt.
Auch werden hervorragende Deckungen erreicht, wenn Übergangskonen günstig (flach und somit länger als im „klassischen Flintenbau“) dimensioniert sind und sich somit mit langen Chokes ergänzen.
(„wenn Sie jetzt glauben, das hört sich alles recht komplex an…stimmt!! Flinten und ihre Ballistik sind wesentlich facettenreicher als das recht banale Kugelschießen“)
So wird eine gleichmäßige Führung der Garbe im Schrotkorb* durch eine Vielzahl von Kriterien (Übergangskonus, Laufprofil , Choke, Zwischenmittel etc.) erzielt, die Gasverlust, Verwirbelungen und Randschrote vermeiden soll.
(*Patronen ohne Schrotkorb gelten als Anachronismus, ähnlich wie 16er Flinten , Streupatronen oder Nagelschuhe )
Es kommt bei Beeinflussung der Garbe nicht nur auf die Verengung oder Erweiterung des Laufquerschnitts an, sondern auch auf die Strecken, in der die Schrotladung geführt wird.
Je länger (und flacher)die „Würgestrecke“ im Übergangskonus und beim Choke ist, um so gleichmäßiger und verwirbelungsfreier wird die Schrotgarbe geführt. Damit weniger Randschrote.
Und im Widerspruch zu allen Küchenweisheiten omnipotenter (und leider omnipräsenten ) Amateurballistiker, sind Randschrote weder erwünscht, noch beim Treffen hilfreich!
Randschrote sind nichts anderes als Schrote, die durch die Verwirbelung in Lauf und Choke und sogn. Clustering (Verklumpung von Schroten) , außerhalb der gewünschten Flugbahn fliegen und außerhalb des gewünschten Deckungsbereiches (Ziel) einschlagen.
Nur außergewöhnlich talentfreie und beratungsresistente Schützen freuen sich über Treffer mit Randschroten, die bei der Tontaube vielleicht noch zu einem Scheintreffer verhelfen, auf der Jagd aber zu verkrüppeltem Wild und Qual führen.
Ob ein Choke nun hübsch und gefällig aussieht, wenn er einige Zentimeter aus dem Lauf ragt, mag dem persönlichen Geschmack überlassen bleiben, ebenso ob farbliche Markierungen und eine Rändelung den Gebrauch vereinfachen.
Fest steht, dass der Choke das Trefferbild beeinflusst und fest steht, dass ein moderner Qualitätschoke der mitgelieferten Standardware oftmals weit überlegen ist.
Die eben gefasste Einschränkung, spielt auf die Tatsache an, dass viele Hersteller in den letzten Jahren gelernt haben und nun von Hause aus mit entsprechenden Chokespezialisten zusammenarbeiten.
Die Tatsache, dass im sportlichen Bereich diese Chokes die Weltelite, ebenso wie den Durchschnitts – Spass - Schützen erreicht haben, sollte auch der grünen Zunft zu denken geben.
Gute Deckung, weniger Randschrote und eine ausgeglichene Garbe sind auch für sauber geschossenes Flugwild notwendig.
In Internetforen, Stammtischen und Zeitungen taucht nun immer wieder die Frage auf:
„…welchen Choke brauche ich für …“
Mit Verlaub .. diese Frage ist einfältig, schließlich fragt man auch nicht andere Leute welche Frau /Mann man heiraten soll.
Abgesehen von den Grundsportarten Skeet (weit), Trap (eng) und Parcours (individuell) kommt niemand um den persönlichen Test herum.
Waffe, Patrone und Verwendungszweck diktieren in ihrer Individualität die Chokeart…somit kann nur und ausschließlich der persönliche Versuch an der Anschusstafel Aufschluss über die optimale Kombination bieten.
Wenn nun auch noch das Thema Stahl/Weicheisen/Alternativschrot eingefügt wird, ergeben sich zusätzliche Kriterien.
So sollte die Verengung bei Jagdschrotgröße nicht stärker als Halbchoke sein (siehe Tabelle Beschussamt) und die Deckung MUSS auf verschiedene Distanzen überprüft werden.
Unabhängig vom höheren Geschwindigkeitsverlust der WE Garbe, ergeben diese Patronen sehr häufig ganz hervorragende Deckungen, da Randschrote durch den dicken Schrotkorb und das Material vermieden werden.
Da allerdings bei Jagdpatronen die Zielwirkung bei WE geringere Distanzen erfordert, ist der Weg zur Anschusstafel unumgänglich.
Dieser entkräftete dann auch jedes weiter Gerede von psychologischen Auswirkungen von Chokes auf den Schützen.
Blei und Weicheisen folgen der Physik, nicht der tiefenpsychologischen Deutungsversuchen von Laienpredigern.
Die Entwicklung der modernen Chokes und auch der Flinten, hat den Endpunkt noch nicht erreicht.
Extrem lange Chokes, Laufeinsätze und Laufverlängerungen werden derzeit entwickelt, von Winkeln geht man auf sphärische Kurven über und Munitionshersteller setzten mit immer neuen Alternativschroten neue Aufgaben…
Laufgewichte und Formen werden überdacht, ebenso wie neue Formen der Schaftnutzung zur Kompensation von Rückstoß…
Man darf gespannt sein. Die Karawane zieht endlich weiter.
Wie immer im Leben gilt auch beim Choke: Nix ist einfach, aber Fleiß und die Benutzung von Hirnschmalz zahlen sich aus !
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20.3.2008 von Bunduki.
Gravuren müssen nicht grobe Hirsche und grinsende Jagdhundkopien zeigen…
Sie können Kunst sein,wenn Erfahrung aus der Region und Tradition des Handwerks auf junge Talente trifft !
Junge Meister: IL Bulino
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19.3.2008 von Bunduki.
…manchmal könnt man meinen,die Welt ist voll von bachelor-degree-besoffenen Jung-Executives, die ihre schmalen Schultern in zu große Maßanzüge stecken und glauben die Welt neu erfinden zu können…
…manchmal könnt man meinen ,die Welt ist voll von dreimalklugen Oportunisten, die selbst bei Flaute ihre Fähnchen in den Wind hängen möchten und dabei nicht mal merken das der Luftzug kein Tornado sondern eher Perestaltik ist…
Wer dann den Impertinenz-Blues bekommt…dem sei die Geschichte erzählt , die Freund Henry uns aus den unbegreiflichen Tiefen des Netzes fischte…
“A wealthy old Gentleman decides to go on a hunting safari in Africa, taking his faithful, elderly Jack Russell named Killer, along for the company.
One day the old Jack Russell starts chasing rabbits and before long, discovers that he’s lost. Wandering about, he notices a leopard heading rapidly in his direction with the intention of having lunch.
The old Jack Russell thinks, ‘Oh, oh! I’m in deep doo-doo now!’ Noticing some bones on the ground close by, he immediately settles down to chew on the bones with his back to the approaching cat.
Just as the leopard is about to leap, the old Jack Russell exclaims loudly, ‘Boy, that was one delicious leopard! I wonder, if there are any more around here?’
Hearing this, the young leopard halts his attack in mid-strike, a look of terror comes over him and he slinks away into the trees. ‘Whew!’, says the leopard, ‘That was close! That old Jack Russell nearly had me!’
Meanwhile, a monkey who had been watching the whole scene from a nearby tree, figures he can put this knowledge to good use and trade it for protection from the leopard.
So, off he goes, but the old Jack Russell sees him heading after the leopard with great speed, and figures that something must be up.
The monkey soon catches up with the leopard, spills the beans and strikes a deal for himself with the leopard.
The young leopard is furious at being made a fool of and says, ‘Here, monkey, hop on my back and see what’s going to happen to that conniving canine!
Now, the old Jack Russell sees the leopard coming with the monkey on his back and thinks, ‘What am I going to do now?’, but instead of running, the dog sits down with his back to his attackers, pretending he hasn’t seen them yet, and just when they get close enough to hear, the old Jack Russell says… ‘Where’s that damn monkey? I sent him off an hour ago to bring me another leopard !
Moral of this story…
Don’t mess with the old dogs… age and skill will always overcome youth and treachery! BS and brilliance only come with age and experience!!”
OK? Jetzt besser…?
Schöne Osterfeiertage an alle Tschentschen, Querdenker, Aufrechten und alle Grousetrinker…und alle die richtigen Panasch haben und nicht erst nachschauen müssen, was das überhaupt ist…
Bunduki und Baron T.v.Loden Schnerf
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14.3.2008 von Bunduki.
Verwunderliche Sache das… mit den Regeln.
Regeln dienen uns doch famos zum fast problemlosen Zusammenleben.
Sie helfen die richtigen Tauben zur richtigen Zeit zu treffen, sie verhindern zulange Parkzeiten in der Fußgängerzone und zu intensive Augenkontakt mit der netten Frau des Arbeitskollegen.
Ohne Einhaltung von Regeln wären wir aufgeschmissen in unserem beruflichen Umfeld, geächtet im privaten Milieu und würden, außer in Politik und Ölindustrie, als asozial geächtete, üble Randexistenzen in mediteranen Luxusexklaven führen.
Regeln sind toll ! Nicht, weil sie existieren und uns Sicherheit geben, sondern weil sie immer flexibel waren und jederzeit anpassungsfähig sind.
Müssen sie auch sein, weil sich der Globus dreht und Zeit, Menschen und Weltsichten ändern.
Noch vor nicht zu langen Tagen, war es eine beliebter Zeitvertreib, sogn. Hexen und Ketzer unter Beifall der dumpfen Massen abzufackeln.
Heut sind wir viel zivilisierter und so braucht der intellektuell Herausgeforderte nichts anderes, als eine Tastatur, eine flat rate und einen anonymisierenden Internet-Nick und schwupps kann er kokeln, pöbeln und Logik exorzieren soviel er will…
Abgesehen von virtuellen Inquisitoren, ist aber die Mehrzahl unserer schießenden Mitmenschen aktueller Baureihen, recht nett und nimmt Regeln als etwas notwendiges, aber wenig dogmatisches wahr.
Auch Regeln im Schießsport stammen nicht von Altvater Moses, waren nie in Stein gemeißelt und kamen auch nicht vom „boss himself“…
Dies gilt für alle ! Für DSB,DJV, TIRO, FITASC,BDS,BDMP ,ADAC und CVJM …
Wer heute schießt, tut dies nicht mehr im isolierten Inselchen Teutonia, sondern in einer Welt, die allein durch unsere Autos klitzeklein geworden ist…geschweige denn durch Flugverkehr, Internet und die systematische Abschaffung von sprachlichen Einzellern.
Regeln sind flexibel, wandelbar, abschaffbar und manchmal hinderlich…dann nämlich wenn in unserem Sport Beharrungsvermögen am Alten , einen höheren Stellenwert einnimmt als Zukunftsorientierung und Weitsicht.
Wohlgemerkt soll hier nicht gegen die Einhaltung von Regeln polemisiert werden ,sondern für die Phantasie Regeln neu zu schaffen,zu variieren,anzupassen und auch morschen Ballast abzuwerfen.
Flintenschießen muss Spass machen ! Es muss vielseitig sein und es muss sich den Zeitströmungen in den Gesellschaften anpassen.
So wurde es Breitensport ,so bleibt es Breitensport.
Flintenschießen = Breitensport ? Ja, in vielen Ländern, leider nicht bei uns. Warum ?
Weil wir der merkwürdig und international einmaligen Meinung waren, dass Sport und Jagd keinen Spass machen dürfen??? ![]()
Das hat sich geändert und ändert sich in zunehmenden Maße.
Beispiele dafür sind das (hoffentlich bald ) epidemische Ausufern von Funshoots, ala dem Sporting - Schießen in Wiesbaden , und dem (traurigen) Exodus von Schützen nach Italien, Österreich und den Niederlanden.
Überall in der Welt agieren Stände und Verbände flexibel auf die Wünsche ihrer Kunden.
Der Slogan „golf with a gun „ , hieß nichts anderes, als den Erlebnis - faktor einer komplexen Sportart hervorzuheben, um eben diesen Sport in der gesellschaftlichen Breite wachsen zu lassen.
Hier heißt es, von anderen zu lernen, ohne deren System unreflektiert übernehmen zu müssen.
Unsere Stände sind bedroht; doch ihre Bedrohung scheinen mir weniger örtliche Gutmenschen mit empfindlichen Gehörgängen zu sein, als mangelnde Kundenfrequenz und ein Zukunft tötendes Beharrungsvermögen, das an der seeligen alten Zeit hängt, als Männer noch Männer waren und Sport noch was mit Leder und Kruppstahl zu tun hatte.
Aufbruch ist angesagt um unseren Sport vor dem größten Übel der Freizeitgesellschaft, zu bewahren:der Langeweile.
Der Siegeszug des IPSC Schießens, der Westernschützen und der GK Fraktion sollte uns zu denken geben.
Also werfen wir unsere Blicke über die Grenzen und überlegen mal, was und wie man all die Dinge auch bei uns umsetzen kann, die in anderen Ländern (scheinbar?) so gut funktionieren.
Informieren ! Ausprobieren ! Testen ! Vormachen !
Die ketzerischen Gedanken seien erlaubt (ohne gleich verbrannt zu werden):
Nicht jeder Fintenschütze will Olympionike werden, nicht alle Jäger sind mit Trap aus dem Turblenzer zufrieden und nicht alle Parcoursschützen werden mit hochtechnischen, jagdfernen Doubletten glücklich.
Wer heute Skeet schießt, findet in einiger Zeit vielleicht Sporting oder ZZ „geil“….
Um zu überleben, brauchen wir aber jeden einzelnen!
Es gibt was zu lernen….und viel Spass zu haben.
Einige Regel-Anregungen gab es im Flintenblog schon .
Um nun auch noch mal einen langen Blick auf die USA zu werfen, wo der Begriff „ golf with a gun „ geboren wurde:
American sporting, 5 Stand etc.
Einfach mal anschauen und sich vorstellen, man könnte noch mehr Freude beim Flintenschießen haben, wenn …
…die anderen was machen?!
Ach ja… auch in ihrem Verein gilt: „wir sind das Volk!“
Wahrlich große Geister wie G.B.Shaw würden alles in einem Satz fassen:
“Pedantisches Beharren ist der Kobold kleiner Geister ”
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13.3.2008 von Bunduki.
Auch in Bayern wird Sporting geschossen…sogar auf einer der ältesten Parcoursanlagen Deutschlands.
Der bayrische BDS Verband, der BBS veranstaltet auch dieses Jahr am 5.April wieder auf dem Jagdparcours Bayern in Hattenhofen sein BDS-Bundespokal-Schießen mit Flinten auf Sportingziele.
Anmeldungen über die Geschäftsstelle des BBS.
Bunduki
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12.3.2008 von Bunduki.
Gute Nachrichten von einem recht regen DSB Club.
Ein “Sporting Demo Wettkampf ” am 29.3. in Wiesbaden.
Ein Parcoursschießen auf einer modifizierten Trap,Skeet anlage, zum Schnuppern und Kennenlernen.
Kein FITASC-schießen nach Gutsherrenart, aber vielleicht gerade deswegen eine tolle Gelegenheit Abwechslung und Spass im Parcours/Sporting kennenzulernen.
Eine großartige Idee,die hoffentlich viele positive Nachfolger im olympischen wie im jagdlichen Lager findet.
Beschreibung und Anmeldung des Demowettkampfes
Wettkampfschema
Mal weitergedacht: Die USA und England betreiben als weltweit größte “Jagdparcoursnationen” FITASC UND eine vereinfachte Sportingversion des Parcourschiessens parallel…und kommen prima damit zurecht.
Könnten wir doch auch….
Viel Spass, Freude und viele interessierte Flintenfreunde !
Danke für die Info an Stefan den unermüdlichen Wanderer in der Flintenwelt!
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10.3.2008 von Bunduki.
Allenthalben stöhnt und schimpft man ob der gewaltigen Preiserhöhungen auf dem Munitionssektor.
Fast könnte man meinen, die Hersteller von Munition und die Ölmagnaten haben den selben Verkaufsleiter oder das selbe Verständnis vom Kartellrecht….?!
Doch wollen wir hier im Flintenblog nicht ins Tal der Tränen hinabsteigen, sondern zum zielführenden Handeln anregen.
Jetzt ist Hahn in Ruh…also Zeit genug, all das zu tun , was man sonst als viel beschäftigter Jäger aus Zeitmangel nie bewältigt…Osterurlaub, Kuscheln mit Mutti, Erziehung von Kindern, Gartenarbeit, Politik, Fernsehen und vor allem Jagdvorbereitungen !
Im Herbst (also „in Kürze“; sieht man von einem Bockjagdsommer ab) stehen Enten und Gänse am Wasser an und da werden bleifrei Patronen verlangt.
Nixwissen und Sturheit gelten nicht und der dämliche Trick mit den Alibipatronen in der Tasche, kann bös nach hinten losgehen und die ganze venatorische Sippschaft in Verruf bringen.
Was ist denn nun dran, am bösen Stahlschrot und all den wüsten Gerüchten, Halbwahrheiten und Prospektbeschreibungen?
Bevor man weiter dem Gerede vom virtuellen oder hölzernen Stammtisch glaubt, ist’s besser, man geht selbst mit der Flinte (und der jetzt vorhandenen Zeit) zum Schießstand…
(im Revier geht so was ebenso und ist auch gesetzlich abgesegnet)
Man nehme:
Eine Stahlschrottaugliche Flinte deren Beschuss man überprüft hat.
Chokes in jagdlich, brauchbaren Verengungen, also bis max. ½ Choke
ALLE WE-Patronensorten, deren man habhaft werden kann und die der gewünschten Jagdart und dem Jagdwild entsprechen.
Genügend zugeschnittenen und mit Zielpunkt versehene Bögen aus Packpier, als Anschussmedium.
Nun schieße man jede Patrone mit jedem Choke auf je eine Scheibe, das ganze auf 20 Meter und dann auf 35 m.
Wer wirklich was lernen will, sollte das ganze ,bei besonders viel versprechenden Patronen, auch noch auf 45 Meter durchführen.
Die Scheiben werden sorgfältig markiert und dann ausgewertet, in dem man alle Schrote im Trefferbereich (z.B. ein 35cm Kreis ) auszählt und ihre gleichmäßige Verteilung beurteilt.
Ein Vergleichsschuß mit der bisher bewährten Bleipatrone hat übrigens schon zu manchem Stirnrunzeln geführt.
Um Zielfehler weitestgehend auszuschließen, empfiehlt es sich die Waffe aufgelegt auf einem Sandsack und zielend über Korn und Baskülenoberkannte zu schießen.
Wer’s ganz genau machen will, packt sich eine Klemmvisierung auf die Schiene und kann so auch den letzten Schützenfehler eliminieren.
Wer gerne mit dem PC spielt, dem bietet sich bei dieser Gelegenheit ein einfaches Programm an, das Fotos der Anschußscheibe auswertet.
So sollten verwertbare, individuelle Daten für die eigene Waffen- und Patronenkombination gefunden sein.
Doch Halt!
Ist nicht gerade die Patronen-Wirkung von Weicheisenschrot besonders umstritten?
Reichen da nicht die Aussagen von: Katastrophe bis Großartig ?
Viele, aber eben noch nicht genügend Jäger, versuchen seit geraumer Zeit, Sachlichkeit in die Diskussion zu bringen.
Leider ist dummes Geschwätz, Nachplappern von Vorurteilen und (sinnlose) Stimmungsmache immer noch die Regel.
Selten findet man soviel Sachlichkeit wie bei den Göttinger Jägern, die nicht nur prima Infos geben, sondern auch den Mut haben, gegen den Strom der Stammtischweißheiten zu argumentieren.
Nun haben die wenigsten von uns schrotschußtaugliche Geschwindigkeitsmesser, müssen also den Angaben der Hersteller trauen. Macht nix, als Anhaltspunkt genügt’s vollauf.
Wie das Schrot auf den Wildkörper wirkt, bleibt also ein Rätsel…bis zum Schuß aufs lebende Objekt?
Nein, denn wir können auch hier mit einfachen Mitteln bestimmte Aussagen überprüfen:
Keine Sorge…man muss sich nicht teure ballistische Gelatine besorgen (wer’s allerdings tut, der sei beglückwünscht)
Bestimmt hat einer Ihrer Jagdfreunde noch ein paar Enten im Federkleid oder Hasen im Balg eingefroren . Hundeausbilder brauchen das !
Also einfach mal nachgefragt und wenn Ihre Bekannten so sind wie meine, ist die Bereitschaft zu helfen groß UND man ist gleich, samt Flinte, mit von der Test-Partie!
Haben sich nach den vorangegangenen Anschusstests 2 oder 3 gute Patronen und Chokes rausgemendelt, dann hängt man den aufgetauten Wildkadaver realitätsgerecht locker am Schießstand auf.(Eine Art kleine Hängematte, leicht schräg, zwischen zwei Bäumen aufgespannt, hat sich bestens bewährt).
D.h.: der Schuss muss das Stück wie auf der Jagd treffen.
Nun werden auf die o.g. Entfernungen je ein Schuss pro Stück abgeben und man erhält somit Aufschluss über Penetration der Schrote .
Federkleid, Haut und Eindringtiefe der Schrote zu untersuchen ist durchaus aufwendig , dennoch liefern diese Untersuchungen aussagekräftigen Werte.
Zugegeben…alles recht kompliziert, aber doch besser, als das zu glauben, was Ihnen andere Leute ohne wirkliche Erfahrung vorplappern oder ein Werbejournalist beim anderen abkupferte.
Was werden Sie rausfinden?
Das Weicheisen eine bessere Deckung hat…?
Das Weicheisen höhere Durchschlagskraft besitzt…?
Das die soften WE Patronen nichts taugen…die mit erhöhtem Druck aber schon …?
Das mehr Schrote tiefer im Wildkörper stecken…?
Dann läge der Schluss nahe :
… das die mangelnde Wild-Wirkung oft nur auf falscher Auswahl zu schwachen Patronen,und/ oder einem lausigen Schützen basiert…?
Dann wären viele Berichte also nur Gewäsch und die Welt vielleicht doch…. rund ???
Lassen sie sich doch überraschen.
Wer nix weiß, muss alles glauben, wer alles glaubt, ist zu faul zum Lernen…und wer Neues nicht akzeptiert, nur weil’s neu ist,.…der kommt im Leben meist zu spät und und auf der Jagd zu kurz…
Ps.
Warum ich keine Empfehlung für diese oder jene Patrone ausspreche, keine Tabellen reinstelle und auch meine eigenen Ergebnisse nicht vorstelle?
Ganz einfach:
Ich bin der Meinung, dass Sie Ihre Erfahrungen am besten selbst machen, denn was man selbst erprobt, ist doppelt wert.
Darüber hinaus gibt’s in Foren und Zeitungen schon genügend, sich hinter Nicks versteckende Helferlein, welche emsig die Produkte „ihrer Sponsoren“ promoten…
Trau – schau - wem?
…und wer hat gesagt, dass das Leben einfach ist ?
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7.3.2008 von Bunduki.
Ein filmisches Schmakerl für die Freunde des Westerns und der kunstschießenden Damen ist der Film:
“buffalo Girls”
Beschrieben wird das Leben von Martha Jane Canary, der notorischen “Calamity Jane” und Ihrer Zeitgenossin Annie Oakley, Buffalo Bill und weiterer farbenfrohen Gesellen…
wenns nicht gelogen ist, ist’s schön erzählt…und ob’s den Wettkampf Lord gegen Annie Oakley so gab, sei des Künstlers Freiheit überlassen .
Nichts desto Trotz gab’s auf Buffalo Bills Tourneen überall auf der Welt lokale Größen die sich mit den Reitern und Schützen aus dem wilden Westen messen wollten…
Gewonnen hat wohl keiner von ihnen…
Ein weitere Film der sich mit dem Thema Frauen und Waffen sehr intensiv und engagiert befasst ist Packing Heat von Wendy Rowland
Er lief sogar in deutscher Synchro im ORF2. Eine Kaufversion ist wohl derzeit nicht zu bekommen und beim ORF … versuchts mal.
viel Glück !! deutscher Titel : “Revolverladies”
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6.3.2008 von Bunduki.
Mag ja sein, das Schießen für manche sauertöpfische Verbissenheitsehrgeizler nichts mit Lebensfreude zu tun hat…doch die meisten schießenden Menschen, die ich kenne, haben ihren Spass dabei.
Man freut sich, wenn getroffen wird und man versucht über sich zu lachen, wenn’s mal wieder nicht so klappte.
Leuchtende Augen aber bekommt man, wenn Könner auftauchen, die so sehr jenseits der Neidgrenze schießen, so unerreichte Zauberkünstler mit der Flinte sind, dass die Frage „wie macht er das“ in den Hintergrund tritt.
Show-Schützen treten bei uns nur noch sehr selten auf. Woran das liegt?
Nun, es rechnet sich nicht für sie, denn als “Profis mit Waffen” bestreiten sie so ihren Lebensunterhalt…und da scheinen die USA (oder Italien) eben mehr Wurst aufs Brot zu bringen.
Das war aber nicht immer so…
Als die ersten global agierenden, kommerziellen Kunstschützen darf man ohne weiteres die Truppe um den legendären Buffalo Bill Cody bezeichnen.
Mehrere männliche und weibliche Kunstschützen gleichzeitig, agierten in seinen Programmen und schossen zu Pferde und am Boden mit Flinte und Kugel auf alle Arten von spektakulären Zielen.
Buffalo Bills Zirkus tourte durch die ganze Welt und ließ Menschenmassen in Begeisterung ausbrechen.
Selbst die spröden Hamburger erlebten den „Cowboy Krieg“ auf ihren Strassen als Bill’s wilder Haufen auf den gleichzeitig dort gastierenden Zirkus von Doc Carver traf.
Doc Carver war seines Zeichens Kunstschütze und mit seinem Erzrivalen Cpt.Bogardus die Topschützen ihrer Zeit.
Zwar war der eine, ebenso wenig Doktor, wie der andere Captain, aber die Großmäuligkeit gehörte damals dazu.
Gegenseitige Herausforderungen fanden in langjährigen Vergleichsschießen ihren Niederschlag.
Zu Ende brachte den Streit der beiden, eine kleine Frau, die zur berühmtesten Kunstschützin der Welt werden sollte.
Annie Oakley schoß dem Kaiser eine Zigarette aus der Hand, sie beeindruckte Könige und Potentaten inspirierte Komponisten und lehrte bis ins hohe alter Frauen den Umgang mit Waffen.
Ihre Art der Show und die Begeisterung der Amerikaner für Waffen, brachte auch danach immer neue Kunstschützen auf den Plan.
Begründer des „modernen“ Showschießens (meist im Auftrag eines sponsernden Waffenherstellers) waren
Ad und Plinky Topperwein
Gerade durch ihr „unspektakuläres“ Äußeres waren sie Publikumslieblinge.
Während auch Kurzwaffenschützen wie Ed McGivern sensationelle Vorstellungen gaben, gehörte die Liebe des Publikums aber den Damen und Herren mit den Flinten.
Besonders einen charmanten und genialen Schützen liebte das Publikum als Inbegriff des „average guys“.
Herb Parsons dem Vater aller heutigen Showacts.
Ein kleines Beispiel hier auf Video
Alle heutigen Showschützen zeigen letztlich nur modifizierte Kunststücke von Parsons.
Alles wurde schon mal gemacht zu Herbs Zeiten: Kreidestückchen, Golfbälle und die Handvoll Tontauben…
Was heute neu ist ? Die größere Magazinkapazität , die Zuverlässigkeit der SLF-technik und DVD,Video und TV.
Was gleich blieb, ist der Spass beim Zuschauen.
Schüler von Herb Parsons und somit legitimer Nachfolger… ebenso charmant, aber dazu noch ein ausgesprochen humorvoller Schütze ist Tom Knapp.
Seine Vorstellungen sind legendär und begeistern.
Ein junger Mann, der in Toms Fußstapfen treten will, der hervorragend schießt, aber m.E. bei weitem nicht so charismatisch „rüberkommt“ ist Patrick Flannigan.
Mein persönlicher Favorit ist natürlich Europäer!
Renato Lamera ist legitimer Rekordhalter, ein lustiger und bescheidener Zeitgenosse und mit italienischem Temperament der geborene Showman.
Wer nun eine Vorführung gesehen hat, wird fragen: wie machen die das?
Und immer genau dann hört man die frustrierte Stimme eines Spielverderbers aus dem Hintergrund, der den Spass an der Sache nicht verstanden hat : „ alles nur ein Trick “
Stimmt! Die Tricks heißen : Talent, Bescheidenheit und üben, üben, üben, üben, üben…..
Ps.
den Trick mit den vielen Tauben bitte erst nachmachen,wenn’s mit dem Werfen klappt…das ist nämlich schwieriger als das Treffen
Pps:
Bitte auch den Link von Jam im Kommentar beachten !! Tim Bradley in action
JAM scheint unermüdlich :hier neue Videos von Tom Knapp und Konsorten…
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4.3.2008 von Bunduki.
Hier mal wieder ein paar Videos aus Canada und diesmal auch von der Benelli-Cam…
Alles garantiert ohne Weibers !
Ps:
an alle Puschensniper: Onkel Tom schießt in 2.Video sogar daneben! Er braucht glatt 3 Schuß…..für 2 Gänse
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